Dienstag, 11. März 2014

Standpunkt 895 - Nachrichten-Ticker, 08. & 09.03.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. In wenigen Tagen ist unser Update fertig! Dabei machen wir weiter Fortschritte. Das neue Dossier ist so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig, außerdem leicht verständlich geschrieben (hoffen wir jedenfalls). Es platzt aus allen Nähten: Wir haben ausgiebig recherchiert und reingepackt, was irgendwie reingeht. Gefühlt wird es ein "Jahrhundert-Werk". Vor der Europa-Wahl im Mai werden "unsere" Regierungspolitiker den Ball flach halten. Zu groß ist die Angst vor den europafeindlichen Gruppierungen. Es bleibt also ein bisschen Zeit, um sich gründlich mit dem Update zu beschäftigen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. 


Tagesthemen: In eigener Sache"Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung" -  Studie zur Steuerflucht – 100 Billionen Staatsschulden weltweit Wegelagerer Finanzinvestoren – Staatsschuldenfinanzierung durch die EZB – Die guten österreichischen Banken – Ukraine (2 Beiträge)  – Gewinner Schwellenländer? – USA – Abenomics in der Krise


In eigener Sache 
Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt.  Deshalb bieten wir wieder eine persönliche Beratung an, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - die Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten die auch bereit sind, für diese Leistung zu bezahlen.

Eingehendes Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Für Einzelheiten schicken Sie uns eine E-mail.


Scholl-Latour: "Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung"
(heise/telepolis) Zu seinem 90. Geburtstag wirft der Journalist und Islamexperte, der Gott und die Welt kennt, einen Blick auf sein Leben und auch auf die Krise in der Ukraine. Mehr...

Kommentar: Der Satz geht noch weiter: "besonders der medialen Massenverblödung". Ein denkwürdiges Interview.


Verschwenderische Staaten vertreiben Steuerzahler
(welt.de) Seit zwei Jahren untersuchen Forscher der Universität Erlangen die Motive von Steuerhinterziehern. Jetzt haben sie erste Ergebnisse vorgelegt. Und die zeigen einen klaren Zusammenhang. Mehr... 

Kommentar: Endlich liefern Wissenschaftler eine Erklärung dafür, warum immer noch 400 Milliarden Euro deutsches Geld weltweit in Steuerparadiesen gebunkert werden. 


Globaler Schuldenberg wächst auf 100 Billionen Dollar 
(handelsblatt.com) Vom „globalen Schuldenmonster“ ist in der Finanzbranche die Rede. Seit der Krise 2008 ist dieses Monster gewaltig gewachsen. So gab es Mitte 2013 weltweit 80 Prozent mehr staatliche Schulden als noch Mitte 2007. Mehr...

Kommentar: Wer soll das bezahlen? Oder die Schulden der Finanzindustrie, Unternehmen, Privathaushalte? Die Jahreswirtschaftsleistung liegt bei 70 Billionen $, Vermögen der Finanzindustrie gibt es nicht. Die Wirtschaft bleibt ungeschoren. Übrig sind nur die Ersparnisse der Bürger. Um die wird sich der Staat kümmern. 


Wer bremst die Rendite-Mongolen?
(blog.markusgaertner.com) Renditen, Raffgier, Raubrittertum: Unsere Firmen werden von Job-Produzenten in Geldautomaten verwandelt. Derivate-Akrobatik, Zins-Manipulation und biblische Geldfluten: Unsere Börsen werden von Kapitalverteilern zu Kasinos umfunktioniert. Bitcoin-Sabotage, Boni-Kreuzzüge und Bilanz-Gaunerei: Die Eliten saugen, manipulieren und korrumpieren. Der Kapitalismus und seine Kapitäne verwüsten soziale Landschaften, höhlen die Demokratie aus und ruinieren die Mittelschicht. Nichts hält die Geld-Gauner unserer Tage auf. Und Karl Marx hat einfach nicht Recht gehabt: Das System ist nicht unter seiner eigenen Last zusammen gebrochen. Und die "Bourgeoisie" hat nicht ihre eigenen Totengräber hervorgebracht. Zumindest bisher nicht. Aber was muss alles passieren, damit es soweit kommt? – Was kann den Räuber-Kapitalismus am Ende überhaupt noch stoppen? Die jüngste Finanz-Krise, so zerstörerisch sie war, vermochte es nicht. Die Regierungen wollen und können es nicht. Sie sind längst von dem darwinistischen “kaufe-sie-oder-kontrolliere-sie”-Kriegszug der wohl organisierten Interessen überrannt und gleichgeschaltet worden. Das ist die Machtergreifung des 21. Jahrhunderts. Sie ist nicht braun, trägt keine Hakenkreuze und kommt nicht mit einem Schreihals als Propaganda-Minister daher. Im Gegenteil: Diese Machtergreifung verläuft heimlich, schleichend, nicht immer leise, aber alles in allem ohne die blutige Erstürmung irgendwelcher Paläste oder die Verbrennung von Büchern. Mehr...

Kommentar: Wort für Wort ein treffender Beitrag. Leider findet Markus Gärtner keine befriedigende Antwort auf seine Frage. Vielleicht scheute er aber auch nur vor der Wahrheit zurück: Niemand wird diese Leute bremsen, ihre Macht ist viel zu groß. 


Billiges Geld: EZB finanziert Schulden-Staaten durch die Hintertüre
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Schulden-Staaten in Europa finden keine Abnehmer für ihre Staatsanleihen. Daher müssen die nationalen Banken einspringen. Damit wurde der Bond-Markt zerstört. Der Preis, den die Staaten zahlen: Sie geraten in immer größere Abhängigkeit von den Banken und laden dem Steuerzahler damit unabsehbare Risiken auf. Mehr...

Kommentar: Das ist aber wirklich schon ein alter Hut. Und bei den anderen wichtigen Notenbanken gängige Praxis. Was wäre die Folge bei einem Verzicht? Das System kollabiert und was danach kommt ist unabsehbar. Noch einmal die folgende Karikatur, die das Prinzip verdeutlicht: 

Quelle: presseurop.eu


Heinrich Schaller: "Es werden gute Banken für die schlechten gehaut"
(wirtschaftsblatt.at) Der Chef der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, Heinrich Schaller, spricht über die Umstrukturierung der Gruppe, Kooperationen mit Regional-Raikas, das Festhalten an der Beteiligungspolitik sowie die Belastungen durch die Bankenabgabe. Mehr...

Kommentar: Es gibt sie nicht, die guten Banken; auch nicht in Österreich. Wetten? 


Ukraine: The end of the beginning? 
(economist.com) Having occupied Crimea, Russia is stirring up trouble in eastern Ukraine. Read more...

Kommentar: Gedankenfutter zur Krise in der Ukraine und auf der Krim. THE ECONOMIST hat auch eine anschauliche Karikatur dazu:





Obama and Putin: Liar’s Poker 
(washingtonsblog.com) Obama and Putin Are Both Bending the Truth. Read more...

Kommentar: Unbedingt lesen, inklusive der weiterführenden Links. Diese Karikatur gehört zum Beitrag:  


Treffend! Oder?


Schwellenländer: "Ein besseres System"
(zeit.de) Jim O’Neill glaubt an die Zukunft der Türkei und an die anderer Schwellenländer. Ein Gespräch mit dem britischen Weltökonomen darüber, was ihn so optimistisch macht. Mehr...

Kommentar: So lange uns solche Leute wie O'Neill die Welt erklären, dürfen wir auf eines nicht hoffen: dass sich etwas zum Besseren wendet. Verwundert sind wir über seine Haltung nicht: O'Neill stammt aus dem Stall von Goldman Sachs, den "Bubble-Makern" (hier). Die verdienen doppelt: Sie sitzen immer auf beiden Seiten des Tischs.


20 Facts About The Great U.S. Retail Apocalypse That Will Blow Your Mind 
(teheconomiccollapse.com) If the U.S. economy is getting better, then why are major retail chains closing thousands of stores? If we truly are in an "economic recovery", then why do sales figures continue to go down for large retailers all over the country?  Without a doubt, the rise of Internet retailing giants such as Amazon.com have had a huge impact. Today, there are millions of Americans that actually prefer to shop online. Personally, when I published my novel I made it solely available on Amazon. But Internet shopping alone does not account for the great retail apocalypse that we are witnessing. In fact, some retail experts estimate that the Internet has accounted for only about 20 percent of the decline that we are seeing. Most of the rest of it can be accounted for by the slow, steady death of the middle class U.S. consumer. Median household income has declined for five years in a row, but all of our bills just keep going up. That means that the amount of disposable income that average Americans have continues to shrink, and that is really bad news for retailers. And sadly, this is just the beginning. Retail experts are projecting that the pace of store closings will actually accelerate over the course of the next decade. Read more...

Kommentar: Es gibt keinen Grund, über die in diesem Beitrag beschriebenen Verhältnisse in den USA herablassend die Nase zu rümpfen. Amerika ist schon wieder auf dem Weg der Besserung, wenn Europa - Deutschland inklusive - vom Turnaround noch ein gutes Stück weg ist. Bei dieser Gelegenheit möchten wir an ein Zitat von André Kostolany erinnern: "Wenn Amerika hustet, bekommt Europa die Grippe." Daran hat sich bis heute nichts geändert. Noch ist die Grippe nicht richtig ausgebrochen...


Abenomics Crucified With Lowest GDP Since Abe, Worst Current Account Deficit On Record
(zerohedge.com) "It's the weather" That's all Abe has left to pretend that 'recovery' is right around the corner. Japan just printed its worst current account deficit on record and its worst GDP growth since Abenomics was unveiled - both missing by the proverbial garden mile and both confirming that all is not well in Asia. As for the perpetual hope of a J-curve (or miracle hockey-stick reversal)? There won't be one! As Patrick Barron noted, "monetary debasement does not result in an economic recovery, because no nation can force another to pay for its recovery." Worst current account deficit ever - and a chart that shows absolutely no hope of a turn anytime soon...  



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Kommentar: Die Abenomics, ein Schlag ins Wasser! Als Vorbild untauglich. Der folgende Chart stammt ebenfalls aus dem Beitrag: