Montag, 9. Juni 2014

Standpunkt 938 - Nachrichten-Ticker, 26.05.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. 

Leider müssen wir mittlerweile häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele Themen unbeachtet. Eine Übersetzung der englischen Texte können wir nicht bereitstellen. Dafür fehlt uns einfach die Zeit.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Hinweis: Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Leider haben wir mit den persönlichen Beratungen immer noch alle Hände voll zu tun. Wir bedauern es sehr, dass aus diesem Grund unser bereits seit langer Zeit angekündigtes Update weiter auf sich warten lässt. Nach wie vor gilt unser letztes Update aus dem September 2012, das hier unseren LeserInnen zur Verfügung steht. Bereits damals waren wir extrem aktuell, wie die neueste Entwicklung zeigt, mit der sich die DEUTSCHE WIRTSCHAFTS-NACHRICHTEN in dem Beitrag "Blitz-Enteignung: Regierung kürzt Lebens-Versicherungen" (hier) eingehend beschäftigen. Während die Referenzmedien lieber die Klappe halten. Oder, wie das HANDELSBLATT, mit pseudo-nützlichen Ratschlägen nerven (hier). Die sind vollkommen wertlos, solange immer noch der Hinweis auf § 89 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) fehlt. Diese Vorschrift regelt Zahlungsverbot und Herabsetzung von Leistungen bei Lebensversicherungen. Geregelt ist auch die fortlaufende Zahlung der Beiträge: "Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt." Das ist eine kompromisslose Enteignung. Die Folgen daraus, sowie weitere Methoden der Enteignung, haben wir ausführlich schon im September 2012 beschrieben. 

Trotzdem gilt: "Das Bessere ist der Feind des Guten" (Voltaire, 1694 - 1778). Das neue Dossier wird so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig, außerdem ist es leicht verständlich geschrieben (hoffen wir jedenfalls). Deshalb ist es mehr als nur ein Update. Und platzt aus allen Nähten: Wir haben ausgiebig recherchiert und reingepackt, was irgendwie reingeht. Gefühlt wird es ein "Jahrhundert-Werk". Wir erwarten mehr als 80 Seiten. Zu viel für diesen Blog. Deshalb gibt es eine Änderung: Das Thema bekommt eine eigene Website, die wir parallel zum Dossier vorbereiten. 

Wir werden eindeutig beweisen, dass an einer wirkungsvollen Enteignung kein Weg vorbeiführt und, dass es dringend geboten ist, sich davor zu schützen. 

Aus dem Inhalt: 
  • Wir besprechen die Krisenherde in Europa, den USA, China und Japan. 
  • Wir informieren über die Geschichte der Finanzkrise, die sich nicht nur in wenigen Jahren entwickelt hat. 
  • Wir beschreiben die weitere Entwicklung dieser Krisen. 
  • Wir stellen das europäische Land vor, in dem seit November 2012 eine Bankeninsolvenzordnung in Kraft ist, mit der es die Enteignung seiner Sparer und Steuerzahler regelt. 
  • Wir erläutern ausführlich, warum die Krise in Europa nicht gelöst wird - ebenso alle anderen Krisen in der Welt. 
  • Wir stellen sehr detailliert die einzelnen Vorschläge der Boston Consulting Group, des DIW in Berlin und des IWF für eine einmalige Vermögensabgabe vor. 
  • Wir erklären, warum keiner dieser Ratschläge ausreicht, um die gewünschten Effekte zu erzielen. 
  • Wir beleuchten das "Zypern-Modell" und seine Auswirkungen.
  • Wir berichten darüber, wie Sparer und Gläubiger bei der Not-Verstaatlichung einer Bank über Nacht enteignet wurden - im Herzen der Eurozone, nicht an der Peripherie. 
Natürlich kümmern wir uns intensiv um die zahlreichen staatlichen Werkzeuge der Enteignung, beschreiben ihre Geschichte und ihre modernen Nachfolger; erklären deren Wirkung und ihre geradezu zwanghafte Notwendigkeit. Das wird vielen LeserInnen schlaflose Nächte bereiten, da sind wir uns sicher.


Tagesthemen:  The Derivatives Bubble (viele Beiträge!) Spanien Osteuropa-Krise –  China, Japan, US-Notenbank in einem Beitrag In eigener Sache


The Size Of The Derivatives Bubble Hanging Over The Global Economy Hits A Record High
(theeconomiccollapse.com) The global derivatives bubble is now 20 percent bigger than it was just before the last great financial crisis struck in 2008. It is a financial bubble far larger than anything the world has ever seen, and when it finally bursts it is going to be a complete and utter nightmare for the financial system of the planet. According to the Bank for International Settlements, the total notional value of derivatives contracts around the world has ballooned to an astounding 710 trillion dollars ($710,000,000,000,000). Other estimates put the grand total well over a quadrillion dollars. If that sounds like a lot of money, that is because it is. For example, U.S. GDP is projected to be in the neighborhood of around 17 trillion dollars for 2014. So 710 trillion dollars is an amount of money that is almost incomprehensible. Instead of actually doing something about the insanely reckless behavior of the big banks, our leaders have allowed the derivatives bubble and these banks to get larger than ever. In fact, as I have written about previously, the big Wall Street banks are collectively 37 percent larger than they were just prior to the last recession. "Too big to fail" is a far more massive problem than it was the last time around, and at some point this derivatives bubble is going to burst and start taking those banks down. When that day arrives, we are going to be facing a crisis that is going to make 2008 look like a Sunday picnic. Read more...

Kommentar/Ergänzung: Ein in der Öffentlichkeit völlig unterschätztes Thema. Leider. Dieser weitgehend verborgene Teil des weltweiten Finanzcasinos, den der US-Investor Warren Buffett aus gutem Grund bereits 2003 als "finanzielle Massenvernichtungswaffe" bezeichnet hat (hier), wird früher oder später die gesamte Finanzindustrie zerstören: "Big Banks and Derivatives: Why Another Financial Crisis Is Inevitable", US-Magazin FORBES (hier). Das MANAGER MAGAZIN nannte es bereits im Mai 1994(!) ein "Spiel ohne Grenzen", einen "Boom aus der Retorte". Damals hatte man noch die große Angst, "Deutsche Bank und Co. verschlafen einen Mega-Markt". Wer die Print-Ausgabe noch hat, der sollte den Beitrag dort nachlesen. Zur gleichen Zeit erscheint in der Schweizer WOCHENZEITUNG der Beitrag "Das Grossbankenroulette - Finanzderivate gefährden die Stabilität des Weltfinanzsystems" (hier). Zu dieser Zeit wurde nur mit Millionen-Gewinnen gerechnet. Heute geht es um Milliarden-Gewinne auf der einen Seite und Billionen-Verluste auf der anderen. Die ZEIT titelte mehr als zehn Jahre später, im Mai 2005, "Rezept für ein Desaster" (hier). 

Die Besorgnis des MANAGER MAGAZIN war jedenfalls unbegründet, mittlerweile führt die Deutsche Bank die internationale Phalanx der Derivate-Junkies an. Sie hat schon seit mehr als einem Jahr den bisherigen Spitzenreiter, die US-Großbank JP Morgan, hinter sich gelassen (Nachzulesen hier: "The Elephant In The Room: Deutsche Bank's $75 Trillion In Derivatives Is 20 Times Greater Than German GDP"; ZERO HEDGE, 28.04.2014; oder hier: "At $72.8 Trillion, Presenting The Bank With The Biggest Derivative Exposure In The World (Hint: Not JPMorgan)", ZERO HEDGE, 29.04.2013). Obwohl Co-Chef(-Betrüger) Jürgen Fitschen erst kürzlich erklärte, die Bank baue ihr Engagement in diesem Bereich weiter ab. Das HANDELSBLATT schreibt am 13.02.2014 in dem lesenswerten Beitrag "Aktionäre müssen bluten": "Er (Fitschen, eigene Anm.) unterstreicht jedoch, dass das Volumen der Derivate-Geschäfte derzeit schrumpfe. 'Die Banken sind lernfähig', schiebt er hinterher" (hier). Natürlich sind die Banken lernfähig wenn es darum geht, ihre kriminellen Machenschaften noch besser vor der Öffentlichkeit zu verstecken. Was hierzulande kaum beachtet wurde: Die japanische Finanzaufsicht FSA hat bereits 2010 die Deutsche Bank als "die "gefährlichste Bank der Welt" eingestuft, wie die BERLINER ZEITUNG am 30.12.2010 einen entsprechenden Beitrag betitelte (hier). Die Frage, die dieser Bewertung zugrunde lag, war eindeutig: "Der Kollaps welcher Bank hätte aus Sicht der japanischen Regulierer die gravierendsten Folgen für das weltweite Finanzsystem?". Die Zeitung zieht daraus den einzig richtigen Schluss: "Die Risikobereitschaft dürfte in den Frankfurter Banktürmen am höchsten auf der Welt sein."

Zum Vergleich: Die US-Banken halten nach Angaben des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) Ende 2013 insgesamt einen Anteil von knapp 240 Billionen $ am weltweiten Derivatehandel (hier). Die Hauptlast der Risiken tragen lediglich vier Großbanken: JP Morgan, Citibank, Goldman Sachs und Bank of America. Die folgenden beiden Grafiken stammen aus dem "OCC’s Quarterly Report on Bank Trading and Derivatives Activities Fourth Quarter 2013" und machen das Klumpenrisiko augenfällig:

 



Nach offiziellen Angaben der BIZ in Basel beläuft sich das Volumen des Derivatehandels Ende 2013 insgesamt auf schlappe 710 Billionen $ (hier). Das ist aber nicht alles. Eine Menge mehr versteckt sich in den Bilanzen der Schattenbanken, die sich auf diese Weise jeder Aufsicht und Kontrolle entziehen. Schätzungen reichen deshalb von 1.200 Billionen (hier) bis 1.500 Billionen $ Gesamt-Volumen (hier). Da ist es nur zu verständlich, dass in Deutschland die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) bereits im Oktober 2008 die Feststellung trifft "Derivate oder die Menschheit, wählen Sie!" (hier). Allen, die sich die Größenordnung dieses Marktes nicht so recht vorstellen können,  empfehlen wir diese ausgezeichnete grafische Darstellung: "Derivatives: The Unregulated Global Casino for Banks" (hier). 

Die Finanzindustrie hat sich mit diesem riesigen Erpressungspotential die Politik gefügig gemacht, davon sind nicht nur wir überzeugt. ROTT UND MEYER diagnostiziert im April 2012 ein "Gigantisches Erpressungspotential durch Banken" (hier). Völlig zu Recht erklärt uns Anat Admati in einem Beitrag für die NEW YORK TIMES aus dem August 2013, zu Geiseln der Großbanken: "We’re All Still Hostages to the Big Banks" (hier). Einen Monat später setzt sie sich bei PROJECT SYNDICATE mit "Fünf Jahre Nichtreform des Finanzsektors" auseinander. Ein Auszug: "Fünf Jahre nachdem der Zusammenbruch von Lehman Brothers die größte globale Finanzkrise seit der Großen Depression ausgelöst hat, haben übergroße Bankensektoren die irische, isländische und zyprische Wirtschaft zerrüttet. Die Banken in Italien, Spanien und anderswo vergeben nicht genügend Kredite. Chinas Kreditgelage verwandelt sich gerade in einen Abschwung. Kurz gesagt: Das Finanzsystem der Welt bleibt gefährlich und dysfunktional. Schlimmer noch, trotz jahrelanger Debatten gibt es keinen Konsens über die Probleme des Finanzsystems – geschweige denn darüber, wie man sie behebt. Und das scheint die politische Macht der Banken wiederzugeben." Ihr Fazit lässt keine Zweifel aufkommen: "Einige meinen, Banken seien etwas Besonderes, da sie die Ersparnisse der Gesellschaft verteilen und Liquidität schaffen. Zu etwas Besonderem sind die Banken dabei allerdings vor allem durch ihre Fähigkeit geworden, Glücksspiele auf Kosten anderer zu betreiben und damit davonzukommen. Nichts an ihrer Rolle als Finanzmittler rechtfertigt es, den Banken zu erlauben, die Wirtschaft so sehr zu verzerren und die Öffentlichkeit so stark zu gefährden, wie sie es tun. Leider hat sich trotz des gewaltigen Schadens durch die Finanzkrise wenig an der Bankenpolitik geändert. Zu viele Politiker und Aufsichtsbehörden stellen ihre eigenen Interessen und die 'ihrer' Banken vor ihre Pflicht, die Steuerzahler und Bürger zu schützen. Wir müssen etwas Besseres fordern." Mehr hier. Alle bisher unternommenen Versuche einer Finanzreform, egal ob in den USA oder Europa, sind kläglich an der Bank(st)erlobby gescheitert und verstauben in irgendwelchen Schubladen. Nach wie vor steht die Forderung ganz vorne auf "Amerika's 'To Do' List", findet ZERO HEDGE (hier).

Warnungen über die Folgen dieses (kriminellen) Treibens hat es schon immer gegeben. In 2009 sogar vom "Vater der Finanzderivate", dem kanadischen Wirtschaftswissenschaftler Myron Scholes. Der erhielt 1997 für seine Erfindung des Optionen-Modells den Wirtschaftsnobelpreis. Scholes kennt die Tücken des Derivategeschäfts. Er war Gründungsmitglied des Hedge-Fonds Long Term Capital Management (LTCM), der 1998 in Schwierigkeiten geriet und in einer konzertierten Aktion von den Banken mit 3,75 Milliarden $ gerettet werden musste. 2008 war es dann wieder so weit: Myron Scholes geriet mit seinem Hedge-Fonds Platinum Grove Asset Management in höchste Not. Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND titelte dazu im November 2008 "Nobelpreisträger mit negativer Rendite" (hier). Anschließend war er offensichtlich geläutert und erklärte: "die Spekulation sei seit der Krise außer Kontrolle geraten. Die zuständigen Behörden müssten den Handel mit Derivaten und Credit Default Swaps 'auffliegen' lassen und den Handel mit außerbörslichen Derivaten (OTC-Handel) komplett einstellen." Quelle: SCHATTENBLICK, "Wildcat 85 - Herbst 2009", unter "Die Investmentbanker zocken wieder", hier

Quelle: sprottmoney.com

Wer krampfhaft daran glaubt, wir überzeichnen die Entwicklung, dem empfehlen wir den Beitrag "Derivatives Markets Growing Again, With Few New Protections", erschienen am 13.05.2014 bei der NEW YORK TIMES. Die Autorin, Mayra Rodriguez Valladares, beschreibt darin sachlich und emotionslos am Beispiel der US-Banken und den aktuellen Zahlen aus Basel die Entwicklung und die Gefahren des Derivatehandels. Verständlich erklärt sie auch deren Funktionsweise und wem diese Geschäfte nützlich sind. Mehr hier. Das sollte genügen, um den Ernst der Lage zu erkennen.  

Während hierzulande alles auf die Staatsschulden und den Euro starrt, braut sich ein gigantisches Unheil zusammen, an dem die Deutsche Bank und die Bundesregierung unter der Eisernen Lady Kanzlerin Angela Merkel ihren Anteil haben. 

Statt die betroffenen Banken unschädlich zu machen, haben sich die Regierungen dazu entschlossen, deren (kriminelle) Machschaften - den Lug und Trug, das Tricksen und Täuschen - bis zum bitteren Ende zu decken und sogar tatkräftig mitzuhelfen. Die Politiker haben sich ohne Not zu Komplizen gemacht - mit allen Konsequenzen. Legalisieren gegenüber der Öffentlichkeit ihre verhängnisvolle Mittäterschaft durch den Begriff "alternativlos", aus gutem Grund Unwort des Jahres 2010. Für uns ist das etwas ganz anderes: Es ist "organisierte, bandenmäßige Kriminalität" zu Lasten des Volkes. Geschützt durch die politische Immunität. Scheinbar hat sich weiterentwickelt, was der streitbare deutsche Publizist Johannes Gross (1932 - 1999) schon zu seiner Zeit pointiert beschrieben hat: "Kleine Kriminalität und große Dummheit - eine hochexplosive Mischung, besonders in der Politik." Wir fühlen uns dabei außerdem an eine Feststellung von Richard von Weiszäcker erinnert, der schon 1992(!) als Bundespräsident erkannte: "Ich möchte an das Wort von Hans Peter Schwarz erinnern, der über den Weg von der Machtversessenheit zur Machtvergessenheit in Deutschland gesprochen hat. Nach meiner Überzeugung ist unser Parteienstaat von beidem zugleich geprägt, nämlich machtversessen auf den Wahlsieg und machtvergessen bei der Wahrnehmung der inhaltlichen und konzeptionellen politischen Führungsaufgabe." (Quelle: DIE ZEIT, 19.06.1992)

Am Ende ist der Staat bankrott und muss sich zwangsläufig bei seinen Bürgern schadlos halten. Wer uns das nicht glaubt, den möchten wir an einen Ausspruch des deutschen Bankiers Carl Fürstenberg (1850 - 1933) erinnern: "Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger." 

Unser Fazit: Wer über Ersparnisse, bzw. Vermögen verfügt und diesem Treiben weiter tatenlos zusieht, der begeht zwangsläufig finanziellen Selbstmord.  
         

Spanien: Immobilien-Alptraum verblasst - Anzeichen von Erholung
(format.at) Unter der Asche, die der Immobilien- Crash in Spanien hinterlassen hat, regt sich wieder eine Glut.
Die viertgrößten Volkswirtschaft des Euroraums fasst wieder Fuß. Die Arbeitslosigkeit geht zurück und der Immobilienmarkt, dessen Zusammenbruch das Land in eine Rezession stürzte, zeigt Anzeichen einer Belebung. Die Preise für Wohnimmobilien zeigen noch keine Wende an, doch in den wachsenden Verkaufszahlen deutet sich der Beginn einer Stabilisierung an. Große Immobilieninvestoren wie Blackstone und Goldman Sachs erwerben Wohnblocks und Sozialwohnungen. Investitionen haben sich im Vorjahr verdoppelt. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Österreichs FORMAT hat den Aufschwung in Spanien entdeckt. Weil Blackstone und Goldman Sachs investieren, geht es aufwärts. Anderswo bedeutet es den Ausverkauf. Oder es ist das Ergebnis eines kunstvollen Konstruktes, bei dem sich alle Beteiligten die Bilanzen schönen und ihre brillianten Ideen mit üppigen Boni versüßen. Die Zuversicht des Beitrags ist nicht nachvollziehbar. DIE PRESSE assistiert, um die erfreuliche Nachricht noch zu verstärken: "Spanien: Die Rückkehr der Hauskäufer". Und behauptet, "aufgrund der wirtschaftlichen Erholung steigt die Nachfrage nach Häusern". Mehr hier. Das ist hanebüchen. 

Der Beitrag "Liars, Damned Liars and Spanish Banks" bei RAGINGBULLSHIT.COM gibt wenig Anlass zur Freude: "'Spain’s banks are back on track' was the upbeat message announced to great fanfare at the last meeting of the Spanish Banking Association (AEB for its Spanish acronym), Spain’s biggest financial sector lobbying group. The most visible sign of improved health was in the sector’s profits. In 2013 the AEB’s member banks notched up 7.2 billion euros in profits between them — a significant step up from the previous year’s delusory 2.8 billion-euro loss. During a presentation optimistically titled 'End of an Era: A New Chapter' Miguel Martín, the AEB’s outgoing president, attributed the dramatic turnaround to the sector’s 'reduced need for allowances and provisions' following its 'exceptional restructuring' in 2012. According to Martín, Spain’s banking reform has led to a 'stronger, more viable, more efficient and more competitive' financial sector – good news not just for the banks, but for everyone. As Spain takes yet another giant step towards full recovery, its creditors and investors can rest assured that they’re backing the right horse, and Spanish businesses and families might finally begin getting the credit they need to get back on their feet. Well, at least that’s the official story. On the QT and off the record, it’s a bare-faced lie, a cynical deception masking a much bleaker reality — one consisting of the following four features..." Mehr hier. Unbedingt bis zum Schluss lesen, es lohnt sich. 

In dem Beitrag wird auf einen Artikel verwiesen, den wir unseren LeserInnen ausdrücklich empfehlen. Er ist am 14.06.2012 bei  BLOOMBERG erschienen und beschäftigt sich mit den Bilanzfälschungen spanischer Banken: "The EU Smiled While Spain’s Banks Cooked the Books" von (hier). 


Für diesen Nachrichten-Ticker haben wir nur einen Beitrag zur Osteuropa-Krise ausgewählt: "How the Ukrainian Civil War Started" von GLOBAL RESEARCH. Die Einleitung: "Fortunately, the origin of the Ukrainian civil war is remarkably well-documented in tapped phone-conversations and in cell-phone videos that have been posted online for all the world to see, despite what might have been the intentions of the planners and of the perpetrators. This cannot be a pleasant reality for U.S. President Barack Obama, and  for  his  Assistant Secretary of  State for Europe and Asia, Victoria Nuland. President Obama might wish his employee, Nuland, to take all the blame for his policy on Ukraine, but he’s not firing her. It’s his policy, not hers. She was hired to do this, and so she is." Mehr hier.  


Kyle Bass On China's "Contraction" And "The Fed's Worst Nightmare"
(zerohedge.com) For the last several years, nobody has been more outspokenly bearish on Japan than Kyle Bass. In a recent talk, Bass reiterated his doubts about Japan’s chances of averting a debt crisis. What’s more, he also said China’s economy will fall below expectations. 
Bass changed one aspect of his outlook on Japan. Instead of predicting a collapse of the Japanese bond market, he focused on a severe weakening of the yen – without predicting when that might happen.
His predictions for China were equally distressing. He said that its banks will be saddled with non-performing loans and that its economy is actually contracting.

"I don’t think the markets are discounting what’s really happening in China," he said.
Bass is the founder of Hayman Capital, a Dallas-based hedge fund. He was featured prominently in Michael Lewis’ recent book, The Big Short, for profiting from investments during the sub-prime crisis, which he accurately predicted.
He spoke on May 19 at in San Diego at the Strategic Investment Conference, which was sponsored by Altegris and John Mauldin.
I’ll look at Bass’ predictions for Asia’s two biggest economies – and how Bass believes investors can profit from their plights. Read more...


Kommentar: Leider findet China in den deutschsprachigen Leitmedien kaum Beachtung. Obwohl die Probleme dort eine große Rolle bei der Verschärfung der Finanzkrise (siehe oben) spielen werden. Systematisch wird alles unterdrückt, was den Ruf als Zukunftsmarkt für die Mitte Europas stören könnte. Kyle Bass gehört mit seinen Analysen nicht zum Mainstream. Deshalb sind sie sehr nützlich, um sich abseits der ausgetretenen Pfade einen besseren Überblick zu verschaffen. In diesem Beitrag fasst der Autor Bass' aktuelle Einschätzungen zu China, Japan und der US-Notenbank zusammen. 


In eigener Sache 
Wer sich gegen die vielen Formen der Finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschliessend über die Einzelheiten der Beratung. 

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)

Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir erfolgreich ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen.