Mittwoch, 23. April 2014

Standpunkt 916 - Nachrichten-Ticker 15. & 16.04.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns sehr darum, ausgewogen zu sein. 

Leider müssen wir mittlerweile häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele Themen unbeachtet. Eine Übersetzung der englischen Texte können wir nicht bewerkstelligen. Dafür fehlt uns einfach die Zeit.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Hinweis: Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Leider können wir immer noch nicht unser neues Dossier zu diesem Thema vorstellen. Wir bedauern das sehr. Die persönlichen Beratungen haben jedoch oberste Priorität. Aus diesem Grund gilt nach wie vor unser letztes Update aus dem September 2012, das hier unseren  LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. 

Das neue Dossier ist so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig, außerdem leicht verständlich geschrieben (hoffen wir jedenfalls). Es ist mehr als nur ein Update. Und platzt aus allen Nähten: Wir haben ausgiebig recherchiert und reingepackt, was irgendwie reingeht. Gefühlt wird es ein "Jahrhundert-Werk". Wir erwarten mehr als 80 Seiten. Zu viel für diesen Blog. Deshalb gibt es eine Änderung: Das Thema bekommt eine eigene Website, die wir parallel zum Dossier vorbereiten. 

Vor der Europa-Wahl im Mai werden "unsere" Regierungspolitiker den Ball flach halten. Zu groß ist die Angst vor den europafeindlichen Gruppierungen. Es bleibt also ein bisschen Zeit, um sich gründlich mit dem Dossier zu beschäftigen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die sind dringend geboten, dass werden wir beweisen. 

Aus dem Inhalt: 
  • Wir besprechen die Krisenherde in Europa, den USA, China und Japan. 
  • Wir informieren über die Geschichte der Finanzkrise, die sich nicht nur in wenigen Jahren entwickelt hat. 
  • Wir beschreiben die weitere Entwicklung dieser Krisen. 
  • Wir stellen das europäische Land vor, in dem seit November 2012 eine Bankeninsolvenzordnung in Kraft ist, mit der es die Enteignung seiner Sparer und Steuerzahler regelt. 
  • Wir erläutern ausführlich, warum die Krise in Europa nicht gelöst wird - ebenso alle anderen Krisen in der Welt. 
  • Wir stellen sehr detailliert die einzelnen Vorschläge der Boston Consulting Group, des DIW in Berlin und des IWF für eine einmalige Vermögensabgabe vor. 
  • Wir erklären, warum keiner dieser Ratschläge ausreicht, um die gewünschten Effekte zu erzielen. 
  • Wir beleuchten das "Zypern-Modell" und seine Auswirkungen.
  • Wir berichten darüber, wie Sparer und Gläubiger bei der Not-Verstaatlichung einer Bank über Nacht enteignet wurden - im Herzen der Eurozone, nicht an der Peripherie. 
Natürlich kümmern wir uns intensiv um die zahlreichen staatlichen Werkzeuge der Enteignung, beschreiben ihre Geschichte und ihre modernen Nachfolger, klären auf über deren Wirkung, erklären ihre geradezu zwanghafte Notwendigkeit. Da ist für jeden etwas dabei. Das Warten lohnt sich! 


Tagesthemen: In eigener SacheFinanzkrise fördert Armut Krisen-Euphorie in der Eurozone – Bankenunion (5 Beiträge) – Aufschwung in Deutschland  Griechenland (2 Beiträge) Österreichische Banken in Not (2 Beiträge) Osteuropa-Krise (4 Beiträge) – Wahnvorstellung US-Wirtschaftsaufschwung (3 Beiträge) – General Motors "too big to fail"? Abenomics China 


In eigener Sache 
Wir haben uns verstärkt. Deshalb können wir wieder eine persönliche Beratung anbieten, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - die Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten.

Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Für Einzelheiten schicken Sie uns eine E-mail.


40 Prozent der Weltbevölkerung an der Schwelle zur Armut
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Wegen der weltweiten Wirtschaftskrise droht 2,8 Milliarden Menschen ein Abstieg in die Armut. In den vergangenen Jahrzehnten gelang Milliarden Menschen in den Schwellenländern der Sprung in die Mittelschicht. Doch ohne ausreichendes Wirtschaftswachstum drohen sie nun, wieder abzurutschen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Ein Beitrag, der nach unserer Ansicht sehr gut zu den Diskussionen rund um Mindestlohn, Vermögensungleichheit, -umverteilung und die deutsche Austeritätspolitik für Europa passt. Außerdem eine günstige Gelegenheit, um auf einen Beitrag hinzuweisen, der im Dezember 2008 bei HEISE-TELEPOLIS unter der bezeichnenden Überschrift "Von der Finanzkrise in die 20:80 Gesellschaft" erschienen ist. Der Autor, Jens Berger, schreibt in seinem Vorspann: "Die Weltwirtschaft befindet sich im freien Fall – wie wird die Gesellschaft mit der zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit umgehen? Als die Digitale Revolution und die Globalisierung in den 1990er Jahren ihren Siegeszug antraten, sagten Zukunftsforscher den Weg in eine 20:80 Gesellschaft voraus. Nur 20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung würden im 21. Jahrhundert ausreichen, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten. 80 Prozent der Bevölkerung wären demnach arbeitslos und müssten mit "Tittytainment" bei Laune gehalten werden. Da die Ursachen für diese Entwicklung weniger im globalen Handel, als vielmehr im technischen Fortschritt liegen, wird die kommende Weltwirtschaftskrise ein Beschleuniger für diese Entwicklung sein. Konzepte, wie unsere Gesellschaft mit der kommenden Massenarbeitslosigkeit umgehen soll, gibt es allerdings wenige und weder Politik noch Wirtschaft scheinen ein Interesse daran zu haben, sich den Fragen der Zukunft bereits jetzt zu stellen. Werden wir in einer Gesellschaft mit Massenarmut und Chaos leben oder aber in einer Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können? Die Weichen dafür müssen in den nächsten Jahren gestellt werden." Mehr hier. Berger hält den halbwegs geordneten Übergang zu einer 20:80 Gesellschaft in der Zukunft für möglich. Wir nicht. Weil innerhalb der 80% ein erbitterter Kampf (alternativ: "Hauen und Stechen") darum stattfinden wird, wer die größten Brotkrumen vom Tisch der 20% ergattern kann. Und die 20% werden über lange Zeit nicht in der Lage sein, diesen Übergang in die neue Gesellschaft sorgsam, vor allen Dingen menschenwürdig, zu organisieren. 

Natürlich kann sich das hierzulande noch niemand vorstellen: Massenarbeitslosigkeit. Der Weg dahin ist schleichend, wird beschönigt durch eine auf die Erfordernisse laufend angepasste Statistik. Tatsächlich nehmen die sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjobs schon seit Jahren ab und der Niedriglohnsektor zu. Ein Beispiel: 


Es tut gut, sich in einer besseren Welt als die europäischen Krisenstaaten zu wähnen. Die existiert aber in der Realität nicht. Irgendwann erwischt es alle. Das ist die logische Folge, wenn sich die Finanz- und Wirtschaftskrise weiter zuspitzt.

Amerika, aktuell die einzige militärische und wirtschaftliche Weltmacht, lebt vor, wo die Entwicklung - in Folge der Finanz- und anschließenden Wirtschaftskrise - bereits angekommen ist. Nachzulesen in dem Beitrag "The Global Money Matrix: The Forces behind America’s Economic Destruction" von GLOBAL RESEARCH. Aus der Einleitung: "We are witnessing unprecedented low points in American economic history as 50 million Americans - 17 million of them children - are living below the poverty line, while 47 million citizens rely on food stamps. All told, the 2008 economic collapse cost over $20 trillion globally. Millions of people lost their homes and jobs, while many of our nation’s children fell deeper into hunger. According to some figures, 53 million people entered the poverty ranks. In the US and other developed nations, suicide rates skyrocketed due to financial stress and disruption of families. The Bureau of Labor Statistics has listed unemployment at 7.5% - a rate that is irreconcilable with reality. The more reliable figure, calculated by economist John Williams from Shadow Government Statistics, places unemployment at 22%. If we are to believe the analyses of Tyler Cowen at the Mercatus Center at George Mason University, we might be looking at an unemployment rate as high as 41%, since 33% of Americans are not working and no longer have the desire to find jobs. This group is categorically removed from the government’s labor radar and is absent from the Bureau of Labor Statistics’ fudged data." Mehr hier


Die trügerische Euphorie in der Euro-Krise
(spiegel.de) Ist die Euro-Krise abgehakt? Aus Sicht der Investoren und der Politik ist sie es. Dabei sind die Probleme in Griechenland, Spanien oder Italien größer denn je. Wie in den dreißiger Jahren ist auch jetzt die Demokratie in Gefahr. Mehr...

Kommentar: Ein gescheiter Artikel von Wolfgang Münchau. Nur genügt es nicht, "den Finger in die Wunde zu legen". Gerne hätten wir etwas von seinen Ideen gelesen, wie den geschilderten Nöten und dem erklärten Schein beizukommen ist. Wo kommen die 1000 Milliarden Euro her, die angeblich ausreichen sollen, die europäischen Banken zu re-kapitalisieren? Was geschieht mit den 18,2 Billionen Euro Müll in den Bilanzen dieser Banken (hier), immerhin 44% der Vermögenswerte? Was mit den Billionen-Risiken aus dem Derivatehandel? Kein Wort über diese Massenvernichtungswaffe (O-Ton Warren Buffett). Das wird alles einfach totgeschwiegen; auch von denen, die sich wenigstens ab und an warnend zu Wort melden. Ohne nachvollziehbare alternative Lösungen verschwinden diese Wortmeldungen im dichten Nebel der Mainstream-Propaganda für Totengräber wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Ministerpräsident François Hollande. Münchau macht sich mitschuldig: "An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern" (Erich Kästner). 


Ulrike Herrmann über Europas Bankenunion: Lizenz zum Spekulieren
(taz.de) Die Banken haben gesiegt. Am Dienstag wurde die "Bankenunion" im europäischen Parlament abgesegnet - gerade noch rechtzeitig vor der Europawahl. Für die Banken war dies eine wunderbare Nachricht, denn die Bankenunion ist eine Lizenz zum Gelddrucken. Die lukrativen Spekulationsgeschäfte werden kein bisschen eingeschränkt. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: So also sieht sie aus, die europäische Finanzreform. Natürlich war nichts anderes zu erwarten. Die Banken-Lobbyisten haben sich schließlich monatelang "die Hacken abgelaufen", um die Bankenunion und ihre Folgen für die Finanzindustrie höchst erträglich zu gestalten. Für sie ist es ein voller Erfolg, für die Sparer/Steuerzahler nur eine weitere bittere Niederlage. Und ein großer Schritt näher zur staatlichen Enteignung. 

Die Mainstream-Medien suchen verzweifelt die Vorteile in der beschlossenen Bankenunion. Die F.A.Z. titelt vorsichtig "Zukunft Europas: Was die Bankenunion verbessern soll" und schreibt im Vorspann:  "Heute stimmt das Europaparlament über die Bankenunion ab. Sie gilt als Meilenstein in der Krisenbekämpfung: Im Idealfall lässt sich ein Geldhaus künftig ohne Steuergelder schließen. Der Test steht aus." Mehr hier. Selbst das Fazit ist verhalten: "Ob die Bankenunion die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllen kann, wird sich erst im Praxistest erweisen. Offen sind viele Fragen – ob die Aufsicht in der EZB bis Herbst schlagkräftig genug ist, ob ihre Bilanzprüfung realistische Ergebnisse erzielt, ob danach die Bankbilanzen wirklich bereinigt sind. Und ob die Entscheidungsträger im SRM wirklich bereit sind, eine Bank zu schließen, wenn es notwendig wird." 

Selbst das HANDELSBLATT, eine der deutschen Speerspitzen zur Durchsetzung der "marktkonformen Demokratie" der Bundeskanzlerin, zweifelt. "Nie wieder Banken retten!?" überschreibt Oliver Stock seinen Kommentar. Die Einleitung fällt nüchtern aus: "Mit Steuermilliarden mussten Pleitebanken wie Northern Rock gerettet werden. Die heute gegründete Bankenunion soll das ein für alle Mal beenden. Uns Steuerzahlern werden Pleitebanken dennoch weiter auf der Tasche liegen." Erst zum Schluss gibt sich der Autor zuversichtlich: "Vielleicht müssen wir uns zurücklehnen. Vielleicht müssen wir durchatmen und uns nicht nur auf die Buchstaben des Regelwerks zur Bankenunion konzentrieren. Vielleiht sehen wir dann, dass in dem Werk ein Grundgedanke steckt. Er heißt: Zum ersten Mal verpflichten sich 330 Millionen Euro-Bürger im Fall einer Bankenpleite gegenseitig zu helfen. Dieser Beschluss bedeutet einen Schritt des Zusammenrückens der Eurozone, wie es ihn seit der Einführung von Euro und Cent als Schein und Münze zum Bezahlen in Europa nicht mehr gegeben hat. Das war ein Kraftakt und den haben die Parlamentarier heute beendet. Für bescheidene Menschen wie mich ist das schon ein Wert an sich." Mehr hier

Das österreichische WIRTSCHAFTSBLATT beschäftigt sich mit den Begleiterscheinungen der Bankenunion: "Die Banken-Angst vor dem Stresstest: 71,5 Milliarden Rückstellungen". Die Einleitung: "Die größten europäischen Banken wollen mit Milliarden schweren Abschreibungen böse Überraschungen beim anstehenden Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) vermeiden. Allein die 20 größten börsennotierten Banken in den Euro-Ländern haben 2013 zusammen 71,5 Mrd. Euro Rückstellungen für faule Kredite gebildet, wie aus einer Analyse der Geschäftsberichte der Geldhäuser hervorgeht. Gleichzeitig konnten sie 16 Mrd. Euro aus Kapitalerhöhungen und Gewinnen zurücklegen." Mehr hier. Das sind lächerlich geringe Beträge, verglichen mit den mindestens 1000 Milliarden Euro, die fehlen. Trotzdem wird nonchalant behauptet, 55% der faulen Kredite seien rückgestellt. Das ist lächerlich. 

Auch an anderer Stelle, bei der Einlagensicherung, werden Millionen Europäer "hinters Licht geführt". Nachzulesen in dem Beitrag "Leben nach dem Bank-Run: EU will 'Notauszahlung' der Sparguthaben" von den DEUTSCHE WIRTSCHAFTS-NACHRICHTEN. Oberflächlich betrachtet steht in der Einleitung überwiegend Erfreuliches: "Die EU will bei Bank-Runs die Banken verpflichten, den Kunden innerhalb von fünf Tagen wenigstens so viel Geld auszuzahlen, wie die Kunden als „Lebenshaltungskosten“ brauchen. Zugleich verspricht die EU im Zuge der Banken-Union nun auch plötzlich eine Garantie für 'temporär hoher Beiträge' aus. Wer die bezahlen soll weiß niemand." Aber es geht weiter: "Offenbar aus Sorge vor Chaos bei einem Bank-Run will die EU den Zusammenbruch von Banken detailliert regeln. Das EU-Parlament teilt dazu mit: 'Die Erneuerung der Einlagensicherungssysteme würde die EU-Länder dazu verpflichten, ihre eigenen bankenfinanzierten Systeme aufzubauen, um Einleger garantierter Einlagen (bis zu 100.000 Euro) zu entschädigen, wenn eine Bank nicht selbst dafür aufkommen kann, so dass die Steuerzahler nicht haften müssen.' Fachleute kritisieren: Die EU habe die Versprechungen nicht durchgerechnet. So sagte ein Banken-Analyst den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass 'dieses Versprechen der 100.000 Euro versicherungsmathematisch bisher nicht kalibriert wurde'. Dieses Vorgehen wird von Ökonomen als 'schockierend' bezeichnet. Tatsächlich bedeutet dieses Versprechen, dass weder die Banken noch die Staaten genau wissen, was sie den Bank-Kunden im Ernstfall genau garantieren sollen. Vor allem ist unklar, woher das Geld kommt." Mehr hier. Tatsächlich gibt es keinen Rechtsanspruch auf die Einlagensicherung, wie das deutsche Forschungsinstitut für Bank- und Kapitalanlagerecht hier bestätigt. Aus gutem Grund: sie ist überhaupt nicht finanzierbar; weder von den Banken, noch vom Staat. Je nach Auslegung geht es um 3 bis 7 Billionen Euro alleine in Deutschland, die betroffen sein können. Das kann nicht funktionieren. 

Unser Fazit: Bankenunion, Stresstest und Einlagensicherung sind ein groß angelegtes Lügengebilde. Es dient ausschließlich dem Zweck, den der deutsche Publizist Johannes Gross einmal wunderbar treffend so beschrieben hat: "Niemand wird so gestreichelt wie das Opferlamm auf dem Weg zur Schlachtbank."  


Der Aufschwung kommt endlich bei den Bürgern an 
(welt.de) Die deutsche Wirtschaft wird 2014 und 2015 aller Voraussicht nach kräftig wachsen – und laut Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) auch die Geldbeutel der Bürger füllen. Dafür gibt es zwei Gründe. Mehr...

Kommentar: Auch diese Lüge hat sehr kurze Beine... Natürlich liefert die WELT eine "anschauliche" Grafik dazu:


Das ist Stillstand! 
 

Die griechische Sage vom Rendite-Wunder
(blog.fuw.ch/nevermindthemarkets) Anleihen des griechischen Staates gingen letzte Woche auf den Kapitalmärkten weg wie frische Brötchen und dazu für einen verblüffend tiefen Zinssatz für das Land. Leider ist das dennoch kein gutes Zeichen - weder für Griechenland, die Eurozone, noch für die Kapitalmärkte. Mehr...

Kommentar: Ausgezeichneter Beitrag unserer Schweizer Nachbarn. Pflichtlektüre für alle, die sich die Zeit nehmen, um sich ihre eigene Meinung zu bilden. Das Fazit: "Die deutlich gesunkenen Zinskosten für die Peripherieländer der Eurozone sind nicht Ausdruck für eine entsprechende Lageverbesserung, sondern vielmehr für sich erneut abzeichnende Übertreibungen an den Kapitalmärkten."   


Deutsche Fiesta auf den Ruinen Griechenlands
(griechenland-blog.gr) Ist es vielleicht gar nicht die griechische Regierung, sondern Bundeskanzlerin Merkel, die mit dem Marktgang Griechenlands ihre eigene Success Story verkaufen will? Mehr...

Kommentar: Die Sicht der Griechen auf dieses Schauspiel; sie ist nur zu verständlich. So könnte es gewesen sein...


Warum der IWF ein Problem mit österreichischen Banken hat... 
(wirtschaftsblatt.at) Die riskantesten Banken Westeuropas liegen in Österreich. Zumindest, wenn man den regionalen Risiko-Zuordnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) glaubt. Der angedrohte Umzug der Erste Group nach Prag ergibt vor diesem Hintergrund durchaus Sinn. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Wir sehen schon seit geraumer Zeit die österreichischen Banken in höchster Gefahr. Und damit auch die Sparer/Steuerzahler. Denen steht sprichwörtlich das Wasser bis zum Hals. Es merkt nur noch keiner. 

In diesen Zusammenhang stellen wir auch den Beitrag "Staat haftet für Banken in Ukraine und Russland" von Österreichs DIE PRESSE. In der Einleitung heißt es: "Eskaliert die Situation, muss der österreichische Staat für die Risken von Raiffeisen und Bank Austria aufkommen. Beide Institute haben sich mit 1,9 Milliarden Euro bei der Kontrollbank abgesichert." Mehr hier


Washington Drives The World To War. CIA Intervention in Eastern Ukraine
(globalresearch.ca) The CIA director was sent to Kiev to launch a military suppression of the Russian separatists in the eastern and southern portions of Ukraine, former Russian territories for the most part that were foolishly attached to the Ukraine in the early years of Soviet rule. Read more...

Kommentar: Kompromisslose Analyse. Die mit einem unmissverständlichen Fazit endet: "In fact, Washington, the 'exceptional, indispensable country', is committed to its hegemony over the world. Russia, China, and Iran are in the way of Washington’s hegemony and are targeted for attack. The attack on Russia is mounting."  


Allensbach-Umfrage: Ein gefährliches Land 
(faz.net)  Bis vor kurzem hatte eine Mehrheit der Deutschen eine gute Meinung über Russland und Wladimir Putin. Das ändert sich gerade dramatisch. Unterschiede gibt es zwischen Ost- und Westdeutschen. Mehr...

Kommentar: Endlich darf uns Allensbach mal wieder erklären, wie wir fühlen und denken. Wir hätten sonst keine Ahnung über uns selbst. Reicht das Beballere durch die Leitmedien nicht mehr aus, muss eine Umfrage her. Natürlich von einem renommierten Meinungsforscher. In die richtige Richtung, versteht sich. Es bleibt unseren LeserInnen überlassen, ob sie sich im Ergebnis repräsentiert sehen. 


Moskaus fünfte Kolonne 
(cicero.de) In der Ukraine-Krise zeigt Die Linke ihr wahres Gesicht – als eine Partei, der die Gefolgschaft Putins wichtiger ist als das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung. Mit solchen Leuten darf man in einer Demokratie keine Politik machen. Mehr...

Kommentar: CICERO beschreibt sich selbst als "Magazin für politische Kultur". Das scheint dort ein dehnbarer Begriff zu sein. Jedenfalls lässt sich vortrefflich darüber streiten, ob diese Schmähschrift wirklich von dem Wort "Kultur" erfasst wird. Wir haben erhebliche Zweifel. Andererseits passt sie aber genau in die Propagandamaschinerie dieser Krise. 


Diese drei Beiträge zu der Krise in Osteuropa möchten wir heute mit einem Archiv-Fund abschließen. Es ist der Beitrag "Warum der Westen Russland braucht - Die erstaunliche Wandlung des Zbigniew Brzezinski", aus dem Juli 2012, erschienen bei Blätter für deutsche und internationale Politik. Aus der Einleitung: "Der 1928 geborene Zbigniew Brzezinski ist eine der schillerndsten Figuren der außenpolitischen Elite der Vereinigten Staaten. Seine Schriften bestechen durch ihren Sinn für die machtpolitische Realität und irritieren zugleich durch die Konsequenz, mit der diese Machtpolitik entfaltet wird. Da Brzezinski an der Gestaltung des Kalten Krieges aktiv beteiligt war und bis heute eng mit den politischen Eliten Amerikas verbunden ist, sind seine Bücher nicht nur historische, sondern immer zugleich auch politische Dokumente, die einen tiefen Einblick in das Selbstverständnis amerikanischer Außenpolitik gewähren. Nun ist Brzezinski mit einem neuen Buch an die Öffentlichkeit getreten. Dieses trägt den Titel 'Strategic Vision' und ist insofern höchst bemerkenswert, als Brzezinski darin eine weitreichende politische Wende vornimmt. Er fordert eine umfassende Revision der bisherigen Ausrichtung der amerikanischen Außenpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges. Die zentrale These des Buches lautet, dass die USA sich heute in einer ähnlichen Situation befinden wie die Sowjetunion in den 80er Jahren." Mehr hier. Wir sind eher zufällig darauf gestoßen, halten den Beitrag aber für unbedingt lesenswert. Zbigniew Brzezinski war über Jahrzehnte hinweg ein Hardliner allererster Güte. Dass er heute für eine Verständigung mit Russland plädiert, zeugt tatsächlich von "strategischer Vision". Das heutige Washington unter Barack Obama scheint davon Lichtjahre entfernt. Noch eine weitere Leseprobe vom Schluss des Beitrags: "Die Kehrtwende, die Brzezinski in seinem jüngsten Buch vorgenommen hat, ist höchst bemerkenswert. Als Sicherheitsberater unter Jimmy Carter verschärfte er einst die Auseinandersetzung mit der Sowjetunion und führte die Situation in Afghanistan absichtlich zur Eskalation, was einen Krieg intensivierte, der Jahrzehnte später Al Qaida hervorbringen und zu einer Million Toten führen sollte. Auch nach dem Zusammenbruch der UdSSR setzte er seinen Kampf gegen Russland fort; so sprach er sich etwa noch während der Georgienkrise 2008 für eine dauerhafte Isolierung Russlands aus.  Vor diesem Hintergrund ist es in der Tat erstaunlich, dass er nun offen für eine Annäherung und damit – auch wenn er dies nicht offen ausspricht – für die Aussöhnung mit Russland eintritt. Besonders hervorzuheben ist auch sein Werben dafür, dass sich Demokratie nur durch Beispiel und nicht durch außenpolitischen Druck verbreiten lässt. Es ist Brzezinski hoch anzurechnen, dass er im hohen Alter noch in der Lage ist, die Perspektive auf das Weltgeschehen zu wechseln – auch wenn es weit besser gewesen wäre, Russland bereits in den frühen 90er Jahren stärker in westliche Sicherheitsstrukturen zu integrieren. Dass diese Integration damals nicht stattfand, obwohl sie mit geringen Zugeständnissen möglich gewesen wäre, dafür trägt Brzezinski maßgebliche Verantwortung. Eine echte Revision seiner Position würde daher bedeuten, diese Verantwortung auch einzugestehen."  


The US Economy In Pictures
(zerohedge.com) I have written extensively about the data behind the headline media reports. I have also discussed the importance of the relationship between the underlying data trends relative to broader macroeconomic perspectives.  
However, it is sometimes helpful just to view the various economic indicators and draw your own conclusions outside of someone else's opinion. With the economy now more than 5 years into an expansion, which is long by historical standards, the question for you to answer by looking at the charts below is: "Are we closer to an economic recession or a continued expansion?" 
How you answer that question should have a significant impact on your investment outlook as financial markets tend to lose roughly 30% on average during recessionary periods. However, with margin debt at record levels, earnings deteriorating and junk bond yields near all-time lows, this is hardly a
normal market environment within which we are currently invested.
Therefore, I present a series of charts which view the overall economy from the same perspective utilizing an annualized rate of change. In some cases, where the data is extremely volatile, I have used a 3-month average to expose the underlying data trend. Any other special data adjustments are noted below. Read more...


Kommentar: Ansehen. Das hat nichts mit dem zu tun, was die deutschsprachigen Medien über die US-Wirtschaft verbreiten. Die Grafiken in diesem Beitrag zeigen die Realität, während die heimischen Medien die offiziellen Wahnvorstellungen verbreiten. 


Arbeits- und wohnungslos im Tal der Superverdiener 
(heise-telepolis) Silicon Valley: Übernachten von Obdachlosen im Auto soll nach Gesetzen für gute Lebensqualität verboten und mit Geld- und Freiheitsstrafen geahndet werden
Ins Silicon Valley reist man, um etwas über die Zukunft des digitalen Zeitalters zu erfahren: "Es ist der Ort der großen Ideen", heißt es in einer durchaus kritischen Reportage über das "Tal der Träume", die auch die Kehrseite der "dramatische Umwälzungen" in den Blick nimmt. Der bleibt vor allem auf die Umformungen der Informationsgesellschaft ausgerichtet. Einem Guardian-Autor, der dort lebt, ist anderes aufgefallen: Neusprech, das mit Lebensqualität argumentiert, um damit Gesetze durchzusetzen, die an finstere Ecken im rückwärtsgewandten Alteuropa denken lassen (Ungarische Regierung kriminalisiert Obdachlose). Mehr...


Kommentar: Lesen. Kommentieren zwecklos. 


The "Housing Recovery" Is Complete: Major US Banks' Mortgage Originations Tumble To Record Low 
(zerohedge.com) Not much to add here that we haven't already said before about the state of demand for housing by the ordinary American. Read more...

Kommentar: Wenn man das hier sieht, dann muss man die Nachrichten über die Erholung am US-Immobilienmarkt in den hiesigen Leitmedien als Großangriff auf die eigene Intelligenz empfinden. 


GM Seeks Immunity From Lawsuits Due To Bankruptcy 
(zerohedge.com) While the law has been something the US government and General Motors have been willing to 'bend' or break in the past (absolute priority 'shifts' in bankruptcy), we suspect this latest move by Mary Barra's new GM will do more PR damage. Simply put, as many suspected given Barra's testimony and comments in the past, Reuters reports that General Motors Co will ask a bankruptcy court to block any litigation of the alleged deaths associated with the ignition switch problem since they are related to the automaker's pre-2009 bankruptcy. Of course, as we noted here, the Feds are probing the company over whether they knowingly committed bankruptcy fraud. Read more...

Kommentar: General Motors will "too big to fail" auf die Spitze treiben. Das macht sprachlos. Aus einem früheren Beitrag von ZERO HEDGE stammt diese Karikatur:



The Abenomics Surprises Just Keep Coming …
(acting-man.com) The theory behind Abenomics is as hoary as it is misguided. Allegedly, Japan has been in a long lasting economic stagnation due to 'deflation' - meaning, in this case, not a decline in the money supply (that never happened), but the occasional, barely noticeable decline in consumer prices. Note that these minuscule declines in consumer prices have occurred in what is widely acknowledged to be one the most expensive places in the world. Until it was topped by Singapore in 2014, Tokyo has been regularly taking the top spot as the world's most expensive city. The main reason why it is considered 'cheaper' nowadays is the slide in the yen's exchange rate – but that has actually made it even more expensive for the Japanese. Only, now Japanese citizens will find other cities also very expensive, as they are forced to use a cheapened yen if they want to visit them.
If printing more money and pushing prices higher are what it takes to magically 'create economic growth', one must wonder why emperor Diocletian's coin clipping scheme and John Law's Mississippi bubble failed. Why hasn't even a single one inflationary scheme that has been tried in the course of history succeeded? The answer should be obvious: printing money cannot create real savings or capital. This does not mean that it has no economic effects, and initially, these effects often appear to be positive, as a boom is usually set into motion. Everybody feels good, as asset prices rise and economic activity seems to revive. But the boom is always built on quicksand. It creates no real wealth: scarce capital will be malinvested and ultimately consumed. Read more...


Kommentar: Die Medien hierzulande feiern die Abenomics als Erfolg. Anderswo wird die Entwicklung kritisch gesehen. Wir waren von Anfang an skeptisch und müssen an dieser Haltung nichts ändern.  


China’s shadow banks at risk of a property crash; Capital outflows and falling property values could create cascading losses; "Everyone focuses on the government’s ability, not its willingness, for bailouts. We are all too complacent."
(bambooinnovator.com) China’s shadow banks at risk of a property crash 
Capital outflows and falling property values could create cascading losses.
Delegates from Hong Kong who made the pilgrimage to the mainland to take part in the National People’s Congress in mid-March came away impressed with the capability of Chinese president Xi Jinping, the most powerful leader of China since Deng Xiaoping. “He will never let the economy fall apart,” one delegate said.
Their only doubt? The outsized vigour with which Mr Xi is pursuing his anti-corruption campaign. This delegate complained bitterly about being put up at a three star hotel in which even bottled water was not supplied, let alone whisky or fine wine.
Meanwhile, across the Pacific, many people have sounded the alarm about Beijing’s ability to rein in credit growth and rebalance the economy more towards domestic demand and services and away from commodity-intensive fixed asset investment. But in Hong Kong and China itself, faith in the ability of the government to correct the excesses created by the 2009 stimulus programme has, if anything, increased under the current regime. Read more...


Kommentar: Wir lassen nicht ab. China bleibt für uns brandgefährlich. Deshalb versorgen wir auch unsere LeserInnen mit dem nötigen Lesestoff. Eine anschauliche Karikatur haben wir auch:  


"Debt trouble within the great wall" (Source: bambooinnovator.com)