Dienstag, 3. Juni 2014

Standpunkt 935 - Nachrichten-Ticker, 21.05.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. 

Leider müssen wir mittlerweile häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele Themen unbeachtet. Eine Übersetzung der englischen Texte können wir nicht bereitstellen. Dafür fehlt uns einfach die Zeit.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Hinweis: Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Leider können wir immer noch nicht unser neues Dossier zu diesem Thema vorstellen. Wir bedauern das sehr. Die persönlichen Beratungen haben jedoch oberste Priorität. Aus diesem Grund gilt nach wie vor unser letztes Update aus dem September 2012, das hier unseren  LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. 

Das neue Dossier ist so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig, außerdem leicht verständlich geschrieben (hoffen wir jedenfalls). Es ist mehr als nur ein Update. Und platzt aus allen Nähten: Wir haben ausgiebig recherchiert und reingepackt, was irgendwie reingeht. Gefühlt wird es ein "Jahrhundert-Werk". Wir erwarten mehr als 80 Seiten. Zu viel für diesen Blog. Deshalb gibt es eine Änderung: Das Thema bekommt eine eigene Website, die wir parallel zum Dossier vorbereiten. 

Die Europa-Wahl ist vorbei. Für die etablierten Parteien ist das Ergebnis eine mittlere Katastrophe geworden. Sie müssen jetzt parteiübergreifend Bündnisse schließen, wenn sie die Euro- und EU-Gegner auf Distanz halten wollen. An den Plänen zur Rettung der Finanzindustrie auf Kosten der Sparer und Steuerzahler wird sich nichts ändern. Es bleibt aber immer noch ein bisschen Zeit, um sich gründlich mit dem Dossier zu beschäftigen und geeignete Maßnahmen gegen Financial Repression und Enteignung zu ergreifen. Die sind dringend geboten, dass werden wir beweisen. 

Aus dem Inhalt: 
  • Wir besprechen die Krisenherde in Europa, den USA, China und Japan. 
  • Wir informieren über die Geschichte der Finanzkrise, die sich nicht nur in wenigen Jahren entwickelt hat. 
  • Wir beschreiben die weitere Entwicklung dieser Krisen. 
  • Wir stellen das europäische Land vor, in dem seit November 2012 eine Bankeninsolvenzordnung in Kraft ist, mit der es die Enteignung seiner Sparer und Steuerzahler regelt. 
  • Wir erläutern ausführlich, warum die Krise in Europa nicht gelöst wird - ebenso alle anderen Krisen in der Welt. 
  • Wir stellen sehr detailliert die einzelnen Vorschläge der Boston Consulting Group, des DIW in Berlin und des IWF für eine einmalige Vermögensabgabe vor. 
  • Wir erklären, warum keiner dieser Ratschläge ausreicht, um die gewünschten Effekte zu erzielen. 
  • Wir beleuchten das "Zypern-Modell" und seine Auswirkungen.
  • Wir berichten darüber, wie Sparer und Gläubiger bei der Not-Verstaatlichung einer Bank über Nacht enteignet wurden - im Herzen der Eurozone, nicht an der Peripherie. 
Natürlich kümmern wir uns intensiv um die zahlreichen staatlichen Werkzeuge der Enteignung, beschreiben ihre Geschichte und ihre modernen Nachfolger, klären auf über deren Wirkung, erklären ihre geradezu zwanghafte Notwendigkeit. Da ist für jeden etwas dabei. Das Warten lohnt sich! 


Tagesthemen:  Nachtrag: Deutsche Bank Auf ein Wort: Belgien - Fed's neuer bester Freund (10 Beiträge) Wolfgang Schäuble's Politikersprech zu Europa – Bundesbank – Inflation – Osteuropa-Krise (4 Beiträge) Statistik macht den Wirtschaftsaufschwung? – USA (2 Beiträge) – China und Japan – In eigener Sache


Quelle: cicero.de


Auf ein Wort: Belgien - Fed's neuer bester Freund
Kein Wort davon in den deutschsprachigen Referenzmedien. Nichts. Die 4. Gewalt schläft mal wieder. Hellwach sind nur die anderen. 

Normalerweise sind es die Briten, die dem großen Bruder bei diesen Dingen hilfreich zur Seite stehen. Wir fragen uns, warum jetzt ausgerechnet Belgien? Das Land hat politische und wirtschaftliche Probleme bis unters Dach (siehe "Why Belgium Can Never Work", ZERO HEDGE, hier). Vermutlich ist es aber genau aus diesen Gründen bestens dafür geeignet, der US-Notenbank in diesen schwierigen Zeiten unter die Arme zu greifen. Auf jeden Fall möchten wir diese überraschende Veränderung im Käuferkreis US-amerikanischer Staatsanleihen mit Hilfe einiger spannender Beiträge unseren LeserInnen bekannt machen. 

Für GLOBAL RESEARCH ist die US-Notenbank ein großer Betrüger: "The Great Deceiver — The Federal Reserve. The US Dollar’s Fragile Reserve Currency Status". Diese Analyse stellt die richtigen Fragen und findet dazu die passenden Antworten. Ein Auszug, die Ergänzungen stammen von uns: "Is the Fed 'tapering'?  Did the Fed really cut its bond purchases during the three month period November 2013 through January 2014? Apparently not if foreign holders of Treasuries are unloading them. From November 2013 through January 2014 Belgium with a GDP of $480 billion purchased $141.2 billion of US Treasury bonds. Somehow Belgium came up with enough money to allocate during a 3-month period 29 percent of its annual GDP to the purchase of US Treasury bonds. Certainly Belgium did not have a budget surplus of $141.2 billion. Was Belgium running a trade surplus during a 3-month period equal to 29 percent of Belgium GDP? No, Belgium’s trade and current accounts are in deficit. Did Belgium’s central bank print $141.2 billion worth of euros in order to make the purchase? No, Belgium is a member of the euro system, and its central bank cannot increase the money supply. So where did the $141.2 billion come from? There is only one source. The money came from the US Federal Reserve, and the purchase was laundered through Belgium in order to hide the fact that actual Federal Reserve bond purchases during November 2013 through January 2014 were $112 billion per month. In other words, during those 3 months there was a sharp rise in bond purchases by the Fed. The Fed’s actual bond purchases for those three months are $27 billion per month above the original $85 billion monthly purchase and $47 billion above the official $65 billion monthly purchase at that time. (In March 2014, official QE was tapered to $55 billion per month and to $45 billion for May.) Why did the Federal Reserve have to purchase so many bonds above the announced amounts and why did the Fed have to launder and hide the purchase? Some country or countries, unknown at this time, for reasons we do not know dumped $104 billion in Treasuries in one week. Another curious aspect of the sale and purchase laundered through Belgium is that the sale was not executed and cleared via the Fed’s own National Book-Entry System (NBES), which was designed to facilitate the sale and ownership transfer of securities for Fed custodial customers. Instead, The foreign owner(s) of the Treasuries removed them from the Federal Reserve’s custodial holdings and sold them through the Euroclear securities clearing system, which is based in Brussels, Belgium." Die Analyse findet auch für ihr Fazit deutliche Worte. Mehr dazu hier

ZERO HEDGE schlagzeilt "Russia Dumps 20% Of Its Treasury Holdings As Mystery 'Belgium' Buyer Adds Another Whopping $40 Billion". Die Einleitung: "Back in mid-March, there was a brief scare after the start of the Ukraine conflict, when Fed custody holdings plunged by a record $104.5 billion (if promptly bouncing back the following week), leading many to believe that Russia may have dumped its Treasurys, or at least change its bond custodian. We noted that we wouldn't have a definitive answer until the May TIC number came out to know for sure how much Russia had sold, or if indeed, anything. Moments ago the May TIC numbers did come out, and as expected, Russia indeed dumped a record $26 billion, or some 20% of all of its holdings, bringing its post-March total to just over $100 billion - the lowest since the Lehman crisis." Mehr hier. Grafisch stellt sich die Entwicklung so dar: 

Einerseits...

     
Andererseits...


Das ist total irre!

Dieser Entwicklung hat sich auch Steffen Bogs bei QUERSCHUESSE in dem Beitrag "USA: TIC-Data März" angenommen. In seiner Einleitung schreibt er: "Heute veröffentlichte das US-Finanzministerium für März 2014 die Treasury International Capital Data, kurz TIC-Data – zu den Nettokapitalzuflüssen/abflüssen in Wertpapierinvestitionen, darunter auch die Daten zu den ausländischen Haltern von US-Staatsanleihen (Major Foreign Holders of Treasuries). Diese zeigen wie erwartet einen Abverkauf durch Russland, aber wie bereits in den letzten Monaten, das kleine Belgien hält dagegen, als drittgrößter US-Staatsanleihehalter in der Welt, gleich hinter China und Japan." Zu Belgien schreibt er: "Belgien liegt jetzt deutlich vor den Karibischen Banken (Hedgefond-Paradiese und Sitz weiteren dubiosen Geldes). Lächerlich, denn Belgiens wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gibt solche Dimensionen an Investments gar nicht her und warum dieser wahnwitzige Fokus auf US-Staatsanleihen. Alleine in den letzten 7 Monaten saugte Belgien +214,600 Mrd. Dollar an Staatsanleihen, als vorläufiger Höhepunkt stehen akkumulierte 381,4 Mrd. Dollar im März 2014, bei einem nominalen BIP 2013 in Belgien von 483,7 Mrd. Dollar! Also ganz klar, hinter diesem Engagement steht unmöglich die belgische Volkswirtschaft selbst, sondern andere Vehicle, welche sich nur des belgischen Finanzplatzes bedienen oder eben eine offen manipulierte Statistik. Natürlich kommt auch ein FED-Vehicle selbst in Frage, welches aus der Druckerpresse über das Ausland Nachfrage nach US-Staatsanleihen generiert, nur dagegen spricht prinzipiell die Offensichtlichkeit, denn niemand mit Hirn würde Belgien als Major Holder auswählen. Anderseits, dieses System bewegt sich eben längst weit abseits jeglicher Rationalitäten, ………? Lügen und Manipulationen sind Normalität!" Mehr hier. Wie gewohnt, liefert Bogs auch anschauliche Charts dazu, von denen wir drei an dieser Stelle zeigen:




Das ist Wahnsinn! 

WASHINGTON'S BLOG greift den Beitrag von GLOBAL RESEARCH auf und titelt "Did the Federal Reserve Launder $141 Billion Dollars Through Belgium to Hide Massive Increase In Quantitative Easing?" Mehr hier

Und auch GLOBAL RESEARCH selbst legt nach: "The Federal Reserves’ 'Opaque Methods': More on the Belgium Treasury Purchase". Ein Auszug: "The $141.2 billion in Treasuries purchased into the Belgium account represents 3.2% of the total current size of the Fed’s balance sheet. The Fed is a private corporation and is therefore not beholden to GAAP accounting standards. However even with GAAP standards applied, a corporation does not have to itemize and disclose the details of any event that represents less than 5% of its assets. In other words, the Fed can easily bury a 3% transaction in its financial statements. There is evidence of mismatch in Federal Reserve financial statements. For example, at year-end 2013, the size of the Fed’s balance sheet was  $4.024 trillion. According to its latest report as of May 14, 2014, the size of the Fed’s balance sheet is $4.360 trillion. Based on its QE bond purchase schedule since the beginning of 2014, the Fed’s balance sheet should only have grown to $4.316 trillion by mid-May. In other words, the Fed’s balance sheet as stated is $44 billion arger than it should have been had it been strictly following its QE schedule. (This assumes that 50% of May’s QE purchase is reflected in the May 14 balance sheet report.)" Mehr hier

Noch einmal ZERO HEDGE: "Who Is The New Secret Buyer Of U.S. Debt?". Ein Auszug: "The U.S. is in desperate need of a benefactor to purchase its ever rising debt and keep the system running. Strangely, a buyer with apparently bottomless pockets has arrived to pick up the slack that the Fed and the BRICS are leaving behind. But, who is this buyer? At first glance, it appears to be the tiny nation of Belgium." (hier). 

Einiges an Hintergrundwissen vermittelt der Beitrag "The Hidden Motives Behind The Federal Reserve Taper", den wir aus unserem Archiv ausgegraben haben. Eine Leseprobe: "If one wishes to truly understand the actions behind private Federal Reserve policy, one must come to terms with a fundamental reality – everything the Fed does it does for a reason, and the most apparent reasons are not always the primary reasons. If you think that the Fed simply acts on impulsive stupidity or hubris, then you haven't a clue what is going on. If you think the Fed only does what it does in order to hide the numerous negative aspects of our current economy, then you only know half the story. If you think the Fed does not have a plan, then you are sorely mistaken... Central Bankers and their political proponents espouse a globalist ideology, meaning, they are internationalists in their orientation and motivations. They do not have loyalties to any particular country. They do not take an oath to any particular constitution. They do not have empathy for any particular culture or social experiment. They have their own subculture, with their own 'values', and their own social hierarchy. They are a kind of 'tribe' or 'sect'; a cult, if you will, that views itself as superior to all others. This means that when the central bankers that run the Fed act, they only act with the intention to support and promote globalization, not the best interests of America and Americans." Das folgende Zitat aus dem Beitrag hat uns besonders gut gefallen und ist als Schlusswort bestens geeignet: "It must not be felt that the heads of the world's chief central banks were themselves substantive powers in world finance. They were not. Rather they were the technicians and agents of the dominant investment bankers of their own countries, who had raised them up, and who were perfectly capable of throwing them down. The substantive financial powers of the world were in the hands of these investment bankers who remained largely behind the scenes in their own unincorporated private banks. These formed a system of international cooperation and national dominance which was more private, more powerful, and more secret than that of their agents in the central banks." Es stammt von Carroll Quigley. Mehr hier

Unsere Einschätzung: In den USA schießen die Spekulationen ins Kraut. Wir halten folgendes Szenario für höchst wahrscheinlich: Es ist eine abgekartete Sache zwischen Fed und EZB: eine Hand wäscht die andere. Im Rahmen ihrer QE-Maßnahmen - und was ihr außerdem noch zur Verfügung steht - versorgt die US-Notenbank seit 2008 auch die europäischen TBTF-Banken reichlich mit Liquidität - bis heute (wir haben schon mehrfach darüber berichtet). Die EZB kann sich deshalb zurückhalten und gerät in der Öffentlichkeit nicht noch mehr unter Druck. Das Tapering des Fed hat die Situation verändert. Für den Abbau des QE muss(te) Ersatz her, damit das sorgfältig aufgebaute Kartenhaus nicht zusammenstürzt. Bei dieser Gelegenheit lässt sich auch unauffällig der Versuch starten, den Kurs des Euro in die gewünschte Richtung zu drehen. Deshalb kommen die Briten als Helfershelfer nicht in Frage. Die EZB kann nicht direkt eingreifen, ohne für erhebliche Unruhe zu sorgen, das hätte, besonders in Deutschland, sofort die schlafenden Hunde der Leitmedien geweckt und auf die Straße getrieben. Ein anderer Brückenkopf US-amerikanischer Interessen in Europa, Polen, wäre sicherlich bereit gewesen zu helfen, ist jedoch wirtschaftlich viel zu schwach für eine solche Aktion. Das hätte Aufsehen erregt. Letztlich ist Belgien aus unserer Sicht eine gute Wahl. Trotz seiner politischen Probleme gilt es wirtschaftlich noch als einigermaßen stabil, die unmissverständlichen Anzeichen einer kapitalen Krise im Land sehen nur die, die genauer hinsehen. Belgien hat niemand auf dem Radar. Das Land ist klein und unauffällig, steht auf europäischer Ebene kaum im Rampenlicht, ideale Voraussetzungen für eine solche Operation. Ausreichende Liquidität stellt die EZB, nicht die US-Notenbank, zur Verfügung. Davon sind wir überzeugt. 

Gute Gründe für ein "bisschen" Währungspolitik durch die EZB hat Jeffrey Frankel, früherer einer der Wirtschaftsberater von Bill Clinton, bereits im März in seinem Beitrag "Why the ECB Should Buy American" bei PROJECT SYNDICATE beschrieben. Sein Fazit: "Central banks should and do choose their monetary policies primarily to serve their own economies’ interests. But proposals to coordinate policies internationally for mutual benefit are fair. Raghuram Rajan, the governor of the Reserve Bank of India, has recently called for the advanced economies’ central banks to take emerging-market countries’ interests into account via international cooperation. ECB foreign-exchange intervention would fare well in this regard. This year, the emerging economies are worried about a tightening of global monetary policy, not the policy loosening that three years ago fueled talk of “currency wars.” As the Fed tapers its purchases of long-term assets, including US treasury securities, it is a perfect time for the ECB to step in and buy some itself." Mehr hier.         

Wolfgang Schäuble über die Zukunft der EU: Die neue europäische Ernsthaftigkeit
(faz.net) Das Vertrauen in Europa kehrt zurück: Die vergangenen Krisenjahre haben bewiesen, dass es politisch handlungsfähig ist. Nun lassen sich jene Praktiken und Prinzipien erkennen, die die europäische Zukunft prägen sollen. Mehr...

Kommentar: Getrommel zur Europa-Wahl. Wer sich diesen Beitrag bis zum Ende zumutet, der wird feststellen: Es ist nur inhaltsleerer Politikersprech. Von einem führenden Politiker und Krisenmanager Europas. Er verdeckt sehr geschickt, was den Europäern von ihm und seinen Kollegen demnächst zugemutet wird. 


Bundesbank warnt Europa vor trügerischer Sicherheit 
(welt.de) Die Geldpolitik der EZB hat die Märkte beruhigt, ist aber wohl übers Ziel hinausgeschossen. Bundesbank-Vorstand Dombret sieht die Risiken am Markt nicht mehr richtig eingepreist. Das ist hochriskant. Mehr...

Kommentar: Trügerische Sicherheit? Risiken? Papalapap, dafür gibt es doch die EZB. Der Rest ist Kulissenschieberei. 


Die Sehnsucht nach mehr Inflation
(blog.fuw.ch) Es ist gar nicht lange her, da galt weltweit die Inflation als grosses Übel, dass es zu verhindern gilt. Jetzt hätten alle gerne mehr davon. Der Versuch einer Erklärung. Mehr...

Kommentar: Es hätte ein nützlicher Beitrag werden können, aber leider ist er stellenweise für, im Umgang mit diesem Thema nur durchschnittlich Begabte, schwer verständlich. Deshalb kommt es auf einen Versuch an. 


Heute haben wir wieder einige Beiträge zur Osteuropa-Krise, die wir alle unseren LeserInnen als Gedankenfutter nur empfehlen können.

Den Anfang macht der Beitrag "Bis wohin darf der Westen den Sieg von 1989 auskosten?" von CICERO. Im Vorspann heißt es: "'Bruch des Völkerrechts', 'Verletzung der Souveränität'! Unter diesen Leitgedanken haben Kanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier ihre Ukraine-Politik gestellt. Die deutsche Geschichte und die deutschen Verbrechen werden dabei ausgeblendet." Mehr hier.

GLOBAL RESEARCH analysiert "Showdown in Ukraine". Aus der Einleitung: "The Ukraine crisis has its roots in a policy that dates back nearly 20 years. The origins of the policy can be traced to a 1997 article in Foreign Policy magazine by Zbigniew Brzezinski, titled 'A Geostrategy for Eurasia'. The article makes the case that the United States needs to forcefully establish itself in Central Asia in order to maintain its position as the world’s only superpower. While many readers may be familiar with Brzezinski’s thinking on these matters, they might not know what he has to say about Russia, which is particularly illuminating given that the recent uptick in violence has less to do with Ukraine than it does with Washington’s proxy-war on Russia. Here’s what Brzezinski says: 'Russia’s longer-term role in Eurasia will depend largely on its self-definition… Russia’s first priority should be to modernize itself rather than to engage in a futile effort to regain its status as a global power. Given the country’s size and diversity, a decentralized political system and free-market economics would be most likely to unleash the creative potential of the Russian people and Russia’s vast natural resources. A loosely confederated Russia - composed of a European Russia, a Siberian Republic, and a Far Eastern Republic - would also find it easier to cultivate closer economic relations with its neighbors. Each of the confederated entitles would be able to tap its local creative potential, stifled for centuries by Moscow’s heavy bureaucratic hand. In turn, a decentralized Russia would be less susceptible to imperial mobilization.' Zbigniew Brzezinski, A Geostrategy for Eurasia, Foreign Affairs, 76:5, September/October 1997. So is this the goal of US policy, to create 'A loosely confederated Russia' whose economy can be subsumed into America’s market-based system?". Mehr hier. Zbigniew Brzezinski war von 1977 bis 1981 Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter. 

"Putin's Crimea Bonus: Vast Oil And Gas Fields" erklärt ZERO HEDGE: "Crimea's secession to Russia - and Putin's gracious acceptance of their request for annexation - has focused all eyes on the peninsula's landmass and rolling tanks; but, as we have noted previously, NY Times reports that when Russia acquired not just the Crimean landmass but also a maritime zone more than three times its size with the rights to underwater resources potentially worth trillions of dollars. It's all about the resources as we have noted previously but Russian officials are quick to play this down, 'compared to all the potential Russia has got, there was no interest there', but as one analyst noted, Russia’s annexation of Crimea 'so obvious' as a play for offshore riches. No wonder Putin is happy to take on the 'burden' of Crimea." Mehr hier. Die folgende Übersicht stammt aus dem Beitrag:


Zum Abschluss des "Osteuropa-Krise-Block" noch ein informativer Beitrag von WASHINGTON'S BLOG: "Western Media Blackout on the Reality in Ukraine" (hier). Mit zahllosen Beispielen. Sehr empfehlenswert. 


Is The Economic Recovery Only Statistical?
(streettalklive.com) Like the annual migratory patterns of snowbirds, each year brings the "hope" of a surge in economic activity.  According to the most recent National Association Of Business Economics (NABE) survey: "Real GDP grew 1.7% in 2012. Panelists anticipate real GDP growth to accelerate steadily from a 1.8% annual rate in the fourth quarter of 2013 to 3% in the fourth quarter of 2014. The medians of the five lowest and five highest individual forecasts for 2014 are 1.9% and 4.0%, respectively." Unfortunately, each year has been a disappointment to economic forecasts with current annual real economic growth averaging only 1.2% since 2009. With the first quarter of 2014 already in the negative column, it will take quite a surge in economic activity in the remaining three quarters to meet expectations. Read more...

Kommentar: Am Beispiel der USA geht dieser Beitrag einer höchst pikanten Frage nach, die auch für den Rest der Welt von großer Bedeutung ist. Randvoll mit anschaulichen Grafiken und nützlichen Links, um das Thema zu vertiefen. Unbedingt lesen, danach fällt der richtige Umgang mit den offiziellen Zahlen sehr viel leichter.


This Chart Is The Fate of Housing In America As Student Loans Bankrupt A Whole Generation
(nakedcapitalism.com) A friend of mine is suffering from excruciating anticipatory pain. He’s heading to New York to attend his daughter’s graduation, which should be a glorious moment in life. But her commencement speaker is Fed Chair Janet Yellen. "Gotta find some thorazine to take before the ceremony," he muttered. He paid for his daughter’s education. Not many students are that lucky.
Student loan balances soared 362% to $1.1 trillion since 2003, during a period when mortgage debt – including the effects of the current Housing Bubble 2 – rose “only” 65% to $8.2 trillion and credit card debt actually declined by 4.2% to $660 billion. The burden of servicing that increasing pile of student loans is eating into other forms of borrowing and spending, such as the American classic, reckless consumption on credit cards, or the purchase of a home. And so the proportion of first-time buyers – the single most important sign of a healthy housing market – has been shrinking for years. Read more...

Kommentar/Ergänzung: Regelmäßig berichten wir über die Zerstörung der US-amerikanischen Mittelklasse. Da ist es nur konsequent, hin und wieder auch einen Blick auf Amerikas Studenten und deren trübe Aussichten zu werfen. Die folgenden beiden Charts stammen vom WALL STREET JOURNAL, aus dem Beitrag  "Congratulations to Class of 2014, Most Indebted Ever" (hier): 
 


Arme Schweine, oder? 


PMIs Confirm China And Japan Economies In Contraction
(zerohedge.com) China's HSBC Manufacturing PMI has now spent 3 years within 2 points of the crucial '50' demarcation between contraction and expansion but as the following chart shows, something seems 'odd' about the last few months apparent stability. Tonight China HSBC PMI printed a stunning 49.7 crushing the expectation of 48.3 (modestly above last month's 48.1) but still in contraction for the 5th month in a row (the longest contraction since Oct 2012). This was China's biggest spike in PMI in 9 months led by increases in new orders, production, and new export orders... but employment fell to new lows. Japan's Markit PMI also printed in 'contraction' territory for the 2nd month in a row - its first since Abenomics began. Read more...

Kommentar: Neuigkeiten aus dem fernen Asien. Sehen Sie selbst...




Noch mehr anschauliche Charts bietet der Beitrag. 


In eigener Sache 
Wer sich gegen die vielen Formen der Finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschliessend über die Einzelheiten der Beratung. 

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)

Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen.