Dienstag, 23. Juni 2015

Standpunkt 1010: Nachrichten-Ticker, 09. & 10.06.


Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich. 

"In Demokratien erfüllen Medien grundlegende Funktionen: Sie sollen das Volk informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und damit Partizipation ermöglichen. Oftmals werden Medien auch als 'vierte Gewalt' bezeichnet." So bringt es hier die Bundeszentrale für politische Bildung auf den Punkt. Weil die "vierte Gewalt" überall längst zu einer regierungsfreundlichen Propagandamaschinerie verkommen ist, versuchen wir mit unserem Blog diesen Mangel so weit wie möglich auszugleichen: Wir bleiben unabhängig, bewahren uns einen klaren Verstand und sind nur den Fakten verpflichtet die wir zusammentragen, um an dieser Stelle die maßlose Volksverdummung zu kommentieren und zu entlarven, die weltweit offensichtlich unaufhaltsam um sich greift. Kein Kontinent, kein Wirtschaftssystem, keine Kultur, bleibt davon verschont. Soweit diese Entwicklung Folgen für die Menschen in Europa hat, ist es unser Thema.  

Leider müssen wir dafür immer häufiger auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen, die deutschsprachigen Medien lassen einfach zu viele wichtige Themen unbeachtet. Unsere LeserInnen bitten wir um Verständnis, dass wir eine Übersetzung der englischen Texte nicht bereitstellen können. Dafür fehlt uns einfach die Zeit.

Es bleibt dabei, wie versprochen: Alle liegengebliebenen Beiträge aus den vergangenen Monaten werden von uns zusammengefasst und in den kommenden Wochen akribisch abgearbeitet. Außerdem behandeln wir demnächst die folgenden Schwerpunktthemen in separaten Beiträgen: Bauernopfer Griechenland; Austeritätspolitik und steigende Staatsschulden; Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt in den USA - die Statistik lügt; Blasen-Ökonomie - die unendliche Geschichte; das Missverständnis Keynes; die neuen Kriegsspiele des Westens; die Sanktionen gegen Russland vor dem Hintergrund von Flug MH17; die EZB in der Krise; die Dramedy "Jean-Claude Juncker for President"; die Separationsbestrebungen in Europa; die Zerstörungswut der "too big to fail"-Banken, den Trickbetrug Bankenunion und die Debatte um den Mindestlohn in Deutschland. Änderungen und Ergänzungen behalten wir uns vor.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Daran hat sich nichts geändert. Leider wissen wir noch nicht, wann die bereits seit ewigen Zeiten angekündigte Aktualisierung zur Veröffentlichung kommt. Auch Oktober 2014 war nicht haltbar. Selbstverständlich sind wir gerne bereit, Fragen zu diesem Thema zu beantworten. E-mail genügt! Nach wie vor behält unser letztes Update aus dem September 2012 Gültigkeit, das hier unseren LeserInnen zur Verfügung steht. Bereits damals waren wir höchst aktuell, wie die neuesten Ergebnisse des G20-Gipfels in Brisbane zeigen, mit denen sich die deutschsprachigen Führungsmedien erwartungsgemäß nicht beschäftigt haben.

Wir sind aber fündig geworden und können darüber berichten. Ellen Brown bringt es am 01.12.2014 so auf den Punkt: "New G20 Rules: Cyprus-style Bail-ins to Take Deposits AND Pensions". Wir zitieren aus der Einleitung: "On the weekend of November 16th, the G20 leaders whisked into Brisbane, posed for their photo ops, approved some proposals, made a show of roundly disapproving of Russian President Vladimir Putin, and whisked out again. It was all so fast, they may not have known what they were endorsing when they rubber-stamped the Financial Stability Board’s 'Adequacy of Loss-Absorbing Capacity of Global Systemically Important Banks in Resolution', which completely changes the rules of banking." Mehr hier. Unbedingt auch den Links folgen! Es lohnt sich. Wer seine sieben Sinne beisammen hat, dem müssen diese Beiträge langsam aber sicher den Schlaf rauben! 


Ticker-Themen: Systemkollaps: Regierungen und IWF sind auf alles vorbereitet! - G7-Gipfel - Griechenland: Unendliche Geschichte (11 Beiträge) - Spanien - Fed - China - Banksters should go to jail - In eigener Sache: Persönliche Beratung 


Was erwartet uns nach dem Tag X?
(heise.de) Wie sich Regierungen und IWF auf den kommenden Crash vorbereiten...
Die Zahl der Superlative auf dem Finanzsektor nimmt fast täglich zu. Ob es um die Stände an Aktien-, Anleihen- oder Immobilienmärkte geht, die Höhe der globalen Staatsverschuldung, die Menge künstlich geschaffenen Geldes oder das inzwischen unter Null gedrückte Niveau von Niedrigzinsen – die Finanzwelt eilt von einem Extrem zum nächsten.
Die Frage, ob der nächste Crash bei derartiger Überhitzung noch aufzuhalten ist, beantwortet die Geschichte: Die Welt hat bereits mehrmals (zuletzt 1998 und 2008) am Rande des Finanzkollapses gestanden. Jedes Mal haben Politiker versprochen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und die Finanzindustrie in ihre Schranken zu weisen. Jedes Mal haben sie nicht nur ihr Wort gebrochen, sondern anschließend sogar mitgeholfen, die Entwicklung weiter voranzutreiben und die Welt auf direktem Weg in den nächsten Zusammenbruch zu treiben.
Mehr...

Kommentar: Eine sachliche Analyse, die an Deutlichkeit nur noch wenige Wünsche offen lässt. Wer diese absehbare, logische Entwicklung ignoriert ist ein naiver, gutgläubiger Trottel. 

Natürlich wird es noch ein ganze Weile gutgehen. Dafür sorgen die Notenbanken und die Medien mit ihrer Lügen-Propaganda. Leider aber mit der unangenehmen Folge, dass die Probleme immer größer und die Massnahmen der Regierungen gegen ihre Bürger immer härter werden. 

Niemand kann sich in der Mitte Europas vorstellen, 90% seiner Ersparnisse, bzw. seines Vermögens, zu verlieren, wie es 2013 in Zypern praktiziert wurde. Genau so wird es aber kommen, nur über den Zeitpunkt kann noch lebhaft gestritten werden. 

Das Fazit des Beitrags: "Wie man sieht, gehen Regierungen und IWF den bevorstehenden Turbulenzen keineswegs unvorbereitet entgegen, sondern wappnen sich unter Hochdruck auf die kommenden Ereignisse. Dabei ist sämtlichen Maßnahmen – vom Bail-in über die Vermögensabgabe und die Abschaffung von Bargeld bis hin zur Schaffung einer künstlichen Weltwährung – eines gemeinsam: Sie lösen keines der Grundprobleme unserer Zeit, sondern dienen ausschließlich dazu, Zeit zu gewinnen und ein System am Leben zu erhalten, das die Interessen einer winzigen Elite bedient, den Lebensstandard der überwiegenden Mehrheit auf Dauer senkt und die Welt damit ungleicher, ungerechter und unsozialer macht."  

Es ist allerhöchste Zeit sich ebenfalls vorzubereiten und Schutz zu suchen gegen die Pläne der Regierungen und des IWF.  


Arroganz des Westens: Die Welt vom Gipfel aus regieren
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die G7-Politiker haben ihren Anspruch angemeldet "die Zukunft unseres Planeten zu gestalten". Ihr Ziel ist die Plünderung der Welt durch Schulden, Freihandel und hemmungslose Ausbeutung. Sie verkünden "Werte" und meinen die skrupellose Durchsetzung von elitären Interessen. Sie wollen die Welt vom Gipfel aus regieren – und werden genau deshalb scheitern. Mehr...

Kommentar: In der Analyse richtig, in der Schlussfolgerung falsch. Jedenfalls auf absehbare Zeit. Die, die herrschen haben die Macht über das Geld und, ab einem bestimmten Zeitpunkt noch wichtiger, über Polizei und Militär. Dazu gehören ihnen die wichtigsten Medien, oder sie haben entscheidenden Einfluss darauf. Ihre Vertreter sitzen in allen wichtigen Positionen rund um den Globus. Das sind die Instrumente, um Hunderte Millionen von Menschen erfolgreich in Schach zu halten. Abgesehen von den Streitkräften sind alle schon längst in Aktion - erfolgreich wie wir täglich beobachten können. Gewissenlos werden die Regierungen auch die Streitkräfte im Innern einsetzen, falls die Lage es erfordert. Da werden einfach massenhaft unbescholtene Bürger zu Terroristen erklärt. Alles natürlich "demokratisch" abgesichert, versteht sich. Das funktioniert so gut weil heute noch gilt, was bereits Jean-Jacques Rousseau im 18. Jahrhundert treffend auf den Punkt gebracht hat: "Es hat nie eine wirkliche Demokratie gegeben und es  wird nie eine geben." 

Was heute passiert hat der Franzose Romain Rolland (1866 - 1944) rund 100 Jahre später bereits vorhergesehen: "Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren." 

Dieses System kann nur an sich selbst krepieren. Nach unserer Auffassung geschieht das erst, wenn die beschriebene Ausplünderung restlos abgeschlossen ist. 


Griechenland-Krise: Schluss mit der Erpressung!
(wiwo.de) Griechenland steht vor der Pleite. Am Abend gibt es wohl in Brüssel ein weiteres Spitzentreffen, um Auswege aus der Krise zu finden. Die Geldgeber stehen unter Zeitdruck, sie drohen ihre Handlungsfähigkeit zu verlieren. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Ganz selbstverständlich geht diese Aufforderung an die griechische Regierung. Der Propagandakrieg geht in den deutschen Leitmedien unvermindert weiter. Fakten spielen keine Rolle. Wie soll da eine Einigung überhaupt zustande kommen? Beide Seiten beharren auf ihren Positionen, wobei die griechische Seite über die besseren Argumente verfügt. Berlin und Brüssel wollen statt dessen nur weiter ihre gescheiterte Politik fortsetzen. Ihr einziges Argument: ohne eine neue Verschärfung der Sparpolitik keine neuen Hilfen. Springers WELT erklärt Deutschlands BILDungsbürgern und ihren Politikern den Weg: "Warum im Griechen-Poker nur noch Kaltblütigkeit zählt". Der Vorspann: "Tsipras und Varoufakis sind Spieler. Sie versuchen, Europa mit der Pleite ihres Landes zu erpressen. Ihre Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern erinnern an einen berühmten Vergleich." Mehr hier. Für die ZEIT ist "Der große Graben" schuld an der unmöglichen Einigung: "Griechenland will das Schuldendrama mit einem Poker in letzter Minute beenden. Die Gläubiger zucken mit der Schulter: Worüber soll man bei diesen Differenzen noch reden?" Mehr hier. Der SPIEGEL meldet zum aktuellen Stand in der Griechenland-Krise: "Geduld am Ende, kein Kompromiss in Sicht". In der Einleitung wird das geltende Klischee bedient. Die einen wollen retten, die anderen wollen sich nicht retten lassen: "Ist Griechenland noch zu retten? Die Regierungskoalition in Berlin scheint fest dazu entschlossen - aber dafür muss Athen endlich liefern." Mehr hier

Dabei geht es gar nicht um die Frage, ob Griechenland nicht schon längst geliefert hat. Sondern nur darum, was der GRIECHENLAND-BLOG so formuliert: "Griechenland unterschreibt keine Vereinbarung ohne Schuldenlösung". Aus der Einleitung: "Finanzminister Yanis Varoufakis erkärte erneut, Griechenland werde keine Vereinbarung unterschreiben, die nicht auch eine Lösung für die Verschuldung umfasst." Mehr hier. Aus griechischer Sicht nur konsequent, für die Gläubiger jedoch unannehmbar. Der Beitrag bezieht sich auf den folgenden Beitrag aus dem TAGESSPIEGEL: "Yanis Varoufakis im Interview 'Deutschland muss führen'". Einleitend dazu heißt es: "Yanis Varoufakis fordert Deutschland auf, die Blockade zu durchbrechen. Im Interview mit dem Tagesspiegel kritisiert Griechenlands Finanzminister die Gläubiger für ihre harte Haltung und stellt Bedingungen für eine Einigung." Mehr hier.


Gute Argumente: Wo Varoufakis recht hat
(n-tv.de) Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis wird hierzulande gerne als irrlichternder selbsternannter Heilsbringer dargestellt. An diesem Zerrbild ist er zwar nicht schuldlos. Es ist trotzdem Unsinn. Mehr...

Kommentar: Auf den ersten Blick gesehen ein durchaus annehmbarer Beitrag zur Diskussion rund um Griechenland. Zum Ende hin aber auch nur wieder die üblichen Argumente gegen einen Richtungswechsel in der europäischen Krisenpolitik, nur subtiler formuliert als anderswo. Schade. 


Griechenland: Was die Geldgeber fordern und Athen anbietet
(format.at) Im zähen Schuldenstreit sind die Forderungen der internationalen Geldgeber an die griechische Regierung und die Reformvorschläge aus Athen noch immer nicht deckungsgleich. In einigen Bereichen - etwa den Haushaltszielen - gibt es zwar Annäherungen, doch andere Fragen sind nach wie vor ungeklärt. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Der Versuch eines Abgleichs der gegenseitigen Vorstellungen. Bleibt aber bei den Vorschlägen der griechischen Seite erstaunlich ungenau. Bestätigt auf diese Weise die von Berlin und Brüssel ständig öffentlich gemachte Behauptung, Athen würde nichts Brauchbares liefern. Das könnte daran liegen, dass beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen haben, was in der griechischen Krise als nächstes zu tun ist. Athen will auf keinen Fall neuen Spardiktaten folgen. Tsipras/Varoufakis haben andere Schwerpunkte. Die sind nachzulesen in dem GRIECHENLAND-BLOG-Beitrag "Griechenlands Vorschlag zur Senkung seiner Verschuldung". Auszug: "Die griechische Regierung unterbreitete den Gläubigern einen radikalen Vorschlag, der sogar auch einen partiellen Schuldenerlass, Anleihen mit Wachstumsklausel oder unbefristeter Laufzeit (perpetual bonds) sowie ebenfalls neue Kredite von dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) umfasst, damit die öffentliche Verschuldung des Landes von derzeit 180% des BIP auf 93% im Jahr 2020 und gerade einmal 60% im Jahr 2030 sinkt." Mehr hier. Vernünftiger als eine Fortsetzung der Austeritätspolitik, aber mit den Gläubigern nicht verhandelbar.


Griechenlands Sparer bringen ihr Geld in Deutschland in Sicherheit
(griechenland-blog.gr) Die aus Griechenland herrührenden Guthaben bei Banken in Deutschland haben mit insgesamt 3,8 Milliarden Euro einen neuen Höchststand seit 2012 erreicht.
Wie "Die Welt" schreibt, haben die griechischen Guthaben bei den deutschen Banken ihren höchsten Stand seit 2012 erreicht. Laut dem Artikel der deutschen Zeitung bluten die griechischen Finanzinstitute 2015 unaufhörlich aus, da die Bedrohung eines Grexit die Griechen dazu treibt, ihre Gelder aus dem griechischen Banksystem abzuziehen. Mehr...


Kommentar/Ergänzung: Der Beitrag bestätigt unsere Auffassung, dass die Abwanderung der Bankguthaben von den Gläubigerstaaten gewollt ist. Aus diesem Grund gibt es auch noch keine Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland. Die werden erst eingeführt, wenn die Reichen und Mächtigen des Landes - und nur die - ihre Schäfchen im Trockenen haben. Die "Notgroschen" der EZB (ELA) für die griechischen Banken sind primär nur ein durchlaufender Posten. Sie stärken u. a. deutsche Banken, belastet damit wird das gesamte griechische Volk. 

Deutschlands Edel-BILD, der FOCUS, klärt mit Hilfe des deutschen Nr.-1-Ökonomen die Sache auf: "Ifo-Chef Sinn: Griechen horten schon Geld für den Ausstieg": "Die Griechenland-Rettung scheint verfahren wie nie. Glaubt man Ifo-Chef Sinn, ist die Misere jedoch kein Zufall, sondern von den Griechen gezielt geplant. So will Tsipras bestmöglichen Konditionen für den Grexit erstreiten - und kommt offenbar damit durch." Mehr hier. Damit ist die Schuldfrage im Fall eines Grexit auch gleich geklärt. Dümmlicher geht es kaum noch...   


Zum Abschluss der heutigen Griechenland-Beiträge noch eine Karikatur, die der CICERO beisteuert:


Spanien: Der müde Krisen-Musterschüler soll noch mehr sparen
(welt.de) Spaniens Wirtschaft wächst dieses Jahr wohl um über drei Prozent – weit mehr als die deutsche. Das Land hat sich mühevoll aus der Krise gearbeitet. Doch der IWF legt schon die nächste Reformliste vor. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Da wundert sich selbst die von der europäischen Sparpolitik begeisterte WELT. Mehr aber auch nicht. Kritik an den Forderungen: Fehlanzeige. Die gibt es umso nachdrücklicher bei HEISE-TELEPOLIS in dem Beitrag "IWF: Rezepte für ein Desaster in Spanien". Aus der Einleitung: "Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte für Spanien eine positive Botschaft. Eigentlich gibt der Fonds keine neuen Wachstumsprognosen nach den Besuchen seiner Prüfer ab. Doch in diesem Fall korrigierte er die bisherige Prognose hinauf. Er glaubt nun, die spanische Wirtschaft werde im laufenden Jahr um 3,1% wachsen und 2016 um 2,5%. Damit versüßt er optimistische Prognosen der konservativen Regierung vor den Wahlen im kommenden Herbst, nachdem sich die Regierung gerade bei den Regional- und Kommunalwahlen eine blutige Nase geholt hat. Angesichts der Tatsache, dass die regierende Volkspartei (PP) praktisch alle Regionen verloren hat, befürchtet der IWF wegen einer deutlich gestärkten Linken, dass die Konservativen vor den Wahlen umsteuern könnten. Als hätten die bisherigen Empfehlungen positive Wirkungen gezeigt, die auch Spanien von der Troika unter IWF-Mitwirkung im Rahmen der Bankenrettung aufgezwungen wurden, sollen sie sogar weiter verschärft werden." Mehr hier. Das korrekte Fazit hat die Überschrift bereits vorweggenommen. 


Oops! Fed Admits QE Widens Inequality
(zerohedge.com) Once again, the Federal Reserve proves that it’s the last one to know everything that we knew already. Today’s stunning announcement: The Philadelphia Fed admits they (“may have”) made the wealthy wealthier and Main Street poorer. Oops. Sorry America.




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Kommentar: Läuft alles nach Plan - für die Wall Street. Das ist aber auch kein Wunder, schließlich gehört die US-Notenbank zu 100% ihnen. Warnungen vor einer solchen Entwicklung gab es genug - schon sehr früh. Beispiel Thomas Jefferson, 3. US-Präsident, 1801 - 1809: "Sollte das amerikanische Volk privaten Banken erlauben, die Angelegenheiten ihrer Währung zu kontrollieren, erst durch Inflation, dann durch Deflation, werden die Banken und Konzerne die um sie herumwachsen, das Volk um all ihr Eigentum berauben, bis ihre Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Vorfahren einst eroberten." Was Jefferson beschreibt, läuft seit der Gründung des Fed, am 23.12.1913, generalstabsmäßig ab. Neu ist nur, dass es nicht auf die USA beschränkt bleibt, sondern seinen "Siegeszug" längst um die ganze Welt angetreten hat. 


China als Deutschlands großer Rivale? So ein Unsinn
(welt.de) Manchem gilt es als Frage der Zeit, wann Chinas Industrie die deutsche einholt. Eine Studie zeigt nun: Das Reich der Mitte hinkt 100 Jahre hinterher. Das zu ändern, wird schwer für Peking. Mehr...

Kommentar: Hinkt der Vergleich nicht ein bisschen? China hat einige Hundert Millionen Konsumenten in der Hinterhand, die sorgen in absehbarer Zeit für eine riesige Binnennachfrage. Selbst wenn noch niemand weiß, wie das zu managen ist. Die Chinesen wollen ihren Lebensstandard verbessern und erwarten entsprechende Angebote ihrer Regierung. Da können 100 Jahre ganz schnell auf 15 oder sogar nur 10 Jahre zusammenschrumpfen.  


China Momentum Indicator at "Hard Landing" Level
(wolfstreet.com) The Chinese stock-market mania has created $6.5 trillion in "value" over the last 12 months. For perspective, that "value" amounts to 63% of China’s 2014 GDP of $10.4 trillion. No other stock market has ever accomplished that much in such a short time. Mainland Chinese have borrowed $348 billion on margin, according to Bloomberg. They want to fire up "value" creation. Everyone is doing it. People are opening new accounts as if there were no tomorrow. And yet, the economy is heading for a hard landing.
Hard-landing gurus have been predicting it for years, and have been frustrated for as long, because there was no hard landing, or even a soft landing, or any landing. China’s economy had turned into a miracle, flying at high altitude, powered by monetary and credit propellants, a construction boom, phenomenal build-out of overcapacity, and strong global demand for its goods.
But now, the magic mix is failing. Read more...


Kommentar: Nix Lokomotive der Weltwirtschaft, sondern einer der schlimmsten Krisenherde für dieselbe in der Zukunft. Das kommt davon, wenn die Spät-Kommunisten das kapitalistische System kopieren und dann, wenn es nicht mehr weitergeht, alle rote Linien übertreten. 


Bank of England Head Carney Says Market Rigging Bankers Should Go To Jail
(zerohedge.com) One week ago we took delight in one particular headline in which Fed vice-chair Stanley Fischer was quoted as saying that bankers "should be punished for financial crimes." 
We doubt we need to explain the virtually infinite circularity of irony contained in this quote, suffice to say that for the Fed to admit that the US judicial system is broken and that not a single banker has gone to prison following years of abuse, nearly a third of a trillion in legal settlements and charges by US commercial banks many of which have been now found to criminally manipulate markets (of which none more so than JPMorgan, whose CEO Jamie Dimon is now a billionaire as a result), and that the Fed has enabled and encouraged all of this with its policies, is... well, frankly we don't even have the right word for it.
Today, the irony goes a notch higher when another central banker, this time former Goldman partner and current Bank of England head, Mark Carney doubled down on Fischer's commentary. Read more...


Kommentar: Ein "versöhnliches" Ende des heutigen Nachrichten-Tickers. Nicht, dass wir daran glauben unser Wunsch nach einem Finanzverbrecher-Tribunal wird sich erfüllen. So weit ist es noch lange nicht. Trotzdem bleibt diese Hoffnung am Leben...

Quelle: truthdig.com


Persönliche Beratung
Wer sich gegen die vielen Formen der finanziellen Repression und der staatlichen Enteignung absichern möchte, der kann sich von uns persönlich beraten lassen. Es gibt ein paar sehr nützliche Maßnahmen, um Ersparnisse/Zukunftssicherung/Vermögen krisenfest zu machen. Wir betonen aber an dieser Stelle ausdrücklich: Diese Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine vergleichsweise geringe, einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung. Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten. Eine E-mail genügt, wir informieren anschließend über die Einzelheiten der Beratung. Ausführliches Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir erfolgreich ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. 

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." (Karl Farkas, österr. Schauspieler und Kabarettist)