Dienstag, 1. April 2014

Standpunkt 903 - Nachrichten-Ticker, 23. & 24.03.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. In wenigen Tagen ist das Update fertig! Wir machen Fortschritte, gerade sind wir auf die Zielgerade eingebogen. Das neue Dossier ist so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig, außerdem leicht verständlich geschrieben (hoffen wir jedenfalls). Eigentlich ist es mehr als nur ein Update. Es platzt aus allen Nähten: Wir haben ausgiebig recherchiert und reingepackt, was irgendwie reingeht. Gefühlt wird es ein "Jahrhundert-Werk". Wir erwarten mehr als 80 Seiten. Zu viel für diesen Blog. Deshalb gibt es eine Änderung: Das Thema bekommt eine eigene Website, die wir parallel zum Dossier vorbereiten. 

Vor der Europa-Wahl im Mai werden "unsere" Regierungspolitiker den Ball flach halten. Zu groß ist die Angst vor den europafeindlichen Gruppierungen. Es bleibt also ein bisschen Zeit, um sich gründlich mit dem Update zu beschäftigen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die sind dringend geboten, dass werden wir beweisen. 

Aus dem Inhalt: 
  • Wir besprechen die Krisenherde in Europa, den USA, China und Japan. 
  • Wir informieren über die Geschichte der Finanzkrise, die sich nicht nur in wenigen Jahren entwickelt hat. 
  • Wir beschreiben die weitere Entwicklung dieser Krisen. 
  • Wir stellen das europäische Land vor, in dem seit November 2012 eine Bankeninsolvenzordnung in Kraft ist, mit der es die Enteignung seiner Sparer und Steuerzahler regelt. 
  • Wir erläutern ausführlich, warum die Krise in Europa nicht gelöst wird - ebenso alle anderen Krisen in der Welt. 
  • Wir stellen sehr detailliert die einzelnen Vorschläge der Boston Consulting Group, des DIW in Berlin und des IWF für eine einmalige Vermögensabgabe vor. 
  • Wir erklären, warum keiner dieser Ratschläge ausreicht, um die gewünschten Effekte zu erzielen. 
  • Wir beleuchten das "Zypern-Modell" und seine Auswirkungen.
  • Wir berichten darüber, wie Sparer und Gläubiger bei der Not-Verstaatlichung einer Bank über Nacht enteignet wurden - im Herzen der Eurozone, nicht an der Peripherie. 
Natürlich kümmern wir uns intensiv um die zahllosen staatlichen Werkzeuge der Enteignung, beschreiben ihre Geschichte und ihre modernen Nachfolger, klären auf über deren Wirkung, erklären ihre geradezu zwanghafte Notwendigkeit. 
Da ist für jeden etwas dabei. Das Warten lohnt sich! 

Täglich erreichen uns noch Anregungen zu diesem Thema, die wir so weit wie möglich berücksichtigt haben. Dafür bedanken wir uns auf diesem Weg ausdrücklich. Gleichzeitig bitten aber auch um Verständnis dafür, dass wir neue Vorschläge, die ab sofort bei uns eingehen, nicht mehr verarbeiten können. Wir stoßen an unsere Grenze und das Dossier soll endlich fertig werden.  
  

Tagesthemen: In eigener Sache –  Globalisierungsgewinner  Finanzkrise: Das Monster lebt! – Europäische Banken: Fette Miese – Spanien: Millionen-Protest – Portugal: Musterschüler? – Griechenland – Osteuropa-Krise (9 Beiträge) – USA (3 Beiträge) – Chinas Wirtschaft stottert 


In eigener Sache 
Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt.  Deshalb bieten wir wieder eine persönliche Beratung an, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - die Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten.

Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Für Einzelheiten schicken Sie uns eine E-mail


Die Globalisierung beschert Deutschland Milliarden
(welt.de) Eine Studie stellt eine weitverbreitete Annahme auf den Kopf: Nicht die Schwellenländer profitieren von der Globalisierung, sondern die Industriestaaten – wenn man die absoluten Zahlen betrachtet. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Ein lohnender Blick hinter die Kulissen des geltenden, neolklassischen Kapitalismus-Modells der "Ersten Welt". Kosten und Nutzen sind klar verteilt. Auf jeden Fall trägt die Globalisierung deutliche Züge einer Kolonisierung. Die folgenden beiden Übersichten stammen aus dem Beitrag: 





Wer das Thema vertiefen möchte, der findet hier weiteres Material, inklusive der Studie. 


Das Monster lebt - Freut euch nicht zu früh 
(sz-magazin.sueddeutsche.de) Nach der Finanzkrise vor fünf Jahren versprachen die mächtigsten Politiker der Welt, sie hätten die Lage jetzt im Griff. Doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Seitdem ist alles schlimmer geworden. Die nächste Krise wird noch viel gefährlicher. Mehr...

Kommentar: Lebendig und leicht verständlich geschrieben. Dafür können auch die den Kopf aus dem Sand nehmen, die sich sonst viel lieber um dieses Thema herumdrücken. Der Beitrag stellt klar: es ist noch lange nicht vorbei. Eigentlich hat es noch gar nicht richtig angefangen. Das System kollabiert noch nicht - wenigstens nicht heute oder morgen. Sehr wahrscheinlich auch noch nicht gleich nach der Europa-Wahl. Wenn es soweit ist, dann passiert es für die Masse der Umstehenden wie bei einem Herzinfarkt - aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung, völlig überraschend. Überleben wird das System diesen Infarkt dann nicht mehr. Es ist zu Ende. 

Erst im Nachhinein werden sie sichtbar, die unzähligen kleinen Ereignisse, die diesen finalen Kollaps seit 2008 angekündigt haben. Die von der Propaganda erfolgreich versteckt und von vielen Experten bewußt ignoriert worden sind. Gleichzeitig sind die Warnungen und Aufklärungsversuche weniger als Hirngespinste oder Verschwörungstheorien denunziert worden. Das hat Tradition und der Ablauf ist immer der gleiche: "Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen" (Arthur Schopenhauer). Das hält uns gelassen. 

 Die Grafik stammt aus dem Beitrag der SZ.


Finanzsektor: Banken sitzen noch auf vielen Risken 
(diepresse.com) Faule Kredite im Ausmaß von 876,4 Mrd. Euro machen Europas Banken zu schaffen. Deutsche Ökonomen fürchten, dass die Steuerzahler erneut zur Kasse gebeten werden. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Der EU-Stresstest wird medial vorbereitet. Dazu gehört es natürlich auch, den voraussichtlichen Wertberichtigungsbedarf frühzeitig bekannt zu machen. Damit er nicht noch aus dem Ruder läuft. Wetten, die Summe bleibt am Ende unter 1 Billion Euro hängen?! Weil natürlich die Risiken aus dem Derivatehandel und den Schattenbanken nicht berücksichtigt wird. Dieser Banken-Stresstest wird ein Witz.

Schade, dass niemand bei der Zeitung im Archiv nachgesehen hat. Wir können aber aushelfen. Im Februar 2009 meldete DIE PRESSE unter Berufung auf eine Untersuchung der EU-Kommission: "18,2 Billionen Euro faule Werte vergiften europäische Banken". In der Einleitung heißt es folgerichtig: "44 Prozent der Vermögens-Werte der europäischen Banken sind "faul" oder unverkäuflich - in Summe 18,2 Billionen Euro. Dieses systemische Risiko könnte weitere Banken-Hilfspakete notwendig machen." Mehr dazu hier. Dieser Sachverhalt liegt auf jeden Fall sehr viel näher an der Wahrheit. 


Spanien: Eine Million Demonstranten wollen Schulden nicht zurückzahlen
(heise-telepolis) "Keine Schuldenrückzahlung, keine Kürzungen, weg mit den Troika-Regierungen, Brot, Arbeit und eine Wohnung für alle", haben nach Angaben der Veranstalter gut eine Million Menschen in Madrid gefordert. Es hatten sich riesige Menschenfluten, wie von den Veranstaltern erhofft, wie ein Tsunami durch das Zentrum der Hauptstadt gewälzt, in der nichts mehr ging. Hunderttausende demonstrierten gegen eine unsoziale Politik, welche einfache Menschen für die Bankenrettung zur Kasse bitte und ihnen die Arbeit, die Wohnung und das Essen raube. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Die Leitmedien haben sich um diesen Protest wenig gekümmert. Und wenn, war nur von einigen Tausend Demonstranten die Rede. Dieser Beitrag füllt jetzt diese Informationslücke. Ebenfalls informativ: "Tsunami der Widerstandsfluten soll Madrid überfluten" (HEISE-TELEPOLIS, 21.03.2014, hier). Das hat alles wenig zu tun mit den Lobpreisungen über den Erfolg der europäischen Krisenpolitik in Spanien. Da ist nichts, absolut nichts. 

Quelle: heise.de


Südeuropas Musterschüler schüttelt die Troika ab
(welt.de) Die Reformen haben sich ausgezahlt: Portugal ist das erste Land, das die Troika seiner Geldgeber wieder los wird. Doch noch hat das Land nicht alle Probleme gelöst – das nächste steht schon an. Mehr...

Kommentar: Der nächste Angriff auf die Intelligenz. Nach Irland und Spanien wird jetzt Portugal schöngeschreiben. Das ist übelste Propaganda, mehr nicht. Wir werden die Sache beobachten und diesen Lug und Trug natürlich mit Fakten widerlegen. Es ist eine Schande, wie sich die Führungsmedien vor diesen Karren spannen lassen und sich damit zu Komplizen machen. 


Realismus und Phantasie über die Verschuldung Griechenlands
(griechenland-blog.gr) Die Tragfähigkeit der öffentlichen Verschuldung Griechenlands steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gefahr der Weitergabe der Krise an Italien.
Griechenland würden es sehr wollen, dass seine öffentliche Verschuldung tragfähig ist bzw. wird. Die  Troika,  Frau Merkel,  Herr  Draghi  oder  Herr Schäuble  würden alle  das selbe  wollen. Glücklicherweise oder leider ist es mit der Tragfähigkeit der Verschuldung jedoch nicht wie bei den Schwangerschaften, wo man entweder schwanger ist oder nicht. Es hat viel damit zu tun, wie man die Tragfähigkeit (der Verschuldung) definiert. Und genau darauf verließen sich all jene, die  das Programm zur Stützung der griechischen Wirtschaft während der letzten drei Jahre beschlossen. Mehr...


Kommentar: Lesenswert. 


Kriegsbeschwörung wird lauter 
(heise-telepolis) Nachdem Russland auf der Krim Fakten gesetzt hat, setzt man in der Ukraine und im Westen mehr und mehr auf militärische Eskalation.
Ob die russische Regierung, nachdem sie sich die Krim geschnappt hat, auf weiteren Beutezug aus ist, bewegt derzeit die Gemüter. Dies zu beschwören und immer zu behaupten, ist freilich auch politische Strategie. Dass vor allem Nationalisten in der Ukraine durch die Ankündigung einer drohenden Invasion und militärischer Aufrüstung mehr finanzielle, wirtschaftliche und auch militärische Hilfe aus dem Westen haben wollen, liegt auf der Hand. Weniger klar ist, warum Politiker aus den USA und in der EU weniger auf Verhandlungen, sondern auf Konfrontation setzen. Es heißt zwar gerne, man müsse Putin, der derzeit wie vor ihm etwa bin Laden, Hussein, Gaddafi in der Politik und in den Medien als das personifizierte Böse aufgebaut wird, in seine Schranken weisen, um weitere Begehrlichkeiten nach Vergrößerung Russlands zu unterbinden. Aber dass Putin in die baltischen Länder oder in Polen einmarschieren wird, dürfte wohl niemand ernsthaft glauben, weil damit die Nato-Beistandsverpflichtung im Unterschied zur Ukraine ausgelöst würde. Mehr...


Kommentar/Ergänzung: Wieder einige aufschlussreiche Beiträge rund um die Krise in Osteuropa. Alle lesenswert, alle zum Kopf schütteln. Wieviel Verpflichtung hat eigentlich der Friedensnobelpreis für die damit ausgezeichneten, Barack Obama und die EU? Offensichtlich will Barack Obama nach wie vor diese Auszeichnung nicht rechtfertigen. Schade, dass das Komitee in Oslo den Preis scheinbar nicht zurückfordern kann...   

Anderswo wird die Gelegenheit genutzt: "Die weltweite Ausweitung des Krim-Konflikts" titelt an anderer Stelle HEISE-TELEPOLIS und schreibt im Vorspann: "Die Türkei schießt syrisches Kampfflugzeug ab und macht deutlich, welche Folgen der Kampf um die Ukraine haben könnte. - Mit der Eskalation des Konflikts zwischen Russland und den USA sowie der EU geht es nicht mehr nur um die Ukraine und die Krim oder die Sorgen mancher Nachbarstaaten wie Polen oder die baltischen Länder. Ohne die Mitwirkung von Russland wird auch der Nahe Osten (primär Syrien und Iran) zu einem gefährlicheren Konfliktherd werden, auch in Afghanistan sucht Russland das Abrücken der Isaf-Truppen zu nutzen." Mehr dazu hier

Jetzt meldet sich auch Joschka Fischer zu Wort. Bei PROJECT SYNDICATE analysiert er allen Ernstes "Geplatzte Illussionen". Und legt eine falsche Spur: "Lange, viel zu lange ist der Westen Illusionen über Putins Russland hinterher gerannt, und diese Illusionen sind jetzt auf der Krim geplatzt. Dabei hätte man es schon seit langem besser wissen können, ja müssen. Denn Wladimir Putin verfolgt seit seiner ersten Amtszeit als russischer Präsident die Wiedererlangung des Weltmachtstatus für Russland als sein strategisches Ziel. Dazu benutzte er die Energieexporte, um die mit dem Ende der Sowjetunion verloren gegangenen Gebiete langsam zurückzuholen. Im Zentrum dieser langfristigen Strategie stand und steht die Ukraine, denn ohne diese ist sein Ziel nicht zu erreichen. Es geht also keineswegs nur um die Krim. Das nächste Ziel heißt Ostukraine und anhaltende Destabilisierung der gesamten Ukraine. Denn nichts fürchtet die neue Autokratie in Moskau mehr als eine erfolgreiche Modernisierung einer demokratischen Ukraine." Mehr hier. Was ist er? Kriegstreiber, Dumpfbacke, außenpolitischer Haudegen? Auf jeden Fall einer, der reichlich Benzin ins Feuer der anti-russischen Propaganda im heimischen Mainstream schüttet. Uns wäre es lieber, der Mann würde einfach seine Klappe halten. Seine beste Zeit ist lange vorbei. 

Jakob Augstein überschreibt seine Kolumne zum Thema mit "Putin und die Ukraine-Krise - Das falsche Feindbild" und rückt - sicherlich unbewußt - Fischers Thesen zurecht: "Mit Sanktionen und Säbelrasseln schüren EU und USA die Furcht vor einer russischen Expansion. Das ist die falsche Antwort auf Putins Griff nach der Krim. Denn der Expansionsdrang des Kreml-Chefs ist nicht unersättlich - anders als der des Westens." Mehr hier. Unbedingt lesen.

Zu diesem Thema noch einen Beitrag aus den USA: "Interpreting Putin's Decision" titelt ZERO HEDGE. Einleitend heißt es: "People around the world were astounded by Vladimir Putin’s rapid decision to annex Crimea in response to the latter’s referendum to secede from Ukraine and join Russia, which Kiev and the West view as illegal. The decision also drew worldwide criticism and vehement condemnation by the West and Ukraine, and triggered a second wave of economic sanctions from the United States, and soon afterwards Europe. Relations between Russia and the West are at their chilliest since the end of the Cold War. So why has Putin risked Russia’s economic welfare and political space to swallow Crimea, push Ukraine out, and alienate the entire Western world? Is Putin 'in another world' as German Chancellor Angela Merkel claimed he is? In my opinion, there are at least two considerations behind Putin’s decision. The first is the realist, geo-political consideration. (...) The second consideration is more psychological in nature." Der Autor begründet fundiert seine Ansichten und kommt am Schluss zu einem beachtenswerten Fazit: "Russians, and especially Putin learned a hard lesson from the post-Cold War romance with the West: For all the talk of democracy and freedom, the fact remains that the strong dictate to the weak. With Europe rotten and United States weakened, a resurgent and confident Russia will definitely not let a geo-strategically important former Soviet republic fall entirely into the West’s camp. By annexing Crimea, Putin not only secured Russia’s naval base and its strategic gateway to the Black Sea, he also sent a powerful message to Ukraine and the West: Ignore Russia’s legitimate strategic concerns at your own peril." Mehr hier



Quelle: presseurop.eu


Es gibt auch noch Neuigkeiten zu den Sanktionen: "Offizielles 8-Punkte-Statement der G7 zur Lage in der Ukraine" meldet Österreichs FORMAT. Und schreibt: "Die G-7-Staaten sichern der Ukraine in einer offiziellen Erklärung ihre Unterstützung und warnen Russland. Im Rahmen des Gipfeltreffens für Nukleare Sicherheit (NSS) in Den Haag sind die G-7-Staaten zusammengetroffen. Sie haben eine Erklärung ihrer Position in der Ukraine abgegeben. Darin heißt es: 'Die Aktionen Russlands werden erhebliche Konsequzenzen haben.'" Mehr hier

"Sanktionen zeigen kaum Wirkung - trotzdem rutscht Russland in die Rezession" titelt das österreichische WIRTSCHAFTSBLATT. In der Einleitung heißt es dazu: "Die offiziellen Sanktionen des Westens sind nicht mehr als Nadelstiche. Aber die russische Wirtschaft leidet bereits unter dem massiven Abfluss von Kapital." Mehr hier. Das sollte klar sein, Sanktionen wirken immer auch in die andere Richtung. Das könnte zu Problemen führen. Österreich ist so ein Kandidat. "Österreicher stark in Russland engagiert" meldet zutreffend der heimische STANDARD und erklärt: "Mit 8,6 Milliarden Euro sind Banken, Bau, Industrie und Energie investiert." Mehr hier. Leider fehlt in dem Beitrag die wichtige Tatsache, dass über die Hälfte des Gewinns der in Russland engagierten österreichischen Banken von dort kommen. Das bleibt nicht ohne Folgen. 

Die SÜDDEUTSCHE versucht sich an der Deutungshoheit zur Haltung der USA: "Keine Lust auf strategische Vorgärten". Sie schreibt im Vorspann: "Putin trauert der verstorbenen Sowjetunion nach, das wusste man. Doch seine Reanimationsversuche kamen überraschend. Einen Krieg wird es wegen der Annexion der Krim trotzdem nicht geben. US-Präsident Obama rettet lieber Detroit als Donezk." Mehr dazu hier. Hoffentlich...


Amerika verschuldet sich jetzt mehr bei sich selbst
(blog.markusgaertner.com) Lange Zeit haben Europa und die Asiaten Amerikas Party finanziert. Die USA lebten über ihre Verhältnisse (was sie immer noch tun) und druckten fleißig Schuldscheine, um die Ersparnisse aus dem Rest der Welt einzusammeln, damit die Orgie weitergehen kann. Jetzt verabschiedet sich der Rest der Welt, und die Schuldscheine finden dafür mehr heimische Käufer. Mehr...

Kommentar: Japan praktiziert das schon seit Menschengedenken, ohne schädliche Auswirkungen auf seine Bonität. Ganz im Gegenteil, sie werden bisher dafür in höchsten Tönen gelobt. Auf diese Weise haben sich mehr als 230% Staatsschulden angehäuft. Die zahlt auch niemand zurück. Stellt sich aber die Frage, wovon zukünftig die Japaner im Alter leben sollen...


US PMI Tumbles From Record High, Biggest Miss In 13 Months
(zerohedge.com) Last month's exuberance-filled, and instantly extrapolated, Markit US PMI print at the lofty levels of 57.1 (proving that the weather-delayed pent-up-demand was truly back) has been dashed on the shores of ugly reality. March's print dropped to 55.5, missing expectations by the most since Feb 2013 as jobs grew at a slower pace and factory orders declined. This slowing in the US economy's growth adds to last night's weakness in Chinese growth. Given weather was not a major issue in March, what excuse can we find for this?


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Kommentar: Just for info. 


British Think Tank Predicts Financial Catastrophe for United States
(thenewamerican.com) Entitled "The Government Debt Iceberg," the latest report from The Institute of Economic Affairs (IEA) in London was meant primarily for British eyes, but there's enough in there to concern Americans worried about how the United States will make good on its promises. Researched and written by Jagadeesh Gokhale, a senior fellow at the Cato Institute, the report claims that the problem facing both the U.K. and the United States is the same: making promises without making provisions to fulfill them.
If a private business made a promise to a customer to be fulfilled over time, it would book that promise as a liability and make present plans to fulfill it. Not so the government. Gokhale says that governments use “backward-looking” financials — measuring only what has already been spent in the past — with little if any regard for, and certainly no strategy to pay for, promises made to be fulfilled in the future.
At present the U.S. government owes debtors, both private and public, foreign and domestic, more than $17 trillion, an amount about equal to the entire output of the American economy in one year. Put another way, it owes more than four times the total revenues taken in by that government in one year.
But, according to Gokhale, this greatly underestimates the real unfunded liabilities of the government, by a factor of seven. Taking into account future promises, the government’s debt is closer to $120 trillion. Read more...


Kommentar: Klar fordert diese Studie Widerspruch heraus. Der dazu in diesem Beitrag zitierte Kritiker, Gary North, vom Ludwig von Mises Institute, verschafft sich Gehör. Das alleine macht aber diesen Beitrag und die Studie "The Government Debt iceberg" (hier) noch nicht interessant. Bemerkenswert ist vielmehr, dass der Autor seine Analyse auf die Verhältnisse in der EU ausgedehnt hat. Sein Fazit für Europa stellt uns nicht zufrieden. Es ist nach unserer Ansicht völlig abwegig, die Schäden des seit mindestens drei Dekaden entfesselt praktizierten neoliberalen Wirtschaftsmodells durch immer noch mehr Neoliberalismus reparieren zu wollen, also einfach weiter die Dosis zu erhöhen. Dieser Nonsens hört einfach nicht auf. Offensichtlich fällt es den Experten sehr schwer, endlich die breitgetretenen Pfade ihrer akademischen Lehren zu verlassen und neue Wege zu gehen.       

 
China: Schwache Industrie belastet Welt-Wirtschaft
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Chinas Industrie-Produktion ist weiter rückläufig. Sowohl die Herstellung als auch die heimische Nachfrage nach Industriegütern schwächeln. Investoren hoffen auf ein erneutes Eingreifen der chinesischen Notenbank, um die Krise einzudämmen. Mehr...

Kommentar: China steckt in der Klemme. Irgendwann verliert die Notenbank die Übersicht und trifft eine falsche Entscheidung, mit unvorhersehbaren Folgen nach Innen und Außen. Was dann? Der Export bewegt sich auch nur in eine Richtung...

Quelle: acting-man.com