Samstag, 31. Mai 2014

Standpunkt 934 - Nachrichten-Ticker, 20.05.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. 

Leider müssen wir mittlerweile häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele Themen unbeachtet. Eine Übersetzung der englischen Texte können wir nicht bereitstellen. Dafür fehlt uns einfach die Zeit.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Hinweis: Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Leider können wir immer noch nicht unser neues Dossier zu diesem Thema vorstellen. Wir bedauern das sehr. Die persönlichen Beratungen haben jedoch oberste Priorität. Aus diesem Grund gilt nach wie vor unser letztes Update aus dem September 2012, das hier unseren  LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. 

Das neue Dossier ist so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig, außerdem leicht verständlich geschrieben (hoffen wir jedenfalls). Es ist mehr als nur ein Update. Und platzt aus allen Nähten: Wir haben ausgiebig recherchiert und reingepackt, was irgendwie reingeht. Gefühlt wird es ein "Jahrhundert-Werk". Wir erwarten mehr als 80 Seiten. Zu viel für diesen Blog. Deshalb gibt es eine Änderung: Das Thema bekommt eine eigene Website, die wir parallel zum Dossier vorbereiten. 

Die Europa-Wahl ist vorbei. Für die etablierten Parteien ist das Ergebnis eine mittlere Katastrophe geworden. Sie müssen jetzt parteiübergreifend Bündnisse schließen, wenn sie die Euro- und EU-Gegner auf Distanz halten wollen. An den Plänen zur Rettung der Finanzindustrie auf Kosten der Sparer und Steuerzahler wird sich nichts ändern. Es bleibt aber immer noch ein bisschen Zeit, um sich gründlich mit dem Dossier zu beschäftigen und geeignete Maßnahmen gegen Financial Repression und Enteignung zu ergreifen. Die sind dringend geboten, dass werden wir beweisen. 

Aus dem Inhalt: 
  • Wir besprechen die Krisenherde in Europa, den USA, China und Japan. 
  • Wir informieren über die Geschichte der Finanzkrise, die sich nicht nur in wenigen Jahren entwickelt hat. 
  • Wir beschreiben die weitere Entwicklung dieser Krisen. 
  • Wir stellen das europäische Land vor, in dem seit November 2012 eine Bankeninsolvenzordnung in Kraft ist, mit der es die Enteignung seiner Sparer und Steuerzahler regelt. 
  • Wir erläutern ausführlich, warum die Krise in Europa nicht gelöst wird - ebenso alle anderen Krisen in der Welt. 
  • Wir stellen sehr detailliert die einzelnen Vorschläge der Boston Consulting Group, des DIW in Berlin und des IWF für eine einmalige Vermögensabgabe vor. 
  • Wir erklären, warum keiner dieser Ratschläge ausreicht, um die gewünschten Effekte zu erzielen. 
  • Wir beleuchten das "Zypern-Modell" und seine Auswirkungen.
  • Wir berichten darüber, wie Sparer und Gläubiger bei der Not-Verstaatlichung einer Bank über Nacht enteignet wurden - im Herzen der Eurozone, nicht an der Peripherie. 
Natürlich kümmern wir uns intensiv um die zahlreichen staatlichen Werkzeuge der Enteignung, beschreiben ihre Geschichte und ihre modernen Nachfolger, klären auf über deren Wirkung, erklären ihre geradezu zwanghafte Notwendigkeit. Da ist für jeden etwas dabei. Das Warten lohnt sich! 


Tagesthemen:  Kapitalerhöheung Deutsche Bank (3 Beiträge) Europa's Versager – Italien – Griechenland China Global Player MAN – Bank of England's Mark Carney – US-Wirtschaft (8 Beiträge) – In eigener Sache 


Die riskante Wette der Deutschen Bank
(manager-magazin.de) Mit einer massiven Kapitalerhöhung und der Herrscherfamilie Katars rüstet sich die Deutsche Bank für die schärferen Eigenkapitalrichtlinien. So weit, so richtig. Ihr Wachstumsproblem löst das aber nicht. Das soll, mal wieder, das Investmentbanking richten. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Ein Schelmenstück, diese Kapitalerhöhung. Dem steht dieser Beitrag kaum nach: "Die Deutsche Bank agiert nicht auf Augenhöhe mit der US-Konkurrenz" oder "Der Deutschen Bank droht ein Nischenspieler-Dasein" beispielsweise. Völlig daneben. Ulrike Herrmann von der taz meint "Der schöne Schein der Sicherheit". Sie schreibt einleitend: "Es klingt gut: Die Deutsche Bank gibt neue Aktien aus. Bisher operiert das Institut wie ein gigantischer Hedgefonds und spekuliert mit fremdem Geld. Mit minimalem Aktienkapital will man maximale Gewinne einfahren. Falls Verluste eintreten, darf der Steuerzahler haften. Jetzt wird angeblich der 'Kulturwandel' eingeleitet, von dem die beiden Chefs Jain und Fitschen seit zwei Jahren sprechen: 8 Milliarden Euro Eigenkapital will sich die Bank besorgen. Diese Summe wirkt stattlich - und ist lächerlich. Denn die Bilanzsumme der Deutschen Bank beträgt 1.637 Milliarden Euro. Umgerechnet bedeutet dies: Auch künftig wird das Eigenkapital nur 3,5 Prozent der Bilanzsumme ausmachen. Dies ist zu wenig, um Verluste aufzufangen." Mehr hier. Eine wichtige Zahl hat Frau Herrmann vergessen: Das Exposure der Bank im Derivatehandel beträgt mehr als 70 Billionen USD, das bedeutet die No. 1 in der Welt. Es gibt keinen Grund, darauf stolz zu sein. Die Bank hält damit eine Massenvernichtungswaffe in ihren Händen, aber auch ein sehr effektives Druckmittel gegenüber den Steuerzahlern.

Erstaunlich bei dieser öffentlichkeitswirksamen Aktion: Der neue Großaktionär erhält einen satten Nachlass, klärt ZERO HEDGE auf: "Deutsche Bank Scrambles To Raise Capital: Will Sell €8 Billion In Stock At Up To 30% Discount" (hier).Dazu passt trefflich diese Karikatur von CICERO:



Europa ist prima, aber die in Brüssel, Berlin u.a.m. herrschende Ideologie ist fürchterlich und ein Versager
(nachdenkseiten.de) Am 8. Mai hatte ich in Zagreb eine Diskussion mit interessanten Gästen der Friedrich Ebert Stiftung Zagreb. In Kroatien wie in anderen Staaten Europas kann man beobachten, dass die Idee von Europa und der Anspruch der Repräsentanten der Europäischen Union einerseits und die wirkliche wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Völker Europas andererseits meilenweit auseinander liegen. Brüssel hat in zentralen Fragen der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik versagt. Der in Europa jetzt herrschende Geist ist nicht einmal von Solidarität geprägt. Man müsste diese Ideologie am kommenden Sonntag abwählen können. Mehr...

Kommentar: Ein hervorragender Beitrag; jedenfalls für die, die nicht mit Scheuklappen durch die Krise laufen. Allen anderen ist eh nicht (mehr) zu helfen... Albrecht Müller beschreibt gut verständlich die zahllosen Versäumnisse und Fehler in der europäischen Krise. 


Italian Bad Loans Surge 26% YoY To Record High (59th Month In A Row)
(zerohedge.com) Welcome to the recovery. For the 59th month in a row, the stock of bad loans across Italian banks rose (up ~26% YoY). At EUR 164 billion, this is a new record high and remains the biggest problem for Italian banks (non-performing loans now make up a reord 8.6% of total lending) as they suggest in their reports that profitability is improving. If that was not enough to have you piling cash into the heart of Europe's periphery, then the 22nd month of declines in loans to the private sector should do it. Despite a pick up in mortgage loans, private credit creation tumbled 3.1% YoY in April... not exactly the quasi-Keynesian dream that record low rates would suggest as transmission mechanisms remain entirely plugged. Bad loans are up 26% YoY to a new record EUR 165 billion...


Private credit creation contonues to crater - 22nd month in a row and -3.1% YoY


Welcome to the recovery... Source: here.

Kommentar: Eine Folge der von A. Müller im vorangegangenen Beitrag beschriebenen Missstände. 


March fall for Greek industrial turnover is ninth in 15 months
(macropolis.gr) After a temporary stall in February, the Turnover Index in Industry resumed a negative trend in March easing by 1.1 percent, according to the Hellenic Statistical Authority (ELSTAT). The February reading was revised from a marginal drop of 0.1 percent to a slight growth of 0.3 percent. The headline figure recorded nine negative readings over the past 15 months, of which four showed a double digit decrease. In addition, the evolution of the average index indicates a 4.5 percent over the trailing 12 months. The modest decline in March by 1.1 percent is attributed to a drop in manufacturing turnover by 1.4 percent, which more than offset a 26 percent rise in the mining and quarrying turnover. The latter makes up only a fraction of the total turnover index.



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Kommentar: Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel erfolgreicher europäischer Krisenpolitik. So jedenfalls wollen es die Flitzpiepen aus Berlin, Frankfurt und Brüssel Millionen Menschen in Europa weismachen. Wer diesen Märchen immer noch glaubt, ist selbst schuld. In Wahrheit ist die Krisenpolitik auf der ganzen Linie gescheitert. Leider ziehen viele Menschen aber die falschen Schlüsse daraus und haben bei der Europawahl denen den Rücken gestärkt, die engstirnig, eigensinnig, verbohrt und verblendet (die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!) Europa um Jahrzehnte zurückwerfen wollen. Nicht ein Schritt zurück ist die Lösung, sondern zwei Schritte vor.


China wird noch langsamer wachsen als erwartet
(fuw.ch) Über die Chancen und die Gefahren für die chinesische Wirtschaft – und welche Sektoren für Investoren interessant sein könnten – sprach Francis Cheung mit "Finanz und Wirtschaft"; Anlass war das Chinaforum des unabhängigen asiatischen Brokerhauses CLSA in Peking. Der Leiter der China-Hongkong-Strategie bei CLSA legt viel Gewicht auf die Verschuldung, die weiter zunehmen werde: "Sie ist der Preis für eine sanfte, kontrollierte Landung der chinesischen Wirtschaft." Besonders grosse Gefahren macht er im
Immobiliensektor aus. Mehr...


Kommentar: Wir freuen uns über jeden deutschsprachigen Artikel in einem der Leitmedien, der sich mit der schwierigen Situation in China ausführlich auseinandersetzt. Schließlich gilt für viele europäische Konzerne, neuerdings auch österreichische, das Land als pure Verheißung. Da ist es zwingend geboten, auf die Entwicklung dort ständig ein Auge zu werfen, um unsere LeserInnen so gut wie möglich zu informieren. Dieses Interview leistet dazu einen hervorragenden Beitrag, finden wir. Francis Cheung von CLSA vermittelt nicht den Eindruck eines Dampfplauderers. Natürlich streicht er die Vorzüge der chinesischen Wirtschaftspolitik heraus und lobt die Krisenpolitik der Zentralregierung. Andererseits beschreibt er aber auch die Schwachstellen. Sein Hinweis auf die Gefahren des chinesischen Immobilienmarktes könnte bereits kurzfristig bestätigt werden. Die Zeichen stehen jedenfalls auf Sturm. Wer sich für die Zustände in China interessiert, der findet in diesem Beitrag Nachdenkenswertes. 


MAN zieht Busproduktion aus Sachsen ab 
(n-tv.de) Die mehr als 400 Neoplan-Mitarbeiter im vogtländischen Plauen sind wütend. MAN schließt sein Buswerk. Die Überland- und Reisebusse werden nun in der Türkei gebaut. Laut IG Metall kommt die Entscheidung überraschend. Für den Ort ist es der nächste Schlag. Mehr...

Kommentar: Ein namhaftes Beispiel einer völlig verfehlten Standort- und Industriepolitik in Deutschland, respektive in Europa. Ausgerechnet in die Türkei. Warum nicht nach Griechenland, Portugal, Rumänien oder Bulgarien, alles Länder innerhalb der EU, die dringend auf Industrieansiedlungen angewiesen sind? Es liegt nicht an besser ausgebildeten Arbeitnehmern oder niedrigeren Löhnen, sondern NUR an einer von der EU(!) hoch subventionierten Wirtschaftspolitik in der Türkei. Das Land ist seit 1999 Beitrittskandidat und erhält seit dem von der EU Jahr für Jahr viele Millionen, um sich fit für den Beitritt zu machen. Der ist es dadurch überhaupt erst möglich, sich mit sagenhaften Geldgeschenken und Null Gewinnsteuer, für Ansiedlungen aus der EU unschlagbar zu machen. Und es ist auch keine Frage der besseren Qualität: Busse und LKW's, die für MAN und Mercedes bereits in der Türkei produziert werden, gelten im eigenen Haus nicht gerade als Produkte von hoher Qualität. Andererseits produziert der Wetzlarer Kamerahersteller Leica Camera AG, bekannt für höchste Qualität, schon seit mehr als 40 Jahren in Portugal (hier). Plauen war seit 1991 Produktionsstandort der NEOPLAN-Busse, dessen Hersteller von MAN 2001 übernommen wurde. Was danach folgte, ist nicht wirklich ein Beispiel für die gelungene Übernahme eines Traditionsherstellers. Insofern setzt MAN die Entwicklung konsequent fort.       

 

Mark Carney: If There is a Bubble, It’s Not Our Fault
(acting-man.com) BoE governor Mark Carney, who has already left one of the biggest housing bubble's in modern history in his wake in Canada, is evidently aware that he has a similar problem in the UK as well. There are two aspects of the revived UK housing bubble he indeed has no control over, which allows him to fashion excuses for the central bank in advance (just in case the bubble bursts one day – which it will, the moment interest rates rise). Carney is at least to be commended for admitting that there might be a problem – after Bernanke's widely publicized housing bubble forecast gaffes in 2006/7, central bankers have apparently become more careful – but he cannot escape responsibility for being one of the major central planners in the UK economy. Read more...

Kommentar: Den Verdacht hatten wir schon von Anfang an: Möglicherweise hat man wieder einen "Bock zum Gärtner gemacht". Und es wird offensichtlich, was wir in unserem letzten Standpunkt, in einem anderen Zusammenhang, so beschrieben haben: "An den wichtigsten Stellen sitzen die größten Nieten". Da ist es nicht verwunderlich, dass sich der mit vielen Vorschusslorbeeren behängte, ehemalige kanadische Notenbankchef Carney offensichtlich aus der Verantwortung stehlen will. Gleichzeitig bereitet er die nächste, absehbare Rettungsaktion vor: "It is highly likely that we will eventually see the 'too big to fail' doctrine tested once again as a result. Our prediction: if need be, the big banks will be bailed out all over again."  


27 Huge Red Flags For The U.S. Economy
(theeconomiccollapseblog.com) If you believe that the U.S. economy is heading in the right direction, you really need to read this article. As we look toward the second half of 2014, there are economic red flags all over the place. Industrial production is down. Home sales are way down. Retail stores are closing at the fastest pace since the collapse of Lehman Brothers. U.S. household debt is up substantially, and in 20 percent of all U.S. families everyone is unemployed. In so many ways, what we are witnessing right now is so similar to what we experienced during the build up to the last great financial crisis. We are making so many of the very same mistakes that we made the last time, and yet our "leaders" seem completely oblivious to what is happening. But the warning signs are very clear. All you have to do is open your eyes and look at them. The following are 27 huge red flags for the U.S. economy... Read more...

Kommentar/Ergänzung: Wir nehmen diesen Beitrag zum Anlass, an Hand weiterer Beiträge die Diskrepanz zwischen politischer Propaganda und der rauhen Wirklichkeit deutlich zu machen. Die USA sind es, davon sind wir weiter fest überzeugt, ohne die eine Stabilisierung der Weltwirtschaft nicht nachhaltig auf die Beine kommt. Aus diesem Grund gilt der Entwicklung in den Staaten viel von unserer Aufmerksamkeit. So gut wie möglich möchten wir aber auch unsere LeserInnen diesbezüglich auf dem Laufenden halten. Leider sind dafür die deutschsprachigen Medien nur sehr bedingt geeignet. Die plappern entweder nach, was ihnen von offizieller Seite vorgesetzt wird, oder üben nur sehr zurückhaltend Kritik. 

In diesen Tagen hat der US-Meinungsforscher GALLUP eine bemerkenswerte Studie veröffentlicht: "Jobs, Government, and Economy Remain Top U.S. Problems". Die Zusammenfassung: "Twenty percent of Americans name unemployment or jobs as the most important problem facing the country in May, up from 14% who mentioned these issues in April. Dysfunctional government (19%) and the economy in general (17%) also rank among the top problems.

 

These three issues -- jobs, economy, and government -- have been at the top of the 'most important problem' list since the beginning of the year. Mentions of government and politicians rose sharply to 33% in October amid the partial government shutdown, but have dipped back down." Mehr hier. Leider heißt "Problem erkannt" noch lange nicht "Problem gebannt". Statt dessen gilt "the show must go on". 

Eine fundierte Analyse dazu liefert einmal mehr ZERO HEDGE mit dem Beitrag "Jobless Claims And The Issue Of 'Full Employment'". Aus der Einleitung: "Last week, the number of first-time jobless claims dropped below 300,000 which has not happened since before the onset of the financial crisis. Not surprisingly, the media and economic analysis exploded with commentary that this is a sure sign that the economic recovery is afoot. Such a recovery will lead to stronger employment, higher wages, rising interest rates and a continuation of the bullish stock market cycle. However, is that really the case?" Mehr hier. Ein lohnender Beitrag, gespickt mit "ansehnlichen" Grafiken, von denen wir eine bereits an dieser Stelle zeigen: 

 
Ergänzend dazu noch eine Analyse von ALTERNET: "Latest Jobs and Housing Reports Show Americans are Struggling More than Ever". Ein Auszug: "The latest nationwide jobs and housing statistics released this week suggest that America is no longer a country where - for most people - the future is going to be better than the past. The percentage of people in most age and education levels in jobs compared to 2008 is down. The number of people holding multiple jobs is up. Average hourly wages have barely grown, compared to 2008. The number of people who are willing to leave their job for a new one is down. All of those trends are in the latest report from the U.S. Bureau of Labor Statistics (BLS) - and there are even more depressing economic signs. More than one-third of Americans who bought homes are trapped by that debt, according to the real estate data website Zillow.com. Some 9.7 million homes, which is 18.8 percent of U.S. homeowners, owe more than their homes are worth. In another 10 million homes, the buyer’s equity is below 20 percent, which means they can’t sell and buy another home unless they find another way to cover all the transaction costs. Taken together, the BLS report on the working class and the Zillow report on the middle class suggest that the country, despite virtually every politican’s assertion to the contrary, does not have its best days ahead. It may be that America’s best days- when the promise of hard work and playing by the rules led to economic security - is a thing of the past." Mehr hier.

Die beiden folgenden Beiträge beschäftigen sich mit der erbärmlichen Situation der US-Mittelklasse. Sie ergänzen, was wir am Ende des Standpunkts 926 (hier) bereits aufgegriffen haben. Übrigens setzen wir uns dort auch sehr ausführlich mit dem US-Arbeitsmarkt auseinander. Ein lohnende Lektüre. "The Decline of Small Business and the Middle Class" betitelt Charles Hugh Smith seinen Beitrag im eigenen Blog. Im Vorspann schreibt er: "It is not coincidental that the middle class and small business are both in decline. Entrepreneurial enterprise and small business have long been stepping stones to middle class incomes and generational wealth, i.e. wealth that is passed down to future generations rather than consumed. As the headwinds to entrepreneurial enterprise and small business rise, the pathway to middle class prosperity narrows." Mehr hier. Für WASHINGTON'S BLOG schreibt Smith den Beitrag "The Decline of Small Business = Decline of Basic Skills". Seine Einleitung: "The decline of small business has numerous long-term consequences. One is the decline of the middle class, as entrepreneurial enterprise is a key pathway to generational wealth-building and prosperity. Another is the loss of employment opportunities. As U.S. businesses are being destroyed faster than they’re being created, there are fewer sources of employment." Mehr hier. Die folgende Grafik stammt aus den Beiträgen: 

 

Währenddessen liefert die US-Notenbank wieder ein Beispiel ihrer nahezu unglaublichen Kompetenz. ZERO HEDGE schlagzeilt dazu "Fed President Says It Is Fed's Fault Markets Ignore Fundamentals". Ein Auszug: "Equity markets are not happy about the Fed's Charles Plosser's economic exuberance ('3% growth no matter the weather' which is 20% above consensus of 2.5%) and his 'good-news-bad-news' monetary policy hawkishness ('may need to raise rates sooner rather than later'). But perhaps the most crucial part of his speech this morning was what the headlines notably left out. Plosser admonished his global central bank brethren: 'if central banks do not limit their interventionist strategies and focus on returning to more normal policymaking aimed at promoting price stability and long-term growth, then they will simply encourage the financial markets to ignore fundamentals and to focus instead on the next actions of the central bank.' Simply put, he warned, 'central bankers have become too sensitive and desirous of managing prices in the financial world..'" Mehr hier. Must read...

Ein klein bisschen Hoffnung verbreitet für den vergangenen Monat einer der zuverlässigen Indikatoren für den Zustand der US-Wirtschaft, der monatliche (Verkaufs)Report des weltgrößten Baumaschinenkonzerns Caterpillar. Seine Verkaufszahlen lassen darüberhinaus auch Rückschlüsse auf die Weltwirtschaft zu. ZERO HEDGE hat die Neuigkeiten: "Caterpillar Retail Sales Plunge By 13%, Most Since February 2010; Decline For 17 Consecutive Months". Die Einzelheiten: "If someone was looking for a reason to buy CAT stock (alongside the company's stock buybacking -sic-management), and send it to fresh all time highs, today's latest monthly report of CAT April dealer retail sales should be sufficient. First, the good news: US retail sales of machines in the US posted its fourth monthly pick up, rising 12% compared to April of 2013 which print, however, was the biggest, at -18%, annual drop for US sales since 2010 so this was merely a modest stabilization relative to depressed comp levels. As for the bad news, well: everything else. The drubbing in sales across all other markets continued, with sales in Asia/Pacific, EAME and Latin America all dropping by more than 20% compared to last year. End blended result: global retail sales have now declined Y/Y for 17 consecutive months, which incidentally is just shy of the longest stretch of declining retail sales on record. Worse: the -13% drop in world retail sales matched the biggest annual drop since February of 2010. Frankly, we are surprised that CAT hasn't started reporting non-GAAP retail sales: those which exclude all negative numbers."


Source: here


In eigener Sache 
Wer sich gegen die vielen Formen der Finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschliessend über die Einzelheiten der Beratung. 

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)

Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen.