Dienstag, 6. Mai 2014

Standpunkt 919 - Nachrichten-Ticker, 21. & 22.04.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns sehr darum, ausgewogen zu sein. 

Leider müssen wir mittlerweile häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele Themen unbeachtet. Eine Übersetzung der englischen Texte können wir nicht bewerkstelligen. Dafür fehlt uns einfach die Zeit.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Hinweis: Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Leider können wir immer noch nicht unser neues Dossier zu diesem Thema vorstellen. Wir bedauern das sehr. Die persönlichen Beratungen haben jedoch oberste Priorität. Aus diesem Grund gilt nach wie vor unser letztes Update aus dem September 2012, das hier unseren  LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. 

Das neue Dossier ist so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig, außerdem leicht verständlich geschrieben (hoffen wir jedenfalls). Es ist mehr als nur ein Update. Und platzt aus allen Nähten: Wir haben ausgiebig recherchiert und reingepackt, was irgendwie reingeht. Gefühlt wird es ein "Jahrhundert-Werk". Wir erwarten mehr als 80 Seiten. Zu viel für diesen Blog. Deshalb gibt es eine Änderung: Das Thema bekommt eine eigene Website, die wir parallel zum Dossier vorbereiten. 

Vor der Europa-Wahl im Mai werden "unsere" Regierungspolitiker den Ball flach halten. Zu groß ist die Angst vor den europafeindlichen Gruppierungen. Es bleibt also ein bisschen Zeit, um sich gründlich mit dem Dossier zu beschäftigen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die sind dringend geboten, dass werden wir beweisen. 

Aus dem Inhalt: 
  • Wir besprechen die Krisenherde in Europa, den USA, China und Japan. 
  • Wir informieren über die Geschichte der Finanzkrise, die sich nicht nur in wenigen Jahren entwickelt hat. 
  • Wir beschreiben die weitere Entwicklung dieser Krisen. 
  • Wir stellen das europäische Land vor, in dem seit November 2012 eine Bankeninsolvenzordnung in Kraft ist, mit der es die Enteignung seiner Sparer und Steuerzahler regelt. 
  • Wir erläutern ausführlich, warum die Krise in Europa nicht gelöst wird - ebenso alle anderen Krisen in der Welt. 
  • Wir stellen sehr detailliert die einzelnen Vorschläge der Boston Consulting Group, des DIW in Berlin und des IWF für eine einmalige Vermögensabgabe vor. 
  • Wir erklären, warum keiner dieser Ratschläge ausreicht, um die gewünschten Effekte zu erzielen. 
  • Wir beleuchten das "Zypern-Modell" und seine Auswirkungen.
  • Wir berichten darüber, wie Sparer und Gläubiger bei der Not-Verstaatlichung einer Bank über Nacht enteignet wurden - im Herzen der Eurozone, nicht an der Peripherie. 
Natürlich kümmern wir uns intensiv um die zahlreichen staatlichen Werkzeuge der Enteignung, beschreiben ihre Geschichte und ihre modernen Nachfolger, klären auf über deren Wirkung, erklären ihre geradezu zwanghafte Notwendigkeit. Da ist für jeden etwas dabei. Das Warten lohnt sich! 


Tagesthemen: In eigener Sache – Zukunft des vereinnahmten Staates Ursachen der Krise in Europa (2 Beiträge) – Deflation – Osteuropa-Krise (3 Beiträge) USA (8 Beiträge) – Japan China (4 Beiträge) 


In eigener Sache 
Wir haben uns verstärkt. Deshalb können wir wieder eine persönliche Beratung anbieten, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - die Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten.

Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Für Einzelheiten schicken Sie uns eine E-mail


Die Zukunft des vereinnahmten Staates
(project-syndicate.org)  Bedenken über die Vereinnahmung des Staates sind nichts Neues. In vielen Ländern haben Partikularinteressen einen unangemessenen Einfluss auf die offiziellen Entscheidungsträger, und die Regulierungsstellen sind immer anfällig dafür, die Welt durch die Brille derjenigen zu sehen, deren Aktivitäten sie eigentlich beaufsichtigen sollen. Doch der Aufstieg des Finanzsektors in den Industrieländern wirft ein neues, viel grelleres Licht auf diese Probleme. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Der von uns geschätzte US-Ökonom Simon Johnson macht in diesem Beitrag eine für uns erstaunliche Feststellung: Er findet, die USA sind in ihren Bestrebungen einer Finanzreform schon viel weiter als Europa. Wir haben uns etwas verdutzt die Augen gerieben und seine Behauptung gründlich recherchiert. Eine Bestätigung haben wir nicht gefunden. 

Johnson scheint es offensichtlich zu genügen, dass die Eigenkapitalanforderungen in den USA hoch gesetzt werden, während in Europa diese Sache nicht so richtig voran kommt. Johnson hat als Bremser Deutschland und Frankreich ausgemacht. Mit weitreichenden Auswirkungen: "Ihr Widerstand hat die internationalen Bemühungen zum Aufbau eines widerstandsfähigeren Systems untergraben – und dürfte die Bemühungen behindern, die europäische Volkswirtschaft auf eine solidere Basis zu stellen." Die Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen als wichtigen Schritt hin zu einer Finanzreform zu bezeichnen, ist wenig überzeugend. Für die Bremser Deutschland und Frankreich gibt es aber handfeste Gründe, sogar gegen diese Minimalforderung zu sein: Deutschen und französischen Banken steht der Bilanzmüll bis zum Hals, unter diesen Umständen ist die Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis schlicht nicht finanzierbar. Außerdem versagt die Propaganda dabei, der Öffentlichkeit diesen Bankrott des Bankensystems verständlich zu machen. Was wir vermissen ist eine klare Aussage über "die Zukunft des vereinnahmten Staates". Dazu bleibt Johnson wachsweich und überlässt es den LeserInnen, sich einen Reim darauf zu machen. 

Über den Stand der US-Finanzreform sind wir aktuell bei NAKEDCAPITALISM fündig geworden. Der Beitrag "Volcker Rule: Swiss-Cheesed or Beefed Up?" (hier) bietet einen sehr guten Überblick. Jenseits der üblichen Mainstream-Propaganda.

Die Gegenwart des "vereinnahmten Staates" beschreibt ein anderer Beitrag bei NAKEDCAPITALISM treffend: "Too Big to Jail? Why Kidnapping, Torture, Assassination, and Perjury Are No Longer Crimes in Washington" (hier). Ein Augenöffner. 


How Underpaid German Workers Helped Cause Europe’s Debt Crisis
(nytimes.com) To understand a crucial reason for the European financial crisis that nearly caused a global financial collapse and threatened to undo a six-decade push toward a united Europe, you could look at a bunch of charts of bond markets and current account deficits and fiscal imbalances.
Or, you could take a look at new data compiled by LIS, a group that maintains the Luxembourg Income Study Database, that shows how income is distributed in countries around the world. It offers a surprising insight about why Europe came to the financial brink.
In most advanced economies, the middle class made significant advances in earning power over the last few decades, even if the rich have done quite a lot better. But one major country stands out as the exception, with middle-income workers seeing no meaningful increase since the 1990s.
It is Germany, the largest economy in Europe. And the numbers are remarkable. From 2000 to 2010, after-tax income for people in the middle of the income distribution in Germany increased 1.4 percent. Not per year. Total.

If you look at a longer time span, from 1990 to 2010, the ordinary German worker did not fare well either. The median per-capita income rose 7.5 percent, which works out to a rate of only 0.4 percent a year.
At one time there was a good argument that middle-class German workers were overpaid relative to international competitors. In 1990, they made 10 percent more than similarly situated Dutch workers and 29 percent more than middle-income British ones. But by 2010, they made less than either.
The stagnation in wages for the German working and middle class was intentional, caused by policy decisions connected to the challenges of reunification. Read more...


Kommentar/Ergänzung: Ein durchweg lohnender Beitrag zu einem Thema, über das in den deutschen Leitmedien mit Bedacht geschwiegen wird. Es stört empfindlich die "Friede, Freude, Eierkuchen"-Mentalität des "Deutschen Michel". 

Ergänzend dazu empfehlen wir den Beitrag "Eurokrise, reale Konvergenz und die geschickten Versuche des Mainstream, von der Rolle Deutschlands abzulenken" (hier) von Heiner Flassbeck. Der legt den Finger in die gleiche Wunde. 


"Gewöhnt Euch nicht an das extrem niedrige Zinsniveau" 
(fuw.ch) Joachim Nagel, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, erklärt im Interview mit FuW, warum er in der niedrigen Teuerung in Europa keine wirkliche Deflation sieht. Mehr...

Kommentar: Es hat schon was von Verzweiflung, wie von der realen Gefahr einer europaweiten Deflation abgelenkt wird. Dazu fühlt sich sogar die Bundesbank berufen. Dieses Thema wird in den kommenden Tagen und Wochen bei uns voraussichtlich einen größeren Raum einnehmen. Nicht zuletzt, weil es von den sogenannten Experten sehr kontrovers diskutiert wird. Natürlich auch deshalb, weil wir die Entwicklung sehr kritisch sehen und zu denen gehören, für die diese Gefahr sehr real ist. Joachim Nagel muss das im Namen der Bundesbank natürlich anders sehen. 


Putins Kurs
(sueddeutsche.de) Die Dynamik des Konflikts nützt dem russischen Präsidenten. Putin hat in der Ukraine drei Handlungsoptionen: Einmarschieren, dem Zerfall beiwohnen, bis ihm ein Teil des Landes von selbst zufällt oder sich zurücknehmen. Die wahrscheinlichste Option bedeutet Unheil für die Ukraine - und Ungemach für die EU und die USA. Mehr...

Kommentar: Einer der seltenen deutschen Beiträge, die ohne viel Propaganda auskommen. Obwohl wir der Aktualität mehrere Tage hinterherhinken, bleibt dieser Kommentar deshalb erwähnenswert. 


Obamas neue Härte stürzt Europa ins Dilemma
(spiegel.de) Obama will mit Putin nichts mehr zu tun haben und richtet sich auf eine Isolierung Russlands ein. Der neue US-Kurs bringt die Europäer in eine missliche Lage: Es wird immer schwerer, weiter auf Dialog mit Moskau zu setzen. Mehr...

Kommentar: Wie wäre es denn mit mehr Eigenständigkeit in den politischen Entscheidungen für Europa? Wirtschaftlich ein Riese, gebärdet sich Europa politisch nur als Zwerg. Amerika will offensichtlich Krieg, um die Region massiv zu destabilisieren und so Russland - vor allem wirtschaftlich - unter Druck zu setzen. Noch ist nicht klar: Schaut Europa nur tatenlos zu, oder unterstützt es aktiv dieses Treiben? Beides wäre völlig idiotisch. Leider aber nicht abwegig. 


Auferstehung West?
(spiegel.de) Putin sei Dank: Der Westen ist zurück von den Toten - aber nur vorübergehend. Auch wenn Medien und Politik schon wieder zur westlichen Wehrertüchtigung mobilisieren - unser "Imperialismus des Universellen" ist unrettbar am Ende. Mehr...

Kommentar: Hervorragend, dieser Beitrag von Jakob Augstein, finden wir. Noch einmal: Davon gibt es nur wenige, viel zu wenige, in den heimischen Medien. 


"America's Housing Fiasco Is On You, Alan Greenspan" 
(zerohedge.com) So far we have experienced 7 million foreclosures. Beyond that there are still 9 million homeowners seriously underwater on their mortgages and there are millions more who are stranded in place because they don’t have enough positive equity to cover transactions costs and more stringent down payment requirements.
And that’s before the next down-turn in housing prices - a development which will show-up any day. In fact, another downward plunge is a positive certainty now that the buy-to-rent LBO speculators are rapidly pulling out of those “flash” bull markets in Arizona, California, Los Vegas, Florida and elsewhere. The latter were merely short-lived price eruptions which were an artifact of the Fed’s free money policies. Read more...


Kommentar/Ergänzung: Während der deutschsprachige Mainstream felsenfest an eine Erholung des US-Häusermarktes glaubt, zeigt sich die Wirklichkeit eher von einer rauhen Seite. Wir zeigen an dieser Stelle zwei anschauliche Grafiken aus dem Beitrag:




Die Ursachen reichen weit zurück: Alan Greenspan war Chef der US-Notenbank von 1987 bis 2006. 

Der Autor dieses Beitrages, David Stockman, hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben: "The Great Deformation - The Corruption of Capitalism in Amerika" (Einen vollständigen Abdruck gibt es als pdf-Datei hier). 


QE Was For "The Man On The Street" Says Chairman Emeritus Bernanke
(zerohedge.com) The proud recipient of today's $250,000 invoice for propaganda rendered by Ben Bernanke will be the Economic Club of Canada...
  • BERNANKE: FED ACTIONS DIDN'T FAVOR WALL STREET OVER MAIN STREET
  • Bernanke Says US Economy Is Heading Towards Complete Recovery
Just don't tell Obama (or the Democrats who have been told not to mention the 'recovery'), or the record number of middle-aged people living with their parents, or the almost imperceptible rise in the employed population since QE began... 

       
Source: here.

Kommentar: Ben Bernanke, ein amerikanischer "Baron Münchhausen".


Quelle: investingcaffeine.com


The Earnings Season: "House Of Cards" 
(streettalklive.com) Just like the hit series "House Of Cards," Wall Street earnings season has become rife with manipulation, deceit and obfuscation that could rival the dark corners of Washington, D.C. From time to time I do an analysis of the previous quarters earnings for the S&P 500 in order to reveal the "quality" of earnings rather than the "quantity" as focused on by Wall Street.  One of the most interesting data points continues to be the extremely low level of "top line" revenue growth as compared to an explosion of the bottom line earnings per share. This is something that I have dubbed "accounting magic" and is represented by the following chart which shows that since 2009 total revenue growth has grown by just 31% while profits have skyrocketed by 253%. 

 
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Kommentar: Ein aufschlussreicher Beitrag. Er beschreibt eine gigantische Show. Die hat rein gar nichts zu tun mit den regelmäßigen Schönschreibungen der US-Wirtschaft durch die deutschsprachigen Medien. Zum besseren Verständnis noch eine Grafik aus dem Beitrag:



How America Killed Its Middle Class 
(alternet.org) There's nothing "normal" about having a middle class. Having a middle class is a choice that a society has to make, and it's a choice we need to make again in this generation, if we want to stop the destruction of the remnants of the last generation's middle class. 
Despite what you might read in the Wall Street Journal or see on Fox News, capitalism is not an economic system that produces a middle class. In fact, if left to its own devices, capitalism tends towards vast levels of inequality and monopoly. The natural and most stable state of capitalism actually looks a lot like the Victorian England depicted in Charles Dickens' novels.
At the top there is a very small class of superrich. Below them, there is a slightly larger, but still very small, "middle" class of professionals and mercantilists - doctor, lawyers, shop-owners - who help keep things running for the superrich and supply the working poor with their needs. And at the very bottom there is the great mass of people - typically over 90 percent of the population - who make up the working poor. They have no wealth - in fact they're typically in debt most of their lives - and can barely survive on what little money they make.
So, for average working people, there is no such thing as a middle class in "normal" capitalism. Wealth accumulates at the very top among the elites, not among everyday working people. Inequality is the default option.
You can see this trend today in America. When we had heavily regulated and taxed capitalism in the post-war era, the largest employer in America was General Motors, and they paid working people what would be, in today's dollars, about $50 an hour with benefits. Reagan began deregulating and cutting taxes on capitalism in 1981, and today, with more classical "raw capitalism," what we call "Reaganomics," or "supply side economics," our nation's largest employer is WalMart and they pay around $10 an hour. Read more...


Kommentar/Ergänzung: Wer meint, die Zerstörung der Middle Class bleibt auf Amerika beschränkt, der glaubt sich auf einem anderen Stern. In Europa hat diese Entwicklung ebenfalls schon längst begonnen, teilweise mit brachialen Methoden, wenn man sich die europäische Krisenpolitik näher betrachtet. In Frankreich, den Benelux-Staaten, Österreich, Skandinavien oder Deutschland wird diese Zerstörung mit sehr viel subtileren, vor der Öffentlichkeit verborgenen Mitteln erfolgreich betrieben. Das Ziel ist das gleiche. Und der Erfolg heiligt bekanntlich die Mittel. Natürlich geschieht alles auf dem Boden der Demokratie: Das Volk wählt sich seine Scharfrichter in freien und geheimen Wahlen selbst. Was für ein Fortschritt. 

Diesem Thema nimmt sich auch die SÜDDEUTSCHE an. Über einen kleinen Umweg: "Kanada überholt die USA" heißt es dort: "Oh, Amerika! Die größte Wirtschaftsnation hat die reichste Mittelklasse - hieß es bislang. Nun sehen Ökonomen Kanada vorne, weil in den USA nur noch die Reichen reicher werden. Auch in Deutschland sieht es nicht gut aus." Mehr hier. Amerika hat das auch zur Kenntnis genommen: "The Middle Class In Canada Is Now Doing Better Than The Middle Class In America" titelt Michael Snyder vom THE ECONOMIC COLLAPSE BLOG (hier).


Retail Store Closures Soar In 2014: At Highest Pace Since Lehman Collapse 
(zerohedge.com) What a better way to celebrate the rigged markets that are telegraphing a "durable" recovery, than with a Credit Suisse report showing, beyond a reasonable doubt, that when it comes to traditional bricks and mortar retailers, who have now closed more stores, or over 2,400 units, so far in 2014 and well double the total amount of storefront closures in 2013, this year has been the worst year for conventional discretionary spending since the start of the great financial crisis! Read more...

Kommentar/Ergänzung: Der Beitrag wirft ein Schlaglicht auf den hierzulande in den höchsten Tönen gelobten US-Wirtschaftsaufschwung. Dazu an dieser Stelle die beiden leicht verständlichen Grafiken aus dem Beitrag: 




Außerdem noch eine Ergänzung, ebenfalls gefunden bei ZERO HEDGE: "About That "Strong" March Retail Sales "Bounce": Good Thing Summer's Coming!" (hier). Wir zeigen vorab einen Chart aus dem Beitrag:



Japans zweite Öffnung
(project-syndicate.org) US-Präsident Barack Obama besucht Tokio in einem einmaligen Moment in der Geschichte meines Landes: Japans Wirtschaft schwenkt auf einen neuen, stabilen Wachstumspfad um und nutzt dabei die geografische Lage des Landes voll aus. Japan sieht sich nicht länger als Teil des "fernen Ostens". Wir befinden uns mitten im Zentrum des pazifischen Raums und in der Nachbarschaft des weltweit größten Wachstumszentrums von Südostasien bis Indien.
Es besteht wenig Zweifel daran, dass dieses Wachstumszentrum in absehbarer Zukunft Japans Wirtschaft auch weiterhin antreiben wird. Beispielsweise weitet das Land seine Direktinvestitionen auf Vietnam und Indien aus, was zu einer Steigerung der Nachfrage nach japanischen Maschinen und Kapitalgütern führen wird.
Um seine Möglichkeiten aber zu maximieren, muss Japan seine Wirtschaft noch weiter öffnen und zu einem Land werden, dass aktiv Kapital, menschliche Fähigkeiten und Wissen aus dem Ausland aufnimmt. Japan muss in der Lage sein, durch Lenkung der Vitalität des wachsenden Asiens selbst zu Wachstum zu kommen. Mehr...


Kommentar: Neues vom japanischen Traumtänzer, Premierminister Shinzo Abe: "Und wie die Welt während Obamas Besuch sehen wird, ist Japan zurück und blüht auf. Und die Rückkehr des Landes ist für Stabilität und Wohlstand weltweit unverzichtbar." Nur weiter so, und immer feste daran glauben. Glaube soll angeblich Berge versetzen. 


Zum Abschluss noch einige lesenswerte Beiträge aus dem "Blasen-Reich(en)" China: 

"Will China Finally Tackle Overcapacity?", mit dieser Frage beschäftigt sich das Peterson Institute for International Economics (hier). 

ZERO HEDGE liefert drei Beitrage: "China's Largest Manager Of Bad Debt On The Economy: 'Grim And Complicated'" (hier), "How China's Commodity-Financing Bubble Becomes Globally Contagious" (hier) und "HSBC China PMI Indicates 4th Month Of Contraction As Yuan Weakens To Fresh 16 Months Lows" (hier). Aus dem ersten und dritten Beitrag stammen die folgenden Charts: 




Kommentar: China bleibt für uns ein erstrangiger Gefahrenherd! Allen frohen Botschaften zum Trotz, die anderswo verbreitet werden.