Dienstag, 15. November 2016

Standpunkt 1031: Nachrichten-Ticker, 10. & 11.11.2016


Jetzt, im November 2016, sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür mittlerweile häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien lassen zu viele wichtige Themen unbeachtet. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: US-Wahl: Meinungsbilder (26 Beiträge) - Krieg und Frieden nach der US-Wahl (4 Beiträge) - Erneuerung der Demokratischen Partei? - US-Mittelschicht am Boden


Quelle: globalresearch.ca



Motive der Trump-Anhänger: Die Irrtümer der Wähler-Beschimpfer 
(faz.de) Wahlen sind keine Intelligenztests. Wer Trumps Erfolg an fehlenden Bildungsabschlüssen festmacht, übersieht die Fehler der Vergangenheit – und blendet Arroganz und Selbstzufriedenheit im Anti-Trump-Lager aus. Mehr...

Kommentar: Stellenweise, aber wirklich nur da, findet hierzulande eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Ausgang der US-Wahl statt. Bei der F.A.Z. ist es regelmäßig das Feuilleton, dem so eine Aufgabe zufällt. Dieser Beitrag ist ein hervorragender Beleg dafür, dass bei der F.A.Z. wenigstens noch Spurenelemente guter journalistischer Arbeit vorhanden sind. Das beweist dieser Auszug vom Schluss des Artikels: 

"Es sind also nicht die amerikanischen Wähler, über deren Dummheit oder Unbildung jetzt gesprochen werden müsste. Die Frage, die das Rätsel Trump stellt, ergeht vielmehr an jene, die jetzt ihr Erschrockensein ausstellen. Wie steht es um ihre Kenntnis der Zonen, aus denen jene Wähler kommen, wie um ihre euphemistische Einschätzung von Trumps Konkurrentin, wie um ihre historische Bildung und wie um ihren Glauben an Demoskopie?
Man denkt bei Amerika an New York und an das Silicon Valley, mehr an Princeton als an Trenton, lässt sich die Ungleichheit in Amerika gern von Thomas Piketty erklären, drückt David Graeber und Occupy die Daumen; aber kommt man nicht auf die Idee, dass die meisten Wähler keine Studenten sind und, anders als Studenten, von der Globalisierung gar nicht profitieren? Man findet, dass alle Leute die Gesellschaft eigentlich super finden sollten, weil es einem selbst gut geht. Wenn die Leute wütend sind, hält man ihnen Vorträge über Vielfalt oder verweist sie an eine Linke, die es nicht gibt. Und glaubt, dass schon nichts passieren wird. Wie gebildet ist das eigentlich?"
 


US-Wahl: Trump des Willens
(spiegel.de) Donald Trumps Sieg bedeutet das Ende des Westens. Die Ära des Liberalismus ist vorüber. Ein neuer Faschismus kommt an die Macht. Ob sie wollen oder nicht: Die Deutschen werden ihr Heil in den Grenzen der Na)on suchen müssen. Mehr...

Kommentar: Völlig von der Rolle dagegen Jakob Augstein. Seine Kolumne ist eine einzige Enttäuschung. Offensichtlich bereitet Augstein der Wahlausgang geistige und körperliche Schmerzen, die er mit diesem einseitigen Pamphlet lindern muss. Schade, wir hätten mehr erwartet. 


Trump legt die Bruchlinien offen
(fuw.ch) Der Wahlsieg von Donald Trump ist kein typisch amerikanisches Phänomen. Er ist die Konsequenz von Entwicklungen, von denen die Demokratien in Europa genauso betroffen sind. Mehr...

Kommentar: Gewohnt sachlich Mark Dittli von der Schweizer FINANZ UND WIRTSCHAFT in seinem Kommentar. Sein Fazit in einem Satz zusammengefasst: "Viel zu lange wurden die Verlierer der Globalisierung im Westen ignoriert". Unbedingt den ganzen Beitrag lesen! 


Trump-Schock: Was Europa von Amerikas Großen lernen kann
(spiegel.de) Nach dem Trump-Sieg droht auch Europa von einer Welle des Rechtspopulismus erfasst zu werden. Wir brauchen dringend einen politisch-ökonomischen Coup - als Vorbild könnte ein ehemaliger US-Präsident dienen. Mehr...

Kommentar: Eingekriegt hat sich scheinbar auch wieder Thomas Fricke. Der hat vor der Wahl Donald Trump als Auslöser für eine "neue, globale Katastrophe" gesehen (hier). Plötzlich entdeckt der SPIEGEL-Neuzugang den New Deal 2.0, dem wir schon seit Jahren das Wort reden. Fricke weiß sehr genau, dass eine solche Lösung mit dem politischen Personal in Deutschland für Europa nicht zu machen ist. Statt aus der US-Wahl zu lernen geht es schon in wenigen Tagen weiter so, wie bisher. Insofern kann er leichten Herzens diese unliebsamen Ideen verbreiten - es bleibt folgenlos. Fricke, früher FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND, mittlerweile schreibt er  für die SUEDDEUTSCHE und SPON, beginnt sich zu häuten: weg vom kritischen Wirtschaftsjournalisten, hin zum Verfechter des Klassenkampfs der Eliten. Schade.


"Trump versteht die Amerikaner besser als irgendein anderer"
(sueddeutsche.de) Trump-Anhänger sind frustrierte, ältere, weiße Männer mit geringer Bildung? Mitnichten. Philosophieprofessor Daniel Bonevac aus Austin erklärt seine Wahlentscheidung für den Republikaner. Mehr...

Kommentar: Noch hat es die SUEDEUTSCHE ZEITUNG nicht geschafft, ihr Versagen im Zusammenhang mit der US-Wahl einzugestehen. Deshalb lässt sie sich und ihren LeserInnen den Erfolg Trumps erst einmal erklären. Auf diese Weise füllt sich wenigstens langsam aber stetig das riesige Loch informativer Armut, das die deutschen Qualitätsmedien in den vergangenen Wochen und Monaten rund um die US-Wahl geschaffen haben. Dieses Interview schließt mit einer bemerkenswerten Antwort auf die Frage "Glauben Sie, Trump kann ein gespaltenes Land vereinen?": "Es gibt Gruppen, die diese Spaltung für ihre eigenen politischen Zwecke verwenden wollen. Aus diesem Grund wird das keine leichte Aufgabe. Aber ich habe Hoffnung, dass es gelingen wird. Sehen Sie sich Trumps Antrittsrede an, darin hat er sich auf grandiose Weise an alle Amerikaner gerichtet. Trump ist ein New Yorker und gewohnt, mit Amerikanern aller ethnischen, sozialen und wirtschaftlichen Herkunft umzugehen. Trump versteht die Amerikaner besser als irgendein anderer US-Politiker." Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Professor aus Texas Recht behält. Noch wichtiger finden wir in diesem Zusammenhang aber, ob Trump sich gegen die Hartliner unter seinen ultra-konservativen Beratern behaupten kann. Die sind politisch (und moralisch) so weit am rechten Rand angesiedelt, dass Donald Trump, sollte er zumindest nahe der Mitte stehen, ein Fernglas braucht, um sie zu sehen. 


Trumps Wahlerfolg bei Unterschichten: Das Weltbild der anderen
(taz.de) Für viele Amerikaner funktioniert der "American Dream" nicht mehr. Linke, Privilegierte und Gebildete seien schuld daran. Stimmt das? Mehr...

Kommentar: Empfehlenswerte, deutschsprachige Lektüre zur US-Wahl bleibt (vorläufig) Mangelware. Dieser Beitrag der TAZ gehört jedoch unbedingt dazu. Autorin ist die in Berlin lebende US-Amerikanerin Deborah Feldman. Lesenswert bis zum Schluss, deshalb greifen wir an dieser Stelle ihrer Antwort auch nicht vor.


Präsidentschaftswahl in den USA: Wir tragen Trauer
(zeit.de) Menschenrechte, Umweltschutz, Weltpolitik: In einem Anfall geistiger Umnachtung hat Amerika seine Werte weggeworfen. Wie sollen wir das unseren Kindern erklären? Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Das Gegenstück zu dem vorangegangenen Beitrag haben die NACHDENKSEITEN (NDS) bei der ehemals hochklassigen ZEIT entdeckt. Da wollen zwei einfach nichts dazulernen: die ZEIT und die Autorin, US-Schriftstellerin Lauren Groff. Treffend die Anmerkungen der NDS zu diesem Beitrag. Auszug: "Begreift die Dame nicht, dass es genau diese arrogante Haltung der Intellektuellen und Literaten ist, die Trump zum Sieg verholfen hat? Der Text zeigt in welcher Scheinwelt Groff offenbar lebt. Will sie suggerieren, dass mit Clinton die USA augenblicklich das Paradies auf Erden geworden wären? Kein Wort, dass Clinton als US-Außenministerin die Hauptverantwortung für die Bombardierung Libyens und das, aus dem Sturz Gaddafis resultierenden, bis heute anhaltenden Chaos in diesem Land trägt, für die Anzettelung des syrischen Bürgerkriegs, für die Drohnenangriffe mit unzähligen zivilen Opfern, für die Unterstützung Saudi-Arabiens und dessen Verwicklung in den blutigen Bürgerkrieg im Jemen. Wer nicht nur die deutsche Lückenpresse zum US-Wahlkampf gelesen hat, sondern auch US-amerikanische Quellen, der hätte wissen können wie groß der Hass auf Clinton in den USA ist, die dort z.B. als 'Wall Street Queen' bezeichnet wird und das ist noch eines der freundlichen Pejorative." Mehr hier

Ergänzend zu diese Aussagen bei NDS möchten wir unsere LeserInnen auf den Beitrag "Huma Abedin, Hillary Clinton and the American Deep State" hinweisen, erschienen am 08.11.2016, einen Tag vor der Wahl, bei STRATEGIC CULTURE in den USA. Vorspann: "The case that could decide the next presidential elections in the United States is a multi-layered story that deserves to be told accurately." Mehr hier. Ein Blick "hinter die Kulissen". Der Beitrag enthält viele Erklärungen dafür, warum Hillary Clinton diese Wahl verloren hat. Sein Fazit: "The United States has been flirting immorally and illegally with organizations dedicated to terrorism, thanks to the many deep-state links. Such collusion existed before and after September 11, subsequently triggering the Arab Spring and destabilizing countries like Libya, Syria and Iraq. What we have seen in the last few days with Comey’s revelations may represent a veritable Pandora’s box. It is impossible to determine whether this scandal will eventually overwhelm Hillary Clinton. Perhaps the leaders of the deep state have decided to destroy the nomination of the Democratic nominee in favor of Donald Trump. Or maybe not; right now every hypothesis is valid. But if Trump  wins on  November 8, it may represent the triumph  of the American people’s will to discard once and for all anything that even remotely smells of the 'deep state’, the redolence of which hangs heavily over Clinton and her aide Huma Mahmood Abedin." 

Bei ZERO HEDGE haben wir noch einen bemerkenswerten Beitrag von STRATEGIC CULTURE gefunden, der sich mit Amerikas politischer Zukunft beschäftigt: "The Clintons And Soros Launch America's Purple Revolution". Die Einleitung: "Defeated Democratic presidential candidate Hillary Rodham Clinton is not about to 'go quietly into that good night'. On the morning after her surprising and unanticipated defeat at the hands of Republican Party upstart Donald Trump, Mrs. Clinton and her husband, former President Bill Clinton, entered the ball room of the art-deco New Yorker hotel in midtown Manhattan and were both adorned in purple attire. The press immediately noticed the color and asked what it represented. Clinton spokespeople claimed it was to represent the coming together of Democratic 'Blue America' and Republican 'Red America' into a united purple blend. This statement was a complete ruse as is known by citizens of countries targeted in the past by the vile political operations of international hedge fund tycoon George Soros." Der Schluss: "One of Trump’s political advertisements, released just prior to Election Day, stated that George Soros, Federal Reserve chair Janet Yellen, and Goldman Sachs chief executive officer Lloyd Blankfein, are all part of 'a global power structure that is responsible for the economic decisions that have robbed our working class, stripped our country of its wealth and put that money into the pockets of a handful of large corporations and political entities'. Soros and his minions immediately and ridiculously attacked the ad as 'anti-Semitic'. President Trump should be on guard against those who his campaign called out in the ad and their colleagues. Soros’s son, Alexander Soros, called on Trump’s daughter, Ivanka, and her husband Jared Kushner, to publicly disavow Trump. Soros’s tactics not only seek to split apart nations but also families. Trump must be on guard against the current and future machinations of George Soros, including his Purple Revolution." Read more here. Der Beitrag bietet reichlich Nachdenkfutter!


Nach der US-Wahl: Thank you, Mr. President
(cicero.de) Die Meinungselite ist in Aufruhr. Donald Trumps Sieg setzt Hass frei und schwächt das Urteilsvermögen. Bei nüchterner Betrachtung ist es ein Lehrstück für die deutsche Debatte. Sechs Lektionen und ein Geständnis. Mehr...

Kommentar: Auch der CICERO, selbsterklärtes "Magazin für politische Kultur", versucht sich an einer Aufarbeitung der US-Präsidentenwahl. In diesem Beitrag klappt es (noch) nicht so richtig. Wer die Obama-Regierung und Hillary Clinton links verortet, der schielt oder ist auf einem Auge blind. Genauso, wer der demokratischen Kandidatin "moralische Bonuspunkte" zubilligt. Trotzdem bleibt genug übrig, um dem Artikel das Prädikat "lesenswert" zu vergeben.  



"Blind" (Quelle: truthdig.com)

US-Medien üben massive Selbstkritik: Blick für Wut und Frustration im Land verloren
(focus.de) Der Sieg von Hillary Clinton war für die meisten US-Medien ein Selbstläufer. Nachdem es anders kam, debattieren die Medien darüber, was falsch gelaufen ist. Und kommen zu erstaunlichen Erkenntnissen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Sooo weit sind die heimischen Leitmedien noch nicht. Obwohl wir ihnen hier und da schon die ersten erfolgreichen Versuche attestieren. Besonders an diesem Wochenende haben die F.A.Z. SONNTAGSZEITUNG und die WELT AM SONNTAG in dieser Richtung Boden gutgemacht. Daraus lernen werden sie nicht - da sind wir uns ziemlich sicher. 

Ein hervorragender Beitrag, der die Versäumnisse der US-Medien sehr gut auf den Punkt bringt. Und wieder ist es Michael Moore, der den Nagel auf den Kopf trifft: "Trumps Sieg ist keine Überraschung. Er war nie ein Witz. Ihn als solchen zu behandeln, hat ihn nur gestärkt." (die Herausstellung stammt von uns, Anm. d. Verf.). Er hat auch über den Umgang mit den Medien eine klare Meinung: "Feuert alle Experten, Analysten und Meinungsforscher und alle anderen in den Medien, die hartnäckig an ihrer Erzählung festhielten und nicht wahrhaben wollten, was wirklich im Land los ist. Dieselben Schwafler wollen und jetzt einreden, wir müssten die Spaltung des Landes heilen. Sie werden uns noch mehr Unsinn erzählen. Schaltet sie ab." Wir sind davon überzeugt, dass diese Forderung auch hierzulande schon sehr bald ihre Berechtigung hat. Kritik am herrschenden System, an der fehlenden Lösung der europäischen Krise(n), an der Alimentierung des maroden Finanzsystems bis zum finalen Kollaps, findet nur im Feuilleton (F.A.Z.), in wenigen Feigenblatt-Kommentaren der Referenzmedien und in unabhängigen - weil werbefreien! - Blogs statt. Von den letzteren gibt es höchstens eine Hand voll. 

Beiträge, die sich nicht auf Linie befinden, werden es hierzulande weiter schwer haben und ein "Nischendasein" fristen. Beispiel MANAGER MAGAZIN. Dort ist unter der Rubrik "Meinungsmache" jüngst der Beitrag "Wie ist der kommende US-Präsident wirklich? Ich kenne Trump persönlich - er verdient eine Chance!" erschienen. Das Vorwort: "Unser Autor hat Trump vor Jahren als Geschäftsmann getroffen - und war beeindruckt. Sein Vorschlag: Geben wir ihm eine Chance - und urteilen anschließend." Mehr hier. Trumps Wähler sehen das wohl genauso. Selbst der politische Gegner geht auf ihn zu: "Bernie Sanders bietet Trump Hilfe an" schlagzeilt SPON verschämt (hier). Eine eher aufgeschlossene Haltung stände auch Europas führenden Politikern und ihren Hausjournalisten gut zu Gesicht. Statt dessen: Betretenes Schweigen im Walde, oder Beschimpfungen und Belehrungen.  

CICERO findet "Nach Trumps Wahlsieg: "Steinmeier außer Rand und Band". Der Vorspann: "Der Wahlsieg von Donald Trump mag einem nicht gefallen. Deutsche Spitzenpolitiker sollten sich jedoch mit persönlichen Befindlichkeiten zurückhalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das getan, Außenminister Frank-Walter Steinmeier nicht. Damit hat er seine Eignung als Bundespräsident in Frage gestellt". Mehr hier. Die GroKo ficht das nicht an: Statt eine Demission in Erwägung zu ziehen, hat  die sich gerade auf Steinmeier als Kandidaten für das höchste Amt im Staat geeinigt. Diplomatisch eine Sackgasse. Natürlich nicht für SPON. Dort erhält der angehende Bundespräsident die Gelegenheit, in einem Interview seine staatstragende Sicht der Dinge zu erläutern: "Ein politisches Erdbeben kann ein Weckruf sein" (hier). Oberlehrer Frank-Walter Steinmeier in seinem Element. Uns fällt dazu nur ein Zitat von Dieter Nuhr ein: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten". 


Deutschland und die USA: Trumps Werk und Merkels Beitrag
(cicero.de) Als Angela Merkel im September 2015 die Grenzen für die Flüchtlinge öffnete, legte sie damit einen Grundstein für den Erfolg Donald Trumps. Im Einwanderungsland USA stieß die deutsche Geste der Großzügigkeit auf Unverständnis und Spott. Mehr...

Kommentar: Eine "charmante" Idee: Die Kanzlerin soll mit ihrer hochgelobten Flüchtlingspolitik einen Beitrag zu Trumps Wahlsieg geleistet haben. Richtig ist: Was Merkel mit den Flüchtlingen treibt ist purer, menschenverachtender Dilettantismus. Daraus Wahlhilfe für Donald Trump abzuleiten ist jedoch mehr als gewagt. Vielleicht auch nur ein aus journalistischer Not heraus geborener Kracher.


Die Grafik, die Trump erklärt
(fuw.ch) Donald Trump ist zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden.
Was wird das aus geopolitischer, aus wirtschaftlicher, aus innenpolitischer Sicht bedeuten?
Die kurze, ehrliche Antwort: Wir wissen es nicht.
Trump ist nicht mit einem klassischen politischen Programm angetreten. Er hat keine detaillierten Pläne vorgelegt, wie er seine Wirtschaftspolitik gestalten wird, er hat nie konkret dargelegt, was es genau heisst, wenn er sagt, er werde von China "einen besseren Deal" verlangen oder die nordamerikanische Freihandelszone (Nafta) neu verhandeln.
Alles, was wir von Trump haben, sind erratische Aussagen, in Reden geäusserte Wortfetzen und eine Charakterstudie. Mehr nicht.
Wir werden sehen, wie er sein Kabinett bestücken wird. Wir werden sehen, wie er agiert, wenn er sich das erste Mal mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping trifft. Wir werden sehen, wie er handelt und entscheidet, wenn er mit einer aussen- oder innenpolitischen Krise konfrontiert ist.
All das werden wir, die Öffentlichkeit, die Weltfinanzmärkte, in den kommenden Monaten erfahren. Daher soll es in diesem Beitrag auch nicht um diese Fragen gehen. 

Die andere Frage lautet: Wie konnte es überhaupt so weit kommen?
Auch hier ist die Antwort extrem vielschichtig. Der Impuls im nach eigener Einschätzung oft so aufgeklärten Europa ist es, das Wahlresultat als typisch amerikanisches Phänomen abzutun. Grossspuriges, lautes Auftreten kommt in der dortigen, etwas einfältigen Bevölkerung eben an.
Eine derartig oberflächliche Erklärung wäre extrem dumm.
Doch es gibt, extrem simplifiziert und reduziert, ein Phänomen, das den Sieg Trumps erklärt. Dieses Phänomen hat bereits in der Brexit-Abstimmung in Grossbritannien eine Rolle gespielt. Dieses Phänomen geht alle westlichen, offenen Demokratien etwas an.
Und dieses Phänomen lässt sich auf eine Grafik reduzieren. In meinen Augen ist es die wichtigste Grafik unserer Zeit: 



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Kommentar/Ergänzung: Unsere Schweizer Nachbarn von der FINANZ UND WIRTSCHAFT erklären mit Hilfe eines Charts sachlich und nüchtern den Wahlerfolg von Donald Trump. Chefredakteur Mark Dittli gibt sich dafür die Ehre. Am Ende kommt er zu einem knappen Fazit, dessen Tragweite im Augenblick noch völlig unterschätzt wird: Trump sei "kein rein amerikanisches Phänomen. Es ist ein Phänomen, das den gesamten demokratischen Westen betrifft."

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, sich mit dem bereits am Anfang dieses Standpunkts empfohlenen Beitrag von Mark Dittli eingehend zu beschäftigen: "Trump legt die Bruchlinien offen". Der Autor liefert nämlich am Schluss ein nachvollziehbares, ehrliches Fazit:  

"Während Jahren wurden die Bruchlinien in den westlichen Demokratien – besonders, aber nicht nur, in den USA und Grossbritannien – durch einen steten Aufbau der privaten Verschuldung kaschiert; auf Pump finanzierter Immobilienbesitz und Konsum hielt die Illusion am Leben, die Mittelschicht partizipiere am globalen Wachstum der Einkommen und Vermögen. Die Finanzkrise von 2008 zerstörte diese Illusion. Die Geldpolitik der Notenbanken in den vergangenen acht Jahren hat die Ungleichgewichte noch verstärkt: Niedrigst- und Nullzinsen begünstigen die Eliten, weil sie die Vermögensmärkte aufblähen, doch die Sparer – eben die Mittelschicht – leiden.
Spätestens die Wahl von Trump legt die zum Teil horrenden Gräben in den westlichen Demokratien offen. Der Grafikdesigner in San Francisco, die Bankerin in London, die Politologin in Berlin oder der Journalist in Zürich mögen die flache, globalisierte Welt geniessen, doch immer breitere Bevölkerungsschichten fühlen sich von ihren Eliten verraten und missverstanden.
Sie, die von Hillary Clinton im Wahlkampf als 'Deplorables' – Bedauernswerte – bezeichnet wurden, sind nicht dumm. Sie stehen schlicht auf der Verliererseite der herrschenden Weltordnung. Sie wollen diese Ordnung verändern. Und wenn sie ein demokratisches Ventil dazu erhalten, dann nutzen sie es und tun ihren Wunsch nach Veränderung kund. Sie taten es am 23. Juni 2016 in Grossbritannien, sie taten es am 8. November in den USA. Sie werden es möglicherweise am 4. Dezember in Italien tun, wenn Ministerpräsident Matteo Renzi seine Verfassungsreform vor das Volk bringt. Und sie werden im kommenden Jahr in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland in nationalen Wahlen die Möglichkeit erhalten, es zu tun. Der Brexit-Entscheid und die Wahl von Trump waren erst der Anfang.
"
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Wir schicken auf diesem Weg ein Dankeschön in die Schweiz. 


Donald Trumps Pläne: Trump im Weißen Haus ist gut für Deutschlands Wirtschaft
(welt.de) Setzt der Wahlsieger seine Ankündigungen um, stehen die USA vor einem wirtschaftlichen Boom, der viele Jahre anhalten könnte. Die deutsche Wirtschaft könnte davon besonders stark profitieren. Mehr...

Kommentar: Während die Ökonomen, Wirtschaftsjournalisten und die Industrie bereits aus vollem Hals jammern und zagen, überholt sich Thomas Straubhaar mit diesem Beitrag selbst. In unserem letzten Standpunkt haben wir den Schweizer Ökonom noch dabei erwischt, wie er Trump und den Amerikanern die Leviten liest (hier). Das hält den Mann nicht davon ab, nur wenige Stunden später dem neu gewählten US-Präsidenten für die WELT/N24 die Füsse zu lecken. Für ein Programm, das bestenfalls in schwachen Konturen zu erkennen ist und, sehr viel wichtiger, nur mit Unterstützung von Fed und Wall Street funktionieren wird.  


Glenn Greenwald: Why Did Trump Win? Blame the Failed Policies of the Democratic Party
(democracynow.org) As President-elect Donald Trump heads to the White House to meet with President Obama today, many in the media establishment are wondering how data journalism’s predictions of this election were so wrong. As early as Tuesday morning, many media outlets, including The New York Times, were predicting Hillary Clinton had over an 80 percent chance of winning the presidency. Those predictions evaporated as soon as the poll numbers began rolling in Tuesday night. For more on the failures of data journalism and the Democratic Party, we speak with the Pulitzer Prize-winning journalist Glenn Greenwald, one of the founding editors of The Intercept. His most recent piece is headlined "Democrats, Trump, and the Ongoing, Dangerous Refusal to Learn the Lesson of Brexit." Read more...

Kommentar: Die deutschsprachigen Beiträge über die Hintergründe für die Wahl von Donald Trump zum 45. US-Präsidenten sind uns für heute ausgegangen. Weiter geht es deshalb mit einer Reihe von Analysen und Meinungen aus den USA. Den Anfang macht Glenn Greenwald, einer der profiliertesten US-Journalisten dieser Tage. Diesen und die folgenden Beiträge empfehlen wir unbedingt als Lektüre. Sie bilden und liefern reichlich Gedankenfutter.  


Matt Taibbi on President Trump and How America Got It So Wrong
(rollingstone.com) Journalists and politicians blew off the warning signs of a Trump presidency – now, we all must pay the price. Read more...

Kommentar/Ergänzung: Für uns einer der besten US-Journalisten: Matt Taibbi. Deshalb darf seine Analyse für die US-Ausgabe des ROLLING STONE bei uns nicht fehlen. Taibbi liefert ein Stimmungsbild der amerikanischen Gesellschaft und der Politik. Selbstkritisch beschreibt er den Zustand der Medien. Es lohnt sich außerdem, den Links zu folgen. Auf einen möchten wir an dieser Stelle noch einmal verweisen: "How America Made Donald Trump Unstoppable" (hier), ebenfalls von Matt Taibbi für den ROLLING STONE. Und Victor Juhasz liefert die passende Karikatur dazu:

Quelle: rollingstone.com


Geht es um die Rolle der Medien bei dieser Wahl, darf auch die Analyse des Wirtschaftshistorikers Gary North, "The Magnificent Pre-Election Blindness of The New York Times" nicht fehlen: "You can judge the competence of a newspaper by the articles that its editors run." Read more... Wir erinnern daran: Die NYT hat sich schon sehr früh, bereits im Januar, auf Hillary Clinton als erste US-Präsidentin festgelegt: "New York Times empfiehlt Hillary Clinton" titelte am 30.01.2016 SPON. Die renomierte US-Zeitung lässt jede Sachlichkeit vermissen, wie der Vorspann zeigt. Es sei "eine der qualifiziertesten unter den Kandidaten in der modernen Geschichte" - die New York Times spricht sich für Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten aus." Mehr hier. Bernie Sanders war zu dieser Zeit noch gut im Rennen und Clinton dicht auf den Fersen. In den folgenden Monaten haben sich die medialen Unterstützer Clintons so dämlich angestellt, dass uns schon der Gedanke gekommen ist, es sei Absicht gewesen.
 

Democrats Have No One to Blame but Themselves for Trump
(reason.com) Though in many ways the 2016 presidential contest was an uprising against the establishment, let's face it; Republicans weren't punished. And that's not a new development. 2016 is the fourth consecutive election in which the GOP has won the Senate and House. Nearly every conventional conservative Senate candidate—the ones Donald Trump's fans supposedly hate—ran ahead of the GOP presidential nominee. This includes Republicans who were reticent supporters or outright critics of Trump's. Read more...

Kommentar: Wir hoffen unsere LeserInnen haben Verständnis dafür, dass wir ein breites Angebot an Beiträgen bereitstellen, die sich mit den Gründen des Erfolgs von Donald Trump beschäftigen. Eine sachliche Auseinandersetzung hat es während des Wahlkampfes weder hüben noch drüben gegeben. Wir waren leider mit anderen Dingen vollauf beschäftigt und haben uns deshalb erst unmittelbar vor der Wahl zu Wort gemeldet (hier). Für uns stand schon seit den Nominierungen beider Kandidaten fest: Die Amerikaner hatten nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Deshalb ist es wichtig, den Dingen im Nachhinein auf die Spur zu kommen. 

     
Why Trump Won–And What’s Next
(counterpunch.org) US real estate billionaire, Donald Trump, is president-elect. In an age when 97% of all GDP-national income gains since 2010 have accrued to the wealthiest 1% - of which Trump is one - how could American voters come to elect Trump? How could they vote for a candidate that they simultaneously were giving a 'negative rating' of 60% to 80%? That fundamental question will ever haunt this election. Read more...

Kommentar: Rückblick und Ausblick in einem Beitrag. COUNTERPUNCH ist die "furchtlose Stimme der amerikanischen Linken" und "America's best political Newsletter" (Die Einzelheiten gibt es hier). Zwei gute Gründe, unseren LeserInnen diese Analyse vorzustellen. Erfreulicherweise bleibt der Beitrag auch inhaltlich nichts schuldig, wie der folgende Auszug zeigt: 

"Of course, all the (...) shifts and changes are based on the assumption that Trump’s campaign positions and promises will actually translate into domestic and foreign policy changes. That may not happen. It may have been all campaign rhetoric. Time will tell. Watch whether the US political and economic elites in the immediate weeks again can successfully maneuver Trump into appointing their kind to the key policy implementation roles in a Trump administration—as they did with Obama and other neoliberal presidents before. My guess is that they will, for the real power in US politics lies with the elites behind the political parties and their formal political institutions.
Trump made his billions by simply providing his name to properties and assets that he himself doesn’t not even own. We may soon see a political form of this celebrity economic strategy.
US Neoliberal policy may not change fundamentally in a Trump regime; just its appearance. Neoliberalism formed under Reagan-Clinton-Bush imploded in 2007-09. Obama has not been able to fundamentally restore it in its original form. A new form of Neoliberalism will now be attempted - a form even more harsh than before.
US voters may come to realize that their 'rebellion against the political elite' cannot be achieved through either wings of the single party of that elite - whether Republicans or Democrats. The rebellion will have to move outside the neoliberal political party structure. That may be the next major political lesson to be learned." 

 

Jeffrey Frankel: Who Is President Trump?
(projectsyndicate.org) Donald Trump’s stunning election victory has pushed the United States – and the world – into uncharted territory. The US has never before had a president with no political or military experience, nor one who so routinely shirks the truth, embraces conspiracy theories, and contradicts himself. All of this makes it almost impossible to know how he will govern.
But Trump’s looming presidency does have a precedent: George W. Bush’s. Several parallels stand out. For starters, like Bush, Trump did not win the popular vote, but may nonetheless assume that he has a mandate for sweeping change. And the direction of that change may produce results that not even his supporters like.
Among Trump’s economic-policy promises,  his fiscal proposals are most likely to be enacted: big tax cuts for the rich and increased spending on defense and other items. The result will probably be the same as when Bush pursued similar policies: income inequality will widen, and budget deficits will grow.
Moreover, the stock market’s seven-year bullish streak may end. And it is very likely that Trump, who attacked the US Federal Reserve’s easy monetary policy during his campaign, will quickly reverse that position and press the Fed not to raise interest rates.
Read more...


Kommentar: Der US-Ökonom Jeffrey Frankel versucht sich an einer frühen Analyse des Trump'schen Regierungsprogramms. Mutig. Wir finden, dafür ist es noch zu früh. Wegen seiner Nähe zu Hillary Clinton muss dieser Beitrag besonders zurückhaltend bewertet werden. Lesenswert ist er aber allemal. 


Trumped up trade: The end of an era
(ecfr.eu) The days of US fiscal restraint, and of global trade growth outpacing GDP growth, are now over. Read more... 

Kommentar: Ebenfalls eine frühe Einschätzung, beschränkt jedoch auf eine mögliche Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Sie stammt von dem deutschen Ökonomen Sebastian Dullien, den wir bisher als besonnen in seinen Äußerungen kennengelernt haben. Dullien hält sich fern vom ökonomischen Mainstream und hat deshalb bei uns einen "Stein im Brett". Wir sind selbst sehr gespannt darauf, inwieweit seine Bewertung zutreffen wird. 


Clinton is War, Trump is Freedom
(defendemocracy.press) Today, the fate of mankind is being decided. The question is very clear: war or peace? The USA is the only hyper-power, and elections are going to be held in this country today. Oh, what elections these are! For the first time in many decades, the two candidates embody two alternative paths of development for the United States and, accordingly, for humanity as a whole. Read more...

Kommentar/Ergänzung: Ein Thema, das von den deutschsprachigen Qualitätsmedien komplett unterdrückt wurde: Clinton's Kriegstreiberei in der Vergangenheit und für die Zukunft. Andererseits muss sich Donald Trump daran messen lassen, dass er die USA als Weltpolizist zurücknehmen will. Wir halten diesen Plan für wenig realistisch, da Amerika nicht als Weltpolizist, sondern nur aus wirtschaftlichen Interessen heraus Kriege führt. Deshalb wäre schon viel gewonnen, wenn Trump die bestehenden Kriegsschauplätze begrenzt und keine neuen Kriege beginnt

Bereits seit Wochen diskutieren zahllose US-Blogs die Gefahr eines 3. Weltkriegs nach einer Amtsübernahme durch Hillary Clinton. Deren Neigung zur Verstärkung kriegerischer Auseinandersetzungen, beispielsweise mit Russland, ist in den USA ein offenes Geheimnis. Nur verständlich, dass viele Amerikaner nach der Wahl aufatmen. Hierzulande waren es politische Außenseiter, die sich mit Clinton's Plänen beschäftigt haben und deshalb ebenfalls Entwarnung geben. Dazu ein Beitrag: "Trump's Victory Prevented World War 3", erschienen bei LEW ROCKWELL. Die Einleitung: "Many European politicians and media pundits were profoundly shocked by Donald Trump’s victory in the US presidential election. However, according to Willy Wimmer, former Parliamentary State Secretary in the German Defense Ministry, with Hillary Clinton as president, a third world war would have been just around the corner." Read more here. Übrigens, Willy Wimmer ist Mitglied der CDU.


Juncker nach US-Wahl für europäische Armee - Wegen Trump-Kurs
(krone.at) Angesichts der Unberechenbarkeit des außenpolitischen Kurses des designierten US- Präsidenten Donald Trump fordert EU- Kommissionschef Jean- Claude Juncker mehr europäische Verantwortung in der Verteidigungspolitik - "bis hin zum Ziel der Einrichtung einer europäischen Armee". Trump hatte in seinem Wahlkampf immer wieder durchblicken lassen, dass er etwa das Engagement der USA bei der NATO infrage stellt. Mehr...

Kommentar: Statt diese einmalige Chance zu ergreifen und Trump zu unterstützen, bzw. sogar eigenständig für mehr Frieden in der Welt zu sorgen, muss eine europäische Armee her. Endlich können die Kriegstreiber innerhalb der EU ihren schon lange gehegten Wunsch verwirklichen. Donald Trump liefert ihnen - in ihren Augen - eine Steilvorlage dafür. Europa will in die viel zu großen Fußstapfen treten, die der Noch-Präsident und leistungslose Friedensnobelpreisträger Barack Obama als Kriegstreiber und "Drohnen-General" ausgetreten hat. Europa schafft sich auf diese Weise seinen eigenen "militärisch-industriellen Komplex", sehr zur Freude der "Reichen und Mächtigen". Reicht diesen Deppen nicht die Erfahrung von zwei Weltkriegen und die Millionen Flüchtlinge, die weltweit unterwegs sind, um sich vor Krieg und Hunger in Sicherheit zu bringen. So viel kranke Hirne auf einen Haufen, das ist echt zum Kotzen


Is it Fact or Fiction? US Media Says that New World Order is in Jeopardy with a Trump Presidency
(globalresearch.ca) The establishment including the Military-Industrial Complex and the mainstream-media (MSM) put their money on Hillary Clinton and lost. They placed their bets on Clinton who was supposed to become the U.S. president but were clearly defeated as Donald Trump cruised to victory. Hillary Clinton sent her campaign chairman John Podesta to inform her loyal grieving supporters to “go home and get some sleep” and that “We will be back and we’ll have more to say tomorrow.” The following day she conceded to Donald Trump. Clinton must have been completely distraught by her loss (she was probably crying her tears out the night before on the missed opportunity to start World War III by launching a thermo-nuclear war against Russia). For now, Hillary Clinton is history. Read more...

Kommentar: Sollte sich das bestätigen, es wäre zu schön, um wahr zu sein. 


Der heutige Abschluss der Beiträge zum Ausgang der US-Präsidentschaftswahl bildet ein Beitrag, der bei HEISE/TELEPOLIS erschienen ist und sich mit der Möglichkeit einer Erneuerung der Partei Hillary Clinton's beschäftigt: "US-Wahl: Niederlage als Befreiung?". Die Einleitung: "Am 8. November verlor Hillary Clinton entgegen der Vorhersagen der Mainstreammedien die US-Präsidentschaftswahl gegen Donald Trump. Außerdem gelang es den Demokraten nicht, das Repräsentantenhaus oder den Senat zurückzuerobern. Der international bekannte Harvard-Juraprofessor und Creative-Commons-Miterfinder Lawrence Lessig (der im letzten Jahr bei den Vorwahlen der Demokraten antreten wollte, aber trotz über einer Million Dollar Crowdfunding-Startkapital durch eine Regeländerung ausgebootet wurde) sieht darin eine Chance für die Verliererpartei, sich grundlegend zu erneuern.
Der Kardinalfehler der Demokraten im letzten Jahr war seiner Ansicht nach die 'Peinlichkeit', dass sie Hillary Clintons 'Konzept von Integrität' verteidigen und behaupten musste, dass man Personen ohne Rücksicht auf ihre finanziellen Interessen trauen könne. Man sollte, so der Harvard-Jurist, 'den Gestank des Handels mit Einfluss' ignorieren und einfach an die guten Motive und den guten Charakter der Clintons glauben und vor der Tatsache, 'dass Bill Clinton die Partei in den 1990ern an die Wall Street verkaufte die Augen verschließen'."
Mehr hier. Von besonderer Bedeutung finden wir an diesem Beitrag den erneuten Beleg dafür, dass sich Hillary Clinton mit unsauberen Mitteln - und tatkräftiger Hilfe der Parteispitze - die Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten erschlichen hat.
Eine Tatsache die, neben ihrer Kriegstreiberei und den anderen Affären, hierzulande einfach ignoriert wurden. Jedenfalls bis zum Morgen des 09. November 2016. Demokratie geht anders. Wäre Hillary Clinton damit durchgekommen, die USA wären endgültig auf das Niveau einer Bananenrepublik gesunken. 



America reaps a whirlwind for undermining its middle classes
(independent.ie) We all now know what has happened in America, but the big question is not what has happened, but why it is happening? In order to answer this question, we have to look much deeper into the campaign, the insults and the upsets. We have to explore the economic, demographic and political forces that have come together in a perfect electoral storm in the land of the free. Read more...

Kommentar/Ergänzung: Wir geben gerne zu, dass der Untergang der US-Mittelschicht langsam auch in den deutschsprachigen Qualitätsmedien in Deutschland und Österreich ankommt. In der Schweiz gibt es einen deutlichen Unterschied: Die NZZ feiert nach wie vor die nicht vorhandenen wirtschaftlichen Erfolge von Präsident Obama, während der TAGES-ANZEIGER bereits in der Wirklichkeit angekommen ist.  Leider füllen in Österreich und Deutschland die schlechten Nachrichten aus der US-Wirtschaft und dem US-Arbeitsmarkt regelmäßig nur die Randspalten.

Vor diesem unwirklichen Hintergrund sehen wir es nicht als unsere Aufgabe an, wie von einigen LeserInnen gefordert, diese Lobpreisungen noch zu bewerben. Das Gegenteil ist unser Ziel. Wir möchten, anders als der FOCUS, Helmut Markwort's Forderung nach "Fakten, Fakten, Fakten" Geltung verschaffen. Die sind aber in den heimischen Qualitätsmedien Mangelware. Deshalb dieser Beitrag aus den USA, der sich mit der Zerstörung der politisch und wirtschaftlich so wichtigen Mittelschicht beschäftigt. 

Die folgende Grafik stammt nicht aus diesem Artikel, zeigt aber augenfällig, seit wann schon die US-Mittelschicht benachteiligt wird:



 Das war's für heute.