Mittwoch, 25. März 2015

Standpunkt 968 - Nachrichten-Ticker, 24.03.


Wir sind zurück. Ohne Wenn und Aber. Für unsere LeserInnen stellen wir an dieser Stelle wieder regelmäßig aktuelle und interessante Beiträge zusammen, die von uns - mehr oder weniger - kommentiert und ergänzt werden. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen.  

Leider müssen wir immer häufiger auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele wichtige Themen unbeachtet. Unsere LeserInnen bitten wir um Verständnis, dass wir eine Übersetzung der englischen Texte nicht bereitstellen können. Dafür fehlt uns einfach die Zeit. 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich. 

"In Demokratien erfüllen Medien grundlegende Funktionen: Sie sollen das Volk informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und damit Partizipation ermöglichen. Oftmals werden Medien auch als 'vierte Gewalt' bezeichnet." So bringt es hier die Bundeszentrale für politische Bildung auf den Punkt. Weil die "vierte Gewalt" überall längst zu einer regierungsfreundlichen Propagandamaschinerie verkommen ist, versuchen wir mit unserem Blog diesen Mangel so weit wie möglich auszugleichen: Wir bleiben unabhängig, bewahren uns einen klaren Verstand und sind nur den Fakten verpflichtet die wir zusammentragen, um an dieser Stelle die maßlose Volksverdummung zu kommentieren und zu entlarven, die weltweit offensichtlich unaufhaltsam um sich greift. Kein Kontinent, kein Wirtschaftssystem, keine Kultur, bleibt davon verschont. Soweit diese Entwicklung Folgen für die Menschen in Europa hat, ist es unser Thema.  

An dieser Stelle erneuern wir noch einmal unser Versprechen: Alle liegengebliebenen Beiträge aus den vergangenen Monaten werden von uns zusammengefasst und in den kommenden Wochen akribisch abgearbeitet. Außerdem behandeln wir demnächst die folgenden Schwerpunktthemen in separaten Beiträgen: Bauernopfer Griechenland; Austeritätspolitik und steigende Staatsschulden; Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt in den USA - die Statistik lügt; Blasen-Ökonomie - die unendliche Geschichte; das Missverständnis Keynes; die neuen Kriegsspiele des Westens; die Sanktionen gegen Russland vor dem Hintergrund von Flug MH17; die EZB in der Krise; die Dramedy "Jean-Claude Juncker for President"; die Separationsbestrebungen in Europa; die Zerstörungswut der "too big to fail"-Banken, den Trickbetrug Bankenunion und die Debatte um den Mindestlohn in Deutschland. Änderungen und Ergänzungen behalten wir uns vor.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Daran hat sich nichts geändert. Leider wissen wir noch nicht, wann die bereits seit ewigen Zeiten angekündigte Aktualisierung zur Veröffentlichung kommt. Auch Oktober 2014 war nicht haltbar. Selbstverständlich sind wir gerne bereit, Fragen zu diesem Thema zu beantworten. E-mail genügt! Nach wie vor behält unser letztes Update aus dem September 2012 Gültigkeit, das hier unseren LeserInnen zur Verfügung steht. Bereits damals waren wir höchst aktuell, wie die neuesten Ergebnisse des G20-Gipfels in Brisbane zeigen, mit denen sich die deutschsprachigen Führungsmedien erwartungsgemäß nicht beschäftigt haben.

Wir sind aber fündig geworden und können darüber berichten. Ellen Brown bringt es am 01.12.2014 so auf den Punkt: "New G20 Rules: Cyprus-style Bail-ins to Take Deposits AND Pensions". Wir zitieren aus der Einleitung: "On the weekend of November 16th, the G20 leaders whisked into Brisbane, posed for their photo ops, approved some proposals, made a show of roundly disapproving of Russian President Vladimir Putin, and whisked out again. It was all so fast, they may not have known what they were endorsing when they rubber-stamped the Financial Stability Board’s 'Adequacy of Loss-Absorbing Capacity of Global Systemically Important Banks in Resolution', which completely changes the rules of banking." Mehr hier. Unbedingt auch den Links folgen! Es lohnt sich. Wer seine sieben Sinne beisammen hat, dem müssen diese Beiträge langsam aber sicher den Schlaf rauben! 


Ticker-Themen: Enteignung: Die Schlinge zieht sich zu (4 Beiträge) - IWF vs. US-Dollar - Überforderte Notenbanker - Planlose Politik? - Société Générale: 2015's "Black Swans" - Weltwirtschaft vs. Deutsche Wirtschaft: 0:1 - Weltwirtschaft und QE - Griechenland: Grexit kommt - Griechenland-Abstieg - BILD: Mein Kampf gegen Griechenland - Griechenland-Krise - Fiscal Union - Europa der Veränderungen? - Österreichs Bankenkrise - Hillary Clinton - In eigener Sache: Persönliche Beratung 


Frankreich schränkt Verwendung von Bargeld drastisch ein
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Frankreich setzt einen Meilenstein in der Verwendung von Bargeld und verschärft die Kontrolle von Bargeld-Zahlungen drastisch. Auch der Gold-Verkauf ist betroffen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Dieser Beitrag beschreibt einen wichtigen Schritt in Richtung staatlicher Enteignung. Am Ende werden Bargeld und Goldbesitz verboten. Das hart erarbeitete und ersparte Vermögen wird durchsichtig und wehrlos gegen die "staatlichen Werkzeuge der Enteignung" (siehe oben). 

Das ist kein Einzelfall. Andere Länder in Europa sind schon viel weiter. Es ist eine Entwicklung, die nicht auf einzelne Länder beschränkt bleibt, sondern weltweit ums sich greift. Dazu drei aktuelle Ergänzungen aus Nordamerika:

Michael Snyder von THE ECONOMIC COLLAPSE BLOG meldet "They Are Slowly Making Cash Illegal". Er schreibt einleitend: "The move to a cashless society won’t happen overnight. Instead, it is being implemented very slowly and systematically in a series of incremental steps. All over the planet, governments are starting to place restrictions on the use of cash for security reasons. As citizens, we are being told that this is being done to thwart criminals, terrorists, drug runners, money launderers and tax evaders.  Other forms of payment are much easier for governments to track, and so they very much prefer them. But we are rapidly getting to the point where the use of cash is considered to be a 'suspicious activity' all by itself. These days, if you pay a hotel bill with cash or if you pay for several hundred dollars worth of goods at a store with cash you are probably going to get looked at funny. You see, the truth is that we have already been trained to regard the use of large amounts of cash to be unusual.  The next step will be to formally ban large cash transactions like France and other countries in Europe are already doing." Mehr hier

RAGING BULLSHIT aus Kanada beschäftigt sich mit der Frage: "Are We Sleepwalking Towards a Cashless Society?" Ein Auszug: "For years national governments have been seeking to reduce the number and size of cash transactions within and between their respective economies. In the U.S., any business or person receiving $10,000 or more in 'cash' (in quotes because it’s not just cash) for a sale must file Form 8300. Banks must also report cash transactions of that size. The same practice has also been implemented in Europe, where parties to any large cash transaction are required to explain whence their money came and for what purpose it was used. In 2013, the government of France took this practice even further by erecting new controls on cash transactions which saw the cash transaction limit decrease from 3,000 euros to a paultry 1,000 euros. The reasons for such measures are obvious: at a time when most countries are struggling to rein in their public spending, not to mention meet the ever-rising interest payments on their wholly unsustainable debt load, governments are frantically surveying their surroundings for anything of value to steal or pawn. And when it comes to government greed, especially during acute fiscal crises such as the current one, there is no limit." Die Antwort ist kurz: "A Dark Future." Mehr hier. (Bitte nicht an der Überschrift stören, bloß ein Druckfehler) Der Autor beschreibt eindringlich die Gefahren dieser Entwicklung und ihre Folgen. 

Aus Anlass der französischen Entscheidung hat sich auch ZERO HEDGE mit dem Thema auseinandergesetzt. In dem Beitrag "Fighting The 'War on Terror' By Banning Cash" liefert "Tyler Durden" die fadenscheinigen Gründe: "It was just a matter of time before Western governments used the trumped up 'War on Terror' as an excuse to drastically ratchet up the very real war on the use of cash and personal privacy that they are waging against their own citizens. Taking advantage of public anxiety in the wake of the attacks on Charlie Hebdo and a Jewish supermarket, France has taken the first step. It seems the terrorists involved partially financed these attacks by cash, as well as by consumer loans and the sale of counterfeit goods. What a shockeroo! The terrorists used CASH to purchase some of the stuff they needed--no doubt these murderers were also shod and clothed and used  cell phones, cars, and public sidewalks during the planning and execution of their mayhem. Why not restrict their use? A naked, barefoot terrorist without communications is surely less effective than a fully clothed and equipped one. Despite the arrant absurdity of blaming cash and financial privacy for these crimes, French Finance Minister Michel Sapin brazenly stated that it was necessary to 'fight against the use of cash and anonymity in the French economy.' He then announced extreme and despotic measures to further restrict the use of cash by French residents and to spy on and pry into their financial affairs." Mehr hier

Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock, wohin die Reise geht... 



Der IWF bereitet sich auf das Ende der US-Dollar-Ära vor
(heise.de/telepolis) Am 12. März meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, China und der IWF verhandelten derzeit über die Möglichkeit einer Beteiligung der chinesischen Währung Yuan am Währungskorb der Sonderziehungsrechte des IWF.
"Wir hoffen, dass der IWF die Fortschritte bei der Internationalisierung des Yuan berücksichtigt, um ihn in absehbarer Zukunft in den Korb aufzunehmen, der den Sonderziehungsrechten unterliegt", sagte Yi Gang, Vizegouverneur der Chinesischen Zentralbank auf einer Pressekonferenz am Rande der alljährlichen Tagung des Volkskongresses in Beijing und ergänzte, China werde sich in Geduld üben, bis die Zeit reif sei.
Das scheint kaum nötig. Knapp eine Woche nach Yi Gangs Auftritt gab Christine Lagarde, geschäftsführende Direktorin des IWF, anlässlich eines Besuches der Fudan-Universität von Schanghai bekannt, die Frage sei nicht "ob", sondern "wann" der Yuan in den Währungskorb aufgenommen werde.
Die Mainstream-Medien schenkten der Meldung kaum Aufmerksamkeit und taten, als ginge es hier um eine unbedeutende und eher technische Angelegenheit. Das Gegenteil ist der Fall: Der Schritt des IWF signalisiert eine Zeitenwende. Die mächtigste Finanzorganisation der Welt reagiert auf eine Kette katastrophaler politischer Veränderungen für die USA und unternimmt erste sichtbare Schritte, um sich auf das bevorstehende Ende der Weltherrschaft des US-Dollars vorzubereiten. Mehr...


Kommentar/Ergänzung: Aufschlußreicher Beitrag zu einem sehr spannenden Thema, der absehbaren Einführung einer Weltwährung durch den IWF. Hinter verschlossenen Türen laufen die Vorbereitungen schon auf vollen Touren. Wir sind uns sicher, nichts geschieht dabei ohne das Einverständnis der USA, deren Interessenwahrer der IWF nach wie vor ist. Die USA werden ihren Status als Wirtschaftsmacht No. 1, gestützt auf den US$ als Welt-Leitwährung, nicht einfach so aufgeben. China ist wirtschaftlich und militärisch kaum in der Lage, auf absehbare Zeit den USA Paroli zu bieten. Die angebliche wirtschaftliche Stärke Chinas, mit einem gigantischen Schuldenberg finanziert, steht auf tönernen Füßen. Im Moment sieht es eher nach einem Absturz aus. Dazu verweisen wir auf einen aktuellen Beitrag der Schweizer Wirtschaftszeitung FINANZ UND WIRTSCHAFT: "Chinas Schulden sind viel zu hoch". Es ist ein tiefgründiges Interview mit dem China-Experten Michael Pettis. Mehr hier.


Die Überforderung der Notenbanker
(fuw.ch) Drei schwerwiegende Ungleichgewichte bedrohen die Weltwirtschaft. Die Geldpolitik bekommt sie nicht in den Griff und verschlimmert sie oft. Mehr...

Kommentar: Eine lesenswerte Analyse aus der Schweiz. Für alle, die sich eingehender mit den Hintergründen und absehbaren Entwicklungen auseinandersetzen wollen. Nur etwas für geübte LeserInnen.


Planlose Politik und ökonomische Divergenz
(fuw.ch) "Zu viele politische Entscheidungsträger sind nach wie vor nicht in der Lage – oder nicht willens –, ihren wirtschaftspolitischen Verpflichtungen nachzukommen." 
Die Zentralbanken und die Märkte können allein nicht für eine geordnete weltweite Neuausrichtung sorgen. Gefragt sind jetzt umfassende politische Massnahmenpakete. Mehr...

Kommentar: Ergänzend zu dem vorangegangenen Beitrag dieser Kommentar von Mohamed A. El-Erian, Ex-Pimco. El-Erian ist als Ökonom ein Hochkaräter. Seine Beiträge sind immer wieder eine lohnende Lektüre. Sein Fazit versteht auch der Unkundige: "Die Zentralbanken und die Märkte können allein nicht für eine geordnete weltweite Neuausrichtung sorgen. So schwierig es auch sein mag, aber die Politiker müssen mit umfassenden politischen Massnahmenpaketen auf die Situation reagieren. Je länger sie damit zuwarten, umso geringer wird die Wirkung ihrer Anstrengungen ausfallen. Da schlechte Politik wirtschaftliche Chancen blockiert, wird damit auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierungen weiter untergraben – mit möglicherweise schwerwiegenden weltweiten Folgen für politische Systeme und die von ihnen verwalteten Volkswirtschaften." 
Denken wir an das Naheliegende: In Europa gäbe es in diese Richtung viel zu tun. Leider fehlt dafür aber das politische Personal. Die aktuellen Krisenmanager folgen auch nur dem Plan, die Divergenzen weiter zu verstärken.  


These Are 2015's "Black Swans" According To SocGen
(zerohede.com) So what does SocGen believe are 2015's black swans?

Here are the "bad" ones, alongside their estimated probability of occurring:
  • Ukraine crisis spills over to broader disruption (5%)
  • Deflate-thy-neighbor, or systemic EM crisis (10%)
  • Lower-than-expected price multipliers (15%)
  • Sharp repricing of G4 term premiums (20%)
  • UK election leads to Brexit vote (25%), Brexit (10%)
  • China hard-landing (30%)

Here are the "unexpected" events that would lead to a favorable outcome (sadly, these never actually occur).
  • Higher than expected price multipliers (15%)
  • Euro area fast track reform and growth friendly fiscal policies (10%)

And visually:


Kommentar: SocGen = Société Générale, eine der größten und ältesten Großbanken in Frankreich. Ähnlich krisenanfällig wie die Deutsche Bank. Die Bank beschäftigt sich regelmäßig mit der Entwicklung der vielen Krisenherde in der Welt. In diesem Fall geht es um den Black Swan. Er bezeichnet ein Ereignis, das extrem unwahrscheinlich ist, völlig überraschend eintritt und sich im Nachhinein einfach erklären lässt (hier).


Global Trade Volume Tumbles Most Since 2011; Biggest Value Plunge Since Lehman
(zerohedge.com) Back in the beginning of March, Søren Skou, the CEO of Maersk the world's largest container-shipper warned that global trade is slowing down. Specifically, he said that global trade growth could slow this year from recent 4% growth rates, as Chinese, Brazilian and Russian economies disappoint.
"Growth from a historical perspective is quite sluggish. It has a huge impact for us as an industry... The economies in Europe are still very sluggish. Brazil, Russia and China: those three economies used to drive a lot of growth, and right now we are not really seeing that to the same extent. The only real bright spot is the US, and even the US is good but not great."
Today we have proof just how accurate Skou was not only about the collapse in global trade in recent months, but that his call for the end of a US decoupling - something that only we called far in advance of the Atlanta Fed extrapolating a 0.3% Q1 GDP - was also spot on.
Presenting the latest data from the CPB Netherlands Bureau for Economic Policy Analysis, according to which in January world trade by volume dropped by a whopping 1.4% from December: the biggest drop since 2011!  


Kommentar: Für Deutschland ist das natürlich alles kein Problem, der ifo-Geschäftsindex zeigt immer weiter nach oben: "Deutsche Wirtschaft sprüht vor Optimismus" meldet gerade das HANDELSBLATT (hier).


This Is What The Global Economy Got For $11,000,000,000,000 In QE
(zerohedge.com) Eleven trillion dollars: that’s how much of so-called Quantitative Easing the world’s central banks have done since the 2008 crisis. To put that in perspective, with eleven trillion dollars you could pay off pretty much all U.S. household debt – all mortgages, all car and student loans, credit cards – you name it.

So what did the global economy get for $11,000,000,000,000 in QE? 

  
Following a post-recession pop, we got collapsing world trade growth, and that’s even with prices falling over the past three to four years. Read more...

Kommentar: Niemand darf ernsthaft behaupten, das jüngste EZB-Liquiditätsprogramm wird seine, gegenüber der Öffentlichkeit erklärten, Ziele erreichen. Noch einmal an dieser Stelle: Darum geht es der EZB auch gar nicht, sie will die Finanzindustrie am Leben erhalten. Das ist Fakt,  sonst nichts.


Griechenland: USA gehen, Grexit kommt
(griechenland-blog.gr) Während Europa noch die letzten Vorwände aufrecht erhält, zieht die amerikanische Capital Group sich klammheimlich aus Griechenland zurück. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: In Griechenland wächst die Sehnsucht nach dem Grexit. Und die Ratten verlassen das sinkende Schiff...

Unter diesen Umständen ist es nicht abwegig das Szenario näher zu betrachten. Der GRIECHENLAND BLOG macht das in dem Beitrag "Griechenlands Rückkehr zu Drachme in 10 Schritten". Auszug: "Das albtraumhafte Szenarium Griechenlands Ausscheiden aus dem Euro und der Rückkehr zur Drachme war für lange Zeit in Vergessenheit geraten, bis es sich in letzter Zeit wieder einstellte. Trotz der Tatsache, dass es von internationalen Massenmedien und hauptsächlich aus Berlin als Druckmittel gegen die griechische Regierung verwendet wird,  fürchten viele den 'Unfall'. Aus diesem Grund haben ausländische und griechische Banken immer Szenarien für das Ausscheiden und Pläne bereit haben, um einer eventuelle Krise zu begegnen." Mehr hier


Griechenland: Fünf Jahre Abstieg
(fr-online.de) Im Frühjahr 2010 stand Griechenland vorm Staatsbankrott. Seither sind fünf Jahre vergangenen. Die Krise hat ein Viertel der Wirtschaftskraft des Landes ausradiert und eine Million Jobs vernichtet. Was die Krise in Griechenland mit den Menschen gemacht hat. Mehr...

Kommentar: Ein Blick auf die Menschen, denen die Krise und die unmenschliche "Reformpolitik" der europäischen Krisenmanager in Berlin und Brüssel mächtig zusetzt. Bitte lesen! Der Beitrag ist überschaubar.


Nationalistisch und undifferenziert 
(taz.de)  Die "Bild"-Zeitung hetzt seit Beginn der Krise gegen Griechenland - und fährt regelrecht politische Kampagnen. Die "Pleite-Griechen" sind mittlerweile so etwas wie ein Kampfbegriff des Blattes. Mehr...

Kommentar: Die Zeitung des BILDungsbürgertums: Ein Revolverblatt. 


Heiner Flassbeck: Es ist auch unsere Krise
(fr-online.de) Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt? Mag sein. Aber ohne die verfehlte deutsche Politik wäre das nicht gegangen. Mehr...

Kommentar: Was Flassbeck beschreibt ist vollkommen richtig und muss deshalb mit allen Mitteln vertuscht werden. Griechenland ist auch für diese anspruchsvolle propagandistische Aufgabe das Versuchslabor. Ausnahmslos alle deutschen Leitmedien machen mit.  


Time Isn’t on Our Side
(jacobinmag.com) Ever since the media spin that presented the February 20 agreement between the Greek government and the Eurogroup as almost a victory started subsiding, the main argument of its supporters has been that "it bought some time."
Some concessions had to be made, proponents say, but they took place within the framework of a "propellant compromise," to use the terminology of deputy prime minister and prominent figure of Syriza’s "realists" Yiannis Dragasakis.
The argument here is that there would be no additional austerity for the four-month duration of the agreement, the liquidity problem that brought the banking system to the verge of collapse would be temporarily resolved, and the government would have some room for maneuver in its preparations for the new round of negotiations in June without having to abandon its strategic targets. It does not constitute a defeat, therefore, but a tactical retreat that works in favor of the Greek side.
But even without going into a detailed analysis of the commitments undertaken by the Greek government while signing the agreement, it’s clear that it didn’t take long before reality refuted the main points of the preceding argument. Read more...


Kommentar: Der Beitrag gibt einen sehr guten Überblick der vielen Versuche der neuen griechischen Regierung in Griechenland zu regieren. Beschreibt das Störfeuer aus Europa, die kreativen "Vieldeutigkeiten" in den Vereinbarungen der EU mit der griechischen Regierung, um zum Schluss als alternative Strategie für Griechenland eine Grexit zu empfehlen. Sehr viel Hintergrundinformationen und reichlich Gedankenfutter zeichnen diese Analyse aus. 


Living (dangerously) without a fiscal union
(bruegel.org) The euro area’s political contract requires member nations to rely
principally on their own resources when confronted with severe economic distress. Since monetary policy is the same for all, nationalfiscal austerity is the default response to counter national fiscal stress. Moreover, the monetary policy was itself stodgy in countering the crisis, and banking-sector problems were allowed to fester. And it was considered inappropriate to impose losses on private-sector creditors. Thus, the nature of the incomplete monetary union
and the self-imposed taboos led deep and persistent fiscal austerity to become the norm. As a consequence, growth was hurt, which undermined the primary objective of lowering the debt burden. To prevent a meltdown, distressed nations were given official loans to repay private creditors. But the stress and instability continued and soon it became necessary to ease the repayment terms on official loans. When even that proved insufficient, the German-inspired fiscal austerity was combined with the deep pockets of the European Central Bank. The ECB’s safety net for insolvent or near-insolvent banks and sovereigns, in effect, substituted for the absent fiscal union and drew the central bank into the political process. Read more...


Kommentar: Autor der Studie ist Ashoka Mody. Nach unserer Einschätzung hat sich dieser Mann der Rettung des Euro verschrieben. Jedenfalls versucht er sich daran, mit vernünftigen Vorschlägen der Politik in Europa unter die Arme zu greifen. Bisher ohne Erfolg, aber er lässt sich scheinbar nicht so schnell entmutigen. Für ökonomisch vorgebildete LeserInnen ist diese Arbeit einen Leseversuch wert. 


Still a chance for another Europe?
(opendemocracy.net) On the output side of Europe’s political system, we have an abdication of responsibility by representative institutions in the face of citizens’ demands. But the Greek elections mark a turning point. Read more...

Kommentar: Wir teilen selbst dieses bisschen Hoffnung nicht (mehr). Nicht mehr lange, dann ist Europa nicht mehr wiederzuerkennen. Es ist schlicht und einfach zerstört. 


Österreich: Genossenschafts-Banken kämpfen gegen Zwangs-Fusionen
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) In Österreich wollen die Holdings von Volks- und Raiffeisenbanken die einzelnen Genossenschafts-Banken zwingen, ihre Autonomie aufzugeben. Auch aus Italien werden ähnliche Tendenzen gemeldet: Die Holdings wollen ihre Risiken durch die Einlagen der kleinen Sparer absichern. Dabei gehen die Zentralisten mit brachialen Methoden vor: Sie drohen Banken, die Widerstand leisten, ganz unverhohlen mit dem Ausschluss aus den Bereichen Zahlungsverkehr, Wertpapierabwicklung und Geldversorgung. Mehr...

Kommentar: Wer genau hinseht, der erkennt auch in Österreich die deutlichen Anzeichen einer Enteignung. Oder was ist die Vorsorge für einen absehbaren Bail-in anderes?


Hillary Clinton Is a Conservative Republican
(lewrockwell.com) Although she is no longer first lady, a U.S. senator from New York, or Secretary of State, and has not officially announced her candidacy to be the Democratic nominee for president, Hillary Clinton can’t seem to stay out of the news. Conservatives love to hate Hillary almost as much as they love to hate Obama.
And rightly so.
Most lately it has come out that she used a private server for all of her e-mails when she was President Obama’s secretary of state from 2009 to 2013. At the very least, she concealed government documents from the very government she worked for and failed to secure classified documents in a government-approved manner.
Perhaps even Bush would have been criticized by Republicans if he had been this arrogant and careless. Perhaps. Okay, probably not.
But when it comes to serious issues about the nature of government and its role in business, the market, education, health care, and society, certainly there are notable differences between Hillary Clinton and conservative Republicans?
I’m afraid it’s just not so. In fact, someone has to say it so I will say it: Hillary Clinton is a conservative Republican. Read more...


Kommentar: In den USA wirft die kommende US-Präsidentschaftswahl ihre Schatten voraus. Das verdient die Aufmerksamkeit unserer LeserInnen. Ab heute werden wir darüber berichten. Der erste Beitrag handelt von Hillary Clinton. Sie sieht sich als heiße Anwärterin auf die Kandidatur bei den Demokraten. Ob das die richtige Wahl ist? 


Auch in 2015: Persönliche Beratung
Wer sich gegen die vielen Formen der finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschließend über die Einzelheiten der Beratung. Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir erfolgreich ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen.  

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)