Montag, 7. November 2016

Standpunkt 1028: US-Election 2016: Good luck, Americans!


Quelle: nachdenkseiten.de

Die Amerikaner sind nicht zu beneiden. Egal wie sie Morgen wählen, das Ergebnis verheißt nichts Gutes. Weder für das Land selbst, noch für den Rest der Welt. Das ist absurd, aber nicht zu ändern. Die übrigen Kandidaten, egal ob grün, liberal oder unabhängig, spielen bei dieser Wahl - genau wie bei allen anderen vorher - keine Rolle. 

Es wäre von uns naiv, sich zu diesem Zeitpunkt mit den Wahlprogrammen von Hillary Clinton und Donald Trump sachlich auseinanderzusetzen. Gemacht wird nach der Wahl, was der Wall Street in den Kram paßt - von beiden Kandidaten. Dem wird sich auch Donald Trump beugen. Von Hillary Clinton ist hinlänglich bekannt, dass sie sich völlig zum Werkzeug der Superreichen gemacht hat. Politische Haltung ist da nicht gefragt, moralische Bedenken eher hinderlich. Leicht verständlich beschrieben von dem unabhängigen Journalisten Ernst Wolff für HEISE/TELPOLIS in dem Beitrag "Weder Trump noch Clinton", vom 27.9.2016: "Die US-Politik wird von der Wall Street entschieden". Sein Fazit am Schluss: Beide Kandidaten werden "sich bis zum Ende des Wahlkampfes darin ergehen, dem amerikanischen Volk die Lüge, seine Sicherheit hänge von der Vernichtung der Organisation IS ab, Tag und Nacht um die Ohren zu schlagen. Sowohl Clinton, als auch Trump werden sich auf diese Weise als das erweisen, was auch ihre Vorgänger waren: ergebene Diener der Wall Street." Mehr hier.

Gerade erst wurde öffentlich, wie sehr Barack Obama sich von den Granden der Wall Street seine Politik hat diktieren lassen. Mit der Besetzung seines Kabinetts fing es an. Ernst Wolff dazu: "Wikileaks-Enthüllung räumt letzte Zweifel aus": "Obamas Wahlkampf war vorsätzliche Täuschung der US-Öffentlichkeit". Er kommt zu einem eindeutigen Fazit: "Fast das gesamte Kabinett von Barack Obama wurde auf diese Weise im Januar 2009 nach den expliziten Wünschen der Wall Street zusammengestellt. Und das nach einem Wahlkampf, der im Zeichen des 'kleinen Mannes', der Abkehr vom Großen Geld und des Einsatzes für ethnische Minderheiten gestanden hatte. Kein Wunder also, dass der Öffentlichkeit damals unterschlagen wurde, wer diesen Wahlkampf hinter ihrem Rücken finanziert hatte: Unter anderen waren das Goldman Sachs, JP Morgan Chase, Citigroup, UBS, Google und Microsoft (in der Reihenfolge des Umfangs ihrer Spenden). Wundert sich vor diesem Hintergrund noch jemand, dass Obama im Zuge des drohenden Finanzkollapses von 2008 alles getan hat, um die, die ihn bezahlt und ihm ihre Anweisungen in Personalfragen mit auf den Weg gegeben haben, zu retten? Dass er die Kosten der Rettung der arbeitenden Bevölkerung aufgebürdet und während seiner gesamten Amtszeit nicht einen einzigen kriminellen Banker für die angerichteten Schäden zur Rechenschaft hat ziehen lassen? Und wundert es vielleicht noch irgend jemanden, dass ausgerechnet Citigroup, aus deren Reihen die Personalvorschläge kamen, beim Bail-out 2008 mit $ 476,2 Mrd. von allen US-Banken die höchste Summe erhielt? Auch der gegenwärtige Wahlkampf in den USA ist nichts als ein für die Medien inszeniertes Scheingefecht, bei dem der Sieger bereits feststeht: Die US-Finanzindustrie. Hillary Clinton ist die von ihr in schamloser Weise direkt bezahlte Marionette, Donald Trump dient ihr als Rückversicherung für den Fall, dass das parlamentarische System zusammenbricht, ein totalitäres Regime errichtet werden soll und jemand aus den Reihen des Big Money die Kontrolle über die Massen behalten muss. Auch hier ist alles bereits beschlossene Sache - lange, bevor das amerikanische Volk ahnungslos zu den Urnen schreitet." Mehr hier. ZERO HEDGE titelt zum Thema: "'The Most Important WikiLeak' - How Wall Street Built The Obama Cabinet". Aus der Einleitung: "Perhaps the most startling discovery of the WikiLeaks dumps so far didn't come from the most recent emails surrounding the various Hillary scandals, though there are many great ones, but from 2008 when John Podesta served as co-chair of President-elect Barack Obama’s transition team. The email came from Michael Froman, a former Citibank executive, who single-handedly built the entire cabinet of what was supposed to be the 'main street' President." Mehr hier.

Für uns wenig überraschend war die frühzeitige Festlegung des heimischen Mainstreams auf Hillary Clinton. Lange bevor überhaupt klar war, dass die ehemalige First Lady zur Kandidatin der Demokraten gekürt wird. Beispiel dafür die ZEIT. Deren Herausgeber Josef Joffe betitelt seinen Beitrag zum Thema "US-Präsidentschaft: Trump wird's nicht". Seine Einleitung ist kurz und bündig: "Der Vorwahl-Zirkus beginnt. Abgerechnet wird erst am 8. November." Mehr hier. Das war Ende Januar. Übrigens, die ZEIT hat sich schon Monate vorher für Hillary Clinton mächtig ins Zeug gelegt. Noch nicht offen, aber immerhin. Exemplarisch: "Donald Trump: Die Republikaner haben es nicht besser verdient", erschienen am 03.08.2015. Das Vorwort: "Donald Trump ist der Albtraum der US-Republikaner. Dabei ist er mit seiner hemmungslosen Selbstsucht eigentlich der perfekte Präsidentschaftskandidat für die Partei." Mehr hier. Die Stimmung in den USA verdeutlicht die folgende Karikatur:

Quelle: zerohedge.com


Zur gleichen Zeit wittert CICERO, das deutsche "Magazin für politische Kultur", schon eine abgekartete Sache. Nachzulesen in dem Beitrag "Donald Trump: Der Wahnsinn könnte Methode haben", vom 10.08.2015. Im Vorspann dazu heißt es: "Die wütenden und sexistischen Entgleisungen von Donald Trump sind selbst für republikanische Parteifreunde zunehmend unerträglich. Was weniger bekannt ist: Trump war einst Demokrat, spendete Geld an die Clinton Foundation und ist auch privat eng verwoben mit den Clintons. Ist er Hillarys heimlicher Wahlhelfer?". Mehr hier. Im Dezember meldet sich CICERO erneut zu Wort und gibt einen Ausblick auf 2016: "Donald Trump erledigt die Republikaner". Die Richtung ist klar: "Was sind die wichtigsten Themen 2016? In der Außenpolitik ist es der US-Wahlkampf, der noch schriller werden dürfte: Mit Bernie Sanders und Donald Trump gibt es in beiden Lagern Kandidaten, die das politische System ablehnen. Letzterer schadet sogar seiner eigenen Partei" heißt es im Vorspann. Mehr hier. So weit ist es bis heute nicht gekommen - allen Unkenrufen zum Trotz.

Der SPIEGEL versteckt sich da noch hinter der NEW YORK TIMES: "US-Vorwahlen: 'New York Times' empfiehlt Hillary Clinton", titelt SPON am 30.01.2016. Und trägt richtig dick auf: "'Eine der qualifiziertesten unter den Kandidaten in der modernen Geschichte' - die 'New York Times' spricht sich für Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten aus." Mehr hier. Denkwürdig.

Auffällig anders in dieser Zeit nur das Feuilleton der F.A.Z. Dort erscheint am 15.08.2015 der bemerkenswerte Beitrag "Amerikas Politiker: Aus Prinzip verantwortungslos". Die Einleitung: "Amerikas kompromittierte Politiker haben nichts zu befürchten: In Washington genießen Menschen wie Paul Wolfowitz, der politische Architekt des Irakkriegs, ein entspanntes Privatleben. Ihre Fehler muss die Welt ausbaden." Mehr hier. Wir finden: Eine lesenswerte "Einstimmung" auf den US-Präsidentschaftswahlkampf.  

Es bleibt die Ausnahme. Bis heute hat sich, trotz Korruptionsvorwürfen und bewiesener Kriegstreiberei, an dieser kritiklosen Haltung nichts geändert. Beispiel hierfür: Die jüngste Kolumne von Thomas Fricke für SPON: "USA vor der Wahl: Stürzt die Welt zurück in die Dreißiger?". Der Vorspann: "Noch scheint unsere Welt eine andere als zur Zeit früherer Crashs und Kriege. Es gibt aber immer mehr Parallelen. Ein US-Präsident Trump könnte eine neue, globale Katastrophe auslösen." Mehr hier

Nur wenig beschäftigen sich die deutschsprachigen Führungsmedien mit den Entgleisungen der demokratischen Präsidentschaftskandidatin. Das nehmen wir zum Anlass, unsere LeserInnen heute in "Wort und Bild" über die Dinge zu informieren, die in jeder funktionierenden Demokratie den so belasteten Kandidaten unwählbar gemacht hätten. Nicht so in den USA, der regelmäßig zur Demokratie verklärten Weltmacht. 

Dafür haben wir aus mehr als 900 Beiträgen eine Auswahl getroffen, die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Sie bietet jedoch einen guten Überblick über die Vorwürfe und Befürchtungen, die mit beiden Kandidaten in Verbindung stehen. Wir haben keinen Wert darauf gelegt, für die Kandidaten entlastendes Material zusammenzutragen, das ihre Qualifikation zum Präsidentenamt vielleicht doch unterstreichen könnte. Das haben die hiesigen Medien bereits zu Genüge getan. Außerdem haben wir nach unseren Maßstäben nichts passendes gefunden. Es ist eine Wahl zwischen "Pest und Cholera". 

Gegen die Verklärung von Hillary Clinton und die rigorose Verdammung von Donald Trump in diesen Medien stellen wir deshalb Beiträge, die sich ernsthaft(!) mit der Fehlbarkeit der beiden Kandidaten auseinandersetzen und unseren LeserInnen reichlich Nachdenkfutter liefern. Obwohl wir unsere eigene Meinung in die Kommentare zu den Beiträgen äußern, lassen wir genügend Raum, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Wir verstehen unsere Kommentare nach wie vor als Denkanstöße (in die richtige Richtung). 

Zu Beginn der Vorwahlen hatte Hillary Clinton noch einen ernstzunehmenden Konkurrenten: Bernie Sanders. Für US-amerikanische Verhältnisse ein lupenreiner Sozialist, den es zu verhindern galt - mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Wir nehmen vorweg: Das wäre fast nicht gelungen. Aber der Reihe nach:

Freudig titelte HINTERGRUND am 02.02.2016: "Eine politische Revolution hat begonnen". Im Vorspann heißt es weiter: "Bei der ersten Vorwahl im US-Präsidentschaftswahlkampf musste sich der Sozialist Bernie Sanders knapp geschlagen geben – und kann sich dennoch als Sieger fühlen" Mehr hier. Es hat noch einige Tage gedauert, bis diese Nachricht im fernen Berlin angekommen ist, wo sich dann aber Deutschlands eisenharte Neocon-Journalistin Doro Siems - "die Maggie Thatcher des deutschen Journalismus" (hier) - der Sache unverzüglich angenommen hat: "Amerika darf nicht sozialdemokratisch werden" fordert sie am 13.02.2016 kategorisch in der WELT. Sie macht ihrem Ruf alle Ehre: "Der Sozialist Bernie Sanders mischt den US-Vorwahlkampf auf. Europas überbordender Wohlfahrtsstaat ist sein Vorbild. Sollten nun auch noch die USA diesen Weg einschlagen, hätte das schlimme Folgen." Mehr hier

Bernie Sanders ignoriert diese Warnung aus der alten Welt und macht unverdrossen weiter - mit Erfolg. Was dann passiert, animiert den freien Journalisten Tomasz Konicz zu dem Beitrag "Die gelenkte Vorwahl", erschienen am 27.05.216 bei HEISE/TELEPOLIS. Aus seiner Einleitung: "Die Spannungen innerhalb der Demokratischen Partei eskalieren angesichts evidenter Manipulationen der Parteiführung. Der linke Underdog Sanders könnte noch der Präsidentschaftskandidat werden". Weiter schreibt Konicz: "Die Welt als Wille und Vorstellung: Da die demokratische Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton samt der Führung der Demokratischen Partei sich nichts sehnlicher wünscht, als ihren linken Herausforderer Bernie Sanders endlich loszuwerden, hat das demokratische Establishment schlicht beschlossen, die Vorwahlen bereits für beendet zu erklären - obwohl die Vorwahl im bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA, in Kalifornien, noch bevorsteht." Mehr hier. Letztendlich hatte Bernie Sanders keine Chance gegen die Manipulationen seiner Gegnerin. Konicz' Hoffnung erfüllte sich nicht. Ein klares Indiz dafür, dass die größte Demokratie der Welt, "The Land of the Free", keine Demokratie mehr ist (HUFFTINGTON POST, 17.05.2014, hier). 

Der (Vor-)Wahlkampf bestärkt diese Feststellung zusätzlich. Die ZEIT(!) erkennt im Oktober 2015: "Wahlen in den USA: Das Geld lässt wählen". Und stellt in der Einleitung fest, was seit Jahrzehnten Usus ist: "Reiche Spender und Milliardäre dominieren die Wahl des US-Präsidenten." Mehr hier. Es ist nichts, was das hiesige Demokratieverständnis stören muss. Der HINTERGRUND formuliert es am 10.11.2015 deutlicher, nennt es "Die gekaufte Wahl".(hier). Im Januar schreibt Naomi Prins (Ex-Goldman Sachs) für TOMDISPATCH einen lesenswerten Beitrag: "The Big Money and What It Means in Election 2016" (hier). Sehr ausführlich, aber sehr verständlich geschrieben. In die gleiche Richtung geht der Beitrag "Here’s What’s Booming: $6.6 Billion Plowed into 2016 Election" von Wolf Richter bei WOLFSTREET. Aus der Einleitung: "For the most cynical among us, democracy in the US is just a codified peaceful way of swapping out the figureheads at the top. For the less cynical, there is a lot more at stake, and they’re willing to plow huge amounts of money into these elections so that this money will help them accomplish their goals afterwards. Putting money to work in politics is easy in the US. It’s considered a legitimate investment with some sort of return. You have to be really careless, totally uninformed, and completely devoid of common sense to commit illegal acts of corruption because there are a million ways to do this legally. And the amounts changing hands are enormous. Nearly $6.6 billion: that’s how much candidates, parties, and outside groups are raising and spending in trying to move things their way in the 2016 election cycle, the Center for Responsive Politics estimates on its website, OpenSecrets.org. It’s a new record. It’s up by $86.5 million, adjusted for inflation, from the 2012 presidential cycle, which had also been a record." Mehr hier. Unter den Top 6 Donor Families 2016 der Demokraten: Michael Bloomberg ($20,145,178) und George Soros ($17,689,038). ZERO HEDGE beschäftigt sich kürzlich mit der Frage "Why Are Billionaires Backing Hillary And Icing Trump?". Zitat: "No US Presidential candidate since William McKinley in 1896 has received as nearly-unanimous financial backing from America’s wealthiest 0.01% as Hillary Clinton." Mehr hier




Die NÜRNBERGER NACHRICHTEN beschreiben am 08.06.2016 den "Abstieg einer Weltmacht" - Untertitel: "Trump oder Clinton: USA zerstören die Demokratie" (hier). Dazu gehören selbstverständlich auch die Manipulationen der Wählerlisten, schon vor den Nominierungen ein Thema: "Du nicht! Wie der Ausschluss von Wählern Trump zum Präsidenten machen könnte", titelt das IPG-JOURNAL am 01.07.2016: "Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA könnte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem designierten Republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und der Demokratischen Kandidatin Hillary Clinton kommen. Mit entscheidend wird dabei auch die Höhe der Wahlbeteiligung sein und ob unterprivilegierte Wählerschichten zur Wahl zugelassen werden." Mehr hier. HEISE/TELEPOLIS nennt am 16.07.2016 eine Zahl: "In den USA gehen sechs Millionen Stimmen verloren" ist ein Interview mit dem US-Journalisten Greg Palast "über Stimmenraub bei Wahlen in den USA, den Einfluss von Parteien auf Behörden und die Demokratisierung des Wahlsystems" überschrieben. Mehr hier.  

Quelle: cicero.de

Klarsichtig fasst NEUES DEUTSCHLAND am 27.09.2016 zusammen: "Dr. Jekyll und Mrs. Hyde": "US-Wahlkampf: Hillary Clinton ist ebenso unwählbar wie Donald Trump". Ein Auszug: "Bei der ersten TV-Debatte des US-Präsidentschaftswahlkampfs trafen Montagnacht zwei polarisierende Politiker aufeinander, die in der Wählergunst inzwischen fast gleichauf liegen. Doch es ist bemerkenswert, dass es erst einen körperlichen Makel brauchte, um den Vorsprung der Kandidatin der Demokratischen Partei, Hillary Clinton, abzuschmelzen. Denn eigentlich ist das wahre Wunder dieses US-Wahlkampfs (noch mehr als der irre Aufstieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump), dass Clinton über ihre bisherigen Skandale nicht gestürzt ist. Dabei ist nicht von ihrem E-Mail-Server, der mutmaßlichen Stiftungskorruption oder dem innerparteilichen Betrug die Rede, sondern von weitaus Gewichtigerem: Hillary Clinton hat den Putsch in Honduras unterstützt, sie hat den Irakkrieg befeuert, sie hat mit großem Eifer die Zerstörung Libyens vorangetrieben. Sie war an tausendfachem Mord beteiligt, hat die aktuellen Fluchtbewegungen mit ausgelöst und die Abschiebung von Millionen Menschen aus den USA unterstützt. Nichts von dem hat sie je bereut. Und den Regime-Change-Krieg »gemäßigter« islamistischer Söldner gegen Syrien will sie sogar noch verschärfen. Clinton ist eine überführte Kriegsverbrecherin, die zusätzlich auf die innerparteiliche Demokratie gepfiffen hat. Alle Beobachter von Rechts bis Links sind sich einig, dass mit ihr als Präsidentin die internationale Kriegsgefahr anwachsen wird. Dennoch war sie bis zu ihrem Schwächeanfall am 11. September die große Favoritin und ist es noch. Der sich als Nazi-Clown produzierende republikanische Kandidat Donald Trump tritt nicht nur durch die Unwählbarkeit Clintons aus der Sphäre des absolut Unvorstellbaren. Neben seiner Volksverhetzung und seiner asozialen, konfusen Rhetorik äußert er verblüffend klarsichtige Sätze wie diesen: 'Obama und Clinton haben den IS erst erschaffen.' In solch gefährliche Opposition zum militärischen Komplex der USA hat sich wohl kaum ein aussichtsreicher Politiker seit John F. Kennedy begeben. Und die von vielen Medien als 'grotesk' weggelachte Feststellung ist nicht einfach von der Hand zu weisen - zumindest eine kompromittierende Kombination aus Begünstigung, Vorwissen, Untätigkeit und geopolitischem Kalkül legen nicht nur geleakte Dokumente des Geheimdienstes DIA sehr nahe." Mehr hier

Quelle: truthdig.com

Werfen wir zuerst einen Blick auf den republikanischen Kandidaten "Dr. Jekyll" Donald Trump. Der US-Journalist Matt Taibbi hat - mitten im Vorwahlkampf - für die US-Ausgabe des ROLLING STONE einen aufschlussreichen Beitrag geschrieben. Titel: "How America Made Donald Trump Unstoppable". Erschienen am 24.02.2016. Taibbi hat eine Menge Material zusammengetragen und eine sehr gute Analyse abgeliefert: "He's no ordinary con man. He's way above average — and the American political system is his easiest mark ever". Mehr hier.

Quelle: cicero.de


Im "eigenen Lager" war Trump in dieser Zeit noch höchst umstritten. THE INTERCEPT meldet am 29.02.2016: "Neoconservatives Declare War on Donald Trump". Die Einleitung: "Donald Trump’s runaway success in the GOP primaries so far is setting off alarm bells among neoconservatives who are worried he will not pursue the same bellicose foreign policy that has dominated Republican thinking for decades." Mehr hier. Eine deutsche Übersetzung dieses Artikels gibt es bei HINTERGRUND: "Neokonservative erklären Donald Trump den Krieg" (hier). Am gleichen Tag heißt es bei ZERO HEDGE: "The GOP Is On The Verge Of A Meltdown: Senior Republicans Threaten To Vote For Hillary". Der Beitrag endet mit einer sehenswerten Karikatur



Mehr hier.  

Währenddessen versucht die ZEIT eine Annährung: "Trump vertritt auch deutsche Interessen". Im Vorspann heißt es: "Was wäre, wenn Trump Präsident würde? Bei ihm sind moderate Positionen zu finden und solche, die in Deutschland gefallen. Das Problem mit ihm liegt nicht in den Inhalten." Mehr hier. Nein, am Schluss kommt es doch zu keiner Annäherung: "Trumps Politik (...) würde vielen Deutschen in manchen Punkten gar nicht so schlecht gefallen. Aber sie wäre auch ganz und gar unberechenbar. Und ohne einen gewissen Grad an Berechenbarkeit funktioniert weder die Außenpolitik noch die Gewaltenteilung. Als Präsident würde Trump deshalb viel mehr Schaden anrichten als Rubio oder Cruz. Sein Aufstieg ist durchaus Grund zur Sorge." Marco Rubio und Ted Cruz waren damals Trumps parteiinterne Konkurrenten. 

Quelle: truthdig.com


Und die ZEIT bleibt auch im Mai ihrer Linie treu. "Ratlos, verzweifelt, Republikaner" heißt es am 04.05.2016: "Donald Trump hat die Grand Old Party der Lächerlichkeit preisgegeben, zerlegt hat sie sich jedoch selbst. Die letzte Hoffnung der Republikaner ist jetzt ihre Gegnerin." Mehr hier. Und am 15.05.2016: "Donald Trump: Notwendiges Übel?". Der Autor vermutet, "Donald Trumps Erfolg liegt am besonderen Staatsverständnis der Amerikaner". Mehr hier

Außerhalb des deutschen Mainstreams startet der Versuch, sich mit der absehbaren Nominierung von Donald Trump zu arrangieren: LE BOHÉMIEN sucht Antworten auf die Frage "Donald Trump – Im Zweifel die bessere Wahl?". Die Einleitung: "Wären da nicht seine Entgleisungen, außen- und wirtschaftspolitisch könnte man Donald Trump sogar etwas abgewinnen." Mehr hier. Der Autor bleibt dabei: Bei Trump müsste die EU  "endlich für sich selbst Verantwortung übernehmen, anstatt sich einem amerikanischen 'Sicherheitsnetz' anzuvertrauen. Allen berechtigten Vorbehalten über Trumps persönliche und verbale Eskapaden zum Trotz: Zumindest diese Aussicht macht einen US-Präsidenten Donald Trump zu einem Einschnitt, der Deutschland und Europa, der Amerika, ja der der Welt letztendlich gut tun könnte." Das können wir nur begrüßen, dass Europa gezwungen wird sich von Amerika zu emanzipieren. Was Berlin, Brüssel und Frankfurt daraus machen, sei erst einmal dahingestellt. Ein schmerzhafter Prozess wird es auf jeden Fall. Grundvoraussetzung wäre ein politisch und wirtschaftlich einiges Europa, gerne ohne die Engländer. Das bleibt vorläufig noch ein Traum, unter deutscher Führung ist das nämlich nicht zu machen. Dafür fehlt in Berlin das geeignete politische Personal. Statt dessen wird sich die EU erst einmal zerstören. Danach eröffnet sich aber wenigstens eine minimale Chance, um anschließend wie "Phoenix aus der Asche" wieder zurückzukommen. Politisch und wirtschaftlich stark, mit einer friedensorientierten Außenpolitik.

Ende des Monats meldet sich auch die WELT zu Wort: "Trumps Kandidatur ist sicher – und aussichtsloser denn je". Der Vorspann: "Immer mehr Superdelegierte laufen zum republikanischen Favoriten über. Wer sich ziert, muss mit Attacken rechnen. Aber: Frauen, Latinos und die großen Geldgeber wahren weiterhin Distanz." Mehr hier

Quelle: truthdig.com


Bei der Schweizer FINANZ UND WIRTSCHAFT darf der US-Ökonom Simon Johnson seine Vorbehalte gegen Donald Trump erklären: "Donald der Zerstörer". Das Vorwort: "Ein Präsident Trump würde mit populistischer Politik die Sicherheit der USA untergraben, die Wirtschaft in die Depression stürzen und das Finanzsystem zerstören."  Sein Fazit formuliert er drastisch: "Trumps Aufstieg stellt die tiefgreifendste Herausforderung für die amerikanische Demokratie seit dem deutschen Einmarsch in Polen 1939 dar." Mehr hier. Wir sind von der heftigen Reaktion Johnson's - den wir sehr schätzen - überrascht angesichts der Vorwürfe, die in dieser Zeit im Zusammenhang mit Hillary Clinton bereits öffentlich diskutiert werden. 

Die FINANZ UND WIRTSCHAFT legt in einem eigenen Kommentar nach: "Trump und das Desaster von 1964". Der Autor behauptet, mit der Nominierung von Donald Trump riskiere die Grand Old Party "die heftigste Wahlschlappe seit Mitte der Sechzigerjahre". Mehr hier

Das MANAGER MAGAZIN beteiligt sich jetzt ebenfalls an der Diskussion: "Starregisseur und Oscar-Preisträger sieht schwarz: Michael Moore nennt 5 Gründe, warum Trump Präsident wird". Auszug: "Moore ist entschiedener Gegner Trumps. Es würde kaum überraschen, wenn auch Moore zu dem trotzigen Schluss käme: Trump wird niemals US-Präsident werden. Das sieht der füllige Mann mit der Baseball-Kappe jedoch anders: Wenn nicht noch etwas sehr Überraschendes dazwischen kommt, so Moores Prognose, dann wird Donald Trump im Januar ins Weiße Haus einziehen. In seinem Blog nennt Moore fünf Argumente, um seine These zu begründen - und die klingen allesamt einleuchtend." Mehr hier. Der Mann führt kluge Begründungen an.

SPON verstärkt unterdessen hierzulande die Unterstützung für Hillary Clinton und behauptet: "Was passiert, wenn Trump gewinnt? Nichts." Großmäulig - Donald Trump sehr ähnlich - formuliert der Autor seine Einleitung: "Hillary Clinton wäre klar die bessere Präsidentin, ihr Rivale hat außer leeren Versprechungen nichts zu bieten. Als Regierungschef der USA würde Donald Trump bald scheitern." Mehr hier. Nur Geschwafel, sonst nichts.

Ernsthaft macht sich die TAZ Gedanken: "Er wird gewinnen – leider". Der Vorspann: "Clinton kann nicht mehr überraschen, Trump dagegen ist ein Faszinosum. Deshalb wird er – so kein Wunder mehr geschieht – nächster US-Präsident." Der blanke Frust am Ende: "In politischer Hinsicht wird man bei Donald Trump auf der Suche nach Skandalen hingegen wohl nicht fündig werden. Wie soll man einen Mann entlarven, der nüchtern Dinge öffentlich sagt, die andere Leute nicht einmal betrunken denken, der auch noch stolz darauf ist – und den trotzdem etwa die Hälfte des Wahlvolkes ganz prima findet?" Mehr hier. Wir geben zu Bedenken: Keine Email-Affäre, keine Korruptionsvorwürfe, keine Kriegstreiberei - das sind bei dieser Präsidentschaftswahl schon starke Trümpfe, mit denen Trump punkten kann. Die liefert einzig und allein der politische Gegner - das ist doch wohl ein Klassiker. Zwei Karikaturen zeigen wichtige Gründe für Trumps Erfolg:

Quelle: zerohedge.com


Quelle: cicero.de


Endlich, möchte man laut rufen, kümmern sich die hiesigen Journalisten auch um Sachfragen. Zuerst SPON, direkt aus New York: "Trumps Wirtschaftspolitik: Der Fantast". Die Einleitung: "Er will endlich ernst genommen werden: In einer Grundsatzrede präsentierte Donald Trump sein Wirtschaftsprogramm. Auf drei Vorhaben setzt der Milliardär. Keines wird funktionieren." Mehr hier. Erstaunlich nur, dass uns der SPIEGEL bisher nicht als kompetent in Wirtschaftsfragen aufgefallen ist. Mal ehrlich: Trumps Programm zielt darauf ab gewählt zu werden. Nicht mehr und nicht weniger. Die Realität diktiert ganz andere Maßnahmen. Soviel sollte der Autor im fernen New York von den heimischen Wahlkämpfen behalten haben. 

Quelle: truthdig.com


Aber auch bei HEISE/TELPOLIS grassiert Engstirnigkeit: "Trumps Wirtschaftspolitik: Rezepte für ein Desaster". Vorspann: "Der US-Präsidentschaftskandidat will ein Drittel der Steuereinnahmen streichen und setzt Amerikanisierung und Abschottung gegen Globalisierung". Mehr hier. Der Autor hätte sich vorher dringend über die aktuelle Situation der US-Wirtschaft und des -Arbeitsmarkts informieren sollen. Offensichtlich hat er das nicht getan, nur so lassen sich viele seiner Behauptungen erklären. 

Mittlerweile ist es September und der Wahlkampf biegt auf die Zielgerade ein. Das demokratische Lager hat noch keinen Skandal gefunden, der Trump gefährlich werden könnte. Die Sexismus-Vorwürfe sind ein alter Hut und können nur noch die Kommentatoren deutscher Qualitätsmedien hinter dem Ofen hervorlocken. Außerdem gilt es zu bedenken, dass Deutschland und seine Referenzmedien immer noch einen Günther Oettinger aushalten. 

Quelle: cicero.de


Unterdessen untrerhält sich der STERN mit Noam Chomsky: "Einer der größten US-Intellektuellen erklärt, was Trump möglich macht". Die Einleitung: "Im Interview wirft der große Intellektuelle Noam Chomsky einen pessimistischen Blick auf das politische System und die Demokratien. Die Gründe für das Phänomen Trump lägen weit in der Vergangenheit." Mehr hier. Unbedingt lesen! 

Und was macht SPON? Veröffentlicht ein Essay mit dem Titel "Trump zerstört, was Amerika ausmacht". Dazu der Vorspann: "Wie auch immer die Wahl ausgeht: Die USA sind erschüttert - und werden es bleiben. Von einem Mann, der spricht wie ein Diktator, hetzt wie ein Rechter, die Wurzeln seines Landes verachtet." Mehr hier. Viel Schwachsinn auf einem Haufen. Der Beitrag impliziert, Hillary Clinton stehe für das gute Amerika. Da hat einer mit aller Gewalt weggesehen. Ein böses Machwerk. 

Von einem anderen Kaliber ist der Beitrag "Donald Trump And The Power Of Money", vor wenigen Tagen bei GLOBAL RESEARCH erschienen. Die Einleitung: "Imagine, Donald Trump would accede to the US Presidency, an unlikely event with the presstitute media relentlessly slamming, slashing and demonizing him, not unlike they do with President Putin – while cheering no-end for the warmonger Killary, no matter what atrocities she has on her hands and body, no matter that blood is dripping out of her mouth every time she opens it – like Iraq, Libya, Syria, Palestine, Afghanistan, Sudan – and more, much more. They, the elite, the military-security complex, Wall Street want War. War is good for business – so said the Washington Post. The warmongering MSM (mainstream media) also propagates for more weapons to enrich the military-security complex that pays them. But just for a moment, let’s assume, Trump would get elected with such a large margin that voter fraud would be difficult to manage." Mehr hier. Nach unserer Auffassung eine sehr sachliche Analyse über die Ansichten und Pläne des republikanischen Präsientschaftsbewerbers Donald Trump. Autor ist der Schweizer Ökonom Peter Koenig. 

Quelle: zerohedge.com


Kommen wir nun zu Hillary Clinton, der ehemaligen First Lady und demokratischen Bewerberin um das Amt des 45. US-Präsidenten. 

Quelle: zerohedge.com

"Geld regiert die Welt" - diese Volksweisheit erhält auf erschreckende Weise neue Bestätigung, wenn Hillary Clinton zur ersten Frau in das Amt des US-Präsidenten gewählt wird. "God's Own Country" verliert damit endgültig seine Vorbildfunktion gegenüber der restlichen Welt. Schlimmer noch: Es bestätigt sich, was schon seit geraumer Zeit im Land selbst behauptet wird: Die USA sind eine lupenreine Oligarchie - von Demokratie keine Spur. Barack Obama hat vorbereitet, was Hillary Clinton dann vollenden wird. 

Quelle: zerohedge.com


Für uns ist das auch eine Erklärung dafür, dass die USA der jüngsten Entwicklung in dem NATO-Partner-Land Türkei nicht energisch entgegentreten, die Mitgliedschaft in der NATO suspendieren, Sanktionen wie gegen Russland iniziieren und auch politisch massiven Druck ausüben. Erdogan wird benötigt, um im Nahen und mittleren Osten Washingtons Interessen zu vertreten, koste es was es wolle, selbst um den Preis einer Diktatur und allen damit verbundenen Tragödien. 

Die Vorbehalte gegen Hillary Clinton werden in den USA schon seit vielen Monaten diskutiert. Der Beitrag den wir dazu vorstellen, datiert aus dem Frühjahr 2015. "Ten Reasons Why Bill and Hillary Clinton Do Not Deserve a Third Term in the White House" ist erschienen am 16.04.2015 bei GLOBAL RESEARCH. Mehr hier. Die 10 Gründen werden fundiert erläutert. Nichts davon lässt sich entkräften, neue sind mittlerweile dazu gekommen. 

Tomasz Konicz betitelt seinen Beitrag für HEISE/TELEPOLIS kurz und bündig "Clintongate". Ende Mai glaubt er noch "Die Email-Affäre der demokratischen US-Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton könnte ihre politische Karriere abrupt beenden". Gleichzeitig macht sich Konicz aber auch über die Korruptionsvorwürfe gegen Clinton her. Mehr hier. Seine Vermutung scheint sich jedoch trotz aller Beweise nicht zu bestätigen. Randvoll mit Fakten und Links, deshalb zur eigenen Meinungsbildung besser als jeder Artikel in den heimischen Referenzmedien zu diesen Themen. DIE FREIHEITSLIEBE beschäftigt sich in diesem Zusammenhang Wochen später, vor dem Nominierungsparteitag der Demokraten, mit der Frage "Wird Hillary Clinton angeklagt?" Der Vorspann: "Auf dem Parteitag der Demokraten Ende Juli will sich Hillary Clinton als Präsidentschafts-Kandidatin aufstellen lassen. Das dürfte aber nur gelingen, wenn sie eine Anklage wegen Geheimnisverrat und Korruption vermeiden kann. Tatsächlich hat das FBI jetzt von einer Anklage abgeraten." Uns begeistert das Fazit: "Die Clinton-Kampagne feiert diese Erklärung wie einen Freispruch. Tatsächlich ist Hillary Clinton damit formal erst einmal gerettet. Dennoch ist ihre Glaubwürdigkeit dahin, 2/3 der US-Amerikaner halten sie für eine Lügnerin. Die Empörung über die Schonung durch das FBI breitet sich aus, zumal die Vorwürfe gegen Clinton im wesentlichen bestätigt werden. Außerdem gibt es noch das zweite Verfahren wegen Korruption. Da Comey erklärt hat, ein Großteil der vermeintlich gelöschten E-Mails sei sichergestellt worden, bleibt das Thema brisant. Hillary Clinton steht jetzt da wie einst Lügenbaron Guttenberg: Sie hat die Unterstützung der Mächtigen, aber ihr Ruf ist im Eimer. Ob das genügt, um den Wahlkampf weiter zu überstehen und tatsächlich die Nominierung auf dem Parteitag zu bekommen, ist nicht garantiert. Bernie Sanders hat auf die neuen FBI-Berichte nur nüchtern erklärt, er bleibe weiter im Rennen. Es bleibt spannend." Mehr hier. Das Ergebnis ist bekannt, Sanders wurde von Clinton's Anhängern trickreich ausgebootet.

US-amerikanische Karikaturisten haben ihre eigene Sicht auf die Dinge. Ein Beispiel: 

Quelle: zerohedge.com
... und das


Quelle: zerohedge.com


Wenige Wochen nach der Nominierung meldet sich Michael Snyder auf seinem Blog ECONOMIC COLLAPSE zu Wort und erklärt: "If Hillary Clinton Is Charged With Obstruction Of Justice She Could Go To Prison For 20 Years". Eine mutige Aussage. Seine Einleitung: "In the world of politics, the cover-u p is often worse than the original crime. It was his role in the Watergate cover-up that took down Richard Nixon, and now Hillary Clinton’s cover-up of her email scandal could send her to prison for a very , very  long time.  When news broke that the FBI has renewed its investigation into Hillary  Clinton’s emails, it sent shockwaves throughout the political world. But this time around, we aren’t just talking about an investigation into the mishandling of classified documents. I haven’t heard anyone talking about this, but if the FBI discovers that Hillary Clinton altered, destroyed or concealed any emails that should have been turned over to the FBI during the original investigation, she could be charged with obstruction of justice. That would immediately end her political career, and if she was found guilty it could send her to prison for the rest of her life. I have not seen a single news report mention the phrase 'obstruction of justice' yet, but I am convinced that there is a very good chance that this is where this scandal is heading. The following is the relevant part of the federal statute that deals with obstruction of justice … 'Whoever knowingly alters, destroys, mutilates, conceals, covers up, falsified, or makes a false entry in any record, document, or tangible object with the intent to impede, obstruct, or influence the investigation or proper administration of any  matter within the jurisdiction of any department or agency  of the United States or any  case filed under Title 11, or in relation to or contemplation of any such matter or case, shall be fined under this title, imprisoned not more than 20 years, or both.' If Hillary Clinton is sent to prison for 20 years, that would essentially  be for the rest of her life." Mehr hier

Vor wenigen Tagen wurde die Email-Affäre noch einmal Wahlkampfthema und Pat Buchanan beschäftigt sich bei LEW ROCKWELL deshalb mit der Frage, ist es "Hillary's Watergate?". Seine Antwort: "(...) if Hillary Clinton, this distrusted and disbelieved woman, does take the oath of office on Jan. 20, there is a real possibility that, like Nixon, down the road a year or two, she could be forced from office." Mehr hier

Quelle: truthdig.com


Aus dem gleichen Anlass legt Michael Snyder bei ECONOMIC COLLAPSE noch einmal nach: "A Hillary Clinton Indictment Is Coming". Die Einleitung: "Doesn’t it seem like most of us are collectively holding our breath as we wait to see what will happen with this election? We are now only a handful of days away from election day and the polls have really tightened up, there are unprecedented concerns about post-election violence, and the Democratic nominee for president could be indicted literally any day now. The American people are going to be absolutely shocked when the FBI finally reveals what they have discovered regarding Hillary Clinton’s mishandling of classified materials, corruption at the Clinton Foundation, and other 'stomach churning' matters that normally aren’t topics of polite conversation. Without a doubt,a Hillary Clinton indictment is coming. The only question now is when it will happen. The moment that FBI Director James Comey sent his letter to Congress, he knew that someone’s head was going on the chopping block. If Hillary Clinton does not get indicted, Comey’s career is over and there is a very good chance that he will be going to prison instead. There is noway  that he would have ever put himself on the line like this if extremely powerful evidence had not already been found against Clinton." Mehr hier, bei INFOWARS

Heute haben sich alle Vorwürfe erst einmal in Luft aufgelöst. So meldet u. a. die WIRTSCHAFTSWOCHE "Entwarnung in E-Mail-Affäre, Trump wittert Verschwörung". Im Vorspann heißt es: "Aufatmen bei Hillary Clinton: Das FBI sieht auch in kürzlich aufgetauchten E-Mails keinen Grund, sie strafrechtlich zu verfolgen. Abermals sorgt FBI-Chef Comey mit einer plötzlichen Bekanntgabe für Überraschung." Mehr hier. Puh, das war knapp. Die ZEIT, ganz auf Linie, bastelt daraus gleich eine "Dolchstoßlegende": "Der Schaden bleibt". Das Vorwort: "FBI-Direktor James Comey hat den US-Wahlkampf ins Chaos gestürzt. Nun gibt er Entwarnung: Hillary Clinton habe keine Gesetze gebrochen. Kommt die Entlastung zu spät?" Die Antwort am Schluss des Beitrags: "Die Folgen des E-Mail-Skandals sind verheerend – das Image der ehemaligen First Lady ist beschädigt, ihre politische Agenda gefährdet." Mehr hier. Blanker Unsinn. Ihr Image zu beschädigen, das schafft die First Lady schon ganz alleine. Da lohnt es sich, noch einmal an anderer Stelle nachzulesen. Das haben wir gemacht und können unseren LeserInnen den folgenden Beitrag als Lektüre anbieten: "FBI Director James Comey: Hillary Should Not Face Criminal Charges. But Who Conducted the Investigation? FBI Deputy Director Andrew McCabe Whose Wife Received $467,500" schlagzeilt GLOBAL RESEARCH heute. Die Einleitung: "FBI Director James Comey (...) decided to issue a report two days before the November election confirming that there is no evidence of wrongdoing on the part of Hillary in relation to the recent release of  650,000 Emails on October 28th." Mehr hier. Lesen lohnt sich, um die Informationen der vergangenen Stunden richtig einordnen zu können.  

Abschließen möchten wir diesen Teil aber mit einem Beitrag von ZERO HEDGE, erschienen am 05.09.2016: "Hillary Is Either A Liar Or She's Grossly Incompetent: 'There Is No Other Interpretation Possible'" (hier).

Quelle: zerohedge.com


Hillary Clinton schöpft bei ihren Affären aus dem Vollen. Ein Thema gibt es, da halten sich selbst die deutschen Leitmedien nicht zurück. Bei der F.A.Z. ist es wieder der Feuilleton, der sich mit Hilfe eines Gastbeitrags einen Rest Unabhängigkeit bewahrt. Dort ist am 29.02.2016 die Schlagzeile zu lesen: "Hillary Clintons Wahlkampf: Wie man sich an Politik bereichert". In der Einleitung dazu heißt es: "Eine erste amerikanische Präsidentin? Hillary Clinton hat trotz ihres Sieges bei der Vorwahl in South Carolina zu viele Nachteile: Sie steht für Clan-Denken, Unaufrichtigkeit und Geldgier." Das klar formulierte Fazit möchten wir unseren LeserInnen schon jetzt nicht vorenthalten, viel zu sehr hat es uns gefallen: "Ihre Lebensleistung besteht darin, dass es nun nicht mehr fast nur Republikaner sind, die sich auf Politik als private Bereicherungsmöglichkeit verstehen. Unter ihrer Ägide ist die Demokratische Partei zu einer Geldmaschine geworden. Werte und Moral sind das Beiwerk, nicht die Substanz. Die Wähler durchschauen auch das plumpe Manöver, unter Verweis auf die 'goldenen' Jahre bei den Löhnen und Arbeitsplätzen während der Amtszeit ihres Ehemannes, ein neues Wirtschaftswachstum zu versprechen. Dass eine Feministin derart schal ökonomisch falsche Zusammenhänge zu etablieren versucht, hat schon fast etwas Verzweifeltes an sich. Sie argumentiert dabei im Wesentlichen, dass die erwünschte Wirtschaftsleistung durch Abstimmung für die richtige Familie zu haben ist. Ein solches Denken in Clan-Zusammenhängen mag tief im Mittleren Osten verwurzelt sein. Sich auf solche Mechanismen zu stützen mutet in einer aufgeklärten Demokratie des 21. Jahrhunderts merkwürdig an. Wenn ihre Kandidatur jetzt am seidenen Faden hängt, so liegt dies daran, dass immer mehr ein Gefühl dafür haben, dass die „königliche“ Familie der Demokraten immer mit zweierlei Maß misst. Auch eher 'unpolitische' Amerikaner haben ein Gespür dafür, wenn jemand derart von sich eingenommen ist und die Reklamation des Wohls des Volkes dabei zur Methode des eigenen finanziellen Aufstiegs verkommt. Der darin erkannte Zynismus ist die Hürde, an der Clinton zu scheitern droht." Mehr hier. Bravo!

Im Mai geht es auch in den USA los. Der INVESTORS titelt: "Clinton Scandals: Is The Family’s Charitable Foundation A Fraud?""Corruption: With each new revelation, the murky world of the Clinton family finances only seems to get murkier — and dirtier. And a new report suggests it’s no accident." Mehr hier. Bis heute reißen diese Berichte nicht ab. 

Quelle: zerohedge.com


ZERO HEDGE meldet am 13.06.2016 "Saudi Arabia Has Funded 20% Of Hillary's Presidential Campaign, Saudi Crown Prince Claims". Auszug: "In what may be the pinnacle of hypocrisy, moments ago Hillary Clinton, while speaking live on national security and addressing the Orlando shooting took some time from her constant bashing of the Second Amendment and calling for a ban on assault rifles, to say some less than kind words about Saudi Arabia whom it accused of supporting radical organizations." Mehr hier

Im August taucht auch die SUEDDEUTSCHE auf: "US-Präsidentschaftswahl – Die Multi-Millionen-Deals von Bill und Hillary Clinton". Der Vorspann: "Die ökonomische Bilanz von Senatorin Hillary Clinton ist durchwachsen und vieles rund um die Familienstiftung unappetitlich. Im Fokus: Honorare für Reden ihres Mannes Bill." Mehr hier 

Quelle: zerohedge.com


Die DEUTSCHE WIRTSCHAFTS-NACHRICHTEN melden im September: "Analyst untersucht Clinton-Stiftung und kommt zu vernichtendem Urteil". Die Zusammenfassung: "Hillary Clinton gerät wegen der Clinton-Stiftung unter Druck: Ein bekannter Wall Street-Analyst hat herausgefunden, dass es massive Ungereimtheiten hinsichtlich der Höhe und Verwendung von Spendengeldern gäbe. Ein erheblicher Teil der Spenden sei der Clinton-Familie als Boni überwiesen worden. Der Verdacht von Schmiergeldzahlungen liegt nahe." Mehr hier

Quelle: zerohedge.com
 

Im Oktober meldet sich noch einmal ZERO HEDGE zu einem höchst interessanten Thema: "Here Are Hillary Clinton's Three Speeches To Goldman Sachs For Which She Was Paid $675,000" (hier). Und legt gleich noch nach: "Watergate's Bob Woodward: 'Clinton Foundation Is Corrupt, It's A Scandal'" (hier).

Deutsche Beiträge bleiben leider Mangelware. Natürlich meldet sich aber die WORD SOCIALIST WEB SITE zu Wort und erklärt am 29.10.2016 "Wie die Wall Street die Clintons kaufte" (hier). Eine lesenswerte Zusammenfassung. Ebenso der TAZ-Beitrag, auf den die NACHDENKSEITEN bereits hingewiesen haben: "Wahlkampf der US-Demokraten: Was Clinton den Bankern versprach". Das Vorwort:  "Wikileaks veröffentlicht den brisanten Inhalt gehackter E-Mails, die Clinton vor dem Wahlkampf verschickte. Clever, Cleverer, Clinton hat mit Reden, etwa vor US-Bankern, rund 25 Millionen Dollar verdient". Mehr hier. Die Anmerkung von Jens Berger zu diesem Beitrag: "Clinton verkauft sich an die Banken und Trump macht unflätige Macho-Sprüche über Frauen. Fragt sich, was schlimmer ist. Die Antwort muss jedoch jeder Leser selbst geben, da ich wegen akuter 'Shitstorm-Gefahr' lieber schweige." 

Quelle: truthdig.com


Dazu noch einmal WORD SOCIALIST WEB SITE: "Warum die Reichen laut Clintons Geheimreden bei Goldman Sachs die Macht haben sollten" (hier). Erstaunlich, wenn vor diesem Hintergrund Dennis Kelleher, der Macher von BETTER MARKETS, bei POLITICO für sie im Sommer eine Bresche schlägt: "Hillary Clinton's war on Wall Street" (hier). Realistisch ist das nicht. Gehört in die Rubrik Wahlkampfhilfe.

Quelle: zerohedge.com
  

Vor wenigen Tagen sind wir noch bei GLOBAL RESEARCH fündig geworden: "Clintongate: How Corporate America Bought Hillary Clinton for $21 Million". Die Einleitung: "'Follow  the money.' That telling phrase, which has come to summarize the Watergate scandal, has been a part of the lexicon since 1976. It’s shorthand for political corruption: At what point do 'contributions' become bribes, 'constituent services' turn into quid pro quos and 'charities' become slush funds?" Mehr hier. Eine spannende Analyse. Außerdem: "Hillary and Bill Clinton: 'Pay-to-Play Racketeering', The 'Bonnie and Clyde' of American Politics". Zur Einstimmung: "Whether the information originated from hacked e-mails and computer files or Freedom of Information Act requests, the revelations about the political and business activities of Hillary and Bill Clinton and their cronies hearken back to another era, the Great Depression of the 1930s and the crime spree of another unscrupulous couple: bank robbery desperados Bonnie and Clyde." Mehr hier. Auch lesenswert: "Partners in Crime: Goldman Sachs, the Clintons and Wall Street": "The cozy relationship between Goldman Sachs and the Clintons has reached dizzying new heights in recent years, giving the Democratic Party nominee Hillary Clinton an immensely influential partner on Wall Street." Mehr hier 

Quelle: truthdig.com


Wer sich von der heutigen Hillary Clinton und ihrer Eignung zur US-Präsidentin ein umfassendes Bild machen will, der muss sich zwangsläufig auch mit Ihrem Hang zur Kriegstreiberei beschäftigen. Der ist leider sehr ausgeprägt. 

Zu diesem Zweck haben wir aus unserem Fundus verschiedene Beiträge herausgesucht, die wir jetzt unseren LeserInnen der Reihe nach vorstellen: 

Den Anfang macht ein Beitrag von GLOBAL RESEARCH aus dem Februar des vergangenen Jahres, "Want Endless War? Love the U.S. Empire? Well, Hillary Clinton Is Your Choice". Der Vorspann: "Hillary Clinton likes to extol her foreign policy credentials, particularly her experience as secretary of state. She attaches herself to Barack Obama’s coattails, pledging to continue his policies. But she is even more hawkish than the president." Mehr hier. Wir möchten unseren LeserInnen auch nicht die ausdrucksstarke Grafik dieses Beitrags vorenthalten:



Wir machen einen großen Sprung nach Vorne, in den April 2016. Wieder zu GLOBAL RESEARCH und der Frage "Would a Clinton Win Mean, More Wars?". Die Einleitung: "The Democratic Party establishment seems determined to drag Hillary Clinton’s listless campaign across the finish line of her race with Bernie Sanders and then count on Republican divisions to give her a path to the White House. But – if she gets there – the world should hold its breath." Mehr hier. Autor ist der US-Investigativjournalist Robert Parry, der bürgt für Qualität. Sätze wie diesen machen den Beitrag lesenswert: "Savvy neocons, like Robert Kagan, have long understood that Clinton could be their Trojan Horse, pulled into the White House by Democratic voters." Robert Kagan ist einer der führenden Neocons Amerikas. Dinge wie Moral, Humanität und Demokratie bedeuten denen nichts, sind bestenfalls Mittel zum Zweck. Kriegstreiberei gehört zu ihrem politischen Rüstzeug - heute noch. 

ZERO HEDGE titelt im Mai: "Paul Craig Roberts Warns 'Killary' Will Be 'The Last American President'". Der Autor ist kein unbeschriebenes Blatt, er war beispielsweise als stellvertretender Finanzminister unter Reagan Mitbegründer der Reaganomics. Auszug: "Do you remember all the hopes Americans had for Obama when we elected him to his first term? Painful memories. He betrayed the voters on every one of his promises. There was no change, except for the worst as Obama went on to become one of the most vicious war criminals in world history. Despite his horrific record, we re-elected him, only to have US economic policy turn against the people in order to bail out at our expense the mega-banks and the One Percent. Now Obama is coercing Asia and Europe to turn the governments of their countries over to rapacious American corporations empowered by TPP and TTIP to subordinate all interests to their profits. (...) Now we face the prospect of electing an even worse president than Obama - Killary Clinton. Killary is the bought-and-paid-for property of Wall Street, Israel, and the military-security complex. She will bring back to power the totally discredited neoconservatives, and the US will proceed with its butchery and slaughter of other countries and all reformist governments everywhere. The question is: will enough insouciant Americans align with the One Percent, the neocons, the men-hating feminists, homosexuals, the transgendered, and other 'preferred minorities' to put the US presidency in the hands of an aggressive, corrupt person with a conscience deficit? That is the goal toward which the presstitutes are driving the brainwashed. If we end up with Killary, neither the US nor the world will survive the mistake. She will be the last American president. Killary is compromised with secret agendas, and secret agendas lead to conflict and war. With a crazed President Killary who declared Russian Presient Vladimir Putin, the world’s leading peacemaker, to be 'the new Hitler', with crazed American generals who declare Russia to be 'an existential threat to the United States', and with the insane neoconservatives back in the saddle determined to impose American hegemony on the rest of the world, Killary’s election will terminate life on earth." Mehr hier. Eine Pflichtlektüre.

Ein Nachschlag kommt von GLOBAL RESEARCH: "The Clinton Crime Family. 'Hillary is the Most Dangerous Presidential Aspirant in US History'". Aus der Einleitung: "The Bill and Hillary crime family long ago should have been held accountable for high crimes against peace and numerous others. Hillary is the most recklessly dangerous presidential aspirant in US history, supporting endless imperial wars and state terror, once saying '(w)hat do we have NATO for if not to defend our way of life'. She endorses first-strike nuclear weapons use, calling them peacekeeping deterrents, mindless of their power to destroy life on earth." Mehr hier. Bei GLOBAL RESEARCH geht noch weiter: "Hillary Comes Out as the War Party Candidate" (hier); "Extending American, Strategies to Expand U.S. Engagement: Hillary Clinton’s Project For A New American Century" (hier). 

Im Juni gibt es (endlich) auch einen deutschsprachigen Beitrag - leider aus der "Schmuddelecke", dem von Russland finanzierten Auslandsfernsehsender RT: "UN-Sonderberater und Ökonom Jeffrey Sachs: 'Hillary Clinton ist eine Gefahr für den Weltfrieden'". Aus dem Vorspann: "In einem aktuellen Beitrag in der Huffington Post greift Jeffrey Sachs die amerikanische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton wegen ihrer Rolle im Syrien-Konflikt scharf an. Der US-amerikanische Ökonom und UN-Sonderberater zeichnet nach, warum Clinton als Außenministerin systematisch einen Regime-Change in Syrien vorantrieb, der schließlich in das aktuelle Blutbad führte." Mehr hier. Für unsere jungen LeserInnen: Jeffrey Sachs ist ein weltweit angesehener Ökonom. 

Zu den Nutznießern dieser Entwicklung berichten die DEUTSCHE WIRTSCHAFTS-NACHRICHTEN (DWN) am 02.07.2016: "Rüstungs-Industrie finanziert Wahlkampf von Hillary Clinton". Weiter heißt es dort: "Bei den Wahl-Spenden durch die US-Waffenindustrie liegt Hillary Clinton unter allen 21 Kandidaten, die für die US-Präsidentschaft angetreten sind, auf Platz 1. Donald Trump hingegen liegt auf Platz 16. Während Clinton persönlich keinen einzigen Dollar in ihren Wahlkampf gesteckt hat, hat Trump seinen Wahlkampf mit einer Summe von 45,7 Millionen Dollar zu 72 Prozent selbst finanziert." Mehr hier. Nicht wirklich eine Überraschung, aber schön, dass man es auch mal auf deutsch liest. Natürlich, kein Wort davon in den deutschsprachigen Leitmedien, die lieber diesen Kriegskurs unterstützen. 

Quelle: zerohedge.com


GLOBAL RESEARCH lässt bei diesem Thema nicht locker: "Vote for Hillary Clinton: Vote for the Military-Industrial Complex and World War" (hier). Ergänzt prima den vorangegangen Beitrag von DWN. Weiter geht es bei COUNTERPUNCH: "Hillary and the War Party". Die Einführung: "You haven’t heard much from the Democrats lately about foreign policy or global agendas – indeed virtually nothing at the Philadelphia convention and little worthy of mention along the campaign trail. Hillary Clinton’s many liberal (and sadly, progressive) supporters routinely steer away from anything related to foreign policy, talk, talk, talking instead about the candidate’s 'experience', with obligatory nods toward her enlightened social programs. There is only the ritual demonization of that fearsome dictator, Vladimir Putin, reputedly on the verge of invading some hapless European country. Even Bernie Sanders’ sorry endorsement of his erstwhile enemy, not long ago denounced as a tool of Wall Street, had nothing to say about global issues. But no one should be fooled: a Clinton presidency, which seems more likely by the day, can be expected to stoke a resurgent U.S. imperialism, bringing new cycles of militarism and war. The silence is illusory: Clintonites, now as before, are truly obsessed with international politics." Mehr hier


Quelle: globalresearch.ca


Endlich, im Oktober darf auch Jakob Augstein bei SPON ran: "Sicherheitsrisiko Clinton: Was für Trump spricht". Der Vorspann: "Gibt es wenigstens einen einzigen Grund, auf einen Sieg von Donald Trump zu hoffen? Ja: den Frieden. Hillary Clinton will im Syrienkrieg die militärische Konfrontation mit Russland riskieren. Das kann Deutschland nicht wollen." Mehr hier. Augstein unterliegt mit dem letzten Satz einem gewaltigen Irrtum. Er sollte es besser wissen, Deutschland unter der GroKo, gegenüber den USA eine Truppe von Waschlappen, ist folgsamer Diener Amerikas. An dieser Stelle möchten wir einen Beitrag von RT (siehe oben) einflicken: "Präsidentschaftskandidat Trump lehnt US-Interventionspolitik ab". Weiter: "Im Gespräch mit der großen Tageszeitung New York Times kritisiert der republikanische Kandidat eine interventionistische Linie. Militäreinsätze und Stationierungen im Ausland lehnt er ebenso ab, wie moralische Begründungen für Amerikas Außenpolitik. Für Donald Trump gilt: Zuerst Amerika." Mehr hier. Klar ist, sollte Trump entgegen aller Vorhersagen doch gewählt werden, kann er seine Haltung mit Sicherheit nicht vollständig durchsetzen. Teile davon wären aber bereits ein großer Fortschritt und für die Europäer eine günstige Gelegenheit, den Friedensnobelpreis aufs Neue zu rechtfertigen. Direkt zu dem Interview der NEW YORK TIMES geht es hier. 

Die GOLDSEITEN wollen nicht hinten anstehen und holen sich prominente Hilfe: "Marc Faber: Hillary Clinton ist eine Neocon und eine Kriegstreiberin" (hier). Das sind schließlich gute Nachrichten fürs (Gold-)Geschäft.

Erfreulich auch, dass sich kurz vor Wahlkampfschluss auch noch unsere Schweizer Nachbarn zu Wort melden. Der TAGES-ANZEIGER schlagzeilt am 21. Oktober: "Das führt an die Schwelle des dritten Weltkriegs". Das Vorwort: "Welche Aussenpolitik würde Hillary Clinton als US-Präsidentin verfolgen? Antworten liefert ein Strategiepapier eines Thinktanks. Experte Günter Meyer hat es analysiert." Mehr hier. Wichtig auch der Link zu dem Strategiepapier, gleich hier. Bitte, unbedingt lesen. 

Sogar die Briten - regelmäßig in Waffenbrüderschaft fest an Amerikas Seite - melden schnell noch Bedenken an. Der INDEPENDENT titelt kürzlich: "Could Hillary Clinton start a world war? Sure as hell she could – and here’s how". Weiter heißt es: "You can condemn that semi-isolationist ‘America First' mindset if you want, but the easiest way to prevent the next world war is simply to let the Russians have what they want, provided it makes no difference to you". Mehr hier

Und noch einmal legt GLOBAL RESEARCH nach: "Hillary Clinton Is Playing With Thermonuclear Fire, And You Will Be Glowin". Die Einleitung: "I would never vote for either Donald Trump or Hillary Clinton, and therefore have no dog in this fight.  That said, I am an interested spectator, and clearly see that Ms. Clinton is playing a very dangerous game by using the Russians as an election issue and blaming them for everything. When asked about her leaked e-mails in the last debate, she skillfully avoided the damaging content of the e-mails, and turned the table on the Russians, claiming they are the danger. She argued we should all be alarmed at the attempt by Russia to manipulate our election, a charge which is totally untrue, and without any evidence." Mehr hier

Quelle: globalresearch.ca


Vor drei Tagen versucht es CICERO, in Deutschland das "Magazin für politische Kultur", in dem Beitrag "Die beschränkte Weltsicht der Hillary Clinton" mit ein bisschen Aufklärung: "Einer der bekanntesten geopolitischen Analysten Amerikas, George Friedman, ist sich sicher: Die größte Herausforderung einer US-Präsidentin Hillary Clinton bestünde darin, sich strategisch neu auszurichten. Doch dies wird ihr schwerfallen. Der Grund liegt in den Wurzeln ihrer Außenpolitik". Mehr hier. Wer jetzt fragt George "Wer", der wird hier fündig.  

Alles nichts für schwache Nerven. Wer da kein Fracksausen bekommt vor einer US-Präsdientin Hillary Clinton, der ist wahrscheinlich ein Anhänger von Shooter-Spielen.

Alle Informationen, die wir heute unseren Leserinnen vorgestellt haben, sind hinlänglich bekannt. Da wundert es uns doch, dass H. C. unter Prominenten hüben wie drüben so viel Unterstützung erfährt. Sollte das schon als Begründung ausreichen?: "Endlich eine Frau an der Spitze der USA" titelt am 12.06.2016 HEISE/TELEPOLIS. Weiter: "Unkritische Reaktionen auf Hillary Clinton als demokratische Präsidentschaftskandidatin" Mehr hier. Da darf es auch ruhig ein weiblicher Rambo sein? Der US-amerikanische Musiker Moby nennt Trump einen Soziopathen, der Schauspieler Robert de Niro nennt ihn irrsinnig. Gerade hat sich bei der WELT noch der US-Schriftsteller Jonathan Franzen zu Wort gemeldet: Er "befürchtet bewaffnete Aufstände", falls Clinton siegt: "Meine Furcht ist jetzt, dass Trumps Kandidatur das zivile Gewebe unserer Nation so schwer beschädigt hat, dass Hillary, falls sie gewählt wird, ihr erstes Jahr im Amt mit bewaffneten Aufständen von Gruppen könnte zubringen müssen, die die Rechtmäßigkeit ihrer Wahl bestreiten". Mehr hier. Wir stellen uns die Frage, an welcher geistigen Verfassung muss man da eher zweifeln? 

Quelle: zerohedge.com


Unser Fazit: 
Wir haben den Versuch unternommen, mit diesem Standpunkt unsere LeserInnen so umfassend wie möglich zu informieren. Die dafür getroffene Auswahl von mehr als 100 Beiträgen steht stellvertretend für weitere 800, die wir zum US-Wahl 2016 noch in unserem Archiv haben. Wer in den nächsten Tagen, das Ergebnis der morgigen Wahl hat darauf keinen Einfluss - es wählen die Amerikaner, nicht wir, sich eingehend mit diesem Standpunkt beschäftigt, der verschafft sich eine fundierte Grundlage zur eigenen Meinungsbildung. Egal wer gewählt wird, beide müssen sich an ihren Aussagen messen lassen. Falls erforderlich, werden wir diesen Standpunkt noch durch Updates ergänzen. Unabhängig davon werden wir natürlich das Ergebnis der Wahl kommentieren.

Quelle: zerohedge.com


Ein wunderbares Land und seine Menschen gehen an diesem politischen System zugrunde. 

Der Wahlkampf und die Wahl zeigen, dass sich die einstmals größte Demokratie der Welt längst zu einer Bananenrepublik verwandelt hat. Wann diese Entwicklung begonnen hat, lässt sich nur schwer klären. Behält Amerika für den Rest der Welt seinen Vorbildcharakter, dann sind die Folgen unabsehbar und verstörend. 

Es ist unser Anliegen, den LeserInnen reichlich Gedankenfutter zu geben, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Die zahlreichen Karikaturen erfüllen den gleichen Zweck, bis zum Schluss. Für uns gilt: "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte".

Quelle: cicero.de


Deshalb verzichten wir auch darauf, unsere eigene Haltung an dieser Stelle kundzutun. Es genügt, dass wir an der einen oder anderen Stelle Fingerzeige gegeben haben.  

Zum Schluss wiederholen wir unsere allererste Aussage: Die Amerikaner haben nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. 


Quelle: globalresearch.ca