Dienstag, 25. Februar 2014

Standpunkt 886 - Nachrichten-Ticker, 18. & 19.02.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Leider ist es uns nicht gelungen, die Arbeiten an unserem neuen Dossier wie angekündigt noch im Januar abzuschließen. Selbst im Februar werden wir damit nicht fertig. Der Grund ist einfach: Mittlerweile arbeiten wir an der 3. Änderung und 4. Erweiterung. Der Grund: Dieses Update soll nicht einfach nur eine Fortschreibung der bisherigen Schwerpunkte sein, sondern die Ursachen und Folgen der Krise erläutern und bewerten, sowie die Vorschläge zum Abbau der Staatsschulden ausführlich beschreiben. Unser Dossier soll so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig sein, außerdem leicht verständlich geschrieben. Das erfordert Zeit. Dafür bitten wir um Verständnis. Das Warten lohnt sich auf jeden Fall. Versprochen. 

Das bedeutet aber auch, dass in diesen Tagen unser Nachrichten-Ticker nicht regelmäßig erscheint. Trotzdem bleiben wir am Ball und holen nach, was an Nachrichten erst einmal liegen bleibt. Garantiert. 


Tagesthemen: In eigener SacheNoch einmal: EZB und Bundesverfassungsgericht (2 Beiträge) - Barry Eichengreen empfiehlt Fiskalunion – Vermögensentwicklung in der Krise, Teil 6.2: Armut und soziale Ausgrenzung weiten sich in der Europäischen Union aus Spanien Griechenland – China (7 Beiträge) Abenomics  


In eigener Sache
Nicht erst seit dem Vorstoß des IWF (hier) ist klar, dass Politik, Finanzindustrie und Leitmedien ein falsches Spiel treiben. Seit 2011 weisen wir an dieser Stelle regelmäßig daraufhin. Nun hat auch die Bundesbank, in der Heimat fälschlicherweise als Hüter deutscher Sparer-Interessen wahrgenommen, ihre Sympathie für den IWF-Vorschlag entdeckt (hier).

Jetzt heißt es endlich aufzuwachen und dem Feind in die Augen zu schauen. Einige der betroffenen 99% scheinen das so langsam zu begreifen. Jedenfalls deuten die Wortmeldungen auf unseren Beitrag zur Enteignung (hier), zum Derivate-Desaster (hier) und zu unserem jüngsten Kommentar (hier) zu dem Working Paper von Rogoff und Reinhart für den IWF (hier) darauf hin. 

Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt.  Deshalb bieten wir wieder eine persönliche Beratung an, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - die Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten die auch bereit sind, für diese Leistung zu bezahlen.

Eingehendes Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Für Einzelheiten schicken Sie uns eine E-mail.


Währungspolitik muss Anreize für langfristige Anleihen schaffen
(heise-telepolis) Die vom Bundesverfassungsgericht beanstandete Flutung der Geldmärkte durch die EZB ist eine falsche Strategie, weil das Geld nicht in der Wirtschaft ankommt.
Das Bundesverfassungsgericht hat das Euro-Rettungsprogramm der Europäischen Zentralbank als europarechtswidrig eingestuft. Der unbegrenzte Ankauf "staatlicher Schrottpapiere" durch die EZB sei mit der EU-Verfassung nicht vereinbar. Die Euro-Rettungspolitik des Zentralbankpräsidenten Mario Draghi hat damit eine massive Zurechtweisung erfahren. Bildlich gesprochen haben die deutschen Verfassungsrichter Herrn Draghi die Hosen herunter gezogen. Seinem ebenso phantasielosen wie wirkungslosen Agieren wurde damit auch noch bestätigt, dass es mit den ausgehandelten Grundsätzen einer stabilen Gemeinschaftswährung nicht konform ist. Mehr...

Kommentar: Ein phantasievoller Beitrag, bildgewaltig, aber stellenweise ohne jeden Bezug zur Wirklichkeit und mit ausgeprägten Fehlinterpretationen der Karlsruher Entscheidung. Was der Autor will, "Gebühren auf die liquiden Zahlungsmittel", ist schlicht nicht durchführbar. 

Einerseits sorgt die Liquidität dafür, dass die Finanzindustrie am Leben bleibt. Das ist der einzige Zweck dieser Maßnahmen. Das funktioniert nicht mehr, wenn dieses Geld in die Wirtschaft umgeleitet wird. Ab diesem Zeitpunkt kollabiert das System. Andererseits, was will die Wirtschaft mit der Liquidität anfangen? Produzieren auf Halde? Für Märkte ohne Nachfrage? Die heimische Wirtschaft beliefert das Konsumwunderland Deutschland? Oder produziert "Made in Germany" für die krisenanfälligen Schwellenländer? 

Wann verinnerlichen unsere "Dichter und Denker" endlich die uralte Volksweisheit über den Unterschied von Theorie und Praxis? Nie, befürchten wir. 

Übrigens, der einzig richtige Adressat für den Vorwurf verfehlter und unzureichender Krisenlösungen ist die Politik. Davon haben wir in diesem Beitrag nichts gelesen. 

Deren Fehler und Versäumnisse seit 2008, die in Deutschland als Merkels Leistung schöngefärbt werden, haben die EZB doch überhaupt erst zu dem OMT-Programm gezwungen. Berlin und Brüssel waren sich dieser Handlungsfähigkeit sicher und haben sich vor eigenen Entscheidungen herumgedrückt. Damit ist jetzt Schluss. So ist unsere Interpretation der Karlsruher Richter. Merkel und ihren Vasallen hat man "die Hosen herunter gezogen", keinesfalls Draghi.


Bundesbank-Chef sieht EZB in der Klemme 
(faz.net)  Die Europäische Zentralbank sollte keine Staatsanleihen kaufen, weil ihre Unabhängigkeit sonst verloren zu gehen droht. Das bekräftigt Bundesbankchef Jens Weidmann im Gespräch mit der F.A.Z. Mehr...

Kommentar: Kritik, aber keine Lösung, so charakterisieren wir die Haltung von Weidmann. Welchen Zweck verfolgt er damit? Offensichtlich den direkten Weg in das "Zypern-Modell". Die Bundesbank ist ein antiquierter Laden, ohne Willen zur Modernisierung, aber auch Interessenwahrer der heimischen Banken. Dinge, die in ihrer Heimat bis heute ignoriert werden. Die Bundesbank gibt sich nur unpolitisch, in Wahrheit betreibt sie massiv Finanz- und Wirtschaftspolitik - zu Hause und in Europa. Während sie von der EZB verlangt, sich nur auf die im Rahmen des Maastricht-Vertrages von 1993(!) erlaubte Geldpolitik zu beschränken. Das ist geradezu infam. 

Wie viel Unheil die Bundesbank seit ihrer Gründung mit dieser Haltung schon angerichtet hat, werden leider nur zukünftige Generationen erfahren. Die jetzigen wollen davon leider nichts wissen. 


Voraussetzungen einer Fiskalunion 
(fuw.ch) "Nichtstun heisst, dass das Dach des Euro-Währungsgebäudes erneut zusammenkracht, sobald das nächste Gewitter kommt."
Das Währungsgebäude Europas ist, trotz Fortschritten, noch zu wenig stabil, um einer neuen Krise zu trotzen. Die Bankenunion sollte durch eine Fiskalunion ergänzt werden. Ein Kommentar von Barry Eichengreen. Mehr...

Kommentar: Ein lesenswerter Beitrag. Besser als alles, was Jens Weidmann und Konsorten liefern. Leider aber für sich genommen auch nicht wirklich zielführend. Es fehlt die 2009 von den G-20-Staaten versprochene Finanzreform. Ohne die geht nichts. Trotzdem stimmt das Fazit: "Europa muss eine Wahl treffen. Es kann sich für eine Fiskalunion entscheiden, trotz der Transfers, die damit einhergehen. Es kann den Mitgliedstaaten freistellen, auf ihre eigenen automatischen Stabilisatoren zu setzen, allerdings müssen vorher die hohen Schulden der Krisenländer abgeschrieben werden. Nur eins darf sich Europa nicht erlauben: nichts zu tun." Gell, Herr Weidmann.


Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 6.2: Armut und soziale Ausgrenzung weiten sich in der Europäischen Union aus
(querschuesse.de) Wie sich die Krise auf die Zunahme der „Nicht-Vermögenden“ ausgewirkt hat, geht aus Vermögensstudien wie der der Credit Suisse nicht hervor. Um diese wichtige Facette der Vermögensentwicklung in die Analyse speziell mit Blick auf die Krise in Europa einbeziehen zu können, werden im Folgenden Eurostat-Daten zu den von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen in der Europäischen Union herangezogen. Mehr...

Kommentar: Der letzte Teil der Aufsatzreihe von Stefan L. Eichner (SLE) und nach unserer Einschätzung ein sehr aufschlussreicher: Es geht um die Entwicklung in Europa seit 2009, jenseits vom Armutsbericht einer Regierung oder der Vermögensverteilung nach den Berechnungen der EZB und den Interpretationen der nationalen Notenbanken. Unbedingt lesen, es lohnt sich auf jeden Fall. Sehr gut auch wieder die Charts, von denen wir drei an dieser Stelle wiedergeben: 

"Zunächst ist festzustellen, dass in den reichsten EU-Ländern auch die Zahl der von Armut gefährdeten Menschen am höchsten und vor allem in der Euro-Krise auch noch weiter gestiegen ist. Die einzige Ausnahme unter den reichen EU-Ländern ist Großbritannien. Hier ist die Zahl der von Armut bedrohten Menschen zurückgegangen. Spitzenreiter bei der Armutsgefährdung ist Deutschland gefolgt von Italien. Betrachtet man nur die Gruppe der fünf reichsten EU-Staaten, dann fällt auf, dass sich die Armut in Frankreich auf einem signifikant niedrigeren Niveau als in den anderen vier Ländern befindet."

Die Abbildung "zeigt die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen in der Europäischen Union in den Jahren 2009-2012. Das Niveau wie auch die Entwicklung der Zahlen sind noch alarmierender als bei denen zur Armutsgefährdung. In Rumänien, Bulgarien und Ungarn sind die Zahlen beispielsweise mehr als doppelt so hoch wie die Werte zur Armutsgefährdung. Auch in Griechenland liegen sie um rund 50 Prozent höher, wobei sich der Anstieg im Vergleich zu den Werten zur Armutsgefährdung stärker beschleunigt hat. Die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen ist in Griechenland also stärker gestiegen als die der Armutsgefährdeten. Dasselbe gilt auch für Spanien und insbesondere für Italien. In beiden Ländern ist die Zahl der Armutsgefährdeten von 2011 auf 2012 zwar zurückgegangen, die der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen jedoch weiter gestiegen, in Italien sogar besonders drastisch." 

"Rund 80 Prozent des Privatvermögens in der EU vereinen die fünf reichsten Länder auf sich, die reichsten vier kommen auf rund 73 Prozent. Diese Werte haben sich – Euro-Krise hin, Euro-Krise her – praktisch so gut wie gar nicht verändert. Italien und Deutschland waren beim Privatvermögen die größten Verlierer in der EU 28 in der Euro-Krise (siehe dazu Teil 1  und Teil 5). Auch Spanien war ein großer Verlierer. Aber in allen drei Ländern ist die Vermögenskonzentration in diesem Krisenabschnitt dennoch weiter gestiegen (...) und, was besonders alarmierend ist, ebenso die Zahl der von Armut bedrohten Menschen." 

SLE hat ein ausführliches Fazit gezogen, dem wir nicht vorgreifen wollen. Nur den allerletzten Satz seiner Aufsatzreihe möchten wir zitieren: "Keine Frage, es sind wohl die obersten Europäer selbst, die Europa am meisten im Wege stehen. Europa fällt nicht in die Zweitrangigkeit zurück, es steckt darin fest." Diese Feststellung gefällt uns. 

Teil 6.1 haben wir hier, Teil 5 hier, Teil 4 hier, Teil 3 hier, Teil 2 hier und Teil 1 hier vorgestellt. SLE sagen wir an dieser Stelle danke für dieses Mammutwerk.


Spanish Bad Loans Hit Record; Surge Most In A Year
(zerohedge.com) With Spanish sovereign bond yields hitting record lows - marginally above those of the US - one might be surprised to learn that unemployment is at record highs, suicide rates are at record highs, youth joblessness is at record highs, and now, to top it all off, Spanish bad loans are at record highs once again (at 13.6% of all loans). Of course, not deterred by the uncomfortable reality, Economy Minister Guindos is out in full propaganda mode:

  • GUINDOS SAYS BAD LOANS RATIO SEEN MODERATING IN NEXT QTRS
However, given the 17.7% rise in the last 12 months - the most in a year - we are struggling to see signs of the turning point he is so confident of. Read more...

Kommentar: Schönfärberei ist nicht nur eine spanische Spezialität, es ist schlicht das oberste Gebot in der Krise. Weltweit, ohne Ausnahme. Der Chart aus dem Beitrag: 




Should Greece really ask for a debt haircut?
(macropolis.gr) There are very good reasons for arguing in favour of Greek public debt undergoing a haircut. Unfortunately, there are also some reasons for wondering whether things are not that simple and that a haircut might not be an ideal solution. Read more...

Kommentar: Ein sachlicher Beitrag zu einem heiklen Thema, den griechischen Staatsschulden. Bestens geeignet für alle, die sich noch ein gutes Stück Objektivität bewahren wollen. Etwas, das im Umgang mit den südeuropäischen Krisenstaaten, allen voran Griechenland, in den deutschsprachigen Leitmedien schon lange nicht mehr vorhanden ist. 


China Sold Second-Largest Amount Ever Of US Treasurys In December: And Guess Who Comes To The Rescue 
(zerohedge.com) While we will have more to say about the disastrous December TIC data shortly, which was released early today, and which showed a dramatic plunge in foreign purchases of US securities in December - the month when the S&P soared to all time highs and when everyone was panicking about the 3% barrier in the 10 Year being breached and resulting in a selloff in Tsy paper - one thing stands out. The chart below shows holdings of Chinese Treasurys (pending revision of course, as the Treasury department is quite fond of ajdusting this data series with annual regularity): in a nutshell, Chinese Treasury holdings plunged by the most in two years, after China offloaded some $48 billion in paper, bringing its total to only $1268.9 billion, down from $1316.7 billion, and back to a level last seen in March 2013! 


This was the second largest dump by China in history with the sole exception of December 2011.


(...) Yet what was truly surprising is that despite the plunge in Chinese holdings, and Japanese holdings which also dropped by $4 billion in December, is that total foreign holdings of US Treasurys increased in December, from $5716.9 billion to 5794.9 billion. Why? Because of this country. Guess which one it is without looking at legend.


That's right: at a time when America's two largest foreign creditors, China and Japan, went on a buyers strike, the entity that came to the US rescue was Belgium, which as most know is simply another name for... Europe: the continent that has just a modest amount of its own excess debt to worry about. One wonders what favors were (and are) being exchanged behind the scenes in order to preserve the semblance that "all is well"? Read here...

Kommentar/Ergänzung: Statt eines Kommentars noch ein Beitrag von ZERO HEDGE zum Thema: "In 2013 The Fed Bought 150% More Treasurys Than All Foreigners Combined". "Tyler Durden" schreibt: "Now that we have the full history of foreign Treasury purchases in 2013, we know the following: in December 2012 total US paper held by foreigners was $5,573.8 billion; one year later it rose to $5.794.9 billion or a $221 billion increase. So how does this look in the context of QE? In the past year, courtesy of the Fed's $1 trillion in TSY and MBS purchases, Ben Bernanke purchases some $552 billion in Treasurys, or about 150% more than all foreigners combined! Suddenly the need for MyRA is becoming all too clear..."

       
"And as a bonus chart, here are the top holders of US paper as of December 31, 2013."


"Thank you Fed (and Europe capital Belgium) for continuing to monetize US deficit spending." Read here

You Welcome, America. "One hand washes the other." Alle Achtung, Belgien hat sich auf Rang 5 katapultiert. 

Noch einmal ZERO HEDGE: "Scary Chart Of The Day: Average Foreign Purchases Of US Securities Take Out Lehman Low". Und weiter: "As we reported earlier today, for whatever reason China sold the second biggest amount of US Treasurys in December. However, that was only part of the story. In fact, as we also noted, while the two largest US foreign creditors were net sellers, total foreign bond holdings actually rose in the last month of 2013 and as the chart below confirms, when it comes to Long-Term Treasury paper, foreigners were actually buyers of some $18 billion in Treasurys. It is everything else that they sold in the month when the S&P hit its all time high: specifically, foreigners were net sellers of Agency securities ($15.4 billion), Corporate Bonds ($7.5 billion) and Corporate Equities ($13.7 billion) something which hardly fits with the narrative of the record stock market high generating confidence in even more buying down the line." Read more here. "Tyler Durden" gerät angesichts dieses Charts in Sorge: 


"The chart is very disturbing: it shows that as the S&P rises higher and higher (on ever declining volumes), foreigners are buying fewer and fewer US securities. In fact, on a 12 Month Moving Average basis, foreigners bought less long-term US securities than they did when Lehman crashed!" 

Keine Sorge Tyler, die US-Notenbank steht allzeit bereit. 


China könnte die nächste Weltwirtschaftskrise entfachen
(faz.net)  Die Bank Société Générale skizziert ein Horrorszenario: Die Gefahr, dass 2014 in China eine Krise droht, beträgt 20 Prozent. Das würde das globale Wachstum halbieren. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Wow, die chinesische Krise ist in der F.A.Z. angekommen. Nicht besonders ausführlich, aber immerhin. Da will selbst die ZEIT nicht mehr zurückstehen und lässt von Felix Lee erklären "China gefährdet sich, aber nicht die Welt". Alles halb so wild also: "Wieder einmal machen Horrormeldungen über den Zustand von Chinas Wirtschaft die Runde: Überschuldung, faule Kredite, Schattenbanken – am Dienstag entzog die chinesische Zentralbank dem Geldmarkt 48 Milliarden Yuan (rund 5,8 Milliarden Euro) und befeuerte damit weltweit die Sorge vor neuen Turbulenzen. Nach der Finanzkrise in den USA und Schuldenkrise in Europa mehren sich die Befürchtungen, dass nun auch das chinesische Finanzsystem zusammen brechen könnte – mit Auswirkungen auf die ganze Welt. Vor einigen Tagen hatte bereits die Societé Générale vor einer möglichen Krise in China gewarnt: Chinas derzeitiges Schuldenproblem würde dazu führen, dass das Wachstum von zuletzt 7,7 auf unter fünf Prozent einbrechen könnte. Der Weltwirtschaft drohe ein massiver Schock, sagte die China-Analystin Michala Marcussen der französischen Großbank. Das globale Wachstum würde dann um 1,5 Prozentpunkte geringer ausfallen. Derzeit geht die Weltbank für das laufende Jahr noch mit einem Anstieg um 3,2 Prozent aus. Schon gehen einige Analysten von einer neuen weltweiten Krise wie nach dem Zusammenbruch der Lehman-Bank 2008 aus. Die Lage ist ernst – aber bei Weitem nicht so dramatisch." Mehr hier

Wir sind wirklich sehr dankbar für soviel Zuversicht. Allein, uns fehlt der Glaube. Gerade vor dem Hintergrund, dass sehr viele europäische Banken in China "investiert" sind. Die sind davon betroffen, wenn Lee schreibt: "Obwohl die Vermögensverwaltungsprodukte in China kaum reguliert sind und bislang noch keiner Aufsicht unterstehen, ist das Schuldverhältnis immer noch recht geradlinig. Es findet ganz klassisch zwischen einem Schuldner und einem Gläubiger statt. Kann der Gläubiger seine Schulden nicht begleichen, trifft es nur den Gläubiger."  Es geht immerhin um mehr als 700 Milliarden $ (hier). Das ist ein nettes Sümmchen. Insgesamt steht in den Schwellenländern die sagenhafte Summe von 3,4 Billionen $ europäischer Banken im Feuer. Bitte hier noch einmal nachlesen.

Sein Fazit sollte in den Chefetagen der heimischen Unternehmen nicht ungehört bleiben: "Ob es ihr gelingen wird oder nicht: So oder so dürfte sich Chinas Wirtschaftswachstum in den kommenden Monaten abschwächen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Eine weltweite Finanzkrise droht aus der Volksrepublik aber nicht. Nur für ein Land wie Deutschland, das in den vergangenen Jahren allzu einseitig auf den Export nach China gesetzt hat, dürfte eine Eintrübung der chinesischen Wirtschaft schon sehr schmerzhaft werden." 

ZERO HEDGE nennt "Ross und Reiter": "The Chinese Dominoes Are About To Fall:Complete List Of Upcoming Trust Defaults" und liefert eine detaillierte Aufstellung gleich mit (hier).               


China Manufacturing PMI Misses, Tumbles To 7-Month Low
(zerohedge.com) If there was any doubt that it was also snowing in China this winter, the February Flash HSBC PMI, which tumbled from 49.5 where it was expected to print, to 48.3, a seven month low, just sealed all meteorological conundrums. And with every sub-index decreasing or deteriorating, it is no surprise that headline index tumbled. Read more...

Kommentar: Momentan läuft es nicht rund, im Reich der Mitte. Das passt zu dem erwarteten Rückgang des chinesischen Wirtschaftswachstum auf 5%. 

Quelle: zerohedge.com
 
Warum Abenomics scheitert - und was es für uns bedeutet
(manager-magazin.de) Japan feiert seine Konjunkturpolitik, die Aktienkurse springen in die Höhe. Doch der Erfolg ist flüchtig - und ein Vorbild für Europa sind die Abenomics auf keinen Fall. Mehr...

Kommentar: Der Autor, Daniel Stelter, war Co-Autor des Vorschlags der Boston Consulting Group (BCG) aus 2011 zur Reduktion der Staatsschulden durch eine Zwangsabgabe von bis zu 30% auf alle Vermögen (hier). Da ist es wenig verwunderlich, dass er an dieser Idee weiter festhält. Was man aber unbedingt wissen muss: Die Studie von BCG basiert bei den Staatsschulden auf veralteten Annahmen, d. h. die vorgeschlagene Vermögensabgabe reicht nicht aus.