Montag, 25. August 2014

Standpunkt 950 - Nachrichten-Ticker, 11. bis 15.07.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. 

Leider müssen wir mittlerweile häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele wichtige Themen unbeachtet. Unsere LeserInnen bitten wir um Verständnis, dass wir eine Übersetzung der englischen Texte nicht bereitstellen können. Dafür fehlt uns einfach die Zeit.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Hinweis: Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Wir bedauern es sehr, dass unsere bereits seit vielen Monaten angekündigte Aktualisierung weiter auf sich warten lässt. Die persönlichen Beratungen haben zugenommen und für uns natürlich absolute Priorität. Voraussichtlicher Termin für die Veröffentlichung ist Oktober 2014. Bis dahin sind wir gerne bereit, einzelne Fragen zu diesem Thema zu beantworten. E-mail genügt! Nach wie vor gilt unser letztes Update aus dem September 2012, das hier unseren LeserInnen zur Verfügung steht. Bereits damals waren wir extrem aktuell, wie die neuesten Entwicklungen zeigen, mit denen sich die DEUTSCHE WIRTSCHAFTS-NACHRICHTEN eingehend beschäftigen. Während die Referenzmedien lieber die Klappe halten. Zuerst in dem Beitrag "Blitz-Enteignung: Regierung kürzt Lebens-Versicherungen" (hier), der bereits vor einigen Wochen für helle Aufregung gesorgt hat.  Nachvollziehbar wenn man bedenkt, wie beispielsweise das HANDELSBLATT oder der FOCUS - statt aufzuklären - mit pseudo-nützlichen Ratschlägen nerven (hier). Die sind vollkommen wertlos, solange immer noch der Hinweis auf § 89 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) fehlt. Diese Vorschrift regelt Zahlungsverbot und Herabsetzung von Leistungen bei Lebensversicherungen. Geregelt ist auch die fortlaufende Zahlung der Beiträge: "Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt." Das ist eine kompromisslose Enteignung. 

Die flächendeckende Enteignung ist "amtlich". Die Bestseller-Autoren  Marc Friedrich und Matthias Weik haben es aktuell in einem FOCUS-Interview auf den Punkt gebracht. Das Magazin titelt dazu: "Crash-Propheten warnen: 'Anleger werden 90 Prozent ihres Vermögens verlieren'". Mehr hier. Sicher ist, dass der Staat sich an den Ersparnissen seiner Bürger vergreifen wird.

Die Einschläge kommen näher. Markus Gärtner aus dem fernen Vancouver gibt in seinem Beitrag "Botox, Boliden und die nächste Finanz-Bauchlandung" einen aktuellen Überblick zur Entwicklung. Ein Auszug: "Dass es da draußen im Finanz-Universum und in der globalen Wirtschaft nicht gut aussieht, das haben wir diese Woche erneut und in erschreckendem Maße gesehen: 6,8% Einbruch der japanischen Wirtschaft im zweiten Quartal, die vielleicht dritte Rezession in Deutschland im Anmarsch seit wir die Finanzkrise hatten, dazu grauenvolle Konsumzahlen aus den USA und wenig Ermutigendes aus China. So weit müssen wir aber gar nicht schauen, um Drama zu finden. Es gedeiht direkt neben uns in der Nachbarschaft, in Frankreich und Italien. Was Italien droht, ist ein baldiger Gang zur Troika, mit dem Hut in der Hand. (...) Die Kredite an Unternehmen gehen in Italien auf Jahresbasis um 4,5% zurück. Die Industrieproduktion ist auf das Niveau von 1980 gefallen. Matteo Renzi hat innerlich aufgegeben, obwohl er erst im Februar sein Amt als Premier antrat. Jetzt rät ihm mit Eugenio Scalfari eine der zentralen Figuren des italienischen Euro-Establishments, die Troika um Hilfe zu bitten, während der Wirtschaftsverband Confindustria eine wirtschaftliche Wüstenlandschaft an die Wand malt und ein ehemaliger Bailout-Experte des IWF in Europa, Ashoka Mody, Renzi rät, smarte Schulden-Anwälte zu konsultieren und die Verbindlichkeiten des Landes zu restrukturieren. Wir alle wissen, was das heißt: Die Geier kreisen schon. Und sie werden uns auch diesmal nicht verschonen, wenn es darum geht, das Geld zur Rettung der Banken aufzutreiben, Banken-Testamente, ESM,  Transaktionssteuern und alle anderen Nebelkerzen zum Trotz." Mehr hier

Während wir an diesem Ticker schreiben, taucht aus den USA eine neue Hiobsbotschaft auf: ZERO HEDGE beschäftigt sich mit der Frage "Is Portugal Next In Line For Wealth Confiscation?". Ein Auszug: "The pattern should be seared in your memory by now. If you fail to recognize it, you could be struck with a huge financial blow. It’s a pattern that has played out over and over throughout history: a government gets into financial trouble, then denies there’s a problem, which is followed by a surprise wealth grab. That’s exactly what happened when bank deposits in Spain and Cyprus were raided. We’ve also seen retirement savings confiscated in some form in Poland, Portugal, and Hungary. Capital controls have been imposed in Cyprus and Iceland. Of course these aren’t the only examples of blatant government thievery. These examples are just within Europe and just within recent years. They can and will happen anywhere. These events highlight the need to use international diversification to mitigate your political risk—the risk that comes from governments. I think they also give us some clues as to what country is next on the chopping block. (...) It starts out with government officials telling you everything is all right—when clearly everything is not all right. Like when the president of Cyprus promised that bank deposits would be safe. A promise that we all know turned out to be worthless. Another example of why you’re almost always better off believing the opposite of whatever the government says, especially in a crisis. Deceptions like this don’t happen by accident. The politicians and media deliberately lull the people into complacency so that they can optimize their forthcoming theft. The next thing that happens needs to come as a surprise, otherwise it loses its effectiveness. It starts with a bank holiday or capital controls. It’s usually optimal—from the government’s view—to impose these measures on weekends or during a holiday to catch people off guard. They need the element of surprise or else people would take protective measures, like moving their money abroad and safely out of reach. Once the banks are closed and capital is trapped, the government is free to confiscate as much wealth as it can get away with. It doesn’t matter what they call it or how they do it, the bottom line is they are making an unscrupulous grab. Capital controls are usually kept in place after the grab to prevent the remaining money from fleeing further slaughter. So don’t forget the pattern: Country gets into serious financial trouble; 1. Official government denials; 2. Surprise bank holiday/capital controls; and 3. Confiscation. 4. I think Portugal is a ripe candidate for being the next country to fall into this pattern. Portugal Is Blinking Red". Einen sehr guten Rat gibt es gleich dazu: "Get Out Before They Close the Window"Mehr hier.

Quelle: zerohedge.com
 
Noch einmal: Die vielen Methoden der staatlichen Enteignung haben wir schon früh (hier und hier) ausführlich dargestellt, zuletzt im September 2012 (hier). Totzdem gilt: "Das Bessere ist der Feind des Guten" (Voltaire, 1694 - 1778). Das neue Dossier wird so aktuell wie möglich und so vollständig wie nötig, außerdem ist es wieder leicht verständlich geschrieben (hoffen wir jedenfalls). Deshalb ist es mehr als nur eine Aktualisierung. Und platzt aus allen Nähten: Wir haben ausgiebig recherchiert und reingepackt, was irgendwie reingeht. Gefühlt wird es ein "Jahrhundert-Werk". Wir erwarten mehr als 80 Seiten. Zu viel für diesen Blog. Deshalb gibt es eine Änderung: Das Thema bekommt eine eigene Website, die wir parallel zum neuen Dossier vorbereiten. 

Wir werden eindeutig beweisen, dass an einer wirkungsvollen Enteignung kein Weg vorbeiführt und, dass es dringend geboten ist, sich davor zu schützen. 

Neben vielen Neuerungen kümmern wir uns weiter sehr intensiv um die zahlreichen staatlichen Werkzeuge der Enteignung, beschreiben ihre Geschichte und ihre modernen Nachfolger; erklären deren Wirkung und ihre geradezu zwanghafte Notwendigkeit. Das wird vielen LeserInnen schlaflose Nächte bereiten, da sind wir uns sicher.


Tagesthemen: In eigener Sache I: Informelle Durststrecke – Enteignung: Lebensversicherungen – EZB und der Crash Risikowachstum – Diktatur der Konzerne – "Wir" sind Weltmeister – Euro-Bilanz der letzten vier Jahre – Demokratie-Zerstörung in Europa – Rekordfahrt der deutschen Autobauer – Griechenlands Banken bleiben in Not – Krisentreiber Fed? (3 Beiträge) – China (6 Beiträge) – Katastrophe Japan (7 Beiträge) – Gaza – In eigener Sache II: Persönliche Beratung


In eigener Sache I: Informelle Durststrecke für unsere LeserInnen
Wir haben einige knifflige Beratungen und sind deshalb momentan mit unserem Ticker nicht tagesaktuell. Das wird sich wieder ändern. Bis dahin fassen wir mehrere Tage zu einem Nachrichten-Ticker zusammen. Alle liegengebliebenen Beiträge werden von uns in den kommenden Wochen akribisch abgearbeitet. Versprochen. Außerdem behandeln wir demnächst die folgenden Schwerpunktthemen in separaten Beiträgen: Austeritätspolitik in der Krise; Blasen-Ökonomie - die unendliche Geschichte; das Missverständnis Keynes; die neuen Kriegsspiele; die Sanktionen gegen Russland vor dem Hintergrund von Flug MH17; die EZB in der Krise; die Dramedy "Jean-Claude Juncker for President"; die Separationsbestrebungen in Europa; die Zerstörungswut der "too big to fail"-Banken und die Debatte um den Mindestlohn in Deutschland. Ergänzungen sind sehr wahrscheinlich.


Keine Chance, Teilenteignung zur Rettung von Lebensversicherern zu entgehen
(heise-telepolis) Die Lage bei deutschen Lebensversicherungen dürfte durch die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) dramatisch sein. Kaum anders lässt sich die Eile der Bundesregierung erklären, mit der das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) durch das Parlament gepeitscht wurde, obwohl sogar einige Bundesländer Kritik an den "sehr kurzfristigen Beratungen im Gesetzgebungsverfahren" geübt hatten. Trotz allem wurde im Bundesrat die Reform aber abgenickt und nicht in den Vermittlungsausschuss verwiesen. Dorthin wurde aber ein Gesetzesvorhaben zur Regulierung des Grauen Kapitalmarktes geschickt, mit der man es in der großen Koalition offensichtlich nicht so eilig hat. Mehr...

Kommentar: Lebensversicherungen waren über Jahrzehnte eine tragende Säule privater Vermögensplanung und Altersvorsorge. Damit ist Schluss. Das LVRG ist nur der Einstieg in die geplante Wegnahme dieser z. T. eisern angesparten Milliardenvermögen in Deutschland (und natürlich auch anderswo). Geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid: Es wird die Bürger aller Staaten gleichermaßen treffen, in denen Lebensversicherungen eine gewichtige Rolle spielen. In Deutschland ist dieser Diebstahl durch § 89 VAG (siehe oben) schon gründlich vorbereitet worden. Eine Vorschrift, bestens zur Nachahmung geeignet. 


Draghi warnt Investoren: EZB wird nichts gegen Crash unternehmen
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) EZB-Chef Mario Draghi sagte vor dem EU-Parlament, dass die EZB billiges Geld auch auf die Gefahr produzieren werde, dass Blasen entstehen. Selbst wenn die EZB eine Blase erkennen sollte, würde sie weiter Geld in den Markt pumpen - weil ihre Aufgabe nach Draghis Ansicht in der bedingungslosen Stabilisierung der Euro-Zone besteht und nicht im Schutz von Investoren vor einem möglichen Crash. Mehr...

Kommentar: Eine klare Ansage. Und ein geschickter Schachzug der geldpolitischen Propaganda. Draghi geht es ausschließlich um die Stabilisierung der (Pleite-)Banken, nicht der Eurozone. Definitiv. Die benutzen das billige Geld der Notenbanken, um mit risikoreichen Geschäften Bilanzgewinne zu erwirtschaften, die sie kerngesund erscheinen lassen und den Führungsetagen fette Boni in ihre Privatschatullen spülen. Das sind Luftnummern, die Gewinne stehen nur auf dem Papier (aka: in der Bilanz). Es sind die Notenbanken, die mit ihrem billigen Geld die zahllosen Blasen "around the world" überhaupt erst möglich machen. Eine schlichte Tatsache, die aber kaum jemand wahrhaben will. Genau darin liegt die Chance der Notenbanken und Finanzindustrie, dieses schmutzige Treiben noch einige Zeit durchhalten zu können. Eine Volksverblödung par excellence.


"Cash-Pools" und unbeachtete systemische Risiken
(heise-telepolis) Warum absolut risikoscheue Geldmanager heute die internationalen Spekulanten finanzieren und dadurch zu einer "absolut fundamentalen, bislang aber kaum beachteten Quelle systemischen Risikos" werden. Mehr...

Kommentar: Ein Beitrag, voll mit Hintergrund-Informationen. Nur ein weiteres systemisches Risiko auf dem Weg in den finalen Kollaps. Unkontrolliert und unbeaufsichtigt, damit niemand am Ende zur Verantwortung gezogen werden kann. Die Finanzindustrie betreibt frech ein Zerstörungswerk ohnegleichen. Und Frechheit siegt. Das folgende Schaubild stammt aus dem Beitrag: 





Diktatur der Konzerne 
(faz.net) John Kenneth Galbraith fürchtete nichts so sehr wie die Macht großer Unternehmen. Er war überzeugt: Industriekonzerne machen viele Menschen arm und nur wenige reich. Mehr...

Kommentar: Ergänzt, finden wir, sehr schön den vorangegangenen Beitrag. Für uns gehört John Kenneth Galbraith zu den wirklichen Top-Ökonomen des vergangenen Jahrhunderts. Außerdem ein echter Keynesianer. Davon gibt es heute nur noch eine Hand voll. Erstaunlich, dass ein solcher Beitrag im Wirtschaftsteil der F.A.Z. zu finden ist. Heute gilt schon als Keynesianer, wer der aktuellen Politik der Notenbanken das Wort redet. Die ist jedoch von Keynes Lichtjahre entfernt. Der Beitrag zeugt von Weitsicht.


Wie das Schland-Gefühl unseren Wohlstand mehrt
(welt.de) Der WM-Titel ist für Deutschland auch gesellschaftlich von unschätzbarem Wert: Er schafft ein Wir-Gefühl, das uns alle verbindet – und damit auch die Basis für wirtschaftlichen Erfolg stärkt. Mehr...

Kommentar: Leider müssen wir uns heute mit Ökonomen wie Thomas Straubhaar herumschlagen, die uns die Welt erklären. Eine eher gruselige Vorstellung. Der Mann hatte einige Monate lang, unmittelbar nach der Lehman-Pleite 2008, eine Phase lichter Momente, in denen er die Krise und ihre Ursache erkannt und erklärt hat. Das ist aber schon lange vorbei. Mittlerweile hat er sich wieder in die Reihe derer eingereiht, die wie Hans-Werner Sinn das hohe Lied vom Neoliberalismus strammer Ausprägung singen. Der Beitrag dient der Volksbelustigung. 


Holger Schmieding: Vier Jahre Politik für den Euro: Eine kleine Bilanz 
(neuewirtschaftswunder.de) Nach mehr als vier Jahren Euro-Rettungspolitik geht es Deutschland so gut wie selten zuvor. Berlin und die Europäische Zentralbank haben mit ihrer Euro-Politik den deutschen Wohlstand gegen mögliche Gefahren abgesichert. Am 21. Mai 2010 stimmte der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit für den ersten Euro-Rettungsschirm. Entgegen vielerlei Warnungen, dass Deutschland sich damit gefährliche Risiken aufbürde, fällt die Bilanz dieser Politik für Deutschland heute außerordentlich positiv aus. Mehr...

Kommentar: Schmieding gilt als führender Banken-Ökonom. Nach unserem Geschmack enthält sein Beitrag viel zuviel Hurrapatriotismus. Peinlich genau achtet er darauf, die Wirklichkeit auszuklammern. Das hilft der Bundesregierung, aber nicht den Menschen. Die werden nur weiter hinters Licht geführt. Leider auch von denen, die es besser wissen.


Europäische Wirtschaftskrise und Demokratie 
(gegenblende.de) Als unter der Regierung Papandreou im Herbst 2011 ein sogenanntes Reformprogramm zur Sanierung der griechischen Staatsfinanzen beschlossen wurde, plante die Regierung eine Volksabstimmung zum Sparpaket. Dieser Versuch einer demokratischen Legitimation der staatlichen Krisenbekämpfung rief die Staatschef Frankreichs, Nikolas Sarkozy und die deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel auf den Plan. Sie lehnten offen die Volksabstimmung ab. Angesichts dieses massiven Drucks der wirtschaftlich mächtigsten Staaten Europas verzichtete der griechische Regierungschef auf die Volksabstimmung. Dieses Beispiel zeigt, dass die Bewältigung der kapitalistischen Wirtschafts-und Finanzkrise mit der Aufrechterhaltung der Prinzipien der Demokratie unter bestimmten Bedingungen nicht vereinbar ist. Mehr...

Kommentar: Ein hervorragender Beitrag über die Zerstörung der Demokratie, die als Kollateralschaden der Krise von der Politik - aber auch von den Bürgern, die diesem Treiben tatenlos zuschauen - billigend in Kauf genommen wird. Wobei wir der festen Überzeugung sind, dass weite Teile der Politik dem Verlust der Demokratie keine Träne nachweinen, sondern regelrecht als Befreiung empfinden. Wer mit den Mächtigen aus Finanz und Wirtschaft gemeinsame Sache macht, der will nicht demokratiekonforme Märkte, sondern nur eine marktkonforme Demokratie. In Deutschland geht diese Entwicklung zurück bis zu Gerhard Schröder und seiner Agenda 2010. Die GroKo besorgt jetzt den Rest. Dafür hat sie der Wähler mit einer komfortablen Mehrheit ausgestattet; genug, um das Grundgesetz zu ändern. 


Auf Rekordfahrt: Sind die deutschen Autobauer unaufhaltsam?
(finanzen100.de) BMW, Daimler und Volkswagen überschlagen sich mit guten Meldungen. Im ersten Halbjahr haben die Autohersteller Absatzrekorde verbucht. Mit der Einführung zahlreicher neuer Modelle wollen die Unternehmen am Wachstum des weltweiten Automarkts weiter kräftig partizipieren. Kann der Boom bei den hiesigen Produzenten so weitergehen? Mehr...

Kommentar: Dieser Beitrag, erst wenige Wochen alt, ist mittlerweile längst Makulatur, eingeholt von der harten Wirklichkeit in China, den USA und Russland. Die "Rekordfahrt" ist zu Ende. Selbst die angedeuteten Risiken liegen weit weg von der jüngsten Entwicklung. Wir stellen eine Vermutung an: Nicht nur der heimischen Autoindustrie wird demnächst der Bissen im Hals stecken bleiben. Es ist nicht mehr viel länger schönzuschreiben: Die Welt steckt in einer Rezession, die sich auf der Schwelle zu einer ausgewachsenen Depression befindet. Deutschlands exportabhängige Wirtschaft wird massive Einbußen hinnehmen müssen. Hoffentlich setzt dann in der Wirtschaftspolitik ein Umdenken ein. Beispielsweise, indem die Öffentliche Hand endlich ihren Investitionsrückstau auflöst...




NPLs: The Achilles heel of the Greek banking system
(macropolis.gr) Having completed capital increases of 8.3 billion euros, which more than covered the capital needs identified by the Bank of Greece (BoG) under the baseline scenario, the single most important risk for Greek banks remains the non-performing loans (NPLs). According to the International Monetary Fund, Greek banks’ NPLs, which are defined as the loans past due for more than 90 days, remain the Achilles heel of the local banking system. Read more...

Kommentar: Eine gefährliche, hochexplosive Entwicklung. Lösungen sind nicht in Sicht; ganz im Gegenteil, die europäische Krisenpolitik heizt die Situation zusätzlich an. Die folgenden Charts aus dem Beitrag veranschaulichen das Problem: 







Ähnlich sind die Schwierigkeiten in Italien, Spanien, Portugal und Irland. Dabei wird es nicht bleiben, demnächst rücken neue Länder in den öffentlichen Fokus. Heißer Kandidat sind beispielsweise die Niederlande. 


Die einsamen Warner aus Basel 
(blog.fuw.ch) Beginnen wir mit zwei Zitaten. Beide stammen von einem Vorsitzenden der amerikanischen Notenbank (Fed). Hier das erste: "The Federal Reserve (...) was in the position of the chaperone who has ordered the punch bowl removed just when the party was really warming up." 
Und das zweite Zitat: "The Fed cannot reliably identify bubbles in asset prices. And even if it could identify bubbles, monetary policy is far too blunt a tool for effective use against them." 
Das erste Zitat stammt von William McChesney Martin, der von 1951 bis 1970 die Geschicke der mächtigsten Notenbank der Welt leitete. Frei übersetzt sagte er in einer Rede im Oktober 1955, die Rolle des Fed sei es, den Alkohol vom Tisch zu räumen, bevor die Party zu wild wird.
Das zweite Zitat stammt von Ben Bernanke, der die US-Notenbank von 2006 bis 2014 leitete. Er sagte in einer Rede im Jahr 2002, als er soeben Gouverneur im Fed unter Alan Greenspan geworden war, dass die Notenbank nicht fähig sei, Übertreibungen an den Finanzmärkten zu erkennen. Das Zitat symbolisiert die Greenspan/Bernanke-Doktrin, wonach es nicht die Aufgabe des Fed sei, die Party an den Finanzmärkten zu verhindern. Sie müsse bloss dafür sorgen, dass die Sauerei danach rasch aufgeräumt wird. 

Was ist die Rolle einer Zentralbank, die, wie die amerikanische, explizit in ihrer Gründungsakte von 1913 den Auftrag erhalten hat, die Sicherheit des Finanzsystems zu gewährleisten? Soll sie den Alkohol rechtzeitig abräumen, oder reicht es, wenn sie nach der Orgie aufräumt? 
Diese Frage steht im Zentrum eines brisanten Disputs, der gegenwärtig zwischen der in Basel domizilierten Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und der US-Notenbank ausgetragen wird.
Es handelt sich dabei um einen eigentlichen Glaubenskrieg, der die meisten Notenbanken, auch die Schweizerische Nationalbank, betrifft. Werfen wir also einen genaueren Blick darauf. Mehr...


Kommentar: Der Beitrag ist Pflichtlektüre für alle, die, um bestens informiert zu sein, unbedingt hinter die Kulissen schauen wollen. Unsere Schweizer Nachbarn von der FINANZ UND WIRTSCHAFT liefern dankenswerterweise, was die sogenannten Qualitätsjournalisten aus den Wirtschaftsressorts andernorts einfach übergehen. Weil sie die Zusammenhänge nicht verstehen? Die geschilderten Aussichten sind jedenfalls alles andere als rosig. 


Dangerous Tools: Pitfalls of the "Exit Strategy"
(acting-man.com) This is simply too funny. Here are a few excerpts from a recent Reuters article on the planned "normalization" of monetary policy (which will likely never happen, and if it against all expectations actually does happen will be reversed again at warp speed…): (...) This sentence is simply complete nonsense: "…giving the central bank a direct way to encourage banks to either take money out of circulation and leave it at the Fed, or lend it elsewhere." Read more...

Kommentar: Die passende Ergänzung zu dem vorangegangenen Beitrag aus der Schweiz. Bestes Gedankenfutter. 


Why The Status-Quo Is Unsustainable: Interest and Debt (What Yellen Won't Tell You) 
(zerohedge.com) If you want to know why the Status Quo is unsustainable, just look at interest and debt. These are not difficult to understand: debt is a loan that must be paid back or discharged/written off and the loss absorbed by the lender. Interest is paid on the debt to compensate the owner of the money for the risk of loaning it to a borrower.
It's easy to see what's happening with debt and the real economy (as measured by GDP, gross domestic product): debt is skyrocketing while real growth is stagnant. Put another way--we have to create a ton of debt to get a pound of growth. There is no other way to interpret this chart. 




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Kommentar: Ein reich bebilderter Beitrag, randvoll mit nützlichen Informationen rund um die (Geld-)Politik der US-Notenbank. Die (negativen) Folgen dieser Politik bleiben keinesfalls auf die USA beschränkt und müssen deshalb in jede vernünftige Krisenbewertung einfließen. Daran mangelt es in Europa nach unseren Beobachtung aber erheblich. 


Immobilienmarkt in China: Gespenstisch
(zeit.de) In China mehren sich die Zeichen, dass die Immobilienblase platzen könnte. Das macht der Welt Angst. Mehr...

Kommentar: Dieser Beitrag verdient Beachtung. Nicht weil er so reich an Informationen ist, sondern weil endlich nach vielen Monaten wenigstens eins der vielen chinesischen Probleme in einem deutschen Referenzmedium angekommen ist. Hoffnung auf eine bessere Berichterstattung über die Risiken im fernen China macht es aber nicht. Hierzulande ist es verpönt, kritisch über den wichtigsten Handelspartner zu berichten. Dabei täte es Not. Zu viel steht auf dem Spiel und die chinesische Regierung zum Gegensteuern nicht in der Lage. Der Kapitalismus frisst auch seine post-kommunistischen Kinder...


China’s debt dominoes could fall fast 
(scmp.com) The game of dominoes was invented in mainland China in the 13th century and was brought by Italian merchants to Europe, where it became a great hit.
Modern financial market dominoes has less to do with intellectually matching numerical patterns and more to do with balancing the black rectangular blocks on the short edge and lining them up such that a flick on the first topples them all.
And that is precisely what happens when debt goes wrong.
We know from public, private and anecdotal sources that public debt levels on the mainland are very high. The big debts lie with the local governments – official data released at the start of this year revealed combined public debt of US$3 trillion.
Local governments have borrowed heavily to build large public-sector infrastructure projects, only some of which were useful.
But in a roughly US$9.4 trillion economy, the question is whether debt at that level really poses a problem. Read more...


Kommentar: Weil die deutschsprachigen Leitmedien weitestgehend als Lieferanten belastbarer Informationen aus China ausfallen, suchen wir weiter an anderer Stelle nach nützlichen Beiträgen. Dieser stammt von der SOUTH CHINA MORNING POST. Lesen! 


Bad debt cannot simply be "socialized"
(blog.mpettis.com) Once again I am going to discuss debt, and my discussion will be mainly conceptual. I suspect that many of my regular readers might wonder why I keep returning to this subject – and, often enough, keep saying the same things. The reason is because while debt plays a key role in understanding the recent evolution of the Chinese economy and the timing and process of its upcoming adjustment (as it also does for all if not most major economies), there seems to be a remarkable amount of confusion as to why debt matters. In much classical economics debt, or more generally the structure of the liability side of an economic entity, doesn’t even fundamentally matter to the growth of that entity. The liability side of the balance sheet is treated mainly as the way in which the cashflows associated with the management of the asset side of the balance sheet, which we can call operating earnings, are distributed, and it is the growth in operating earnings that ultimately matters. Read more...

Kommentar: Lesen, lesen und immer wieder lesen. Michael Pettis at it's best. Einer der wenigen Ökonomen, die sich nur dann zu Wort melden, wenn sie einen nützlichen Beitrag leisten können. Archivwürdig. 


About That China PMI Number...
(zerohedge.com) In general, in functioning economies with a solid financial architecture and reasonably reliable data, it is clear that PMI responses (excepting the occasional flush of stock market-inspired enthusiasm) can be matched to developments in corporate revenue with these in turn tending to look something like the track of the supply of that money in which invoices ultimately are to be settled.
A moment's thought will reveal why this might be the case. The immediate and most obvious indicator to a businessman of whether trade is picking up is the sound of his cash register ringing more frequently. He will perceive this more readily and more tangibly than he will his count of orders, his stock of inventory, his plans for hiring and firing, and certainly than his eventual, quarterly or semi-annual reckoning of profits - themselves not always the most accurate reflection of whether he can actually continue to pay his way, remember.
It is thus VERY unusual to see large, sudden divergences between receipts and survey responses such as the one which has just miraculously appeared in China. 


       
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Kommentar: Es gibt viele gute Gründe, den offiziellen Statistiken zu mißtrauen. Nicht nur den chinesischen...


China's "Secret Money Laundering" Story Goes Mainstream; Is Promptly Censored 
(zerohedge.com) Last week, Zero Hedge first reported on this side of the Pacific, some very troubling news: the biggest offshore buyer of luxury US real estate, that would be Chinese money laundering oligarchs and other member of the upper class, may be locked out of any future US housing purchases for a long, long time. The reason: an unexpected revelation by the power state CCTV channel revealed that contrary to popular disinformation, some of the largest Chinese banks - the PBOC included - were not only permitting but actively encouraging Chinese "money laundering" far above the $50,000/year statutory limit, the immediate result of which was soaring prices of the luxury segment of the US housing market. Read more...

Kommentar: Zugegeben, sprachlich keine leichte Kost. Trotzdem weisen wir auf diesen Beitrag ausdrücklich hin. Wer sich für die vielschichtigen Probleme in China interessiert, der wird fündig.  


Chinesische Friedhofsruhe
(tagesanzeiger.ch) In der Volksrepublik China herrscht das Gefühl einer permanenten Krise. Doch der starke Mann Xi Jinping setzt vor allem auf Repression und bleibt ein Gefangener des Systems. Mehr...

Kommentar: Der richtige Beitrag, um für heute das Thema China abzuschließen. Ein bisschen Machtpolitik...


And the Winner in the Race to Financial Catastrophe Is…
(acting-man.com) What’s happening in Japan? We ask because, in the race to financial catastrophe, Japan is ahead of us. And this week in the Financial Times Japanese prime minister Shinzo Abe gave us an update. Read more...

Kommentar/Ergänzung: Leider gilt auch für Japan: Nützliche Informationen gibt es keine in den deutschsprachigen Leitmedien. Die finden regelmäßig nur lobende Worte für die "Abenomics" getaufte Finanz- und Wirtschaftspolitik des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Wer sich einigermaßen sachlich informieren möchte, der ist auf englischsprachige Beiträge angewiesen. Der Autor dieser kleinen Analyse sieht Japan jedenfalls in höchster Gefahr. Es reicht nicht, mit Pfeilen zu werfen...

"Abe the archer" (Quelle: acting-man.com)

Mit dieser Einschätzung stehen wir nicht alleine, wie der Beitrag "Japanese GDP "Guesses" Are Collapsing; Here's The 3rd Arrow That Will 'Save' It" von ZERO HEDGE zeigt. Ein Auszug: "Japan’s GDP may have declined in April and May, implying an overall collapse for Q2 not seen since 2009. Bloomberg's Nowcast estimate suggests that the hope-strewn pre-tax-hike pile up of a +6.7% annualized GDP growth in Q1 will come crashing back to earth as consensus GDP for Q2 is -4.85% and even bigger based on Bloomberg's models. As Bloomberg's Tom Orlik warns, this could take markets by surprise. The good news is that Abe's 3rd arrow has yet to reach escape velocity (any day now); below we highlight the entire package and how it will save the world... This is not what Abe wants to see..."



Mehr hier.
 

Japan Gets What It Wanted 
(alhambrapartners.com) Even though this was released last week, I place a great deal of importance on earned income as an economic indicator so I wanted to mention it anyway. A healthy economy will produce healthy wage gains because work is the basic exchange that creates wealth. Actual, productive wealth is the foundation for long-term economic expansion, of the sustainable kind, so wages are both a signal (not the only) and a predicate condition.
Unfortunately, the economics "profession" has ceased to identify with earned income, fashioning more of a fancy with price changes and what is really Fabianist "underconsumption" glossed by elegant, but misused, regression statistics (a tendency to totally dismiss savings as a primary productive tool).
Japan is the primary example of all of that, having spent now a quarter of a century in economic purgatory created by the persistence of such ideology and its command-type structure. In the last year or so, the primary symptom of this pathology has been to intentionally trade "deflation" (badly defined here) for "inflation" as if one was not simply the related but inverse case of the other. In other words, one kind of instability has been traded for another with the incoherent expectation that it will somehow stir the pot into a healthy and true expansion. Read more...


Kommentar/Ergänzung: Eine treffliche Analyse. In diesem Zusammenhang möchten wir noch auf einen früheren, lesenswerten Beitrag bei ALHAMBRA INVESTMENT PARTNERS aus dem Januar 2014 hinweisen: "The Wheels Of QE". Aus der Einleitung: "At its most basic element, the economic plan sounds plausible enough to almost be convincing. In the Japanese version, pointed more toward an export economy than internal consumption, monetary policy expects to devalue the yen, which should lead to a favorable re-configuring of goods parity. That, in turn, is supposed to increase internal production levels which then creates increased demand for labor; thus growing national income both via external and internal means. The pernicious side effects of yen devaluation (cost inflation) were well-known in advance, but it was calculated in the models that the 'positive' offsets would more than overcome this deficiency. The plan worked as advertised, at least on the surface, up until that crucial final step. But it was messy from the start. The yen devaluation began even before Abe was firmly elected and had promised to wreak more havoc. When the Bank of Japan finally began to buy JGB’s, it was marked by dramatic volatility in that market, as well as swelling uncertainty and even partial revulsion in normally placid Japanese repos. To calm such stricken operational functioning, the Bank of Japan altered its planned path of monetary intrusion, increasing the monthly scale of QE to 'reassure' yen credit markets." Mehr hier. Zusätzlich verstärkt mit einigen ansehnlichen Charts. Ein Beispiel: 





Japocalypse Now - Machine Orders Crater 19.5%, Biggest Monthly Drop On Record  
(zerohedge.com) "Bye, bye, Abe" Just when you thought Japanese macro data couldn't get any worse... it does. Plumbing new depths in the "you can't print your way to prosperity" plan, Japanese Private Sector Machine Orders collapsed 19.5% month-over-month - the largest monthly drop ever (as the dragged-forward pre-tax-hike demand left a hole the size of Fukushima behind it). With Abe's disapproval ratings soaring and inflation surging, hopes for more 'bad news is good news' QQE should be quickly dismissed.  
This 19.5% collapse MoM (compared to expectations of a 1.1% rise!!!!) is not made any more easy for Abe to bear than the 14.3% Year-over-year plunge as Abenomics exuberance makes comps now considerably harder.. 

  
Think this is normal post-tax hike behavior!! Think again. Read here...

Kommentar/Ergänzung: Shinzo Abe ist auch nur ein Blender. Das haben die Japaner nach mehr als zwanzig Jahren Krise nicht verdient. Leider steigen dadurch aber auch die Risiken für den Rest der Welt. Auch zu diesem Beitrag haben wir einen ergänzenden Verweis: "Japan’s Extended Bump in the Road", von ACTING MAN. Wir zitieren aus seinem Fazit: "We conclude that after a quarter of a century of post bubble malaise, Japan's policymakers have yet to learn a single thing. It is essentially the same song and dance over and over and over again. In line with Einstein's well-known definition, one must suspect  that these people are simply insane." Das genügt an dieser Stelle vollauf. Den Rest gibt es hier

Beenden möchten wir die Beiträge zu Japan mit einem Artikel, der vor mehr als zehn Jahren, am 15.03.2002, in der deutschen Ausgabe des LE MONDE DIPLOMATIQUE erschienen ist: "Warum Japan es nicht allein schafft". Der Beitrag stammt von dem 2010 verstorbenen US-Politikwissenschaftler Chalmers Johnson. Damals war japanischer Regierungschef der Wirtschaftswissenschaftler Junichiro Koizumi, wie der heutige ebenfalls von der LDP. Johnson's Fazit war eindeutig und hat im Kern bis heute Bestand: "Koizumi kann die Reformen, die Japan braucht, nicht wirklich zustande bringen. Und erst recht nicht kann er das Bankensystem sanieren, das unter der Last von 70 Milliarden Yen an verlorenen Krediten fast zusammenbricht. Der Zustand der japanischen Wirtschaft – wie die japanische Selbstachtung – benötigt mehr als ein neues Gesicht. Das Land wird erst dann zu sich selbst und zu einer tragenden Rolle im Gefüge der Staaten finden, wenn es eine legitime Regierung bekommt, die breite Unterstützung findet. Eine Regierung, die für eine faire und ausgeglichene Lastenverteilung sorgt und die Bedürfnisse des eigenen Landes und der Region über die Interessen der US-Militärstrategen stellt; die den wachsenden Wohlstand in anderen Regionen Ostasiens nicht fürchtet, sondern fördert. Eine solche Regierung ist allerdings nicht in Sicht." Mehr hier.  


Zum Schluss dieses Nachrichten-Tickers haben wir noch einen Beitrag, der sich mit dem neuen Krieg im Nahen Osten beschäftigt. Weil sich von Anfang an niemand in den Schreibstuben unserer Leitmedien die Mühe macht über diese Auseinandersetzung ausgewogen zu berichten, können wir unseren LeserInnen wieder nur Fremdsprachiges anbieten. "Facts All US Citizens Need to Know About Israel and Palestine" von WASHINGTONS BLOG erklärt die Tatsachen. Als Leseprobe haben wir eine Passage ausgewählt, die zusätzlich durch eine Grafik unterstützt wird: "In 1948, the people who wanted to form a Jewish state carried out a massive terror and ethnic cleansing campaign against the occupants of Palestine, expelling about half of them (750,000) from their land and into concentrated areas (Gaza and West Bank). Israel has slowly continued colonizing even those areas, which were specifically reserved by the UN for Palestinians. Israel takes all the best land and resources, such as water. Here is a visualization of what has happened, and is currently happening with massive support from Obama:"



Mehr davon gibt es hier. Ein Beitrag, der nicht mit Kritik an Israel und den USA spart. Er bildet damit einen notwendigen Ausgleich für die zahllosen weichgespülten Meldungen und Kommentare der Medien hierzulande. Ergänzend dazu haben wir bei ZERO HEDGE eine vielsagende Karikatur entdeckt, die wir unseren LeserInnen nicht vorenthalten möchten:



In eigener Sache  II: Persönliche Beratung
Wer sich gegen die vielen Formen der Finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschließend über die Einzelheiten der Beratung. 

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)

Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir erfolgreich ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen.