Montag, 27. April 2015

Standpunkt 984 - Nachrichten-Ticker, 20. & 21.04.


Wir sind zurück. Ohne Wenn und Aber. Für unsere LeserInnen stellen wir an dieser Stelle wieder regelmäßig aktuelle und interessante Beiträge zusammen, die von uns - mehr oder weniger - kommentiert und ergänzt werden. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen.  

Leider müssen wir immer häufiger auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele wichtige Themen unbeachtet. Unsere LeserInnen bitten wir um Verständnis, dass wir eine Übersetzung der englischen Texte nicht bereitstellen können. Dafür fehlt uns einfach die Zeit. 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich. 

"In Demokratien erfüllen Medien grundlegende Funktionen: Sie sollen das Volk informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und damit Partizipation ermöglichen. Oftmals werden Medien auch als 'vierte Gewalt' bezeichnet." So bringt es hier die Bundeszentrale für politische Bildung auf den Punkt. Weil die "vierte Gewalt" überall längst zu einer regierungsfreundlichen Propagandamaschinerie verkommen ist, versuchen wir mit unserem Blog diesen Mangel so weit wie möglich auszugleichen: Wir bleiben unabhängig, bewahren uns einen klaren Verstand und sind nur den Fakten verpflichtet die wir zusammentragen, um an dieser Stelle die maßlose Volksverdummung zu kommentieren und zu entlarven, die weltweit offensichtlich unaufhaltsam um sich greift. Kein Kontinent, kein Wirtschaftssystem, keine Kultur, bleibt davon verschont. Soweit diese Entwicklung Folgen für die Menschen in Europa hat, ist es unser Thema.  

An dieser Stelle erneuern wir noch einmal unser Versprechen: Alle liegengebliebenen Beiträge aus den vergangenen Monaten werden von uns zusammengefasst und in den kommenden Wochen akribisch abgearbeitet. Außerdem behandeln wir demnächst die folgenden Schwerpunktthemen in separaten Beiträgen: Bauernopfer Griechenland; Austeritätspolitik und steigende Staatsschulden; Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt in den USA - die Statistik lügt; Blasen-Ökonomie - die unendliche Geschichte; das Missverständnis Keynes; die neuen Kriegsspiele des Westens; die Sanktionen gegen Russland vor dem Hintergrund von Flug MH17; die EZB in der Krise; die Dramedy "Jean-Claude Juncker for President"; die Separationsbestrebungen in Europa; die Zerstörungswut der "too big to fail"-Banken, den Trickbetrug Bankenunion und die Debatte um den Mindestlohn in Deutschland. Änderungen und Ergänzungen behalten wir uns vor.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Daran hat sich nichts geändert. Leider wissen wir noch nicht, wann die bereits seit ewigen Zeiten angekündigte Aktualisierung zur Veröffentlichung kommt. Auch Oktober 2014 war nicht haltbar. Selbstverständlich sind wir gerne bereit, Fragen zu diesem Thema zu beantworten. E-mail genügt! Nach wie vor behält unser letztes Update aus dem September 2012 Gültigkeit, das hier unseren LeserInnen zur Verfügung steht. Bereits damals waren wir höchst aktuell, wie die neuesten Ergebnisse des G20-Gipfels in Brisbane zeigen, mit denen sich die deutschsprachigen Führungsmedien erwartungsgemäß nicht beschäftigt haben.

Wir sind aber fündig geworden und können darüber berichten. Ellen Brown bringt es am 01.12.2014 so auf den Punkt: "New G20 Rules: Cyprus-style Bail-ins to Take Deposits AND Pensions". Wir zitieren aus der Einleitung: "On the weekend of November 16th, the G20 leaders whisked into Brisbane, posed for their photo ops, approved some proposals, made a show of roundly disapproving of Russian President Vladimir Putin, and whisked out again. It was all so fast, they may not have known what they were endorsing when they rubber-stamped the Financial Stability Board’s 'Adequacy of Loss-Absorbing Capacity of Global Systemically Important Banks in Resolution', which completely changes the rules of banking." Mehr hier. Unbedingt auch den Links folgen! Es lohnt sich. Wer seine sieben Sinne beisammen hat, dem müssen diese Beiträge langsam aber sicher den Schlaf rauben! 


Ticker-Themen: Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer - IWF-Frühjahrstagung - IWF zu Griechenland  - Griechenland: Fortsetzung von Pleite, Pech und Panne (6 Beiträge) - Europas Krisenpolitik eine Sackgasse - Italien: Renzi gegen die europäische Sparpolitik - China - Occupy Wall Street - In eigener Sache: Persönliche Beratung 


Massensterben im Mittelmeer: Farce statt Tragödie
(hintergrund.de) In der Nacht zum Sonntag ist erneut vor der Küste Libyens ein Flüchtlingsschiff gekentert. Von über neunhundert Toten ist die Rede. Laut der Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, Carlotta Sami, ist es das "schlimmste Massensterben, das jemals im Mittelmeer gesehen wurde". Täglich sterben Menschen im Mittelmeer auf ihrer Flucht nach
Europa. Für Schlagzeilen sorgen dabei nur noch die sich in erschreckender Regelmäßigkeit ereignenden Katastrophen, bei denen auf einen Schlag hunderte Menschen ertrinken.
Wieder einmal sprechen Europas Politiker nun von einer "Tragödie", die sich nicht wiederholen dürfe. Wieder einmal ist von einem "Versagen" der EU-Politik die Rede. Und wieder einmal dreht sich der Streit darum, ob die Europäische Union Mittel bereitstellen soll, um den Flüchtlingen zu helfen, oder ob diese nicht besser in eine rigorosere Grenzabschottung investiert werden sollten, die die Flucht über das Mittelmeer weiter erschwert. Dabei entsteht der Eindruck, dass nicht das massenhafte Sterben der "Verdammten dieser Erde" das eigentliche Problem sei, sondern dass diese es "wagen" im Mittelmeer, und damit vor der Haustür der Europäischen Union, zu krepieren – und die Bewohner der "Festung Europa" daran erinnern, dass die Politik des Westens für massenhaftes Elend mitverantwortlich ist.
Letzteres wird in der nun wieder entfachten Flüchtlingsdebatte von fast allen Beteiligten konsequent ausgeblendet. Dabei liegt es auf der Hand, dass die westliche Interventionspolitik der letzten Jahre, ob in Libyen oder Syrien, massiv zur Verschärfung der Flüchtlingskrise beigetragen hat. Mehr...


Flüchtlinge: Ums Verrecken 
(fr-online.de) "Ein Schock, der uns in tiefe Trauer stürzt. Meine Gedanken und meine Anteilnahme, auch die der ganzen Bundesregierung, sind jetzt bei den Menschen, die so jäh ihr Leben verloren haben."
So sprach Angela Merkel an jenem 24. März, als 150 Menschen beim Absturz der Germanwings-Maschine ums Leben gekommen waren. Jetzt am Wochenende war Ähnliches nicht zu hören, als bis zu 700 Flüchtlinge im Mittelmeer ertranken.
Natürlich ist es ein Unterschied, ob eine deutsche Kanzlerin um Landsleute zu trauern hat oder nicht. Aber der Dimension, die das Verrecken im Mittelmeer angenommen hat, würde nichts anderes gerecht als die radikale Abkehr von einer Politik, die sich – in Worten und in Taten – der tausendfach unterlassenen Hilfeleistung mit Todesfolge schuldig macht. Mehr...


Reeder zur Flüchtlingskatastrophe: "Es ist grausam"
(spiegel.de) Wenn Flüchtlingsboote im Mittelmeer kentern, werden oft auch deutsche Schiffe zu Hilfe gerufen. Nach der jüngsten Katastrophe schildert der Hamburger Reeder Christopher Opielok unfassbare Zustände - und attackiert die EU. Mehr...


Kommentar/Ergänzung: Drei Beiträge, die sich mit der jüngsten Katastrophe im Mittelmeer beschäftigen und dabei nicht mit Kritik an der EU sparen. Außerdem bieten sie Lösungen an, die jedoch kaum in das politische Kalkül der Union passen. 

Deren Haltung beschreibt treffend ein Beitrag, der bereits im vergangenen November, zum Ende von Mare Nostrum, bei WORLD SOCIALIST WEB SITE erschienen ist: "Tod als Abschreckung". Aus der Einleitung: "Am 1. November hat die italienische Regierung die Marineoperation Mare Nostrum, die im Laufe eines Jahres mehr als 100.000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gefischt hat, offiziell eingestellt. Grund ist eine bewusste Entscheidung der Europäischen Union, in Zukunft tausende Flüchtlinge jämmerlich ertrinken zu lassen, um weitere von der Flucht nach Europa abzuschrecken." Mehr hier. Eine Pflichtlektüre. 

Eine Außenansicht liefert ZERO HEDGE mit dem Beitrag "Why Europe Lets People Drown". Der Vorspann: "That Europe let almost 1000 people die in the Mediterranean in one night shouldn’t be a surprise to anyone, at least not to those who are still occasionally awake. The Club Med migrant crisis has been going on for a long time, and the EU’s only reaction to it has been to slash its budget and operations in the area, not to expand them. So when the New York Times opens with "European leaders were confronted on Monday with a humanitarian crisis in the Mediterranean..", they’re a mile and a half less than honest. Brussels has known what was going on for years, and decided to do less than nothing. The onus was put on Italy, Malta, Greece and a handful of private compassionate activists to handle the situation, as if it was some sort of local, or even tourist, issue, while Europe’s finest went back to festive gala openings of their €1 billion+ ‘official’ edifices, and back to forcing more austerity on member nations. Somebody has to pay for those buildings. The EU took over rescue operations from Italy late last year and promptly cut the budget by two-thirds. Saving migrant lives was deemed just too expensive. You don’t survive in European politics if you don’t get your priorities straight." Mehr hier. Am Ende eine klare Ansage:  "(...) the EU just fail spectacularly in the waters of the Mediterranean. It fails as badly in Greece, where it keeps pushing demands for more austerity on people going hungry, and in Ukraine, where the EU is an accomplice, through a ‘government’ it supports, to the loss of what German intelligence claims are as many as 50,000 human lives. The body count is rising, and Brussels itself will never call it quits. It really is high time to halt this unholy union."

Manche nennen es unterlassene Hilfeleistung, was da im Mittelmeer passiert, wir halten es für Mord. Und sind längst davon überzeugt, genau genommen seit dem krisenpolitikbedingten Anstieg der Selbstmordraten in Südeuropa, dass die EU von einer Mörderbande regiert wird, die keine Skrupel kennt. Mitschuldig machen sich europaweit alle PolitikerInnen in den Oppositionsparteien, die nicht durch geeignete Gesetzesvorlagen versuchen, diese Massenmorde zu verhindern. Unser besonderer Gruß geht dabei an die linken Parteien. Es genügt einfach nicht, wie es in Deutschland üblich ist, in den einschlägigen Talkshows den ZuschauerInnen die Welt zu erklären, sich aber ansonsten vornehm zurückzuhalten.  


Schulden außer Kontrolle: Die Vorahnung eines perfekten Sturms
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Der neue Bericht des IWF über die globale Finanz-Stabilität ist ein Eingeständnis des Scheiterns der Alchimisten des Geldes: Schon die kleinste Krise in der Welt kann zu einem Crash führen, fürchten die Finanz-Eliten. Lösungen haben sie keine. Ab sofort gilt das Prinzip "Rette sich, wer kann". Die Sparer, Steuerzahler und Bank-Kunden sollten höchste Wachsamkeit walten lassen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Nett, dass der IWF einige der Probleme endlich öffentlich macht. Wetten, die Politik wird darauf nicht reagieren! Das politische Führungspersonal wird bestenfalls einige Sprechblasen absondern, das war es auch schon. 

In Wahrheit ist es nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs, mit dem sich der IWF-Bericht "Global Financial Stability Report April 2015" (hier) beschäftigt. Eine unfassbare Augenwischerei aus der Kategorie "Tricksen und Täuschen". Leider nimmt der Beitrag dazu nicht Stellung. 

Näher dran an dem Problem ist beispielsweise Jeff Nielson bei BULLION BULLS CANADA mit dem Beitrag "The Next Crash in 2016". Einleitend heißt es dort: "For the past two years (more or less) readers have read warnings that a horrific economic collapse is brewing across the Western world. It will be the final collapse for these regimes, as none of these economies will be able to survive this coming cataclysm in their present form. There is no prognostication involved here as the 'warning signs' that a collapse is coming couldn’t be more obvious if they were laid-out on a road map. Worse, we know (for a multitude of reasons) that the Next Crash will be much more severe than the economic collapse which preceded it (the Crash of ’08), because nothing has been fixed since that previous crisis." Mehr hier


IWF revidiert Griechenland-Prognose nach nur drei Tagen nach unten
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Der internationale Währungsfonds nimmt seine erst am Dienstag erstellte Wachstumsprognose für Griechenland zurück. Die Annahmen seien zu optimistisch. Der IWF sieht die Schuld in den aktuellen Turbulenzen um Griechenland. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Soviel zur Qualität der IWF-Prognosen: Ungenügend. ZERO HEDGE schlagzeilt zu der ursprünglichen Einschätzung vor wenigen Tagen: "IMF Forecasts Greece Will Be Europe's Fastest Growing Country; Makes Fun Of Its Own Predictions". Der Vorspann: "Making fun of the IMF, which has become a quarterly tradition here , has an increasingly sad aspect to it: like picking on a mentally disabled person, and we do it with the greatest of reservations. However, we will continue doing it because today, in addition to its latest set of global and regional growth projections, the IMF has provided some serious ammo for mockery but most notably, it is now making fun of itself too!" Mehr hier. Der Beitrag ist voller Charts, von denen wir stellvertretend nur einen zeigen:




Das ist haarsträubend... 

ZERO HEDGE liefert dazu auch gleich schon die passende Karikatur:



Die Griechen haben keinen Plan B - und keinen Plan A
(spiegel.de) Das Problem an Gianis Varoufakis ist nicht der ausgestreckte Mittelfinger, sondern der erhobene Zeigefinger. Griechenland taumelt dem Abgrund entgegen, und der Finanzminister vergeudet die Zeit seiner Zuhörer mit theoretischen Belehrungen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Wolfgang Münchau hat den Überblick verloren. Was er Varoufakis oder Tsipras vorwirft ist Humbug. Münchau tut so, als hätte die griechische Regierung Verhandlungsspielraum. Den hat sie aber nicht. Ohne ein Entgegenkommen von Berlin und Brüssel gibt es keinen Plan A, B oder C, usw. zur Lösung der Griechenland-Krise. Berlin und Brüssel sind dazu nicht bereit, also gibt es für Athen nur den Plan Z(eit gewinnen). Jeden Tag, den die griechische Regierung durchhält, erhöht den Druck auf Berlin und Brüssel, doch noch einen Kompromiss einzugehen. Es sei denn, Europas Krisenmanger wollen das Land zügig in die Pleite treiben. Die Chancen stehen nicht schlecht, berücksichtigt man die anstehenden Zahlungstermine und die Vorbereitungen darauf: "Regierung in Athen verfügt Vorstufe zu Kapitalverkehrs-Kontrollen" melden die DEUTSCHE WIRTSCHAFTS-NACHRICHTEN: "Die griechische Regierung hat verfügt, dass die lokalen Behörden alle Cash-Bestände umgehend an die Zentralbank zu überweisen haben. Damit soll der nächste fällige Kredit an den IWF bezahlt werden. Beobachter sehen darin die Vorstufe zu Kapitalverkehrskontrollen." Mehr hier

Die EU will unbedingt eine andere Regierung in Griechenland. Als Warnung an die anderen Problemstaaten in Europa. Dafür ist ihr, abgesehen von einem militärischen Eingreifen, jedes Mittel recht. 

Varoufakis kann sich nur dadurch zur Wehr setzen, dass er auf die negativen Folgen der europäischen Krisenpolitik für sein Land UND für Europa hinweist. Ihm das als "theoretische Belehrungen" vorzuwerfen ist ärmlich. 

Den Vogel schießt Münchau allerdings mit seinen Lösungsvorschlägen ab, bei denen er außerdem einen auf Oberlehrer macht. Nicht eine der vorgeschlagenen Optionen hilft dem Land oder nützt der Eurozone. Option 1 wird schon seit 2010 praktiziert und hat Griechenland an den Abgrund gebracht. Neue, noch schärfere Reformen, geben den Griechen den Rest. Option 2, die Parallelwährung, ist genauso wenig diskussionswürdig wie Option 3, der Austritt aus der Eurozone. Unabhängig davon, dass überhaupt erst die vertraglichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen, sind beide Optionen ohne vollständigen Schuldenerlass für Griechenland nicht praktikabel. Der wird aber von Berlin und Brüssel strikt abgelehnt. Natürlich können die ihre Meinung über Nacht ändern. Die nächste Schwierigkeit: Viele der griechischen Gläubiger finden sich jedoch unter den anderen Problemländern. Anders als beispielsweise Deutschland, können die sich einen Schuldenerlass nicht leisten. Es sei denn, die EZB kauft ihnen diese Forderungen ab. Was aber von der EZB bisher kategorisch abgelehnt wird.


Hintergründe der Verhandlungen Griechenlands
(griechenland-blog.gr) Kostas Vaxevanis, international bekannter Investigativ-Journalist und Herausgeber der Zeitschrift HotDoc, prangert die Verlogenheit der sogenannten Partner Griechenlands an.
Alles, was in Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern bzw. sogenannten "Partnern" geschieht und hauptsächlich geschrieben wird, hat eine Dimension, die einer einfachen Rationalisierung bedarf.
Mittels dieser Rationalisierung ergibt sich, dass der König nackt ist und es keinen feuerspeienden Drachen gibt. Begeben wir uns also in einfachen Schritten zur Logik. Mehr...


Kommentar: Hervorragend! Alles nur Fakten, Fakten, Fakten. Reichlich Nachdenkfutter für alle, die den heimischen Referenzmedien schon längst nicht mehr über den Weg trauen. Der Beitrag beweist: zu Recht. Sogar Wolfgang Münchau sieht da ganz schön alt aus.


Grexit wäre "sehr großes und unnötiges Risiko für die Weltwirtschaft"
(wirtschaftsblatt.at) Der Chefökonom von US-Präsident Barack Obama, Jason Furman, hält einen Abschied Griechenlands aus der Euro-Zone für gefährlich. Er ist damit nicht alleine. Mehr...

Kommentar: Mr. Furman findet klare Worte. Beispiel (aufgepaßt, Herr Münchau): "Es gebe keinen Grund, ein solches Experiment zu versuchen." Hierzulande ist davon leider noch nichts so richtig angekommen. 


Parallelwährung zur Grexit-Vermeidung?
(heise-telepolis.de) Wie aus diversen Quellen zu vernehmen ist, bereitet die Europäische Zentralbank (EZB) schon eine Parallelwährung für Griechenland vor oder denkt zumindest darüber nach, um ein Ausscheiden aus dem Euro zu verhindern. Zwar hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lange so getan, als sei der Grexit längst kein Problem mehr, doch viele Experten schließen sich eher der Meinung von Janis Varoufakis an. Der hat in Spanien gerade vor einem gefährlichen "Spiel mit dem Feuer" gewarnt. Griechenland mobilisiert derzeit alle Reserven, um eine Staatspleite weiter zu verschieben und Zeit zu gewinnen. Mehr...

Kommentar: Eine Zusammenfassung der Diskussion über eine Parallelwährung für Griechenland. Wir betonen noch einmal unsere Haltung: Ernsthaft nicht diskussionsfähig. 


ECB Prepares To Sacrifice Greek Banks With 50% Collateral Haircut
(zerohedge.com) In what seems like a coincidental retaliation for Greece's pivot to Russia (and following Greece's initiation of capital controls), the supposedly independent European Central Bank has decided suddenly that - after dishing out €74 billion of emergency liquidity to the Greek National Bank to fund its banks -  as the NY Times reports, the value of the collateral that Greek banks post at their own central bank to secure these loans be reduced by as much as 50%, and the haircut should increase if negotiations with Europe remain at an impasse. As we detailed earlier, this is about as worst-case-scenario for Greece as is 'diplomatically' possible currently, and highlights an increasingly hard line by The ECB toward The Greeks as the move will leave banks hard-pressed to survive. Mehr...

Kommentar: Für uns besteht kein Zweifel, die griechische Regierung soll mit allen Mitteln zum Einlenken gezwungen werden. Da ist dann auch die EZB nicht weit und lässt sich vor diesen Karren spannen. 


Financial Waterboarding
(jungewelt.de) EZB, Europäische Kommission und IWF retten die Spekulationsfreiheit des Kapitals durch Verstaatlichung seiner Schulden. Pleiten der Länder werden in Kauf genommen. Mehr...

Kommentar: Ein starker Beitrag! Nur vermissen wir die Beschreibung der deutschen Verantwortung in diesem Drama. Die lässt der Autor leider völlig außer Acht. Schade. Trotzdem eine Pflichtlektüre. Beängstigend der Schluss: "Dass in Griechenland Menschen arbeitslos werden, verhungern und an unbehandelten Krankheiten sterben, rührt diese Leute nicht. Zyniker könnten argumentieren: Das 'friedliche' Erwürgen bzw. das 'Financial waterboarding', so Finanzminister Gianis Varoufakis, sei immerhin noch besser als ein Militärputsch wie der von 1967. Damals hatte die 'westliche Wertegemeinschaft' mit ihrem NATO-Plan 'Prometheus' die Demokratie in Griechenland militärisch beseitigt und das faschistoide Obristenregime eingesetzt. Grund war der drohende Wahlsieg der gemäßigten Linken. Aber ähnliche Mittel, siehe Ukraine, stehen für die großmächtige Enteignung von Volkswirtschaft, und Bevölkerungsmehrheiten auch heute bereit." Nähere Informationen zu "Prometheus" gibt es hier.

  
Eurokrise: Von wegen Alternativlos
(zeit.de) In Deutschland wird scheinbar kontrovers über Europas Rettungspolitik diskutiert. Am Ende geht es aber doch immer nur ums Sparen. Dabei gibt es durchaus Alternativen. Mehr...

Kommentar: Der Beitrag beschreibt anschaulich die harte Kritik angelsächsischer Ökonomen an der deutschen Haltung in der europäischen Krise. Erfrischend! 


Sind die "Zeiten der Opfer" in Italien vorbei?
(heise-telepolis.de) Matteo Renzi erteilt der Austeritätspolitik eine Absage. Mehr...

Kommentar: Muckt da einer auf, gegen den kollektiven Unsinn der Spardiktate in Europa? Daran haben wir unsere Zweifel. Wir warten ab, ob sich Renzi damit wirklich durchsetzen kann/will.  

Am Euro entscheidet sich Europas Schicksal (Quelle: cicero.de)

Renten: China lässt Staatsbetrieb fallen
(diepresse.com) Die Firma Baoding Tianwei Baobian Electric kann die Zinsen für eine Anleihe nicht mehr bedienen. Die Volksrepublik eilt ihren Unternehmen künftig wohl nicht mehr so leicht zu Hilfe. Mehr...

Kommentar: Neues aus China. 


"Wir haben mehr Macht, als wir denken"
(heise-telepolis.de) Kapitalismus, Krise und Befreiung: Gespräch mit dem Bestsellerautor und geistigen Vater der Occupy Wall Street Bewegung, David Graeber. Mehr...

Kommentar: Noch einmal Gedankenfutter. Das letzte für heute. Lohnend...


Persönliche Beratung
Wer sich gegen die vielen Formen der finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschließend über die Einzelheiten der Beratung. Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir erfolgreich ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen.  

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)