Donnerstag, 18. Juni 2015

Standpunkt 1007: Nachrichten-Ticker, 03. & 04.06.


Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich. 

"In Demokratien erfüllen Medien grundlegende Funktionen: Sie sollen das Volk informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und damit Partizipation ermöglichen. Oftmals werden Medien auch als 'vierte Gewalt' bezeichnet." So bringt es hier die Bundeszentrale für politische Bildung auf den Punkt. Weil die "vierte Gewalt" überall längst zu einer regierungsfreundlichen Propagandamaschinerie verkommen ist, versuchen wir mit unserem Blog diesen Mangel so weit wie möglich auszugleichen: Wir bleiben unabhängig, bewahren uns einen klaren Verstand und sind nur den Fakten verpflichtet die wir zusammentragen, um an dieser Stelle die maßlose Volksverdummung zu kommentieren und zu entlarven, die weltweit offensichtlich unaufhaltsam um sich greift. Kein Kontinent, kein Wirtschaftssystem, keine Kultur, bleibt davon verschont. Soweit diese Entwicklung Folgen für die Menschen in Europa hat, ist es unser Thema.  

Leider müssen wir dafür immer häufiger auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele wichtige Themen unbeachtet. Unsere LeserInnen bitten wir um Verständnis, dass wir eine Übersetzung der englischen Texte nicht bereitstellen können. Dafür fehlt uns einfach die Zeit.

Es bleibt dabei, wie versprochen: Alle liegengebliebenen Beiträge aus den vergangenen Monaten werden von uns zusammengefasst und in den kommenden Wochen akribisch abgearbeitet. Außerdem behandeln wir demnächst die folgenden Schwerpunktthemen in separaten Beiträgen: Bauernopfer Griechenland; Austeritätspolitik und steigende Staatsschulden; Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt in den USA - die Statistik lügt; Blasen-Ökonomie - die unendliche Geschichte; das Missverständnis Keynes; die neuen Kriegsspiele des Westens; die Sanktionen gegen Russland vor dem Hintergrund von Flug MH17; die EZB in der Krise; die Dramedy "Jean-Claude Juncker for President"; die Separationsbestrebungen in Europa; die Zerstörungswut der "too big to fail"-Banken, den Trickbetrug Bankenunion und die Debatte um den Mindestlohn in Deutschland. Änderungen und Ergänzungen behalten wir uns vor.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Daran hat sich nichts geändert. Leider wissen wir noch nicht, wann die bereits seit ewigen Zeiten angekündigte Aktualisierung zur Veröffentlichung kommt. Auch Oktober 2014 war nicht haltbar. Selbstverständlich sind wir gerne bereit, Fragen zu diesem Thema zu beantworten. E-mail genügt! Nach wie vor behält unser letztes Update aus dem September 2012 Gültigkeit, das hier unseren LeserInnen zur Verfügung steht. Bereits damals waren wir höchst aktuell, wie die neuesten Ergebnisse des G20-Gipfels in Brisbane zeigen, mit denen sich die deutschsprachigen Führungsmedien erwartungsgemäß nicht beschäftigt haben.

Wir sind aber fündig geworden und können darüber berichten. Ellen Brown bringt es am 01.12.2014 so auf den Punkt: "New G20 Rules: Cyprus-style Bail-ins to Take Deposits AND Pensions". Wir zitieren aus der Einleitung: "On the weekend of November 16th, the G20 leaders whisked into Brisbane, posed for their photo ops, approved some proposals, made a show of roundly disapproving of Russian President Vladimir Putin, and whisked out again. It was all so fast, they may not have known what they were endorsing when they rubber-stamped the Financial Stability Board’s 'Adequacy of Loss-Absorbing Capacity of Global Systemically Important Banks in Resolution', which completely changes the rules of banking." Mehr hier. Unbedingt auch den Links folgen! Es lohnt sich. Wer seine sieben Sinne beisammen hat, dem müssen diese Beiträge langsam aber sicher den Schlaf rauben! 


Ticker-Themen: Bargeld-Crash kommt - Geldpolitik in Not - Krisenschmarotzer - Maastricht-Kriterien - Die EU das neue Rom? - EZB in der Krise? - Schuldenfalle Deutschland - Griechenland: Neues aus dem Feldversuchslabor (6 Beiträge) - US-Wirtschaft - Hillary Clinton for President - In eigener Sache: Persönliche Beratung 


The "Better Than Cash Alliance" Has An Orwellian Plan
(zerohedge.com) In the fall of 1910, under the pretense of a duck hunting trip, a group of powerful bankers, political figures, and businessmen met at Jekyll Island, GA to plan the creation of a central bank for the United States. The "game" that this elite group of "hunters" brought back to their ivory towers of Lower Manhattan and Capitol Hill was the blueprint for one of the most destructive financial institutions in modern history, the Federal Reserve.
One-hundred years later, another group of powerful bankers, political figures, and businessmen have converged to promote a cashless society, an economic system that would compel every man, woman, and child to utilize proprietary, government-monitored electronic systems to make purchases of any kind. This
group, which calls itself the Better Than Cash Alliance, is as dangerous as the group of "outdoor enthusiasts" that met at Jekyll Island that fateful early-20th Century November.
And, just like the Jekyll Island group sold their grand plans based on a lie (they claimed that the Fed would guarantee liquidity in times of financial panics), the Better Than Cash Alliance is selling the idea of a cashless society based on the farce that eliminating cash would stimulate entrepreneurship among the poor. In reality, the elimination of cash would reduce a great many opportunities for entrepreneurship for people of few means.
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Kommentar: Das Thema lässt uns nicht ruhen. Aus gutem Grund, die Folgen sind dramatisch. Die meisten werden die Wirkung erst begreifen, wenn es zu spät ist. Unseren LeserInnen können wir nur dringend empfehlen auf der Hut zu sein. Trotz vieler Dementis laufen die Vorbereitungen für eine "cashless world" auf Hochtouren. Die Staaten brauchen dringend das Geld ihrer Bürger. Nicht vergessen: Staatsbürger heißen so, weil sie für ihren Staat bürgen. 

Und noch eine Tatsache, die nicht nur im Zusammenhang mit einer möglichen Pleite Griechenlands wieder an Bedeutung gewinnen wird: "Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger" (Carl Fürstenberg, 1850 - 1933, deutscher Bankier). 


Stefan Kooths: "Am Ende steht ökonomisches Chaos"
(diepresse.com) Der deutsche Ökonom Stefan Kooths sieht durch die expansive Geldpolitik ein "Konservieren von Zombie-Strukturen". Die Chancen auf eine sanfte Landung seien sehr gering. Mehr...

Kommentar: Die Überschrift hält, selbst für unsere geringen Ansprüche, nicht was sie verspricht. Deutsche Ökonomen vertreten in diesen Tagen irgendwie alle die gleichen falschen Ansichten. Liegt das an ihrem Schmalspurdenken, an ihrer wissenschaftlichen Ausbildung oder daran, dass sie andernfalls nicht gefragt, bzw. gehört werden? Natürlich kann es auch damit zu tun haben, wer die Geldtöpfe füllt, aus denen jeden Monat/jedes Jahr das Gehalt überwiesen wird. "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing..." 

Jedenfalls will Stefan Kooths auch nur den Eindruck vermitteln, die lockere Geldpolitik der EZB verfolge das Ziel, die Wirtschaft in Europa anzukurbeln. Die wahren Gründe lässt auch er tunlichst im Verborgenen. 

Das Geld bleibt im Finanzcasino und wird dort verbrannt, in der realen Wirtschaft kommt es nie an. Das prognostizierte "ökonomische Chaos" erleben wir aber trotzdem. Weil irgendwann das Finanzsystem weltweit kollabiert und die Realwirtschaft unter sich begräbt. Letztere bereitet sich längst auf diesen Zeitpunkt vor. Da sind wir uns sicher.


The Central Banks Are Losing Control Of The Financial Markets
(zerohedge.com) Every great con game eventually comes to an end.  For years, global central banks have been manipulating the financial marketplace with their monetary voodoo.  Somehow, they have convinced investors around the world to invest tens of trillions of dollars into bonds that provide a return that is way under the real rate of inflation. For quite a long time I have been insisting that this is highly irrational. Why would any rational investor want to put money into investments that will make them poorer on a purchasing power basis in the long run? And when any central bank initiates a policy of "quantitative easing", any rational investor should immediately start demanding a higher rate of return on the bonds of that nation. Creating money out of thin air and pumping into the financial system devalues all existing money and creates inflation. Therefore, rational investors should respond by driving interest rates up. Instead, central banks told everyone that interest rates would be forced down, and that is precisely what happened. But now things have shifted. Investors are starting to behave more rationally and the central banks are starting to lose control and that is a very bad sign for the rest of 2015. Read more...

Kommentar: Wir glauben nicht so recht daran, dass die Notenbanken die Kontrolle verlieren. Nach unserer Auffassung läuft die Sache nach Plan. Die Finanzmärkte sind schon seit Jahren kaputt. Ihre Akteure sind spätestens seit 2008 pleite. Der Zusammenbruch von Lehman Brothers, bewusst herbeigeführt durch den damaligen US-Finanzminister Hank Paulson, einem Intimfeind von Dick Fuld, dem damaligen Boss von Lehman Brothers, hat eine Lawine ins Rollen gebracht, der sich niemand ernsthaft in den Weg stellt. Die Notenbanken, allen voran der Fed, sind Interessenwahrer der Banken. Ihre Aufgabe sehen sie deshalb nicht darin die Wirtschaft anzukurbeln und für Arbeitsplätze zu sorgen, sondern ausschließlich darin, die Finanzindustrie am Leben zu halten. Um im Bild zu bleiben: Sie rennen links und rechts neben der Lawine her und sorgen dafür, dass nichts im Weg liegt und sie nicht zu früh zerschellt. Und das gelingt ihnen offensichtlich verdammt gut, das haben sie bis heute prima unter Kontrolle. Dass die Lawine dabei immer schneller wird stört nicht weiter, sondern ist Teil des Plans. Die Notenbanken wollen einen geordneten Kollaps der Finanzindustrie erreichen. Zum Nutzen der Finanzkonzerne, nicht zum Schutz der Menschen. Die sind ihnen egal. Im Hinblick darauf läuft alles nahezu perfekt. 

Nur in Europa ist Sand im Getriebe - die frechen Griechen stören ein bisschen den Ablauf. Das könnte brenzlig werden...


Finanzkrise gibt Schmarotzern Auftrieb
(wsws.org) Wie das US-Handelsministerium Ende Mai bekanntgab, ging die Wirtschaftsleistung der USA im ersten Quartal 2015 stark zurück, und zwar aufs Jahr gerechnet um 0,7 Prozent.
Trotz des miserablen Zustands der Realwirtschaft kletterten alle drei großen Börsenindizes des Landes in diesen drei Monaten auf neue Höchststände. Kaum 48 Stunden vor Bekanntgabe der volkswirtschaftlichen Daten schloss der Nasdaq mit einem Allzeithoch von 5107 Punkten. Während die Realwirtschaft seit dem Tiefpunkt der Rezession 2009 nur um 13 Prozent gewachsen ist, haben sich der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq mehr als verdreifacht.
Der Kursanstieg an den Börsen und die nachlassende Wirtschaftsleistung fallen nicht zufällig zusammen. Es sind zwei Seiten einer Medaille, und sie spiegeln denselben grundlegenden Prozess wieder: Sieben Jahre nach der Finanzkrise von 2008 wird die gesamte Weltwirtschaft von der globalen Finanzaristokratie gnadenlos ausgeplündert – mit katastrophalen sozialen und wirtschaftlichen Folgen. Mehr...


Kommentar: Abgesehen von der (tapferen) politischen Botschaft am Ende ist der Beitrag sehr informativ und alleine schon deshalb lesenswert. Nur die Reichen und Mächten haben ihre Vermögen in der Krise noch erheblich vergrößert. Auf der anderen Seite hat die Zahl der Hungernden weltweit um viele Millionen zugenommen. Der Wunsch nach Enteignung erfüllt sich - nur trifft es die Falschen. 


Ein griechischer Arzt berichtet "Wer kein Geld hat, der stirbt"
(tagesspiegel.de) Griechenland muss sparen, und das sieht so aus: Krebskranke bleiben ohne Hilfe, Polio kehrt zurück, Diabetiker erblinden. Georgis Vichas berichtet aus der Praxis. Mehr...

Kommentar: Dieses Interview von Harald Schumann belegt einmal mehr, wie brutal und menschenverachtend die Krisenpolitik ist, die von Berlin aus den europäischen Krisenländern aufgezwungen wird. Nein es ist mehr, es ist mörderisch. Angela Merkel und ihrem Gefolge klebt Blut an den Händen. Aber auch die Opposition ist nicht frei von Schuld. 

Als juristische Laien fragen wir uns natürlich: Gibt es dafür keinen Straftatbestand? Ist es nicht mindestens "unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge"? Oder doch glatter Mord? 

Wahrscheinlich sind es nur straflose, vom Völkerrecht gedeckte Kollateralschäden in einem Krieg ohne militärische Mittel, in dem das deutsche BILDungsbürgertum, gut versteckt hinter seiner Kanzlerin, an seinen Nachbarn späte Rache nimmt für zwei verlorene Kriege. Verschwörungstheorie? Nein, Fassungslosigkeit über so viel Unmenschlichkeit mitten in Europa, verantwortet von einer deutschen Regierung. Und dass es damit weitergehen soll, als unabdingbare Voraussetzung für weitere Hilfen der Gläubiger. Nur um ein vollkommen marodes Finanzsystem, was nicht zu retten ist, so lange wie möglich am Leben zu halten. 

Jahrzehntelang galt für die Bundesrepublik die Devise "Vom deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen" (Quelle: zugeschrieben Willy Brandt, weil von ihm gerne und oft verwendet; wahrscheinlich aber von Wilhelm Pieck, dem Mitbegründer der SED). Offensichtlich hat die Krise in Europa dieses Versprechen außer Kraft gesetzt. 


Tacheles-Schulz, der große Heuchler, wirft wieder eine Blendgranate
(norberthaering.de) Der EU-Parlamentspräsident von der SPD, Martin Schulz, der in den Verhandlungen mit Griechenland von Anfang an reichlich Krokodilstränen über das Leid der Griechen vergossen und sich dabei ungeniert als Hilfs-Unterhändler der deutschen Kreditgeberseite gebärdet hat, setzt heute in der Bild-Zeitung seiner Heuchelei die Krone auf. Griechenland habe eine Bringschuld, stellt er fest, weil es so viel Solidarität erfahren habe. Worin diese Bringschuld nach seiner Meinung besteht, klingt zwar für sozialdemokratische Ohren in Deutschland gut, hat aber absolut nichts damit zu tun, woran es in den Verhandlungen hakt.
Athen müsse Reformen voranbringen, bei der Reform seiner Wirtschaft und Öffentlichen Verwaltung, bei einer gerechteren Verteilung der Lasten, besonders auch bei der Besteuerung der großen griechischen Vermögen. "Leider sehen wir da bisher noch nicht das, was sich viele auch in Griechenland vorgestellt haben", bemängelt er, so als ob es daran hake. Tatsächlich hakt es aber daran, dass die Kreditgeber, die fünf Jahre lang die griechische Politik diktiert haben und dabei klaglos toleriert haben, dass Listen mit großen Steuerhinterziehern in dunklen Schubladen der alten Regierung verschwanden, dass diese Kreditgeber weiterhin mit nichts anderem zufrieden sind als weiteren Rentenkürzungen und der Aufrechterhaltung von Anti-Arbeitnehmer-Gesetzen, die europäischen Standards widersprechen. Die angeblichen Probleme mit der angeblich mangelnden Bereitschaft der seit ein paar Monaten im Amt befindlichen griechischen Regierung, Steuerhinterziehung zu bekämpfen und die Verwaltung zu reformieren, finden ausschließlich im deutschen Boulevard statt, dem sich aber leider immer mehr Medien anschließen. Mit dem Gang der Verhandlungen haben sie nichts zu tun. Schulz wirft nur eine Blendgranate, um die Verantwortlichkeiten zu verwischen. Auch seine. Mehr...


Kommentar: Europa in der Krise, d. h. Politik nach dem Jeans-Prinzip: Nieten an den wichtigsten Stellen.  

Norbert Häring beschreibt seinen Beitrag als Wutausbruch. Naja, daran sollte er unbedingt noch arbeiten... viel zu zahm!


Alexis Tsipras: Viel versprochen, wenig gehalten
(zeit.de) Alexis Tsipras hat extrem konfrontativ mit den Gläubigern verhandelt und so Verbündete verprellt und Misstrauen gesät. Auch zu Hause hat er kaum Erfolge vorzuweisen. Mehr...

Kommentar: Dieser Beitrag ist Müll. Die Arbeit eines Schmutzfinken. Wer bei der ZEIT noch ein bisschen journalistische Ehre im Leib hat, der sollte sich für dieses Machwerk schämen. So muss es damals gewesen sein, in den 1930er Jahren, anlässlich der Machtergreifung durch Adolf Hitler: Übelste Propaganda. Schon mal was vom deutschen Pressekodex gehört, oder ihn vielleicht sogar gelesen? 


Ökonomen-Meinung: "Das Experiment Griechenland ist fehlgeschlagen"
(welt.de) Sich um jeden Preis einigen oder den Grexit riskieren. Zwischen diesen Polen schwanken die Gläubiger Griechenlands. Ginge es nach deutschen Top-Ökonomen, wäre die Antwort klar – und oft drastisch. Mehr...

Kommentar: Nein, was fehlschlägt ist die Lösung der europäischen Krise. Weil Stümper am Werk sind, die diese Krise noch verschärfen, statt sie einzudämmen. Deutsche Top-Ökonomen? Natürlich halten sich alle dafür. In Wahrheit ist es wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen! 


Jakob Augstein: Die allerallerallerletzte Chance
(zeit.de) Griechenland bekommt noch eine Chance. Und noch eine. Und dann noch eine. Absurdes Europa-Theater mischt sich mit griechischer Tragödie. Schuld hat die Regisseurin: Merkels Griechenland-Politik ist gescheitert. Das wird teuer. Mehr...

Kommentar: Hervorragender Beitrag, voller unangenehmer Wahrheiten für die deutsche Politikerelite und deren Anhang an den Stammtischen, Arbeitsplätzen und in den Vereinen. Die wichtigste Botschaft: Merkel macht einen schlechten Job, ihre Krisenpolitik ist gescheitert. Statt ihren Kurs zu ändern taucht sie ab, schweigt, und überlässt das Feld ihrem Fußvolk. Merkel versucht keine Lösung, sie versucht noch nicht einmal vernünftig Politik zu machen. Gemessen an ihren Umfragewerten macht sie aber alles richtig. Offensichtlich unterliegen die Menschen einem Irrtum. Den hat der Brite Benjamin Desraeli (1804 - 1881) schon zu seiner Zeit treffend auf den Punkt gebracht: "Die Welt wird von anderen Leuten regiert, als das Volk zu wissen glaubt."  


Das übersehene Großrisiko eines Grexit
(norberthaering.de) Befürworter und Gegner eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion streiten, was schwerer wiegt, der Gewinn an preislicher Wettbewerbsfähigkeit und monetärer Autonomie, oder die Turbulenzen eines Austritts und der Kaufkraftverlust. Was sie übersehen: Wenn der Kapitalverkehr beschränkt wird und die Banken in die Grütze gehen, kehrt der größte Exportsektor dem Land den Rücken, mit verheerenden Konsequenzen. Mehr...

Kommentar: Heute hat es Norbert Häring sogar mit einem zweiten Beitrag in unseren Nachrichten-Ticker geschafft. Wir sind nur einige wenige, die vor einem Grexit warnen, da muss man zusammenhalten. Tatsächlich freuen wir uns über jeden der mitmacht. Jeder Beitrag muss Erwähnung finden. 


The Real Reason The US Economy Simply Won't Grow: Lowest Worker Productivity In 22 Years
(zerohedge.com) Just under two years ago, when Bank of America's economic team still produced meaningful commentary instead of blaming the growth slowdown at the snow (especially after it said not to blame the growth slowdown at the snow), it pointed out that the real reason the US recovery was aging (this was in the summer of 2013) was the tumble in worked productivity. This is what BofA said then: "what we show below is that, outside of the tech boom in the late 1990s, productivity tends to slow as business expansions mature. Our current 'expansion' is now thoroughly mature." (...) 
This time, Bank of America was absolutely right.
Of note, its commentary took place just as the Fed had launched QE3 in another desperate bid to if not boost the economy, then at least sends stocks to all time highs. It achieved the latter, as for the former, after peaking at 1.2%in Q3 2014, productivity has since crashed. (...)




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Payroll Stats Become Even More Implausible
(alhambrapartners.com) Since Q1 GDP was revised lower by almost 1% that meant estimates of productivity were going to be even more out of alignment than they were at the first release. Of course, in a less massaged environment productivity might have preserved some sense if there was less rigidity from the BLS on the employment side. In other words, when "output" estimates were reduced (and they were, by more than GDP) it would make sense that everything would be revised downward in a more cohesive process. Instead, output was reduced significantly, by 1.4%, while total hours worked was marked down by all of 0.1%.
As a result, productivity is revised from a nonsensical -1.9% to an even more skeptical -3.1%. 

If this was just a one-quarter problem, then it would be easy to dismiss as random variation or expected variance in all these statistics trying to tie together across real economy lags and such. But that is not the case, as productivity, and by extension the estimates for how “expensive” marginal labor is and thus the primary reason businesses hire and fire in the first place, has been seriously "off" for some time. With these latest estimates and revisions, productivity is now -0.7% over the last 5 quarters dating back to last year’s polar vortex. That just doesn’t make any sense in a meaningful context of business operations in the real economy – especially when the BLS is saying that this has been the best run of hiring in decades. Read more...

Kommentar: Sieht so eine Erholung aus, wie sie uns in den Referenzmedien hierzulande schon seit Monaten für die USA-Wirtschaft vorgegaukelt werden? Kaum. Wir werden verschaukelt.  


The American Nightmare
(zerohedge.com) Presented with no comment... 


Quelle: hier.


Persönliche Beratung
Wer sich gegen die vielen Formen der finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschließend über die Einzelheiten der Beratung. Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir erfolgreich ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. 

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)