Sonntag, 29. März 2015

Standpunkt 970 - Nachrichten-Ticker, 26. & 27.03.


Wir sind zurück. Ohne Wenn und Aber. Für unsere LeserInnen stellen wir an dieser Stelle wieder regelmäßig aktuelle und interessante Beiträge zusammen, die von uns - mehr oder weniger - kommentiert und ergänzt werden. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen.  

Leider müssen wir immer häufiger auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele wichtige Themen unbeachtet. Unsere LeserInnen bitten wir um Verständnis, dass wir eine Übersetzung der englischen Texte nicht bereitstellen können. Dafür fehlt uns einfach die Zeit. 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich. 

"In Demokratien erfüllen Medien grundlegende Funktionen: Sie sollen das Volk informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und damit Partizipation ermöglichen. Oftmals werden Medien auch als 'vierte Gewalt' bezeichnet." So bringt es hier die Bundeszentrale für politische Bildung auf den Punkt. Weil die "vierte Gewalt" überall längst zu einer regierungsfreundlichen Propagandamaschinerie verkommen ist, versuchen wir mit unserem Blog diesen Mangel so weit wie möglich auszugleichen: Wir bleiben unabhängig, bewahren uns einen klaren Verstand und sind nur den Fakten verpflichtet die wir zusammentragen, um an dieser Stelle die maßlose Volksverdummung zu kommentieren und zu entlarven, die weltweit offensichtlich unaufhaltsam um sich greift. Kein Kontinent, kein Wirtschaftssystem, keine Kultur, bleibt davon verschont. Soweit diese Entwicklung Folgen für die Menschen in Europa hat, ist es unser Thema.  

An dieser Stelle erneuern wir noch einmal unser Versprechen: Alle liegengebliebenen Beiträge aus den vergangenen Monaten werden von uns zusammengefasst und in den kommenden Wochen akribisch abgearbeitet. Außerdem behandeln wir demnächst die folgenden Schwerpunktthemen in separaten Beiträgen: Bauernopfer Griechenland; Austeritätspolitik und steigende Staatsschulden; Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt in den USA - die Statistik lügt; Blasen-Ökonomie - die unendliche Geschichte; das Missverständnis Keynes; die neuen Kriegsspiele des Westens; die Sanktionen gegen Russland vor dem Hintergrund von Flug MH17; die EZB in der Krise; die Dramedy "Jean-Claude Juncker for President"; die Separationsbestrebungen in Europa; die Zerstörungswut der "too big to fail"-Banken, den Trickbetrug Bankenunion und die Debatte um den Mindestlohn in Deutschland. Änderungen und Ergänzungen behalten wir uns vor.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Daran hat sich nichts geändert. Leider wissen wir noch nicht, wann die bereits seit ewigen Zeiten angekündigte Aktualisierung zur Veröffentlichung kommt. Auch Oktober 2014 war nicht haltbar. Selbstverständlich sind wir gerne bereit, Fragen zu diesem Thema zu beantworten. E-mail genügt! Nach wie vor behält unser letztes Update aus dem September 2012 Gültigkeit, das hier unseren LeserInnen zur Verfügung steht. Bereits damals waren wir höchst aktuell, wie die neuesten Ergebnisse des G20-Gipfels in Brisbane zeigen, mit denen sich die deutschsprachigen Führungsmedien erwartungsgemäß nicht beschäftigt haben.

Wir sind aber fündig geworden und können darüber berichten. Ellen Brown bringt es am 01.12.2014 so auf den Punkt: "New G20 Rules: Cyprus-style Bail-ins to Take Deposits AND Pensions". Wir zitieren aus der Einleitung: "On the weekend of November 16th, the G20 leaders whisked into Brisbane, posed for their photo ops, approved some proposals, made a show of roundly disapproving of Russian President Vladimir Putin, and whisked out again. It was all so fast, they may not have known what they were endorsing when they rubber-stamped the Financial Stability Board’s 'Adequacy of Loss-Absorbing Capacity of Global Systemically Important Banks in Resolution', which completely changes the rules of banking." Mehr hier. Unbedingt auch den Links folgen! Es lohnt sich. Wer seine sieben Sinne beisammen hat, dem müssen diese Beiträge langsam aber sicher den Schlaf rauben! 


Ticker-Themen: Jakob Augstein: Offener Brief an Angela Merkel - Krieg im Innern - Europas Jugend vor dem Nichts - Musterknabe Portugal - Yanis Varoufakis zu Europa - Deutschlands heutiger Krieg gegen Griechenland (2 Beiträge) - Griechenland in der Krise (4 Beiträge) - Hans-Werner Sinn: Faktencheck - Österreichs Bankenkrise - Finanzkrise - In eigener Sache: Persönliche Beratung 


Offener Brief an die Kanzlerin - Liebe Frau Merkel...
(spiegel.de) ...so kann es in Europa nicht weitergehen: Ja zum Euro, Ja zum Export. Nein zur Politischen Union. Das ist auf Dauer Unsinn. Frau Bundeskanzlerin, haben Sie Mut! Einen Sie Europa so, wie Helmut Kohl Deutschland geeint hat. Mehr...

Kommentar: Ein bemerkenswerter Beitrag von Jakob Augstein. Leider dient die Kanzlerin nicht ihrem Volk, sondern anderen Herren. Sein Appell, so richtig er auch ist, bleibt ungehört. 


Wenn die Aufstände kommen
(wdr.5.de)  Die EU hat im vergangenen Jahrzehnt fast unbemerkt Kapazitäten zur Aufstandsbekämpfung aufgebaut. Ursprünglich gedacht, um in Drittländern stabilisierend zu wirken, scheinen sich die Aufgaben hin zu Einsätzen im Inneren zu verschieben. Mögliche Ziele: Demos, Streiks, Proteste. Mehr...

Kommentar: Wir halten schon längst für möglich, was in diesem Beitrag noch eher zaghaft beschrieben wird. Machen wir uns nichts vor, unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung rüsten die Staaten, auch die Bundesrepublik, massiv auf für den Einsatz im Innern. Eskaliert die Entwicklung, so lassen sich auf diese Weise die Interessen der Finanzindustrie - bestens getarnt als marktkonforme Demokratie - auch mit dem Einsatz von Gewalt verteidigen. 


European Youth Guarantee audit exposes its (austerity) flaws
(bilboeconomicoutlook.net) On Tuesday (March 24, 2015), the European Court of Auditors, which is the EU’s independent external auditor and aims to improve "EU financial management", released a major report – EU Youth Guarantee: first steps taken but implementation risks  ahead. The Report reflects on the experience of the program which was introduced in April 2013. When the European Commission proposed the initiative I wrote that it was underfunded, poorly focused (on supply rather than demand – that is, job creation) and would fail within an overwhelming austerity environment. The Audit Report is more diplomatic as you would expect but comes up with findings that are not inconsistent with my initial assessment in 2012.
As an aside, the European Court of Auditors was not that long ago mired in allegations that it knowingly swept "abuse of EU funds … under the carpet".
Evidently, the European Groupthink permeated this body and the then head pressured auditors to "tone down findings of abuse". Read more...

Kommentar: Bill Mitchell kommt in seiner Analyse zu einem nüchternen Fazit: "The lack of participation by the Member States that the ECA clearly found suggests that the program will not solve the youth unemployment problem. The reasons for this lack of involvement at the Member State level are not disclosed. Further, the tendency to offer poor quality – exploitive – opportunities in the small number of projects already proposed is deeply disturbing. The lack of funding that the ECA finds is not surprising given that policy making in Europe is about austerity rather than solving the actual problems the continent faces. The Audit results are not surprising. The policy making elites in the European Commission are caught up in a destructive austerity Groupthink that precludes them from making any realistic response to the problems at hand. They could  have created millions  of inclusive  jobs  by now. But instead  all  they  have created is entrenched mass unemployment and a lost generation of youth. That is enough for today!" 


Wenn alles Doping Portugal nichts nutzt
(heise.de/telepolis) Trotz des Niedrig-Rekordzinsniveaus, Wachstum, einem billigem Euro und billigem Öl hat das Land sein Defizitziel erneut verfehlt. Mehr...

Kommentar: Dieser Beitrag bestätigt einmal mehr das Versagen der europäischen Krisenpolitik unter deutscher Anleitung. Aber auch, wie mit Lug und Trug dieses Scheitern vertuscht wird. Eine lohnende Lektüre.


Yanis Varoufakis: Deeskalation bei der Politik der Missgunst in Europa
(project-syndicate.org) Als die griechische Regierung Anfang 2010 ihre Schulden gegenüber französischen, deutschen und griechischen Banken nicht mehr bedienen konnte, sprach ich mich gegen ihr Bemühen um einen enormen neuen Kredit seitens der europäischen Steuerzahler aus, um diese Schulden zurückzuzahlen. Ich gab dafür drei Gründe an.
Zunächst einmal stellten die neuen Kredite weniger eine Rettung Griechenlands dar als eine zynische Verschiebung privater Verluste aus den Büchern der Banken auf die Schultern der verwundbarsten Bürger Griechenlands. Wie viele von Europas Steuerzahlern, die die Zeche für diese Kredite zahlen, wissen, dass über 90% der 240 Milliarden Euro, die Griechenland aufnahm, an Finanzinstitute gingen und nicht an den griechischen Staat oder seine Bevölkerung?
Zweitens  war es angesichts der Tatsache, dass Griechenland schon damals seine bestehenden Kredite nicht zurückzahlen konnte, offensichtlich, dass die erzwungene Sparpolitik, die die Voraussetzung der "Rettungsaktionen" war, die griechischen
Nominaleinkommen in  den Keller drücken würde – was die Staatsverschuldung noch untragbarer machen würde. Wenn die Griechen dann keine Rückzahlungen auf ihre monumentalen Schulden mehr würden leisten können, würden erneut deutsche und andere europäische Steuerzahler einspringen müssen. (Die reichen Griechen hatten ihre Einlagen natürlich längst    in    Finanzzentren    wie    Frankfurt    und    London    verschoben.) Und schließlich musste es den Zusammenhalt innerhalb der Eurozone untergraben, wenn man die Menschen und Parlamente täuschte, indem man die Bankenrettung als Akt der "Solidarität" verkaufte, ohne den griechischen Normalbürgern  zu  helfen – ja, diese Bürger tatsächlich benutzte, um den Deutschen eine noch schwerere Bürde aufzuerlegen. Die Deutschen wandten gegen die Griechen, die Griechen gegen die Deutschen, und als weitere Länder in haushaltspolitische Nöte gerieten, wandte sich Europa gegen sich selbst. Mehr...

Kommentar: Varoufakis erfindet in diesem Beitrag nicht die eierlegende Wollmilchsau. Seine Analyse ist jedoch treffend, seine Fakten sind stichhaltig und nachprüfbar, sein Fazit zwingend: "Längerfristig müssen die europäischen Führungen zusammenarbeiten, um die Währungsunion so umzugestalten, dass sie gemeinsamen Wohlstand fördert, statt gegenseitige Ressentiments anzuheizen. Dies  ist  eine gewaltige Aufgabe. Doch mit ausgeprägtem Zielbewusstsein, einer geeinten Strategie und vielleicht ein oder zwei positiven Gesten lässt sie sich bewältigen." 

Anders als der deutsche (Top-)Ökonom Hans-Werner Sinn hat Varoufakis die wirtschaftliche und politische Einheit Europas im Auge. Das ist, um gegen Schwergewichte wie die USA und China zukünftig bestehen zu können, zwingend geboten. Es ist nur logisch, dass kleine und wirtschaftlich schwache Mitglieder finanziell unterstützt und wirtschaftlich gefördert werden müssen. In Deutschland ist so ein Denken absolut verpönt. Dafür sorgen Politik und Medien in einer beispiellosen Propagandakampange, die auch vor persönlichen Anfeindungen gegen Yanis Varoufakis und seinen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras nicht halt macht.


Griechenland und Deutschland: Warum so wütend?
(zeit.de) Die deutsche und die griechische Regierung verhalten sich wie zwei Eheleute kurz vor dem Scheidungstermin. Sie denken nur an sich. Mehr...

Kommentar: Diesen Beitrag der besseren Art, d.h. der auf Propaganda weitgehend verzichtet, haben wir gerade in der ZEIT gefunden. Trotzdem stört uns auch hier, dass der Autor nichts unversucht lässt, den griechischen Verantwortlichen eine große Mitschuld an der Entwicklung zu einem Rosenkrieg anzuhängen. Die Wahrheit geht anders: kaum hatten die Griechen gewählt, wurde aus Berlin und in den deutschen Leitmedien scharf geschossen. Natürlich ist unsere Bewertung nicht frei von subjektiven Eindrücken. Offensichtlich haben wir die Entwicklung bisher gut beobachtet, wie der folgende Beitrag des investigativen Berliner US-Journalisten Mathew D. Rose zeigt. Unabhängig davon ist uns dieser Beitrag der ZEIT eine dicke Empfehlung wert. 


Mathew D. Rose: Greece – Plus ça change
(nakedcapitalsim.com) If there is one satisfying aspect of being an investigative journalist, it is not having to chase, create or falsify stories. One has plenty of time to gather the facts to come to a reliable result. I have rarely appreciated this situation more than in the past two months. That is how long Syriza has been in office. It has been truly impressive watching my colleagues racing from one purported crisis meeting to the next, sitting in press centres until the early hours of the morning, attempting to top each other with their scoops and inside information. After two exhausting months, however, nothing has really changed; or as the French would say: Plus ça change, plus c’est la même chose.
Yes, the Greek treasury and banks are strapped for cash. But both institutions, like the Syriza government, are still standing. They may well be doing so for some time to come. The problem is that Germany and the rest of the euro-nations, who really do not matter politically, want Greece to remain in the Eurozone. On the other hand, Germany and Europe’s ruling class, who really do matter, want the leftist Syriza out of the Eurozone, out of Greece and even better still, totally obliterated. This has apparently become a conundrum: how to get rid of Syriza and keep Greece in the Eurozone. Not long ago a military coup would have been the tidy solution for this sort of situation, but those things do not happen in the EU anymore – I hope.
Syriza is simply not doing what Germany wants. Syriza politicians should be falling on their knees, begging forgiveness for speaking the truth concerning Greece’s debt, rolling out the red carpet for the Troika bureaucrats and reinstating the policy dictated to them by Germany. I constantly read and hear in the media that Syriza has capitulated, hauled up the white flag, reneged on its promises to the Greek people, yet somehow they seem to keep plugging on, fulfilling their election promises, speaking their mind. Yes, there has been no debt relief, but Syriza did not have a mandate to take Greece out of the Eurozone either and they may feel this is binding. Read more...


Kommentar: Ein wirklich grandioser Beitrag. Leider nur in englisch erhältlich. M. D. Rose analysiert den deutschen Hass auf die Griechen und ihre Regierung, entlarvt die Lügen deutscher Politiker und Medien, rätselt über die deutschen Pläne für Griechenland und die Vorbereitungen für eine Siegesfeier. Einmal mehr wird deutlich, wie wenig Deutschland seinem Führungsanspruch in dieser Krise gerecht wird. 

Hervorragend recherchiert und leicht verständlich geschrieben. Unseren LeserInnen können wir diesen Beitrag nur wärmstens empfehlen.


Griechenland steht eine Minute vor Zwölf
(griechenland-blog.gr) Die Financial Times schreitet zu einer schockierenden Enthüllung über die griechische Wirtschaft. In einem vorgestern (26 März 2015) veröffentlichten Artikel enthüllt die Zeitung, in Brüssel bereite man sich auf eine "Capital Control", also eine Einschränkung des Kapitalverkehrs in Griechenland für den Fall vor, dass wegen irgend eines "Kreditvorfalls" eine Panik entsteht.
"Griechenland befindet sich eine Minute vor Mitternacht", lautet es in dem Artikel der FT, der eine Analyse bezüglich des verzweifelten Versuchs der Regierung, Gelder zu finden um die Raten zu zahlen, aber auch des letzten Schlags der Europäischen Zentralbank vornimmt, die Emission von Schatzbriefen in Griechenland über die Grenze von 15 Mrd. Euro hinaus zu verbieten. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Eine weitere Analyse zu Griechenland. Die beschriebene Kapitalverkehrskontrolle trifft natürlich die Falschen: Die Reichen und Schönen Griechenlands haben ihre Moneten doch längst schon ins Ausland geschafft. Lange genug wurde ihnen diese Tür von der Troika offengehalten. Der Beitrag offenbart aber auch den Unwillen in Berlin, Brüssel und Frankfurt, der griechischen Regierung entgegenzukommen. Das Ziel ist für uns klar: Tsipras soll zum Rücktritt gezwungen werden. Bei den anschließenden Neuwahlen hofft man auf eine Regierung, die hündisch den Befehlen aus Berlin folgt und sich außerdem wieder von der Troika die Regierungsgeschäfte besorgen lässt.

Dazu passt ein Beitrag, der gerade bei NAKED CAPITALISM erschienen ist: "The Troika’s Leverage Over Greece: The Ongoing Bank Run". Die Einleitung: "A substantial portion of the site’s commentariat has wanted to believe that the Greek government’s defiance of the will of the Troika has been effective, either in and of itself, or as a means of preparing the Greek public and buying time before a Grexit. As we’ve argued, Greece was almost certain not to prevail on its own. But outside help has been sorely lacking. While the US expressed concern early on, and argued the Greek case, that the nation needed debt writedowns and pro-growth policies, the Administration quickly abandoned its lobbying effort. The European left similarly has not taken up the Greek cause in a meaningful or consistent manner. As for the notion that Syriza has been planning to depart the Eurozone, we argued that Finance Minister has long viewed that outcome as an unmitigated disaster for Greece and Europe. And perhaps most important, the government’s actions don’t bear that out. The first order of business should have been to impose capital controls. As reader Ishmael stressed, you declare bankruptcy before you run out of cash. This measure would have reduced the Troika’s leverage over Greece somewhat, and would be an absolutely essential step in preparing for a Grexit. Moreover, imposing those restrictions in response to withdrawals could have been positioned as a necessary protective measure if it had been done early on. Acting now would look like a desperate measure, either a last-ditch effort to protect the banks or an admission that Grexit risk was high." Read more here


Tsipras droht mit Einstellung des Schuldendienstes
(spiegel.de) Die Regierung in Athen erhöht kurz vor neuen Verhandlungen mit den Gläubigern den Druck: Sie will ihre Schulden nicht mehr bezahlen, sollte die letzte Tranche des Hilfspakets ausbleiben. Mehr...

Kommentar: Das bisschen Gegenwehr der Griechen sorgt natürlich hierzulande immer gleich für Verstimmung. Lächerlich. 


Weder Russland noch China werden Griechenland helfen
(griechenland-blog.gr) Trotz immer noch kursierender gegenteiliger Verlautbarungen bestehen für Griechenland kaum realistische Aussichten auf Hilfe aus Russland oder China. Mehr...

Kommentar: Schade, dass sich offensichtlich die kürzliche Meldung als Zeitungsente herausstellt. Damit wird Tsipras' Verhandlungsspielraum winzig klein.  


Griechische  Löhne  und  polnische  Produktivität  –  ein Faktencheck
(flassbeck-economics.de) Ein Leser weist uns darauf hin (danke dafür!), dass Professor Hans-Werner Sinn in der Sendung "Hart, aber fair" am 16. 3. 2015 gesagt hat, die griechischen Löhne seien doppelt so hoch wie die polnischen, Griechenland müsse folglich eine doppelt so hohe Produktivität haben wie Polen, die griechische Produktivität sei “in Wirklichkeit aber nur ein Bruchteil davon“ (ab Stunde 1:02 für etwa drei bis vier Minuten; auf YouTube kann man es unter diesem Link aufrufen).
Das ist eine mehr als erstaunliche Aussage, einerseits in Hinblick auf die Fakten, andererseits in Hinblick auf das Verständnis der Funktionsweise einer Währungsunion. In einer Währungsunion reicht es nämlich schon, wenn ein Land Jahr für Jahr nur ein klein wenig über seine Verhältnisse lebt, um sich allmählich in eine unhaltbare Situation zu manövrieren. Das gilt umso mehr, wenn es in der gleichen Währungsunion ein anderes (womöglich großes) Land gibt, das weit unter seinen Verhältnissen lebt. Denn dann entwickelt sich die Wettbewerbsfähigkeit beider Mitgliedsländer auf Dauer eklatant auseinander, ohne dass der Wechselkurs der gemeinsamen Währung darauf adäquat reagieren kann: Für das eine Land, das unter seinen Verhältnissen lebt, müsste die Währung aufwerten, für das andere dagegen abwerten. Man braucht also gar keinen Vergleich zwischen zwei Ländern anzustellen, bei dem die Löhne in dem einen Land doppelt so hoch sind wie in dem anderen und die Produktivität im Gegensatz dazu nur einen Bruchteil beträgt. Um ein Problem zu konstatieren, wäre schon eine wesentlich geringere Diskrepanz ausreichend (wie sie etwa zwischen Deutschland und Frankreich besteht).
Doch  für  einen  solchen  Vergleich  von  Löhnen  und  Produktivität  ein  Land
heranzuziehen, das nicht Mitglied der Währungsunion ist, geht am Problem vollkommen vorbei. Man stelle sich einmal vor, in der EWU hätte es nie ein Auseinanderlaufen der Lohnstückkosten und damit der Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsländer gegeben. Was würde dann ein Vergleich von Löhnen und Produktivität mit Polen besagen? Liefen den EWU-Ländern die Löhne im Vergleich zur Produktivitätsentwicklung davon, während das in Polen nicht der Fall wäre, dann wäre die Inflationsrate in der EWU deutlich höher als in Polen. Mit dem Ergebnis, dass der Wechselkurs zwischen beiden Währungen eines Tages darauf reagieren würde. Vermutlich überschießend und von spekulativen Preisblasen überlagert, wenn er den freien Devisenmärkten überlassen bliebe, aber er würde reagieren.

Mit anderen Worten: Griechenlands Problem in Sachen Wettbewerbsfähigkeit ist nicht Polen, sondern Deutschland. Hätte Griechenland kein Problem mit seiner Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Deutschland (und einigen anderen EWU-Mitgliedern, die ebenfalls unterbewertet sind), dann hätte es entweder (wie alle anderen Unionsmitglieder auch) kein Problem gegenüber Polen oder, wenn kurz- bis mittelfristig doch, dann hätten alle anderen Unionsmitglieder dieses Problem ebenfalls. Aber es ließe sich dank Wechselkurs lösen.
Insofern ist der Vergleich zwischen Griechenland und Polen unangebracht und wohl eher dem Bemühen geschuldet, möglichst plakativ darzustellen, wie völlig marode die griechische Wettbewerbsfähigkeit ist. Doch damit verhält es sich auch anders, als Hans-Werner Sinn behauptet, womit wir zu den empirischen Fakten kommen. Mehr...


Kommentar: Für uns ist Hans-Werner Sinn ein Scharlatan. Aus dieser Einschätzung machen wir seit Beginn unseres Blog's kein Geheimnis. Da kommt uns dieser Beitrag von Flassbeck/Spiecker nur recht. Endlich ein Beweis, dass Sinn es mit den Fakten nicht besonders genau nimmt, sondern seiner Meinung anpasst. 


Black Swan 2: This Is "The Next Critical Chapter In The Austrian Banking System Story"
(zerohedge.com) When it comes to the sweeping of (trillions of) toxic assets until such time as the ECB starts purchasing not only government bonds but equities, bank loans and really anything else that in a normal world would have some "mark to market" value, Europe had a ready answer: bad banks. A tradition which started with Switzerland and the semi-bailout of UBS during the great financial crisis, "bad banks" have been proposed every time there are a few hundred billion in bad assets that need to be swept away or otherwise removed from the the public eye.
In fact, it was just a few hours ago that Spain's economy minister praised the usefulness of bad banks, which have certainly seen their fair share of use in Spain over the past 5 years. 


GUINDOS: BAD BANKS USEFUL INSTRUMENT TO CLEAN UP BALANCE SHEETS.
 

Yes, useful. Until you have a massive blow up like in Austria when several years of avoiding reality exploded in everyone's face when the Bad Bank meant to fix the mess left after the collapse of Hypo Alpe Adria itself became insolvent, after the horrendous state of its balance sheet could no longer be masked, and creditors were shocked to learn they would foot the bail out, or rather bail in costs thanks to massive debt writedowns.
And since there is never just one cockroach when it comes to hiding Europe's biggest financial problem, namely trillions in non-performing loans, the question always is: which cockroach is next?
For now the answer, thanks to the ECB's relentless intervention in all capital markets is hiding, but one proposal comes from Daiwa Capital Markets which suggests to take a long hard look at Austria's Pfandbriefbank Oesterreich AG. Read more... 


Kommentar: Gedankenfutter...


Warnungen vor neuer Finanzkrise
(wsws.org) Die globalen Finanzmärkte steuern auf einen neuen Crash zu, der noch schwerwiegendere Folgen hätte, als der Zusammenbruch vom September 2008. Die gegenwärtige Geldpolitik erzeugt riesige Finanzblasen mit erheblichem Zerstörungspotenzial, heißt es in dringenden Warnungen aus Kreisen der herrschenden Klasse selbst. Mehr...

Kommentar: Abgesehen von den sozialismusgetränkten Formulierungen an einigen Stellen des Beitrages eine gute Zusammenfassung über den aktuellen Stand der Finanzkrise.   


Auch in 2015: Persönliche Beratung
Wer sich gegen die vielen Formen der finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschließend über die Einzelheiten der Beratung. Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir erfolgreich ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen.  

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)

Donnerstag, 26. März 2015

Standpunkt 969 -Nachrichten-Ticker, 25.03.


Wir sind zurück. Ohne Wenn und Aber. Für unsere LeserInnen stellen wir an dieser Stelle wieder regelmäßig aktuelle und interessante Beiträge zusammen, die von uns - mehr oder weniger - kommentiert und ergänzt werden. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen.  

Leider müssen wir immer häufiger auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele wichtige Themen unbeachtet. Unsere LeserInnen bitten wir um Verständnis, dass wir eine Übersetzung der englischen Texte nicht bereitstellen können. Dafür fehlt uns einfach die Zeit. 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich. 

"In Demokratien erfüllen Medien grundlegende Funktionen: Sie sollen das Volk informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und damit Partizipation ermöglichen. Oftmals werden Medien auch als 'vierte Gewalt' bezeichnet." So bringt es hier die Bundeszentrale für politische Bildung auf den Punkt. Weil die "vierte Gewalt" überall längst zu einer regierungsfreundlichen Propagandamaschinerie verkommen ist, versuchen wir mit unserem Blog diesen Mangel so weit wie möglich auszugleichen: Wir bleiben unabhängig, bewahren uns einen klaren Verstand und sind nur den Fakten verpflichtet die wir zusammentragen, um an dieser Stelle die maßlose Volksverdummung zu kommentieren und zu entlarven, die weltweit offensichtlich unaufhaltsam um sich greift. Kein Kontinent, kein Wirtschaftssystem, keine Kultur, bleibt davon verschont. Soweit diese Entwicklung Folgen für die Menschen in Europa hat, ist es unser Thema.  

An dieser Stelle erneuern wir noch einmal unser Versprechen: Alle liegengebliebenen Beiträge aus den vergangenen Monaten werden von uns zusammengefasst und in den kommenden Wochen akribisch abgearbeitet. Außerdem behandeln wir demnächst die folgenden Schwerpunktthemen in separaten Beiträgen: Bauernopfer Griechenland; Austeritätspolitik und steigende Staatsschulden; Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt in den USA - die Statistik lügt; Blasen-Ökonomie - die unendliche Geschichte; das Missverständnis Keynes; die neuen Kriegsspiele des Westens; die Sanktionen gegen Russland vor dem Hintergrund von Flug MH17; die EZB in der Krise; die Dramedy "Jean-Claude Juncker for President"; die Separationsbestrebungen in Europa; die Zerstörungswut der "too big to fail"-Banken, den Trickbetrug Bankenunion und die Debatte um den Mindestlohn in Deutschland. Änderungen und Ergänzungen behalten wir uns vor.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Daran hat sich nichts geändert. Leider wissen wir noch nicht, wann die bereits seit ewigen Zeiten angekündigte Aktualisierung zur Veröffentlichung kommt. Auch Oktober 2014 war nicht haltbar. Selbstverständlich sind wir gerne bereit, Fragen zu diesem Thema zu beantworten. E-mail genügt! Nach wie vor behält unser letztes Update aus dem September 2012 Gültigkeit, das hier unseren LeserInnen zur Verfügung steht. Bereits damals waren wir höchst aktuell, wie die neuesten Ergebnisse des G20-Gipfels in Brisbane zeigen, mit denen sich die deutschsprachigen Führungsmedien erwartungsgemäß nicht beschäftigt haben.

Wir sind aber fündig geworden und können darüber berichten. Ellen Brown bringt es am 01.12.2014 so auf den Punkt: "New G20 Rules: Cyprus-style Bail-ins to Take Deposits AND Pensions". Wir zitieren aus der Einleitung: "On the weekend of November 16th, the G20 leaders whisked into Brisbane, posed for their photo ops, approved some proposals, made a show of roundly disapproving of Russian President Vladimir Putin, and whisked out again. It was all so fast, they may not have known what they were endorsing when they rubber-stamped the Financial Stability Board’s 'Adequacy of Loss-Absorbing Capacity of Global Systemically Important Banks in Resolution', which completely changes the rules of banking." Mehr hier. Unbedingt auch den Links folgen! Es lohnt sich. Wer seine sieben Sinne beisammen hat, dem müssen diese Beiträge langsam aber sicher den Schlaf rauben! 


Ticker-Themen: McKinsey sieht Bayerns Erfolg bedroht - Kritik an Draghi's Währungskrieg - Eurozone - Euro-Ausstieg in den Schweizer Franken: Nonsens! - Griechenland-Rettung in der Krise (7 Beiträge) - Deutschland's 1952er Schuldenplan vs. Reparationen - US-Wirtschaft - In eigener Sache: Persönliche Beratung 


McKinsey zu Bayern: Bis zu 40% der heutigen Arbeitsplätze bedroht
(heise.de/telepolis) Die Unternehmensberater warnen, dass das wirtschaftlich erfolgreiche südliche Bundesland in Zukunft nur Mittelmaß sein könnte. Mehr...

Kommentar: Ein Schuss vor den Bug bayerischer Überheblichkeit. Selbst die Bayern müssen lernen, dass auf sieben fette auch wieder sieben magere Jahre folgen. Jedenfalls findet die Studie schon einige blinde Flecken auf dem bayerischen Glanz. McKinsey fasst das Ergebnis so zusammen: "Bayerisches Erfolgsmodell in Gefahr - Bis zu 40 Prozent der Arbeitsplätze im Freistaat von Veränderungen durch neue Technologien betroffen – Land muss auf Strukturbrüche und globale Trends reagieren – Großer Nachholbedarf bei den Themen Gründerszene und Bildungschancen". Mehr hier.


Surprise Attack: French Megabank Slams Draghi’s Currency War
(wolfstreet.com) The Eurozone’s recovery is now blazing forward into practically uncharted territory. Just today we learned that Eurozone business activity in March, as measured by the Composite PMI, which includes manufacturing and services, showed moderate growth that hit a 46-month high. It was fueled by new orders. Even the French PMI showed signs of expansion!
The clarified the timing, though: "the ECB’s quantitative easing has been started at a time when the Eurozone’s economic upturn is already starting to gain traction."
There were other signs of traction. The Eurozone trade surplus with the rest of the world has been setting new records, powered by strong exports, particularly from Germany. This trend kicked off before the euro started tanking a year ago.
So on Monday, ECB President Mario Draghi took the opportunity to slap himself and his colleagues on the back for their heroic and bold action, as these things are called, and offered an of the Eurozone economy. He proclaimed "that growth is gaining momentum." And he totally nailed it with three out of the four reasons he gave for that growth:  
This is due to in particular the fall in oil prices, the gradual firming of external demand, easyfinancing conditions driven by our accommodative monetary policy, and the depreciation of the euro.
We might quibble with his reason number 2 – "gradual firming of external demand." But the other three he totally nailed: the plunge in oil prices, an absurd monetary policy that is spreading negative yields across the Eurozone and beyond, and the brutal devaluation of the euro that has triggered a vicious currency war with neighboring currencies, and that over the last 12 months has eaten up 21% of the wealth of those pour souls holding euro-denominated assets. In fact, the euro has been so crummy that it lost 13% year-to-date against the ruble!
And now, economists are busy expecting more growth.
But just when we’re about to begin jubilating that the Eurozone is finally crawling out of its economic quagmire to bask in the German sun, if any, we get some very unwelcome clarity from investment bank Natixis, a subsidiary of Groupe BPCE, France’s second largest megabank:
But the important point is that this improvement in the Eurozone’s economic situation has been "stolen" from the rest of the world and does not stem from developments inside the Eurozone.
What a party-pooper report! It’s titled, "All the euro zone is capable of doing is 'stealing' its growth from others."
It then proceeds to list the three ways in which the Eurozone was “stealing” growth from other economies, which turn out to be the three very reasons that Draghi had totally nailed, and for which he was slapping himself on the back.
The depreciation of the euro. It has boosted already strong Eurozone exports, and inflated the Eurozone trade surplus further, “but at the expense of the Eurozone’s competitors,” including the US, emerging countries, and others.
The plunge in the price of oil. It has "sharply reduced the cost of the Eurozone’s energy imports," which have been dropping from over 5% of nominal GDP in 2012 toward 3% now. But this comes "obviously at the expense of oil-exporting countries (OPEC countries, Russia)."
The trade surplus with the rest of the world, particularly Germany’s trade surplus with the rest of the world.
Historically, Germany had a larger trade surplus with the rest of the Eurozone than with the rest of the world. But when the debt crisis erupted, German exporters, realizing growth wouldn’t come from the Eurozone, redoubled their efforts in China, the US, Russia, Brazil, and other countries. Exports to them began soaring, while exports to Eurozone countries were declining due to the debt crisis. In 2011, exports to the rest of the world for the first time outpaced those to the Eurozone. Now German exports to the Eurozone have dropped to around 2% of Germany’s nominal GDP while they have ballooned to 6% for the rest of the world.
Germany’s trade surplus with the rest of the world adds to growth in Germany and therefore the Eurozone. But this surplus, Natixis writes, "has obviously been obtained at the expense of Germany’s non-European trading partners."
These three factors – depreciation of the euro, plunge in the price of oil, and trade surpluses – are responsible for the Eurozone recovery. They all come at the expense of other countries. But the report says poignantly: 
"Nothing is happening inside the Eurozone that favors growth." 

Kommentar: Ein lohnender Blick über die Grenze, dieses Mal zu unseren französischen Nachbarn. Man muss nicht alle Überzeugungen der Naxitis-Forscher teilen, aber bei dieser Analyse wird schlüssig argumentiert.


Nachhaltigkeit für die Eurozone
(project-syndicate.org) In den Anfängen der Eurozone hatten ihre Gründer die Vision eines schrittweisen Fortschritts hin zu einer "optimalen Währungsunion", die durch Haushaltsintegration, Freizügigkeit der Arbeitskräfte und politische Einheit geprägt ist. Aber dieser Prozess hat nicht stattgefunden, und wie die scheinbar endlose Griechenlandkrise zeigt, ist die Eurozone immer noch durch strukturelle Schwächen und extreme Anfälligkeit gegenüber externen Schocks geprägt. Dies ist eindeutig nicht nachhaltig. Mehr...

Kommentar: Die Ideen in diesem Beitragen kranken, wie alle anderen auch, an einem großen Dilemma: Dass ohne eine tiefgreifende Finanzreform selbst eine umfangreiche Integration der Eurozone die Krise nicht lösen kann. Es ist und bleibt eine Bankenkrise, keine Staats(schulden)krise. So lange diese bittere Wahrheit unterdrückt wird, haben alle Maßnahmen in Europa nur ein Ergebnis: sie verschärfen die Krise. 


Der persönliche Euro-Ausstieg - Wie Sparer ihr Geld in Schweizer Franken anlegen können
(heise.de/telpolis) Seit 2008 verliert der Euro gegenüber anderen Währungen langfristig gesehen immer mehr an Wert. Wegen des im März begonnenen massenhaften Ankaufs von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) und wegen der Situation in Ländern wie Griechenland, Italien und Frankreich muss befürchtet werden, dass der Verfall der Währung weitergeht.
Dadurch eignet sich der Euro als Sparwährung nur mehr bedingt. Außerdem liegen die Zinsen für Spareinlagen in Deutschland inzwischen nahe Null – oder sogar darunter. Das zwingt auch Sparer, die eigentlich nur ihre Ruhe haben wollen, sich am Anlage-Glücksspiel zu beteiligen, wenn sie nicht durch einen Zwangseinsatz via Euro einen massiven Werteverfall in Kauf nehmen wollen. Die Politik verlangt von ihnen indirekt, sich eigenverantwortlich eine Anlageform zu suchen, die relativ risikolos ist.
Das ist keine leichte Aufgabe, weil alle Anlageformen Nachteile haben, seit es die von einer unabhängigen Bundesbank gesicherte D-Mark nicht mehr gibt: Aktien sind im Vergleich über die Jahre hinweg aktuell relativ teuer und ihre Käufer nehmen nicht nur das Risiko von Kursverlusten, sondern sogar einen Totalverlust in Kauf.
Letzterer ist bei Gold nicht gegeben – aber auch hier ist der Einstiegspreis hoch und niemand weiß, ob er stark sinkt oder weiter steigt. Außerdem stellt sich nach der Abschaffung der Grenzkontrollen und dem starken Anstieg der Zahl der Einbrüche verstärkt das Problem der diebstahlssicheren Lagerung.
Immobilien sind nur in solchen Lagen eine relativ sichere Anlage, in denen die
Bevölkerung wächst und die Mieten steigen. Dort sind sie jedoch so teuer, dass man mindestens sechsstellige Summen übrig haben muss, um einzusteigen – und die hat nicht jeder. Wo aber das Geld bunkern, bis man sich so eine Immobilie leisten kann?
Eine Möglichkeit sind Fremdwährungskonten – vor allem solche in Schweizer Franken. Doch wie legt man sein Geld in dieser Währung an, ohne mit Negativzinsen oder anderen Gebühren allzu sehr über den Tisch gezogen zu werden? Wir haben dazu deutsche und schweizerische Geldinstitute gebeten, uns einige Fragen zu beantworten.
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Kommentar: Wir machen es kurz: Was in diesem Beitrag vorgeschlagen wird, ist völliger Nonsens. Der Schweizer Franken ist keine Krisenwährung mehr. Wie soll das noch funktionieren wenn jeder Schweizer, vom Kleinkind bis zum Greis, günstigstenfalls nur mit 450.000, im schlimmsten Fall mit 4,5 Mio. Franken im Obligo stehen (Quelle: "Die schweizerische Schuldenbombe", HEISE-TELEPOLIS, 01.01.2011, hier). Schuld sind die beiden Großbanken UBS und CS, die mit gewaltigen Summen im weltweiten Derivatehandel exponiert sind. Die Schweizer betreiben seit 2008 nur noch Schadensbegrenzung. Das gelingt ihnen so erfolgreich, dass die Schweiz immer noch als "sicherer Hafen" gilt. Wer darauf immer noch hereinfällt, der muss sich auf schmerzliche Verluste gefasst machen. Wir halten es auch gar nicht für abwegig, dass die Schweiz in absehbarer Zeit der Eurozone beitritt. Dieser Schritt erleichtert den Schweizer Banken ganz enorm die Sozialisierung ihrer Verluste. Je mehr Schultern, alleine in der Eurozone sind es über 300 Millionen, im Vergleich zu rund 8,2 Millionen Schweizer, die Lasten der Schweizer Banken tragen, umso besser. Das klingt abgefahren, aber nach unserer Einschätzung eine Notwendigkeit. Wann das passiert, lässt sich schwer eingrenzen, es hängt von vielen Faktoren ab. Vielleicht innerhalb der nächsten 2 - 3 Jahre. 

Unabbhänig davon kommt ein Bargeldverbot - auch in der Schweiz. Das ist auch der Grund, warum es beispielsweise auch überhaupt keinen Sinn macht, in die norwegische oder dänische Krone auszuweichen, was hier und da gerne als Alternative empfohlen wird. Und dann? 

Wir bitten unsere LeserInnen dringend, solche Angebote und Vorschläge vor dem Hintergrund dieser Krise erst gründlich zu Ende zu denken. Der Autor hat das ganz offensichtlich nicht getan. 


Juncker glaubt an Griechenland-Rettung
(wiwo.de) Lange zeigte sich EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker beunruhigt wegen der Griechenland-Krise. Nun sieht er Anlass zu Optimismus. Der Streit um Bankenhilfen ist indes noch ungelöst. Mehr...

Kommentar: Juncker ist darin nicht gerade überzeugend. Wir erinnern daran: Seine Devise lautet: "Wenn es ernst wird, muss man lügen." Und Ernst ist es in der Griechenland-Krise schon eine ganze Weile. Spätestens, seit die neue Regierung im Amt ist. 


EZB lässt Geldhahn für Hellas-Banken offen
(wirtschaftsblatt.at) Die EZB hält die Banken des von der Pleite bedrohten EU-Sorgenkinds Griechenland weiter über Wasser. Sie stockte den Rahmen für die im Finanzjargon ELA genannten Nothilfen der Athener Notenbank auf etwas mehr als 71 Milliarden Euro auf, wie Reuters am Mittwoch aus Bankenkreisen erfuhr. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Aber nur unter strengen Auflagen. Die EZB beteiligt sich nämlich, verbotenerweise, an dem politischen Kleinkrieg gegen Griechenland. "Griechische Banken dürfen keine Staats-Bonds mehr kaufen" titelt gleichzeitig das MANAGER MAGAZIN: "Griechenland steckt in akuter Finanznot - zuletzt konnte sich das Land nur finanzieren, weil griechische Banken Staatspapiere gekauft haben. Dieser Praxis schiebt die EZB nun einen Riegel vor und erhöht damit zugleich den Druck auf Athen, endlich eine verbindliche Reformliste vorzulegen. Die Notenbank hat griechische Geschäftsbanken angewiesen, keine weiteren Staatspapiere ihres Landes mehr zu kaufen, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte. Das gelte auch für kurzfristige Papiere (T-Bills). Hintergrund ist die Sorge der Notenbanker vor einer Staatspleite Griechenlands - denn diese könnte die Banken mit in den Bankrott reißen, wenn die Institute zu viele Staatspapiere halten. Vor dieser Abhängigkeit hatte kürzlich auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gewarnt: 'Weil ... Banken und Staat in Griechenland aufs Engste miteinander verflochten sind, hängt die Lage der Banken sehr stark davon ab, ob der griechische Staat zahlungsfähig ist.'" Mehr hier. Da wird mit härtesten Bandagen gekämpft - aber nur in eine Richtung. Zudem sind die Waffen ungleich verteilt. Griechenland schießt mit Pfeil und Bogen, EZB & Co. mit einer Bazooka. Nach unserer momentanen Einschätzung drängt die EU Griechenland in Richtung zweier Alternativen: Rücktritt der Regierung Tsipras und Neuwahlen oder einen Austritt aus der Eurozone. 

Dazu passt auch der Beitrag "Griechenland: Tsipras, Merkel und … die Zeitbombe" vom GRIECHENLAND BLOG. Dort heißt es einleitend: "Das Treffen Tsipras – Merkel in Berlin mag etliches Eis gebrochen haben, jedoch ist die Zeitbombe eines eventuellen Zahlungsstopps Griechenlands noch nicht entschärft." Mehr hier

HEISE-TELEPOLIS stellt die Frage "Lässt sich Tsipras in die deutsche EU einbinden?" (hier). Lesen Sie selbst.


Griechische Milliarden in der Schweiz
(faz.net) Wie kommt Griechenland an Geld? Ein Steuerabkommen mit der Schweiz könnte dem klammen Staat bis zu 15 Milliarden bringen, sagt ein Schattenwirtschafts-Experte. Er geht von rund 10.000 griechischen Steuersündern aus, die ihr Geld in der Schweiz horten. Mehr...

Kommentar: Schon wieder sind es Milliarden. Niemand weiß etwas genaues, deshalb muss schnell ein Experte her. Diesmal ist es einer aus dem Bereich Schattenwirtschaft. Der rechnet schon gleich mit einer horrenden Summe. Spekulieren auf hohem Niveau nennen wir das.


Das griechische Echo auf den Tsipras-Besuch in Berlin
(nachdenkseiten.de) Nach dem "Antrittsbesuch" von Alexis Tsipras in Berlin brachte die linke Athener Tageszeitung Efimerida ton Syntaktion (Zeitung der Redakteure) gestern (24. März 2015) folgenden Leitartikel, der die Bedeutung der Gespräche mit der deutschen Bundeskanzlerin jenseits der unmittelbaren Resultate bewertet. Die Übersetzung ist eher wortgetreu als flüssig; die Ergänzungen in Klammern stammen von mir. Am Ende will ich den Text in wenigen Sätzen erklären und bewerten. Niels Kadritzke. Mehr...

Kommentar: Unbedingt lesen, auch gerne mehrmals. Es lohnt sich. 


War Reparations and Germany’s 1952 Debt Reduction Plan 
(globalresearch.ca) The largest debt problems in terms ofGDP faced in financial history have belonged either to the United States or to European Governments. Large debt problems  in developing and emerging nations have usually stemmed out of a drop in GDP size due to a fall in export earnings and a rise in interest rates. The reason is that creditors stop lending at a certain point and start restructuring existing debt which leads to debt growth but it is not really new lending. In major nations, lending goes on as the strategic reason for borrowing has normally been justified: a war. As  a  result, the leading  debt   reduction  and  innovative   management schemes are related to these. Mehr...

Kommentar: Einmal noch ein bisschen Geschichtsunterricht zum Thema Reparationen: "The German people should be grateful and remember the massive debt reductions and the concessional terms it received in time of need and despair after World War II. No one at the time either in the US, UK nor France, to name the three largest creditors, said "the taxpayers were unwilling to bail out those people." History serves a purpose and we should all learn from it." 


US Economy Heads Toward Zero Growth in Q1 
(wolfstreet.com) The consistency with which nearly every report on the US economy has deteriorated over the last few months is astonishing. Only the jobs report has been spared that sharp downdraft. So we blame the weather, which in parts of the US was truly atrocious, while in other parts, particularly in California, it was gorgeous.
Too gorgeous. This is supposed to be our rainy season, but every day the sun is out as we’re heading into our fourth year of drought. Yet the drought isn’t what keeps people from shopping or companies from ordering equipment. So out here, we’re baffled when the weather gets blamed.
Today’s durable goods report for February was another shot at this wobbly edifice of the US economy.
New orders for manufactured durable goods dropped by 1.4%, the Census Bureau reported. It was the third decrease in four months. Transportation equipment fell 3.5%, also the third decrease in four months. Excluding transportation, new orders – "core" durable goods – fell 0.4%, down for the fifth month in a row.
And Core Capital Goods New Orders, considered an important gauge of business spending, fell 1.4%, down for the sixth month in a row. The weather is really hard to blame for this, so folks blamed the strong dollar and slack demand in the US and globally.
The data was bad enough to push the Atlanta Fed’s GDPNow model of the US economy down another step toward zero growth in the first quarter. Read more...


Kommentar/Ergänzung: Es ist geradezu absurd, was die hiesigen Leitmedien über die US-Wirtschaft berichten. Wir haben die Fakten. Erst einmal noch den Chart der Atlanta Fed:

Noch mehr Charts gibt es bei ALHAMBRA PARTNERS in dem Beitrag Durable "Goods Take February Too". Aus der Einleitung: "So far the economic retrenchment has persisted into February, outlasting any significant January weather. The latest worrisome figures came in the form of durable goods and especially capital goods. The former is another peg in the consumption side while the latter is one of the few glimpses of wealth creation (if far from a complete one). Both sides, demand and supply, have had a rough run under the “rising dollar.” Like retail sales, it is clear that the economy is no longer just sputtering along and is now poised precariously." Mehr hier. Aus dem Beitrag haben wir zwei Grafiken ausgewählt:




Die sagen mehr als viel Worte...

                                                                                                                
Auch in 2015: Persönliche Beratung
Wer sich gegen die vielen Formen der finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschließend über die Einzelheiten der Beratung. Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir erfolgreich ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen.  

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)

Mittwoch, 25. März 2015

Standpunkt 968 - Nachrichten-Ticker, 24.03.


Wir sind zurück. Ohne Wenn und Aber. Für unsere LeserInnen stellen wir an dieser Stelle wieder regelmäßig aktuelle und interessante Beiträge zusammen, die von uns - mehr oder weniger - kommentiert und ergänzt werden. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen.  

Leider müssen wir immer häufiger auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele wichtige Themen unbeachtet. Unsere LeserInnen bitten wir um Verständnis, dass wir eine Übersetzung der englischen Texte nicht bereitstellen können. Dafür fehlt uns einfach die Zeit. 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich. 

"In Demokratien erfüllen Medien grundlegende Funktionen: Sie sollen das Volk informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und damit Partizipation ermöglichen. Oftmals werden Medien auch als 'vierte Gewalt' bezeichnet." So bringt es hier die Bundeszentrale für politische Bildung auf den Punkt. Weil die "vierte Gewalt" überall längst zu einer regierungsfreundlichen Propagandamaschinerie verkommen ist, versuchen wir mit unserem Blog diesen Mangel so weit wie möglich auszugleichen: Wir bleiben unabhängig, bewahren uns einen klaren Verstand und sind nur den Fakten verpflichtet die wir zusammentragen, um an dieser Stelle die maßlose Volksverdummung zu kommentieren und zu entlarven, die weltweit offensichtlich unaufhaltsam um sich greift. Kein Kontinent, kein Wirtschaftssystem, keine Kultur, bleibt davon verschont. Soweit diese Entwicklung Folgen für die Menschen in Europa hat, ist es unser Thema.  

An dieser Stelle erneuern wir noch einmal unser Versprechen: Alle liegengebliebenen Beiträge aus den vergangenen Monaten werden von uns zusammengefasst und in den kommenden Wochen akribisch abgearbeitet. Außerdem behandeln wir demnächst die folgenden Schwerpunktthemen in separaten Beiträgen: Bauernopfer Griechenland; Austeritätspolitik und steigende Staatsschulden; Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt in den USA - die Statistik lügt; Blasen-Ökonomie - die unendliche Geschichte; das Missverständnis Keynes; die neuen Kriegsspiele des Westens; die Sanktionen gegen Russland vor dem Hintergrund von Flug MH17; die EZB in der Krise; die Dramedy "Jean-Claude Juncker for President"; die Separationsbestrebungen in Europa; die Zerstörungswut der "too big to fail"-Banken, den Trickbetrug Bankenunion und die Debatte um den Mindestlohn in Deutschland. Änderungen und Ergänzungen behalten wir uns vor.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Daran hat sich nichts geändert. Leider wissen wir noch nicht, wann die bereits seit ewigen Zeiten angekündigte Aktualisierung zur Veröffentlichung kommt. Auch Oktober 2014 war nicht haltbar. Selbstverständlich sind wir gerne bereit, Fragen zu diesem Thema zu beantworten. E-mail genügt! Nach wie vor behält unser letztes Update aus dem September 2012 Gültigkeit, das hier unseren LeserInnen zur Verfügung steht. Bereits damals waren wir höchst aktuell, wie die neuesten Ergebnisse des G20-Gipfels in Brisbane zeigen, mit denen sich die deutschsprachigen Führungsmedien erwartungsgemäß nicht beschäftigt haben.

Wir sind aber fündig geworden und können darüber berichten. Ellen Brown bringt es am 01.12.2014 so auf den Punkt: "New G20 Rules: Cyprus-style Bail-ins to Take Deposits AND Pensions". Wir zitieren aus der Einleitung: "On the weekend of November 16th, the G20 leaders whisked into Brisbane, posed for their photo ops, approved some proposals, made a show of roundly disapproving of Russian President Vladimir Putin, and whisked out again. It was all so fast, they may not have known what they were endorsing when they rubber-stamped the Financial Stability Board’s 'Adequacy of Loss-Absorbing Capacity of Global Systemically Important Banks in Resolution', which completely changes the rules of banking." Mehr hier. Unbedingt auch den Links folgen! Es lohnt sich. Wer seine sieben Sinne beisammen hat, dem müssen diese Beiträge langsam aber sicher den Schlaf rauben! 


Ticker-Themen: Enteignung: Die Schlinge zieht sich zu (4 Beiträge) - IWF vs. US-Dollar - Überforderte Notenbanker - Planlose Politik? - Société Générale: 2015's "Black Swans" - Weltwirtschaft vs. Deutsche Wirtschaft: 0:1 - Weltwirtschaft und QE - Griechenland: Grexit kommt - Griechenland-Abstieg - BILD: Mein Kampf gegen Griechenland - Griechenland-Krise - Fiscal Union - Europa der Veränderungen? - Österreichs Bankenkrise - Hillary Clinton - In eigener Sache: Persönliche Beratung 


Frankreich schränkt Verwendung von Bargeld drastisch ein
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Frankreich setzt einen Meilenstein in der Verwendung von Bargeld und verschärft die Kontrolle von Bargeld-Zahlungen drastisch. Auch der Gold-Verkauf ist betroffen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Dieser Beitrag beschreibt einen wichtigen Schritt in Richtung staatlicher Enteignung. Am Ende werden Bargeld und Goldbesitz verboten. Das hart erarbeitete und ersparte Vermögen wird durchsichtig und wehrlos gegen die "staatlichen Werkzeuge der Enteignung" (siehe oben). 

Das ist kein Einzelfall. Andere Länder in Europa sind schon viel weiter. Es ist eine Entwicklung, die nicht auf einzelne Länder beschränkt bleibt, sondern weltweit ums sich greift. Dazu drei aktuelle Ergänzungen aus Nordamerika:

Michael Snyder von THE ECONOMIC COLLAPSE BLOG meldet "They Are Slowly Making Cash Illegal". Er schreibt einleitend: "The move to a cashless society won’t happen overnight. Instead, it is being implemented very slowly and systematically in a series of incremental steps. All over the planet, governments are starting to place restrictions on the use of cash for security reasons. As citizens, we are being told that this is being done to thwart criminals, terrorists, drug runners, money launderers and tax evaders.  Other forms of payment are much easier for governments to track, and so they very much prefer them. But we are rapidly getting to the point where the use of cash is considered to be a 'suspicious activity' all by itself. These days, if you pay a hotel bill with cash or if you pay for several hundred dollars worth of goods at a store with cash you are probably going to get looked at funny. You see, the truth is that we have already been trained to regard the use of large amounts of cash to be unusual.  The next step will be to formally ban large cash transactions like France and other countries in Europe are already doing." Mehr hier

RAGING BULLSHIT aus Kanada beschäftigt sich mit der Frage: "Are We Sleepwalking Towards a Cashless Society?" Ein Auszug: "For years national governments have been seeking to reduce the number and size of cash transactions within and between their respective economies. In the U.S., any business or person receiving $10,000 or more in 'cash' (in quotes because it’s not just cash) for a sale must file Form 8300. Banks must also report cash transactions of that size. The same practice has also been implemented in Europe, where parties to any large cash transaction are required to explain whence their money came and for what purpose it was used. In 2013, the government of France took this practice even further by erecting new controls on cash transactions which saw the cash transaction limit decrease from 3,000 euros to a paultry 1,000 euros. The reasons for such measures are obvious: at a time when most countries are struggling to rein in their public spending, not to mention meet the ever-rising interest payments on their wholly unsustainable debt load, governments are frantically surveying their surroundings for anything of value to steal or pawn. And when it comes to government greed, especially during acute fiscal crises such as the current one, there is no limit." Die Antwort ist kurz: "A Dark Future." Mehr hier. (Bitte nicht an der Überschrift stören, bloß ein Druckfehler) Der Autor beschreibt eindringlich die Gefahren dieser Entwicklung und ihre Folgen. 

Aus Anlass der französischen Entscheidung hat sich auch ZERO HEDGE mit dem Thema auseinandergesetzt. In dem Beitrag "Fighting The 'War on Terror' By Banning Cash" liefert "Tyler Durden" die fadenscheinigen Gründe: "It was just a matter of time before Western governments used the trumped up 'War on Terror' as an excuse to drastically ratchet up the very real war on the use of cash and personal privacy that they are waging against their own citizens. Taking advantage of public anxiety in the wake of the attacks on Charlie Hebdo and a Jewish supermarket, France has taken the first step. It seems the terrorists involved partially financed these attacks by cash, as well as by consumer loans and the sale of counterfeit goods. What a shockeroo! The terrorists used CASH to purchase some of the stuff they needed--no doubt these murderers were also shod and clothed and used  cell phones, cars, and public sidewalks during the planning and execution of their mayhem. Why not restrict their use? A naked, barefoot terrorist without communications is surely less effective than a fully clothed and equipped one. Despite the arrant absurdity of blaming cash and financial privacy for these crimes, French Finance Minister Michel Sapin brazenly stated that it was necessary to 'fight against the use of cash and anonymity in the French economy.' He then announced extreme and despotic measures to further restrict the use of cash by French residents and to spy on and pry into their financial affairs." Mehr hier

Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock, wohin die Reise geht... 



Der IWF bereitet sich auf das Ende der US-Dollar-Ära vor
(heise.de/telepolis) Am 12. März meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, China und der IWF verhandelten derzeit über die Möglichkeit einer Beteiligung der chinesischen Währung Yuan am Währungskorb der Sonderziehungsrechte des IWF.
"Wir hoffen, dass der IWF die Fortschritte bei der Internationalisierung des Yuan berücksichtigt, um ihn in absehbarer Zukunft in den Korb aufzunehmen, der den Sonderziehungsrechten unterliegt", sagte Yi Gang, Vizegouverneur der Chinesischen Zentralbank auf einer Pressekonferenz am Rande der alljährlichen Tagung des Volkskongresses in Beijing und ergänzte, China werde sich in Geduld üben, bis die Zeit reif sei.
Das scheint kaum nötig. Knapp eine Woche nach Yi Gangs Auftritt gab Christine Lagarde, geschäftsführende Direktorin des IWF, anlässlich eines Besuches der Fudan-Universität von Schanghai bekannt, die Frage sei nicht "ob", sondern "wann" der Yuan in den Währungskorb aufgenommen werde.
Die Mainstream-Medien schenkten der Meldung kaum Aufmerksamkeit und taten, als ginge es hier um eine unbedeutende und eher technische Angelegenheit. Das Gegenteil ist der Fall: Der Schritt des IWF signalisiert eine Zeitenwende. Die mächtigste Finanzorganisation der Welt reagiert auf eine Kette katastrophaler politischer Veränderungen für die USA und unternimmt erste sichtbare Schritte, um sich auf das bevorstehende Ende der Weltherrschaft des US-Dollars vorzubereiten. Mehr...


Kommentar/Ergänzung: Aufschlußreicher Beitrag zu einem sehr spannenden Thema, der absehbaren Einführung einer Weltwährung durch den IWF. Hinter verschlossenen Türen laufen die Vorbereitungen schon auf vollen Touren. Wir sind uns sicher, nichts geschieht dabei ohne das Einverständnis der USA, deren Interessenwahrer der IWF nach wie vor ist. Die USA werden ihren Status als Wirtschaftsmacht No. 1, gestützt auf den US$ als Welt-Leitwährung, nicht einfach so aufgeben. China ist wirtschaftlich und militärisch kaum in der Lage, auf absehbare Zeit den USA Paroli zu bieten. Die angebliche wirtschaftliche Stärke Chinas, mit einem gigantischen Schuldenberg finanziert, steht auf tönernen Füßen. Im Moment sieht es eher nach einem Absturz aus. Dazu verweisen wir auf einen aktuellen Beitrag der Schweizer Wirtschaftszeitung FINANZ UND WIRTSCHAFT: "Chinas Schulden sind viel zu hoch". Es ist ein tiefgründiges Interview mit dem China-Experten Michael Pettis. Mehr hier.


Die Überforderung der Notenbanker
(fuw.ch) Drei schwerwiegende Ungleichgewichte bedrohen die Weltwirtschaft. Die Geldpolitik bekommt sie nicht in den Griff und verschlimmert sie oft. Mehr...

Kommentar: Eine lesenswerte Analyse aus der Schweiz. Für alle, die sich eingehender mit den Hintergründen und absehbaren Entwicklungen auseinandersetzen wollen. Nur etwas für geübte LeserInnen.


Planlose Politik und ökonomische Divergenz
(fuw.ch) "Zu viele politische Entscheidungsträger sind nach wie vor nicht in der Lage – oder nicht willens –, ihren wirtschaftspolitischen Verpflichtungen nachzukommen." 
Die Zentralbanken und die Märkte können allein nicht für eine geordnete weltweite Neuausrichtung sorgen. Gefragt sind jetzt umfassende politische Massnahmenpakete. Mehr...

Kommentar: Ergänzend zu dem vorangegangenen Beitrag dieser Kommentar von Mohamed A. El-Erian, Ex-Pimco. El-Erian ist als Ökonom ein Hochkaräter. Seine Beiträge sind immer wieder eine lohnende Lektüre. Sein Fazit versteht auch der Unkundige: "Die Zentralbanken und die Märkte können allein nicht für eine geordnete weltweite Neuausrichtung sorgen. So schwierig es auch sein mag, aber die Politiker müssen mit umfassenden politischen Massnahmenpaketen auf die Situation reagieren. Je länger sie damit zuwarten, umso geringer wird die Wirkung ihrer Anstrengungen ausfallen. Da schlechte Politik wirtschaftliche Chancen blockiert, wird damit auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierungen weiter untergraben – mit möglicherweise schwerwiegenden weltweiten Folgen für politische Systeme und die von ihnen verwalteten Volkswirtschaften." 
Denken wir an das Naheliegende: In Europa gäbe es in diese Richtung viel zu tun. Leider fehlt dafür aber das politische Personal. Die aktuellen Krisenmanager folgen auch nur dem Plan, die Divergenzen weiter zu verstärken.  


These Are 2015's "Black Swans" According To SocGen
(zerohede.com) So what does SocGen believe are 2015's black swans?

Here are the "bad" ones, alongside their estimated probability of occurring:
  • Ukraine crisis spills over to broader disruption (5%)
  • Deflate-thy-neighbor, or systemic EM crisis (10%)
  • Lower-than-expected price multipliers (15%)
  • Sharp repricing of G4 term premiums (20%)
  • UK election leads to Brexit vote (25%), Brexit (10%)
  • China hard-landing (30%)

Here are the "unexpected" events that would lead to a favorable outcome (sadly, these never actually occur).
  • Higher than expected price multipliers (15%)
  • Euro area fast track reform and growth friendly fiscal policies (10%)

And visually:


Kommentar: SocGen = Société Générale, eine der größten und ältesten Großbanken in Frankreich. Ähnlich krisenanfällig wie die Deutsche Bank. Die Bank beschäftigt sich regelmäßig mit der Entwicklung der vielen Krisenherde in der Welt. In diesem Fall geht es um den Black Swan. Er bezeichnet ein Ereignis, das extrem unwahrscheinlich ist, völlig überraschend eintritt und sich im Nachhinein einfach erklären lässt (hier).


Global Trade Volume Tumbles Most Since 2011; Biggest Value Plunge Since Lehman
(zerohedge.com) Back in the beginning of March, Søren Skou, the CEO of Maersk the world's largest container-shipper warned that global trade is slowing down. Specifically, he said that global trade growth could slow this year from recent 4% growth rates, as Chinese, Brazilian and Russian economies disappoint.
"Growth from a historical perspective is quite sluggish. It has a huge impact for us as an industry... The economies in Europe are still very sluggish. Brazil, Russia and China: those three economies used to drive a lot of growth, and right now we are not really seeing that to the same extent. The only real bright spot is the US, and even the US is good but not great."
Today we have proof just how accurate Skou was not only about the collapse in global trade in recent months, but that his call for the end of a US decoupling - something that only we called far in advance of the Atlanta Fed extrapolating a 0.3% Q1 GDP - was also spot on.
Presenting the latest data from the CPB Netherlands Bureau for Economic Policy Analysis, according to which in January world trade by volume dropped by a whopping 1.4% from December: the biggest drop since 2011!  


Kommentar: Für Deutschland ist das natürlich alles kein Problem, der ifo-Geschäftsindex zeigt immer weiter nach oben: "Deutsche Wirtschaft sprüht vor Optimismus" meldet gerade das HANDELSBLATT (hier).


This Is What The Global Economy Got For $11,000,000,000,000 In QE
(zerohedge.com) Eleven trillion dollars: that’s how much of so-called Quantitative Easing the world’s central banks have done since the 2008 crisis. To put that in perspective, with eleven trillion dollars you could pay off pretty much all U.S. household debt – all mortgages, all car and student loans, credit cards – you name it.

So what did the global economy get for $11,000,000,000,000 in QE? 

  
Following a post-recession pop, we got collapsing world trade growth, and that’s even with prices falling over the past three to four years. Read more...

Kommentar: Niemand darf ernsthaft behaupten, das jüngste EZB-Liquiditätsprogramm wird seine, gegenüber der Öffentlichkeit erklärten, Ziele erreichen. Noch einmal an dieser Stelle: Darum geht es der EZB auch gar nicht, sie will die Finanzindustrie am Leben erhalten. Das ist Fakt,  sonst nichts.


Griechenland: USA gehen, Grexit kommt
(griechenland-blog.gr) Während Europa noch die letzten Vorwände aufrecht erhält, zieht die amerikanische Capital Group sich klammheimlich aus Griechenland zurück. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: In Griechenland wächst die Sehnsucht nach dem Grexit. Und die Ratten verlassen das sinkende Schiff...

Unter diesen Umständen ist es nicht abwegig das Szenario näher zu betrachten. Der GRIECHENLAND BLOG macht das in dem Beitrag "Griechenlands Rückkehr zu Drachme in 10 Schritten". Auszug: "Das albtraumhafte Szenarium Griechenlands Ausscheiden aus dem Euro und der Rückkehr zur Drachme war für lange Zeit in Vergessenheit geraten, bis es sich in letzter Zeit wieder einstellte. Trotz der Tatsache, dass es von internationalen Massenmedien und hauptsächlich aus Berlin als Druckmittel gegen die griechische Regierung verwendet wird,  fürchten viele den 'Unfall'. Aus diesem Grund haben ausländische und griechische Banken immer Szenarien für das Ausscheiden und Pläne bereit haben, um einer eventuelle Krise zu begegnen." Mehr hier


Griechenland: Fünf Jahre Abstieg
(fr-online.de) Im Frühjahr 2010 stand Griechenland vorm Staatsbankrott. Seither sind fünf Jahre vergangenen. Die Krise hat ein Viertel der Wirtschaftskraft des Landes ausradiert und eine Million Jobs vernichtet. Was die Krise in Griechenland mit den Menschen gemacht hat. Mehr...

Kommentar: Ein Blick auf die Menschen, denen die Krise und die unmenschliche "Reformpolitik" der europäischen Krisenmanager in Berlin und Brüssel mächtig zusetzt. Bitte lesen! Der Beitrag ist überschaubar.


Nationalistisch und undifferenziert 
(taz.de)  Die "Bild"-Zeitung hetzt seit Beginn der Krise gegen Griechenland - und fährt regelrecht politische Kampagnen. Die "Pleite-Griechen" sind mittlerweile so etwas wie ein Kampfbegriff des Blattes. Mehr...

Kommentar: Die Zeitung des BILDungsbürgertums: Ein Revolverblatt. 


Heiner Flassbeck: Es ist auch unsere Krise
(fr-online.de) Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt? Mag sein. Aber ohne die verfehlte deutsche Politik wäre das nicht gegangen. Mehr...

Kommentar: Was Flassbeck beschreibt ist vollkommen richtig und muss deshalb mit allen Mitteln vertuscht werden. Griechenland ist auch für diese anspruchsvolle propagandistische Aufgabe das Versuchslabor. Ausnahmslos alle deutschen Leitmedien machen mit.  


Time Isn’t on Our Side
(jacobinmag.com) Ever since the media spin that presented the February 20 agreement between the Greek government and the Eurogroup as almost a victory started subsiding, the main argument of its supporters has been that "it bought some time."
Some concessions had to be made, proponents say, but they took place within the framework of a "propellant compromise," to use the terminology of deputy prime minister and prominent figure of Syriza’s "realists" Yiannis Dragasakis.
The argument here is that there would be no additional austerity for the four-month duration of the agreement, the liquidity problem that brought the banking system to the verge of collapse would be temporarily resolved, and the government would have some room for maneuver in its preparations for the new round of negotiations in June without having to abandon its strategic targets. It does not constitute a defeat, therefore, but a tactical retreat that works in favor of the Greek side.
But even without going into a detailed analysis of the commitments undertaken by the Greek government while signing the agreement, it’s clear that it didn’t take long before reality refuted the main points of the preceding argument. Read more...


Kommentar: Der Beitrag gibt einen sehr guten Überblick der vielen Versuche der neuen griechischen Regierung in Griechenland zu regieren. Beschreibt das Störfeuer aus Europa, die kreativen "Vieldeutigkeiten" in den Vereinbarungen der EU mit der griechischen Regierung, um zum Schluss als alternative Strategie für Griechenland eine Grexit zu empfehlen. Sehr viel Hintergrundinformationen und reichlich Gedankenfutter zeichnen diese Analyse aus. 


Living (dangerously) without a fiscal union
(bruegel.org) The euro area’s political contract requires member nations to rely
principally on their own resources when confronted with severe economic distress. Since monetary policy is the same for all, nationalfiscal austerity is the default response to counter national fiscal stress. Moreover, the monetary policy was itself stodgy in countering the crisis, and banking-sector problems were allowed to fester. And it was considered inappropriate to impose losses on private-sector creditors. Thus, the nature of the incomplete monetary union
and the self-imposed taboos led deep and persistent fiscal austerity to become the norm. As a consequence, growth was hurt, which undermined the primary objective of lowering the debt burden. To prevent a meltdown, distressed nations were given official loans to repay private creditors. But the stress and instability continued and soon it became necessary to ease the repayment terms on official loans. When even that proved insufficient, the German-inspired fiscal austerity was combined with the deep pockets of the European Central Bank. The ECB’s safety net for insolvent or near-insolvent banks and sovereigns, in effect, substituted for the absent fiscal union and drew the central bank into the political process. Read more...


Kommentar: Autor der Studie ist Ashoka Mody. Nach unserer Einschätzung hat sich dieser Mann der Rettung des Euro verschrieben. Jedenfalls versucht er sich daran, mit vernünftigen Vorschlägen der Politik in Europa unter die Arme zu greifen. Bisher ohne Erfolg, aber er lässt sich scheinbar nicht so schnell entmutigen. Für ökonomisch vorgebildete LeserInnen ist diese Arbeit einen Leseversuch wert. 


Still a chance for another Europe?
(opendemocracy.net) On the output side of Europe’s political system, we have an abdication of responsibility by representative institutions in the face of citizens’ demands. But the Greek elections mark a turning point. Read more...

Kommentar: Wir teilen selbst dieses bisschen Hoffnung nicht (mehr). Nicht mehr lange, dann ist Europa nicht mehr wiederzuerkennen. Es ist schlicht und einfach zerstört. 


Österreich: Genossenschafts-Banken kämpfen gegen Zwangs-Fusionen
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) In Österreich wollen die Holdings von Volks- und Raiffeisenbanken die einzelnen Genossenschafts-Banken zwingen, ihre Autonomie aufzugeben. Auch aus Italien werden ähnliche Tendenzen gemeldet: Die Holdings wollen ihre Risiken durch die Einlagen der kleinen Sparer absichern. Dabei gehen die Zentralisten mit brachialen Methoden vor: Sie drohen Banken, die Widerstand leisten, ganz unverhohlen mit dem Ausschluss aus den Bereichen Zahlungsverkehr, Wertpapierabwicklung und Geldversorgung. Mehr...

Kommentar: Wer genau hinseht, der erkennt auch in Österreich die deutlichen Anzeichen einer Enteignung. Oder was ist die Vorsorge für einen absehbaren Bail-in anderes?


Hillary Clinton Is a Conservative Republican
(lewrockwell.com) Although she is no longer first lady, a U.S. senator from New York, or Secretary of State, and has not officially announced her candidacy to be the Democratic nominee for president, Hillary Clinton can’t seem to stay out of the news. Conservatives love to hate Hillary almost as much as they love to hate Obama.
And rightly so.
Most lately it has come out that she used a private server for all of her e-mails when she was President Obama’s secretary of state from 2009 to 2013. At the very least, she concealed government documents from the very government she worked for and failed to secure classified documents in a government-approved manner.
Perhaps even Bush would have been criticized by Republicans if he had been this arrogant and careless. Perhaps. Okay, probably not.
But when it comes to serious issues about the nature of government and its role in business, the market, education, health care, and society, certainly there are notable differences between Hillary Clinton and conservative Republicans?
I’m afraid it’s just not so. In fact, someone has to say it so I will say it: Hillary Clinton is a conservative Republican. Read more...


Kommentar: In den USA wirft die kommende US-Präsidentschaftswahl ihre Schatten voraus. Das verdient die Aufmerksamkeit unserer LeserInnen. Ab heute werden wir darüber berichten. Der erste Beitrag handelt von Hillary Clinton. Sie sieht sich als heiße Anwärterin auf die Kandidatur bei den Demokraten. Ob das die richtige Wahl ist? 


Auch in 2015: Persönliche Beratung
Wer sich gegen die vielen Formen der finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschließend über die Einzelheiten der Beratung. Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir erfolgreich ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen.  

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)