Dienstag, 25. März 2014

Standpunkt 901 - Nachrichten-Ticker, 19. & 20.03.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. In wenigen Tagen ist das Update fertig! Wir machen Fortschritte, gerade sind wir auf die Zielgerade eingebogen. Das neue Dossier ist so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig, außerdem leicht verständlich geschrieben (hoffen wir jedenfalls). Eigentlich ist es mehr als nur ein Update. Es platzt aus allen Nähten: Wir haben ausgiebig recherchiert und reingepackt, was irgendwie reingeht. Gefühlt wird es ein "Jahrhundert-Werk". Wir erwarten mehr als 80 Seiten. Zu viel für diesen Blog. Deshalb gibt es eine Änderung: Das Thema bekommt eine eigene Website, die wir parallel zum Dossier vorbereiten. 

Vor der Europa-Wahl im Mai werden "unsere" Regierungspolitiker den Ball flach halten. Zu groß ist die Angst vor den europafeindlichen Gruppierungen. Es bleibt also ein bisschen Zeit, um sich gründlich mit dem Update zu beschäftigen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die sind dringend geboten, dass werden wir beweisen. 

Aus dem Inhalt:  

  • Wir besprechen die Krisenherde in Europa, den USA, China und Japan. 
  • Wir informieren über die Geschichte der Finanzkrise, die sich nicht nur in wenigen Jahren entwickelt hat. 
  • Wir beschreiben die weitere Entwicklung dieser Krisen. 
  • Wir stellen das europäische Land vor, in dem seit November 2012 eine Bankeninsolvenzordnung in Kraft ist, mit der es die Enteignung seiner Sparer und Steuerzahler regelt. 
  • Wir erläutern ausführlich, warum die Krise in Europa nicht gelöst wird - ebenso alle anderen Krisen in der Welt. 
  • Wir stellen sehr detailliert die einzelnen Vorschläge der Boston Consulting Group, des DIW in Berlin und des IWF für eine einmalige Vermögensabgabe vor. 
  • Wir erklären, warum keiner dieser Ratschläge ausreicht, um die gewünschten Effekte zu erzielen. 
  • Wir beleuchten das "Zypern-Modell" und seine Auswirkungen.
  • Wir berichten darüber, wie Sparer und Gläubiger bei der Not-Verstaatlichung einer Bank über Nacht enteignet wurden - im Herzen der Eurozone, nicht an der Peripherie. 
Natürlich kümmern wir uns intensiv um die zahllosen staatlichen Werkzeuge der Enteignung, beschreiben ihre Geschichte und ihre modernen Nachfolger, klären auf über deren Wirkung, erklären ihre geradezu zwanghafte Notwendigkeit. 
Da ist für jeden etwas dabei. Das Warten lohnt sich! 

Täglich erreichen uns noch Anregungen zu diesem Thema, die wir so weit wie möglich berücksichtigt haben. Dafür bedanken wir uns auf diesem Weg ausdrücklich. Gleichzeitig bitten aber auch um Verständnis dafür, dass wir neue Vorschläge, die ab sofort bei uns eingehen, nicht mehr verarbeiten können. Wir stoßen an unsere Grenze und das Dossier soll endlich fertig werden.  
  

Tagesthemen: In eigener Sache – Ukraine und Krim (9 Beiträge)  Nutzlose Bankenunion (5 Beiträge) – NASA-Studie: Game over (2 Beiträge) – Fed (7 Beiträge) – Caterpillar und die Weltwirtschaft China in der Not (4 Beiträge)


In eigener Sache 
Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt.  Deshalb bieten wir wieder eine persönliche Beratung an, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - die Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten.

Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Für Einzelheiten schicken Sie uns eine E-mail.

Die neue Konfrontation West-Ost. Wie geht es vermutlich weiter? Gedanken zur Ukraine, zu Putins Rede vom Dienstag, zu unseren Medien, etc. (Teil I)
(nachdenkseiten.de) Bis hierher und nicht weiter – das ist der Grundtenor der Rede des russischen Präsidenten vom 18. März. Putin erläutert und begründet, warum sich Russland betrogen fühlt. Bei uns im Westen reagiert man mit Sanktionen und wie schon zuvor mit scharfmacherischen Redensarten. Ausnahmen gibt es auch. Aber die Kräfteverhältnisse haben sich in Richtung Konfrontation verschoben, einschließlich der Wiederbelebung des Konzepts der Abschreckung statt der Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Europa und der dafür notwendigen Vertrauensbildung und Abrüstung. Katalysator und Träger der neuen Konfrontation sind herausragende Personen von untereinander vernetzten Leitmedien und eine Fülle von Instituten, Vereinigungen, Stiftungen und PR Agenturen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Wir möchten unseren LeserInnen mit diesem und den folgenden Beiträgen wieder die Möglichkeit geben, fernab vom Mainstream sich eine Meinung über die Entwicklungen im neuen Ost-West-Konflikt zu bilden. Nur darum geht es uns. Dabei ist es unser Ziel, das Angebot so breit wie möglich zu halten. Einen Kommentar geben wir höchstens ab, wenn es sich um Beiträge handelt, die sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krise beschäftigen. Zu den machtpolitischen Aspekten äußern wir uns nicht. 

"Über Putins Rede, mediale Engführung und West-PR" macht sich MASKENFALL so seine Gedanken: "Nach der Bevölkerungsabstimmung auf der Krim und der Aufnahme der Halbinsel in die russische Föderation hat Präsident Wladimir Putin eine Rede gehalten, die sicherlich viele Elemente davon wiederzugeben vermag, wie sich die Geschehnisse aus Sicht weiter Teile der russischen Bevölkerung darstellen. Zumindest dürfte sie eher mit den Wahrnehmungen vieler Russinnen und Russen übereinstimmen als jene Interpretationen, die in den Mainstreammedien hierzulande dargestellt werden und dem Denken westlicher Eliten (weniger der breiten Bevölkerung) entsprechen. So wurde die Rede Putins denn auch von den Mainstreammedien in der gewohnten Darstellungsweise wiedergegeben, die weniger um Verständigung und Aussprache bemüht zu sein scheint, als auf Machtkonfrontation zwischen einem 'demokratischen, friedlichen und fortschrittlichen' Westen einerseits und einem 'oigarchischen, rückständigen und undemokratischen' Russland andererseits setzt. So platzierte der Spiegel in seiner Darstellung der  Putin-Rede z.B.  das Frame des 'Großmachtstrebens Russlands' (Spiegel: 'Putin-Rede zur Krim-Krise: Der Großmächtige') unter Betonung der dieses Bild stützenden Passagen der Rede und gleichzeitiger Auslassung solcher Passagen, die dem Bild deutlich widersprechen. Da es um die Pluralität und Argumentationstiefe der Mainstreammedien – die die öffentliche Meinung trotz Internet weiterhin grundlegend prägen dürften – schlecht bestellt ist, sei als Ergänzung zur  Darstellung von Spiegel,  FAZ & Co. auf die Auszüge aus der Rede von Putin verwiesen, die die jungeWelt darstellt. Diese wecken starke Zweifel am Großmachtstreben Russlands und legen in Anbetracht der berechtigten Aufzählung Putins, was das kriegerische, expansive und Völkerrecht brechende Vorgehen der Nato betrifft, nahe, dass es sich eher um eine Art Projektion eigener Motive westlicher Machthaber auf die Geschehnisse handelt." Mehr hier

"Das Völkerrecht und das Volk" ist ein lesenswerter Beitrag der Schweizer DIE WOCHENZEITUNG. Ein Auszug: "In der Politik haben Worte wenig Wert. Zum Beispiel  in  Russland. Am  Dienstag sprach Staatschef Wladimir Putin vor den Abgeordneten des russischen Parlaments. Er sagte, das Referendum vom Sonntag zur Eingliederung der Krim in die Russische Föderation habe «allen demokratischen Standards entsprochen» und stehe «im Einklang mit internationalem Recht». Das ist offensichtlich gelogen. Bislang sind weltweit noch kaum Rechtsgelehrte aufgetreten, die Russlands Vorgehen als völkerrechtskonform abgesegnet hätten. So betont auch Norman Paech, emeritierter Hamburger Rechtsprofessor, die Abspaltung der Krim sei illegal, weil sie einseitig und ohne rechtliche Grundlage in der Ukraine erfolgte. Zudem sei die Entsendung russischer Truppen weder im Rahmen des Stationierungsvertrags  mit der Ukraine noch als humanitäre Intervention zu rechtfertigen. Gerade weil Putin lügt, sollten diejenigen, die an einer Deeskalation der Krise interessiert sind, versuchen, die Beweggründe Russlands zu verstehen. Paech, der in der deutschen Partei Die Linke aktiv ist, hält der EU und den USA einen Spiegel vor: «Die  Staaten, die  jetzt das Völkerrecht hochhalten, haben es zuvor noch viel massiver verletzt.» Er spricht damit etwa den US-britischen Angriffskrieg im Irak an, der Hunderttausenden das Leben gekostet hat. Zudem hätten die EU und die  Nato die Macht- und Sicherheitsinteressen Moskaus zu wenig beachtet. Das sei keine Entschuldigung für die russischen Rechtsverletzungen, sagt Paech. Aber der Westen habe deswegen jetzt schlechte Karten, um die Krise lösen zu können. «Das Volk  ist  der  Quell  aller  Macht»,  fabulierte der  Autokrat Putin vor seinen Parlamentsabgeordneten. Das Plebiszit wurde jedoch – entgegen allen demokratischen Standards – von Moskau und prorussischen Gruppierungen auf der Krim in Windeseile dem «Volk» aufgedrängt. Es gab nicht einmal eine Wahlmöglichkeit für den Status quo. Mit dem berechtigten Hinweis, dass das Referendum nicht verfassungskonform war, verstrickt sich der Westen allerdings erneut in seinen eigenen Opportunismus. Denn die EU und die USA förderten in Kiew den ebenfalls nicht verfassungskonformen Regierungsumsturz durch teilweise rechtsextreme Kräfte. Das Völkerrecht ist konservativ, wenn es um die sogenannte Selbstbestimmung der Völker geht. Eine Sezession ist legal nur dann möglich, wenn dies die Verfassung des Zentralstaats oder dessen Souverän erlaubt. Unabhängigkeitsbewegungen in Schottland, Katalonien und dem Baskenland sind deshalb seit Jahren daran, innerhalb des Systems entsprechenden Druck aufzubauen. Die Sezession der Krim hat mit solch langwierigen Prozessen der Selbstbestimmung nichts zu tun." Mehr hier

Quelle: cicero.de

"Vorsicht Glatteis, lieber Westen! Von Demokraten, Faschisten und demokratischen Faschisten in der Ukraine" hat SLE seinen neuen Beitrag zum Thema überschrieben. Seine Einleitung: "Es ist kein Geheimnis, dass an der Übergangsregierung der Ukraine, die den vollumfänglichen Rückhalt der US-Regierung und der Regierungschefs in der Europäischen Union genießt, die als rechtsextrem geltende Partei Swoboda beteiligt ist. In welchem Umfang und in welchen Ämtern, davon war in der bisherigen deutschen Kontroverse über die Krim-Krise wenig die Rede. Die russische Regierung erkennt die Rechtmäßigkeit der Übergangsregierung nicht an und hat den Vorwurf erhoben, in Kiew wären Faschisten am Ruder. Im Unterschied dazu haben die Regierungschefs im Westen keinen Zweifel daran zugelassen, dass nach dem Machtwechsel in Kiew die demokratischen Kräfte die Oberhand gewonnen haben. Die Bedeutung rechtsextremer Kräfte in der Übergangsregierung in Kiew wurde in der politischen Debatte in Deutschland bisher überwiegend heruntergespielt. Das wird sich wahrscheinlich zunehmend als schwerer Fehler erweisen, was im Folgenden erläutert werden soll." Mehr hier.

DER TAGESSPIEGEL kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: "Der Westen ist auf dem rechten Auge blind". Im Vorspann heißt es: "In der ukrainischen Übergangsregierung sitzen nicht nur Demokraten, sondern auch drei Minister der rechten Swoboda. Trotzdem verharmlost der Westen sie, meint Alexander Marguier." Das Fazit ist deutlich: "Wer sich die Entstehungsgeschichte von Swoboda auch nur etwas genauer betrachtet, kommt nicht umhin, gewisse Parallelen zum Aufstieg der NSDAP während der Weimarer Republik zu erkennen. Damit soll keineswegs das berechtigte Interesse der ukrainischen Bevölkerung an einem demokratischen Neuanfang in Zweifel gezogen werden. Aber wenn westliche Regierungen die damit einhergehenden Gefahren kleinreden oder bewusst ignorieren, ist erst recht niemandem gedient. Außer eben den Extremisten." Mehr hier

"Why Ukraine's Situation Makes Russia's Other Neighbors Nervous" schlagzeilt NATIONAL PUBLIC RADIO (NPR): "When Vladimir Putin announced the Kremlin's annexation of Crimea this week, he made it clear that the region's large Russian-speaking population made the move necessary and inevitable. In fact, large populations of Russian speakers are common along the fringes of the old Soviet Union. Those groups are made up of a combination of indigenous people and Russians who migrated from the mother
country, many as part of Soviet-era policies aimed at altering the ethnic makeup in potentially troublesome satellites. And there's precedent elsewhere for Crimea-style interventions on behalf of ethnic Russians. As recently as 2008, Georgia's breakaway South Ossetia region was cleaved with the help of a quick thrust by the Russian army. So, how nervous should the now-independent former Soviet republics be about what's happened in Crimea? Here's how things stand in four regions."



Mehr hier.  

ZERO HEDGE beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Thema: "Estonia Next? Russia "Signals Concern" For Its Citizens In The Baltic Republic". "Tyler Durden" schreibt in seiner Einleitung: "Amid the growing Crimea crisis, Estonia, Latvia and Lithuania - which like Ukraine were all parts of the old Soviet Union and have very significant concentrations of ethnic Russian-speaking citizens - have expressed growing apprehension over Moscow's intentions. As Reuters reports, Russia signaled concern on Wednesday at Estonia's treatment of its large ethnic Russian minority, comparing language policy in the Baltic state with what it said was a call in Ukraine to prevent the use of Russian. "Language should not be used to segregate and isolate groups," the envoy noted, referencing the same 'linguistic tensions' that supported its annexation of Crimea." Mehr hier. Wieder ist es das Magazin CICERO, das eine sehr anschauliche Karikatur zum "Moskauer Menüplan" liefert: 




"Die Mär vom neuen Kalten Krieg" ist dem SPIEGEL einen Beitrag wert. Es geht ihm um Beschwichtigung: "Ost gegen West, Realpolitik mit harten Bandagen: Die Krim-Krise wirkt wie ein Rückfall in den Kalten Krieg. Doch so weit wird es kaum kommen. Für eine Konfrontation der Blöcke sind beide Seiten nicht vorbereitet." Mehr hier. Hinter dem großen Teich regen sich andere Interessen: "US-Neokonservative: Doping durch Putin" meldet HEISE-TELEPOLIS und schreibt im Vorspann: "Die Kündigung der amerikanischen RT-Journalistin Liz Wahl verweist auf ein Netzwerk von US-Think-Tanks, die sich von einer Wiederbelebung des 'Kalten Krieges' ein Ende der amerikanischen Kriegs-und Konfliktmüdigkeit erhoffen." Mehr hier.

Die ZEIT meldet sich zum Thema Sanktionen zu Wort: "Einen Handelskrieg will (noch) niemand". Als Einleitung: "Die EU will weitere Strafmaßnahmen gegen Russland beschließen. Bei Wirtschaftssanktionen aber bremst Deutschland. Bald könnte es sich dazu gezwungen sehen." Mehr hier. In diesem Zusammenhang zitiert das MANAGER MAGAZIN "Russland schadet sich selbst extrem" und schreibt im Vorspann: "Russland verleibt sich mit der Krim einen Teil der Ukraine ein, während der Westen noch auf Sanktionen sinnt. Putin gehe mit seiner Strategie ein hohes Risiko ein, sagt David Milleker, Chefvolkswirt von Union Investment. Denn Russland brauche den Westen viel mehr als umgekehrt." Mehr hier. Dazu noch einmal ZERO HEDGE: "Mapping Europe's Mutually Assured Economic Destruction As EU Plans More Sanctions". Bitte sehr: "With senior German officials expecting discussions among leaders at the EU Summit to solely focused on a second round of sanctions against Russia (and warnings that they "must avoid a spiral of sanctions"), we thought it worth drilling down on just how mutually-dependent the two regions are. As Acting-Man's Pater Tenebrarum notes, the following infographics suggest tit-for-tat sanctions could be a really big problem for Europe and why the EU's leaders are probably quietly praying for the crisis to simply go away.

Trade between the EU and Russia (via RT):


Trade between Russia and Germany (via Der Spiegel) – Russia is Germany's 11th largest trading partner:


A list of German companies with big exposure to Russia (also via Der Spiegel):


International exposure to Russian debt (via Reuters):"


Read more details here.  

Nur Narren lassen sich auf ein echtes Kräftemessen von Wirtschaft und - noch schlimmer - Finanzindustrie ein. Leider gibt es davon aber hüben wie drüben mehr als genug. 


Banken-Pleitefonds soll Europas Steuerzahler schützen
(manager-magazin.de) Europa will seine Steuerzahler künftig besser vor möglichen Bankenpleiten schützen. Die Staaten haben sich dazu auf ein System zum Schließen oder Sanieren maroder Geldhäuser geeinigt. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Ein lächerlicher, einfältiger Plan. Der nie und nimmer leistet, was behauptet wird. Der aber schafft, wofür er entworfen wurde: Die Beruhigung der Menschen. Dafür sorgt in den kommenden Wochen die propagandistische Meisterleistung der Medien. Diejenigen, die vor den Folgen warnen, werden als Verschwörungstheoretiker verunglimpft, die anderen dürfen währenddessen unbehelligt ihr Unwesen treiben. Die wenigen Warnungen dienen als Feigenblatt, sind die Ausnahmen, die doch nur die Regel bestätigen. 

"Nicht viel wert" titelt DER TAGESSPIEGEL: "Die Bankenunion steht. Das heißt aber nicht, dass die Steuerzahler künftig geschont werden." Und erklärt, warum: "55 Milliarden Euro sollen die Finanzunternehmen bis 2023 in diesen Rettungstopf einzahlen. Für den normalen Sparer ist das extrem viel Geld, für strauchelnde Banken nicht. So mussten die Staaten in den letzten Jahren 1,6 Billionen Euro Steuergelder in den Finanzsektor pumpen, um strauchelnde Institute am Leben zu halten. Allein diese Zahl zeigt: Bankenunion hin oder her, mit der nächsten Krise kommt die nächste Rechnung für die Steuerzahler." Mehr hier

Die SÜDDEUTSCHE erkennt einen "Schutzwall mit Löchern" und schreibt in der Einleitung: "Auf dem Papier ist die Bankenunion das größte Integrationsprojekt seit Einführung des Euro. Ob sie die Steuerzahler aber tatsächlich nachhaltig schützen wird, ist fraglich. Denn dank Finanzminister Schäuble hat das Projekt zwei Haken." Mehr hier. Leider ist der Beitrag nicht viel wert, wenn dort behauptet wird: "Wohin mangelnde Konsequenz führt, haben die vergangenen Jahre gezeigt: Während in den USA seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 fast 500 Institute geschlossen wurden, dürfen in Europa selbst die gruseligsten Zombiebanken weiterwursteln." Das ist nämlich auch nur wieder Propaganda. In den USA wurde keine einzige Zombiebank geschlossen, die betroffenen Institute sind ausnahmslos alle der Flurbereinigung für die Großbanken zum Opfer gefallen. Wer Zeit und Muße hat, der kann sich gerne bei der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), dem US-Einlagensicherungsfonds, und ihrer "Failed Bank List" (hier) umsehen. Für ein bisschen fundierte Recherche fehlt den Journalisten unserer Leitmedien offensichtlich die Lust. Die Zombiebanken, allesamt Mitglieder im erlauchten Kreis der systemrelevanten TBTF-Banken, machen auch in den USA unverdrossen weiter.

In Österreich darf Daniel Gros vom Centre for European Policy Studies (CEPS) den LeserInnen des STANDARD die Vorzüge dieser Politiker-Idee schmackhaft machen: "Ökonom: Bankenunion gegen nächste Krise". Mittlerweile zweifeln wir ernsthaft an seinem Verstand: "Zufrieden mit der Krisenpolitik Europas, skeptisch was Griechenland betrifft ist Ökonom Daniel Gros. Die Bankenunion hält er für enorm wichtig." Mehr hier. Möglicherweise gibt es eine einfache Erklärung: er wird dafür bezahlt... 

An anderer Stelle beschreibt der STANDARD die "Fünf Dinge, die man über die neue Bankenunion wissen muss". Die Einleitung dazu: "Beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel wurde am Donnerstag eine vorläufige Einigung zur Bankenunion erzielt. Der gemeinsame Fonds, aus dem das Geld für Bankenhilfen in Zukunft stammen wird, soll nun schon zwei Jahre früher kommen. Die Abwicklung von Banken bleibt weiter kompliziert, eine gemeinsame Einlagensicherung ist im Kompromiss nicht vorgesehen. derStandard.at beantwortet die fünf wichtigsten Fragen zum Thema." Die gibt es hier. Aus diesem Beitrag stammt die folgende, selbsterklärende Übersicht: 




Nasa-Studie: Warum unsere Zivilisation bald untergeht
(huffingtonpost.de) Unsere Zivilisation ist verdammt. Unvermeidlich, zumindest laut einer Studie der US-amerikanischen Weltraumorganisation Nasa. Im Kern sagt sie, dass unser liebgewonnenes Level an ökonomischem und ökologischem Wohlstand ziemlich sicher nicht gehalten werden kann. Heißt: Die fetten Jahre sind vorbei. Und zwar schon sehr bald.
Die Forscher entwickelten für die Studie ein Modell, das mit Variablen über Klima und Ressourcen Rückschlüsse auf die Stabilität unseres Wohlstandes zulässt - und somit eine Art Prognose zulässt. Das eindeutige Ergebnis: In fast allen Szenarien stand unserer Welt eine düstere Zukunft mit unlösbaren Problemen bevor.
"So ziemliches jedes Modell, das unsere Realität heute widerspiegelt, läuft auf einen Kollaps hinaus", heißt es im Report. Der Prozess vom Auf- und Abstieg von Zivilisationen ist ein Zyklus, der mathematisch und historisch belegt werden kann, heißt es am Anfang des Berichts. Mehr...


Kommentar/Ergänzung: Time to say good bye... Ausführlicher steht es hier: "NASA-funded study: Over 32 advanced civilizations have collapsed before us, and we’re next in line". Einen Link zur Studie gibt es auch: hier


"Taube" Janet Yellen entpuppt sich als "Falke" und wirbelt die Märkte durcheinander
(wirtschaftsblatt.at) Die neue Fed-Präsidentin Janet Yellen überraschte schon in ihrem ersten Auftritt mit klaren Ansagen für eine Straffung der Geldpolitik. Rund um den Globus reagierten die Märkte – aber das war wohl noch nicht alles. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Bemerkenswert, der Beitrag kommt zu einem ungewöhnlich kritischen Fazit: "US-Geldpolitik pumpt Blasen auf - und lässt sie platzen".

Die Schweizer FINANZ UND WIRTSCHAFT schreibt zu dem Yellen-Auftritt: "Was Janet Yellen lieber verschweigt". Die Einzelheiten: "Es ist das grösste geldpolitische Experiment aller Zeiten: Seit der Finanzkrise hat die US-Notenbank mit den Stimulusprogrammen QE1, QE2 und QE3 weit mehr als 3000 Mrd. $ ins Finanzsystem gepumpt. Die Absicht war, damit die Wirtschaft aufzupäppeln. Eine der grössten Fürsprecherinnen dieser aussergewöhnlichen Massnahme war die neue Fed-Chefin Janet Yellen, die bereits als Präsidentin der Distriktnotenbank San Francisco und ab 2010 als Fed-Vizepräsidentin massgeblich Einfluss auf die US-Geldpolitik genommen hat.
Wie Yellen am Mittwoch bekräftigt hat, will sie QE3 weiter graduell zurückfahren. Ende Jahr dürfte das Programm damit wohl beendet sein. Gute Gelegenheit also, um kurz Zwischenbilanz zu ziehen. Einen originellen Ansatz dazu liefert dieser Chart, den der US-Bondinvestor Jeffrey Gundlach unlängst präsentiert hat. Er zeigt auf kumulativer Basis, wie sich Aktien von Luxusgüterhändlern wie Coach, Tiffany und Louis Vuitton (rote Linie) seit dem Start der QE-Programme entwickelt haben. Die blaue Linie stellt im Vergleich dazu die Performance von
Valoren aus dem mittleren und dem unteren Retailsegment wie Macy’s, Kohls und JCPenney dar.
Hat der frappierende Unterschied mit der ultralockeren Geldpolitik zu tun, oder ist er bloss ein Zufall? Eine definitive Antwort gibt es zwar nicht. Sorgfältige Studien lassen jedoch wenig Zweifel daran, dass vermögende Personen am meisten von QE profitiert haben. Das vor allem deshalb, weil sie einen überproportional hohen Anteil an Finanzanlagen halten, deren Preise die Geldflut nach oben gespült hat. Kaum eine Entlastung spürt hingegen die Mittelklasse. So ist das Einkommen eines typischen US-Haushalts heute tiefer als Ende der Neunzigerjahre."
Den Chart haben wir auch:





Der Rest steht hier.

Jetzt noch einige Beiträge mit reichlich Hintergrundinformationen: "What History Says About Fed Rate Hikes", gefunden bei ZERO HEDGE. Anschauliche Grafiken inklusive: 



"The chart shows corporate profits, per the BEA, divided by GDP.  (You can substitute GNP but the result is virtually identical between the two measures.) The current levels of profits, as a share of GDP, are at record levels. This is interesting because corporate profits should be a reflection of the underlying economic strength. However, in recent years, due to financial engineering, wage and employment suppression and increase in productivity, corporate profits have become extremely deviated." 

"The first chart below shows the fed funds rate as compared to economic growth."

 
"What is interesting is that a case can be made that the Federal Reserve's monetary policies are potentially complicit in both economic booms and busts. When the Federal Reserve has historically begun raising interest rates the economy has slowed down, or worse. Subsequently, the Fed has to reverse its policies to restart economic growth. It is significant that each time the Fed has lowered the overnight lending rate, the next set of increases have never exceeded the previous peak.  This is due to the fact, that over the last 35 years, economic growth has been on a continued decline.  I have detailed this declining trend in the Fed funds rate below as compared to the S&P 500." 



"Increases in interest rates are not kind to the markets either. I have highlighted, with the vertical dashed black lines, each time the Fed has started increasing the overnight lending rates. Each time has seen either market stagnation, declines, or crashes. Furthermore, it is currently implied that the Fed funds rate will increase to 3% in the future, yet the current downtrend suggests that an increase to 2% is likely all that can be withstood." Den Rest gibt es hier


"The Federal Reserve Seems Quite Serious About Tapering – So What Comes Next?" ist das Thema bei ECONOMIC COLLAPSE (hier). 

WASHINGTONS BLOG sucht Antworten auf die Frage "The Federal Reserve: Masters of the Universe or Trapped Incompetents?" (hier).

Charles Hugh Smith steuert zwei Beitrag dazu bei: "The Fed Has Failed (And Will Continue to Fail), Part 1" (hier) und "How The Fed Has Failed America, Part 2" (hier). 

Markus Gärtner liefert auf seinem Blog den "Kommentar der Woche: Warum die Notenbanken den Maschinenraum des sinkenden Schiffes heißlaufen lassen" (hier). 


Caterpillar Global Retail Sales Continue Sliding, Drop For 15th Month In A Row; LatAm Tumbles
(zerohedge.com) Just like with the fabled Abenomics recovery which is said to be just around the corner, so Caterpillar, whose stock has discounted a Phoenix-like rise from the ashes, continues to disappoint month after month, with no actual pick up in sales, and as was just released moments ago, in February the heavy industrial equipment maker posted the 15th consecutive decline in global retail sales, which declined 8% from February of 2013, which in turn was a 13% decline from 2012.
The only silver lining in the data set was the tiniest of Y/Y increases for North American sales, which saw a 2% increase, up from 1% in January. However, this was more than offset by tumble in Latin American sales, which declined 16% compared to last year, far worse than the 11% drop seen in January, and the worst print for the continent since February 2010.
Finally, broken down by segment, while both Power Systems and Construction Industries machines posted global sales increases of 2% and 9%, respectively, it was the ongoing collapse in the company's bread and butter, Resource Industries, that tumbled by 37% in February, confirming the commodity glut is truly crushing CAT which is unable to increase its sell through into this all important product vertical. It also means any hopes for an Australian commodity boom and/or decoupling from China, will be very short lived indeed. 




Read here... 


China's "Minsky Moment" Is Here, Morgan Stanley Finds
(zerohedge.com) We have described in detail over the past two years how we believe China’s twin excesses (excessive investment funded by excessive debt) will inevitably unwind, causing a substantial slowdown in China’s economy, significantly below market expectations. In recent weeks, a trip to the region and further research into China’s shadow banking system have convinced us that China is approaching its 'Minsky Moment', (Display 1) which increases the chances of a disorderly unwind of China’s excesses. The efficiency with which credit generates economic activity is already deteriorating, as more investments are made in non-productive projects and more debt is being used to repay old debts.  


Read more... 

Kommentar/Ergänzung: China beschäftigt uns weiter. Heute haben wir vier lesenswerte Beiträge zusammengetragen, alle von ZERO HEDGE. Inklusive einiger Grafiken. Die folgenden beiden stammt noch aus dem gerade vorgestellten Beitrag:





"The Chinese Yuan Is Collapsing" mutmaßt ZERO HEDGE: "The Yuan has weakened over 250 pips in early China trading. Trading at almost 6.22, we are now deeply into the significant-loss-realizing region of the world's carry-traders and Chinese over-hedgers. Morgan Stanley estimates a minimum $4.8bn loss for each 100 pip move. However, the bigger picture is considerably worse as the vicious circle of desperate liquidity needs are starting to gang up on Hong Kong real estate and commodity prices. For those who see the silver lining in this and construe all this as a reason to buy more developed world stocks on the premise that the money flooding out of China (et al.) will be parked in the S&P are overlooking the fact that the purchase price of these now-unwanted positions was most likely borrowed, meaning that their liquidation will also extinguish the associated credit, not re-allocate it." Read more here.

"Dropping Like Flies: Largest Steel Maker In China's Shanxi Province Defaults On CNY 3 Billion In Debt": "When we started discussing the upcoming onslaught of corporate defaults in 'Minsky Moment' China, now that the bankruptcy seal has been broken, we warned that the worst is about to come." 


Well, it's coming. Read more here.  

"The Music Just Ended: 'Wealthy' Chinese Are Liquidating Offshore Luxury Homes In Scramble For Cash" (ZERO HEDGE): "One of the primary drivers of the real estate bubble in the past several years, particularly in the ultra-luxury segment, were megawealthy Chinese buyers, seeking to park their cash into the safety of offshore real estate where it was deemed inaccessible to mainland regulators and overseers, tracking just where the Chinese record credit bubble would end up. Some, such as us, called it 'hot money laundering', and together with foreclosure stuffing and institutional flipping (of rental units and otherwise), we said this was the third leg of the recent US housing bubble. However, while the impact of Chinese buying in the US has been tangible, it has paled in comparison with the epic Chinese buying frenzy in other offshore metropolitan centers like London and Hong Kong. This is understandable: after all as Chuck Prince famously said in 2007, just before the first US mega-bubble burst, 'as long as the music is playing, you've got to get up and dance'. In China, the music just ended." Read more here.