Montag, 24. Februar 2014

Standpunkt 885 - Nachrichten-Ticker, 15. - 17.02.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Leider ist es uns nicht gelungen, die Arbeiten an unserem neuen Dossier wie angekündigt noch im Januar abzuschließen. Selbst im Februar werden wir damit nicht fertig. Der Grund ist einfach: Mittlerweile arbeiten wir an der 3. Änderung und 4. Erweiterung. Der Grund: Dieses Update soll nicht einfach nur eine Fortschreibung der bisherigen Schwerpunkte sein, sondern die Ursachen und Folgen der Krise erläutern und bewerten, sowie die Vorschläge zum Abbau der Staatsschulden ausführlich beschreiben. Unser Dossier soll so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig sein, außerdem leicht verständlich geschrieben. Das erfordert Zeit. Dafür bitten wir um Verständnis. Das Warten lohnt sich auf jeden Fall. Versprochen. 

Das bedeutet aber auch, dass in diesen Tagen unser Nachrichten-Ticker nicht regelmäßig erscheint. Trotzdem bleiben wir am Ball und holen nach, was an Nachrichten erst einmal liegen bleibt. Garantiert. 


Tagesthemen: In eigener SacheNoch einmal: EZB und Bundesverfassungsgericht - Rogoff/Reinhart und die Lehren aus der Finanzkrise Österreich in der (Banken-)Krise Barroso vs. schottische Unabhängigkeit Milliardenüberschuss in Griechenland (4 Beiträge) Vermögensentwicklung in der Krise, Teil 6.1: Die Vermögenskonzentration nimmt auch in der Krise auf allen Ebenen weiter zu – Obama vs. Amerika China's Finanzkrise (4 Beiträge) Erfolglos: Abenomics Neues aus Kanada 


In eigener Sache
Nicht erst seit dem Vorstoß des IWF (hier) ist klar, dass Politik, Finanzindustrie und Leitmedien ein falsches Spiel treiben. Seit 2011 weisen wir an dieser Stelle regelmäßig daraufhin. Nun hat auch die Bundesbank, in der Heimat fälschlicherweise als Hüter deutscher Sparer-Interessen wahrgenommen, ihre Sympathie für den IWF-Vorschlag entdeckt (hier).

Jetzt heißt es endlich aufzuwachen und dem Feind in die Augen zu schauen. Einige der betroffenen 99% scheinen das so langsam zu begreifen. Jedenfalls deuten die Wortmeldungen auf unseren Beitrag zur Enteignung (hier), zum Derivate-Desaster (hier) und zu unserem jüngsten Kommentar (hier) zu dem Working Paper von Rogoff und Reinhart für den IWF (hier) darauf hin. 

Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt.  Deshalb bieten wir wieder eine persönliche Beratung an, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - die Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten die auch bereit sind, für diese Leistung zu bezahlen.

Eingehendes Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Für Einzelheiten schicken Sie uns eine E-mail.


Degenhart: Karlsruhe kann kalte Enteignung der Sparer nicht stoppen
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts gegen die Euro-Rettungspolitik der EZB bedeutet zwar das Ende der Bazooka von Mario Draghi. Doch die "mittelfristige kalte Enteignung" der europäischen Sparer kann rechtlich nicht verhindert werden, sagt der Verfassungsrechtler Christoph Degenhart. Mehr...

Kommentar: Es ist schon erstaunlich, welche Bewertungen sich manche Experten zu der Entscheidung des BVerfG aus den Fingern saugen. Und in welchem Brustton der Überzeugung die nächsten Schritte der Politik vorhergesagt werden. Wirklich bemerkenswert. In Wahrheit haben nach unserer Einschätzung die Euro-Gegner nichts gewonnen. Eher haben wir deshalb den Eindruck, als überspielen Leute wie Christoph Degenhart ihre tiefe Enttäuschung über den Spruch der Karlsruher Richter. Weil die der Politik die Tür aufhalten, um doch noch die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Maßnahmen der EZB (nachträglich) zu legalisieren. Einen Schritt, den die Kritiker sicherlich nicht auf dem Plan hatten.  

In Sachen "kalte Enteignung der Sparer" argumentiert Degenhart auf Stammtischniveau. Wir kennen die Verhältnisse in Deutschland, sind aber fest davon überzeugt, dass es nirgendwo anders ist: Die Sparer werden immer schon enteignet. Es gibt keinen Tag seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland, an dem die Sparzinsen die Inflation ausgeglichen haben. Teilweise waren die Unterschiede erheblich, sehr viel größer als heute. Wer von unseren LeserInnen das Gegenteil belegen kann, der ist uns sehr willkommen. Wir werden an dieser Stelle vorbehaltlos darüber berichten. So lange kein stichhaltiger Beweis vorliegt, sind diese schon seit Monaten vorgetragenen Behauptungen der Experten und der Mainstream-Medien reine Propaganda. Sie dienen dem einzigen Zweck, die Vorurteile des "BILD"-ungsbürgertums zu nähren. 


Die Lehren der Finanzkrise
(diepresse.com) Der renommierte Harvard-Professor Kenneth S. Rogoff hat in seiner jüngsten Studie die Finanzkrisen der vergangenen 200 Jahre untersucht. Die aktuelle Krise vergleicht er mit der Großen Depression. "Die Folgen sind dramatisch", warnt er.. Mehr...

Kommentar: Es ist schon bedauerlich, wenn Experten nicht für den Mist zur Verantwortung gezogen werden können, den sie Kraft ihres wissenschaftlichen Rufes in der Öffentlichkeit verbreiten. Besonders dann, wenn dieser Mist Grundlage weitreichender politischer Entscheidung sein könnte. Rogoff und seine Co-Autorin Reinhart sind so ein Fall. Wenn DIE WELT sie richtig zitiert, "Deutschland und USA aus der Krise", ist das unglaublich ignorant und mit dem Schmalspurblick der Ökonomen nicht zu entschuldigen. Am Ende schreibt DIE WELT: "Die Forscher wollen ihr Paper als rein wissenschaftlich verstanden wissen und keine Empfehlungen an die Politik abgeben." Dann sollten sie, bitte schön, einfach die Klappe halten. 


Analyse: Österreich am Gängelband – Der Filz als Humus für die Hypo-Pleite
(wirtschaftsblatt.at) Die Hypo Alpe Adria ist die teure Hinterlassenschaft des ehemaligen Kärntner Sonnenkönigs Jörg Haider. Dass das Desaster solche Dimensionen annehmen konnte, ist eine Folge des Politsystems, in dem Gewaltentrennung eher hinderlich ist. Mehr...

Kommentar: ...und der fehlenden vierten Gewalt, die offensichtlich auch in Österreich schon seit Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist. Ob selbst gewählt oder erzwungen können wir nicht beurteilen, das müssen unsere österreichischen LeserInnen bewerten. Nur sind die Folgen ähnlich dramatisch wie hierzulande. Es fehlt ein wichtiges Regulativ. 

Deshalb erstaunt es uns auch nicht weiter, dass diese Analyse ursprünglich von der NEUE ZÜRICHER ZEITUNG (NZZ) stammt und vom WIRTSCHAFTSBLATT nur "abgeschrieben" worden ist. 

Früher oder später kommt diese Entwicklung die Österreicher teuer zu stehen. 


Barroso droht Schottland mit EU-Ausschluss
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Es wäre "extrem schwer" für Schottland, in der EU zu verbleiben, wenn es sich von Großbritannien abspaltet, sagte Kommissions-Chef Barroso. Dies sollten die Schotten bedenken, wenn sie in sieben Monaten über ihre Unabhängigkeit abstimmen. Schottlands Finanzminister findet Barrosos Äußerungen "absurd". Mehr...

Kommentar: Die Äußerung ist nicht nur "absurd", sie ist dumm (eigentlich wollten wir "idiotisch" schreiben, aber wir möchten unseren Müttern und ihren ehrenhaften Erziehungsbemühungen keine Schande machen). Kommt es zu einer Separation Schottlands, dann muss die EU für den Verbleib Schottlands in der Gemeinschaft dankbar sein. Zwei gewichtige Gründe sprechen dafür: 1. Die Schotten wollen, anders als die Briten, gerne Mitglied werden/bleiben. 2. Wirtschaftlich ist Schottland für die EU wichtig, vor dessen Küste liegen die wertvollen Ölvorkommen. Das restliche Großbritannien hat so gut wie nichts zu bieten, außer einer durch und durch fauligen Finanzindustrie, deren erfolgreiche Tage längst gezählt sind, und die Reste einer seit 30 Jahren betriebenen De-Industrialisierung. Großbritannien lebt heute schon in einer spätkapitalistischen Pumpökonomie und der Lebensstandard befindet sich auf dem Weg in die 1920er Jahre. Eine Trennung Schottlands besiegelt "Klein-Britanniens" Schicksal einer Jahrzehnte dauernden Depression.

Barroso ignoriert, dass der Beitritt Großbritanniens zur EU 1973 nur gegenseitigen Mißverständnissen geschuldet war. Nachzuspüren in dem Beitrag "Ein Königreich für Europa" aus der ZEIT, erschienen am 10. Februar 2013, zur dreißigjährigen Mitgliedschaft in der EU (hier). 


Griechenland meldet Milliardenüberschuss 
(handelsblatt.com) Im vergangenen Jahr hat Griechenland einen Milliardenüberschuss verzeichnet – wenn man die Zinszahlungen für Anleihen und Kredite nicht berücksichtigt. Der sogenannte Primärüberschuss gilt aber als positives Signal. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Nicht wirklich eine erfreuliche Nachricht. Obwohl es der Öffentlichkeit als solche verkauft wird. Jedes Mittel ist Europas Krisenmanagern recht, um sich auch bei Griechenland über die Europa-Wahl im Mai zu retten. Der deutschsprachige GRIECHENLAND-BLOG titelt wenig überzeugt "Griechenland hausiert mit Haushaltsüberschuss" und schreibt im Vorspann: "Griechenlands Finanzminister versucht die Gläubiger von einem  spektakulären Überschuss zu überzeugen, jedoch schenken diese den unbestätigten Daten keinen Glauben." Mehr hier. Schon im Januar wusste man dort über die Hintergründe mehr: "Griechenland schönt Überschuss durch Zahlungsverschleppung". Weiter heißt es: "Der  Fiskus  in  Griechenland  begleicht seine  Schulden  an  den  Privaten  Sektor  nicht, damit der imaginäre primäre Haushaltsüberschuss aufgebläht wird." Mehr hier. Schon im September 2013 wurde an gleicher Stelle erläutert "Was der primäre Überschuss in Griechenland verbirgt": "Der   2013   erwartete   primäre Haushaltsüberschuss   in   Griechenland   basiert   auf kreativer Logistik und alchemistischer Mathematik." Mehr dazu hier. Lug und Trug statt Krisenlösung. Europas Modell für die nächste Zukunft. 


Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 6.1: Die Vermögenskonzentration nimmt auch in der Krise auf allen Ebenen weiter zu 
(querschuesse.de) Ohne jede Frage hat die Krise ab 2007 eine zunehmende Konzentration des globalen Privatvermögens in den reichsten Ländern zur Folge gehabt. Abbildung 28 zeigt wie groß der Anteil der – beim Stand von 2013 – reichsten drei, sieben, zehn, zwanzig und fünfundzwanzig Länder in den Jahren 2000, 2007, 2008, 2012 und 2013 gewesen ist. Mehr...

Kommentar:  Eine Wahnsinnsarbeit, die sich SLE mit dieser Aufsatzreihe macht. Heute Teil 1 von Teil 6. Die Abbildung 28 liefern wir an dieser Stelle gleich mit: 


        
Das bemerkenswerte Fazit in diesem Teil: "Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Krise im betrachteten Zeitabschnitt offenbar nur in Ausnahmefällen zu einer Verringerung der Ungleichverteilung des Privatvermögens geführt hat. In den Mehrzahl der betrachteten reichen Länder und in fast allen Weltregionen (Ausnahme: Afrika) hat sich die Ungleichverteilung von 2010 bis 2013 jedoch weiter erhöht. Auf Länderebene gilt das insbesondere für die USA, aber auch für die Euro-Krisenländer Italien und Spanien und – nach den Daten des Global Wealth Databook der Credit Suisse – auch für Deutschland, Finnland, die Niederlande und Tschechien. Nur in Schweden, der Schweiz und Frankreich haben die unteren 60 Prozent der Vermögenspyramide des jeweiligen Landes im Jahr 2013 mehr als 2010 – in China stagnieren die Werte. Was in diesen Daten freilich nicht zum Ausdruck kommt, ist die Zahl all derer, die im Zuge der Krise aus dem Vermögensraster gefallen sind, weil sie ihre Vermögenswerte verloren haben. Wie sich die Krise auf die Zunahme der 'Nicht-Vermögenden' ausgewirkt hat, geht aus Vermögensstudien wie der der Credit Suisse nicht hervor."
 

Und der Ausblick auf den zweiten Teil: "Um diese wichtige Facette der Vermögensentwicklung in die Analyse speziell mit Blick auf die Krise in Europa einbeziehen zu können, werden in Teil 6.2 Eurostat-Daten zu den von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen in der Europäischen Union herangezogen, der morgen veröffentlicht wird." 


5 Years Later - What Did Obama's "American Recovery & Reinvestment Act" Achieve? 
(zerohedge.com) The 17th of February, 2014, marked the annual observation of George Washington's birthday and the 5th anniversary of the American Recovery and Reinvestment Act.  Given that is has been half a decade since President Obama signed that bill into law, it would not surprise me if you did not immediately recognize what it entailed.  However, the term "Government Bailout" will certainly jolt your recollection. Read more...

Kommentar: Die Analyse dokumentiert den Bankrott für die US-amerikanische Wirtschaftspolitik unter Barack Obama. Die US-Notenbank hat mit ihren Maßnahmen diesen Eindruck nur noch verstärkt. 


Besserung ist vorläufig nicht in Sicht. Ein Armutszeugnis. 


Geheime Trusts ziehen China in den Abgrund
(welt.de) Das Schattenbankensystem in China ist in eine bedrohliche Schieflage geraten. Nun ist erneut ein Finanzierer in Zahlungsverzug. Springt in letzter Sekunde wieder ein geheimnisvoller Retter ein? Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Der Beitrag stammt von der deutschen Online-Ausgabe des WALL STREET JOURNAL. Die Überschrift dort: "Die Trust-Blase in China wird platzen". Im Vorspann heißt es: "Früher oder später wird irgendjemand im großen Universum der chinesischen Trust-Anlageprodukte richtig Geld verlieren." Mehr hier. Diese Analyse geht der WELT dann doch entschieden zu weit. Das ist nicht sonderlich befriedigend. Deshalb noch zwei Beiträge zur chinesischen Finanzkrise aus den USA: 

"Spot The Real Liquidity Bubble" meldet ZERO HEDGE am 15. Februar und schreibt einleitend: "Overnight the PBOC released the latest Chinese bank loan and liquidity data for the month of January. Those who have been following our recent series on Chinese liquidity measures will know that when it comes to the real marginal source of global liquidity, it is China that is the true unprecedented juggernaut, putting both the Fed and the BOJ's "puny" QE programs to shame (see "Chart Of The Day: How China's Stunning $15 Trillion In New Liquidity Blew Bernanke's QE Out Of The Water", "Some Stunning Perspective: China Money Creation Blows US And Japan Out Of The Water"). And January's data was simply the final exclamation mark in a decade-long series in which China's prosperity has been simply the result of an exponentially increasing amount of loan and liquidity creation by the Chinese semi-national and government backstopped financial system. Here are the numbers:
Total Chinese loan creation in January was CNY 1.32 trillion, or $218 billion. While January traditionally sees a pick up in loan creation (and demand), the 174% increase in bank loans from December was an unprecedented number, was above the CNY 1.1 trillion, and CNY 250 billion more than a year ago. More notably, this was the largest monthly bank loan injection since January 2010. The last time China scrambled to inject massive amounts of bank loans was in late 2008 and early 2009 when the world was ending, and it was China's money that stabilized the global financial system far more so than the Fed's whose QE 1 did not begin in earnest until March 2009."
Read more here.


An dieser Stelle noch zwei der aussagekräftigen Grafiken aus dem Beitrag: 

 

Zwei Tage später meldet ebenfalls ZERO HEDGE "China Folds On Reforms - Bails Out 2nd Shadow-Banking Default After "Last Drop Of Blood" Threats":zard. "As we showed over the weekend, it is abundantly clear that for all the talk of reform, Chinese authorities have found the gap between words and deeds uncrossable. First, Chinese authorities bailed out the relatively small CEG#1 Trust (for fear of contagion); second, the PBOC injects CNY 375 bn into short-term repo to save banks from a liquidity crisis at year-end; third, total social financing rose by the largest amount on record in January (despite all the talk of deleveraging following the Plenum); and now, fourth, thanks to a CNY 2bn loan (to an entirely insolvent coal company), Chinese authorities have bailed out a 2nd wealth-management product - this time even smaller. We noted the "technical default" of Jilin Trust last week, and despite its de minimus size, China Development Bank loaned CNY 2bn to the verge-of-bankruptcy Liansheng coal company, and thus bailed out investors in the trust -  piling on the moral hazard." Read the rest here 

Wer diese Entwicklung nur für ein regionales Problem hält, der dürfte schon bald eines Besseren belehrt werden. Es ist auf jeden Fall mehr als ein "Sturm im Wasserglas".


Nikkei-Rückschlag: Schwache japanische Wirtschaft zeigt Abe`s Versagen
(finanzen100.de) Die japanische Wirtschaft ist im vergangenen Quartal viel langsamer gewachsen als Volkswirte erwartet hatten. Dabei müsste die Konjunktur vor der Mehrwertsteuererhöhung im April eigentlich brummen. Mit den Rezepten von Ministerpräsident Shinzo Abe wird die Wirtschaft aber nicht gesunden. Vielmehr dürfte die Notenbank noch mehr Geld drucken, was den Yen weiter schwächen wird. Mehr...

Kommentar: Nichts Neues in Fernost. Es will einfach nicht gelingen, der wirtschaftliche Aufschwung. Dabei wäre für Shinzo Abe und seine "Abenomics" ein Erfolg überlebenswichtig. Bis jetzt ist er nur ein Schaumschläger.


News from Canada: Troubles
(greaterfool.ca) If you have a day job like mine, you understand this. Most people are pooched. The proportion of household net worth in real estate has skyrocketed, along with debt loads. Every month that people save nothing they grow more unbalanced in their financial lives. Without much in retirement savings – or investments of any kind – their only long-term salvation is continued appreciation of their houses. So far, so good – at least in most major markets. But with 70% of people already owning real estate, debt cresting and family balance sheets so lop-sided, how long can it last? If wages don’t leap higher, where will the money come from to keep housing alive? And in an economy where growth’s fled and the dollar sagged, surveys show most people worry about just staying employed. Read more...

Kommentar: Keine guten Aussichten für ein Land, das hierzulande in den Jahren seit der Lehman-Pleite gerne als Musterbeispiel für eine hervorragende Krisenbewältigung gepriesen worden ist. Während wir schon seit 2011 vor dieser Schönfärberei warnen. Die Charts aus dem Beitrag sind selbsterklärend:





Kanadas vermeintlicher Wohlstand funktionierte jahrelang exakt nach dem kapitalistischen System, das anderorts - beispielsweise in den benachbarten USA - Schiffbruch erlitten hat. Das Land wird sich dem weiteren Niedergang dieses Systems so wenig entziehen können wie der Rest der Welt.