Montag, 5. Dezember 2016

Standpunkt 1039: Nachrichten-Ticker, 28. - 30.11.2016

Im November 2016 sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: Leserfrage - Bargeldverbot - Enteignung in kleinen Schritten - Statistik in Deutschland - EU-Beitritt der Türkei - US-Wirtschaft: SpitzeUS-Wahl: Das Nachspiel läuft noch - Donald Trump "under fire" - EU will aufrüsten






Leserfrage
Bisher haben wir auf Fragen unserer Leser immer direkt per E-mail geantwortet. Zukünftig werden wir Fragen von grundsätzlicher Bedeutung an dieser Stelle im Blog behandeln. 

Unser Leser "Kalmar" hat uns auf den folgenden Beitrag hingewiesen und außerdem die Fragen gestellt, ob wir "dieses Vorgehen des IWF für realistisch halten" und "wie es die Krise beeinflußen wird".

Geheimplan der Eliten für den großen Crash: Wie der IWF das Finanzsystem retten will
(epochtimes.de) Der geheime Notfallplan der globalen Eliten für die nächste große Finanzkrise ist Thema des neuen Buches "The Road to Ruin". Darin beschreibt der Finanz-Insider James Rickards, warum die nächste Krise vor der Tür steht: Der IWF plant schon jetzt die Rettung der Zentralbanken durch die Ausgabe von "Sonderziehungsrechten" (SZR), welche die Basis eines zukünftigen Papiergeldsystems bilden sollen – dafür gibt es Anzeichen. Nur deshalb sei Chinas Yuan in die SZRs aufgenommen worden, so Rickards. Auch der Petro-Dollar werde abgeschafft. Mehr...

Wir haben uns zum Thema "Weltwährung" bereits früher geäußert, zuletzt in unserer Standpunkt-Ausgabe 1016: Bargeld - der Anfang vom Ende; Teil 2 (hier). Die Idee ist bereits dreißig Jahre alt und soll nach den ursprünglichen Plänen 2018 Wirklichkeit werden ("Get ready for a world currency", THE ECONOMIST, hier). Noch wäre ausreichend Zeit dazu, diesen Termin einzuhalten. Natürlich lässt sich, wie James Rickards es in diesem Interview tut, trefflich über das "Wann und Wie" spekulieren. Der Mann ist uns an Kompetenz und Erfahrung sicherlich weit voraus, trotzdem folgen wir nicht blind jeder seiner Ansichten. 

Unstrittig ist, dass der IWF eine Weltwährung vorbereitet und die Sonderziehungsrechte (SDR) dabei eine wichtige Rolle spielen. Wann sie zum Einsatz kommt, hängt von der weiteren Entwicklung der Finanzkrise ab. Deren finaler Kollaps kann ohne weiteres bis zum Jahr 2018 über die Bühne gegangen sein. Unabhängig vom Zeitpunkt erwarten wir, dass der IWF spätestens in dem Moment seine Vorbereitungen für eine Weltwährung abgeschlossen hat, wenn sie gebraucht wird. Alles wird bestens vorbereitet sein, ein Chaos wie gerade in Indien wird es nicht geben. Vortrefflich streiten lässt sich jedoch darüber, welches Ereignis die Einführung auslösen wird. Rickards vermutet die Rettung der Zentralbanken. An dieser Stelle geben wir zu bedenken, dass - mit Ausnahme der US-Notenbank - die Zentralbanken ihre Schulden einfach ausbuchen könnten. Für die Bürger der Eurozone ist wichtig zu wissen, dass sie NICHT für die Schulden der nationalen Notenbanken und der EZB aufkommen müssen. Die Billionen Euro Liquiditätshilfen lassen sich, so unwahrscheinlich es klingt, einfach ausbuchen. Jedenfalls sind die entsprechenden gesetzlichen Regelungen in dieser Hinsicht eindeutig.

Gefährlich ist aber, dass schon seit Beginn der Krise in Europa ständig von zahllosen Experten in den Medien der Eindruck vermittelt wird, Europas Bürger, allen voran die Deutschen, müssen für die Schulden der Zentralbanken einstehen. An vorderster Front dieser Propagandisten kämpft Deutschlands anerkanntester Top-Ökonom Hans-Werner Sinn. Der Ober-Büttel der Eliten trägt diese Lüge wie einen Bauchladen vor sich her. Das lässt nur einen Schluss zu: Diese Trickser und Täuscher bereiten in einer konzertierten Aktion die Sozialisierung dieser Schulden vor. Der Fahrplan für dieses Ziel sieht nach unserer Einschätzung und aus heutiger Sicht so aus: 
  • Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot; 
  • Vergemeinschaftung der Verluste der Finanzindustrie durch massive Erhöhung der Staatsschulden und der Verschuldung der Notenbanken;
  • Finaler Crash des weltweiten Finanzsystems;
  • Zusammenbruch des Zentralbank-Systems als unmittelbare Folge des Crashs;
  • Flächendeckende, massenhafte Enteignung der Bürger zur Entschuldung der Staaten (Muster: Bundesrepublik Deutschland nach 1945); 
  • Währungsreform: Einführung einer Weltwährung.
Zugegeben, eine sehr verdchtete Darstellung und sicherlich nicht vollständig. Es geht uns aber in erster Linie darum, das Prinzip aufzuzeigen. Dieser Aufzählung steht nicht entgegen, dass der IWF den Weg über die Zentralbanken nimmt, um die Akzeptanz seiner Maßnahmen in der Öffentlichkeit zu testen, bzw. vorzubereiten.

Die Experten streiten sich darüber, ob es wieder zu einem Goldstandard kommt. Rickards begründet sein "Pro" nachvollziehbar und deckt sich mit unserer Überzeugung. Wir warnen aber ausdrücklich davor, sich für den Eigenbedarf Gold zur Krisenabsicherung anzuschaffen. Zwei entscheidende Gründe sprechen dagegen: 1. Die Rückkehr zum Goldstandard als vertrauensbildende Maßnahme in die neue Währung erfordert große Mengen physisches Gold, was die Zentralbanken nicht (mehr) haben. Jede Unze ist dann wichtig. 2. Die notwendige Enteignung der Bürger erfordert einen schnellen Zugriff auf alle Ersparnisse und Vermögen. D. h., es bleibt nicht nur bei einem Bargeldverbot und Kapitalkontrollen. Die Entwicklung logisch zuende gedacht, führt zwangsläufig auch zu einem Goldverbot. Im Extremfall könnte sogar Goldschmuck davon betroffen sein.

Aufgrund unserer Ausführungen lassen sich die Fragen unseres Lesers nicht nur in einem Satz beantworten. Wir versuchen trotzdem, uns kurz zu fassen: Natürlich kann James Rickards mit seiner Schilderung zum Vorgehen des IWF richtig liegen. Wir sind dagegen der Meinung, dass die Entwicklung der Krise dafür entscheidend sein wird, wie der IWF mit Hilfe der Sonderziehungsrechte eine Weltwährung einführt. Also erst verschärft sich die Krise bis zum Kollaps, dann tritt der IWF auf den Plan. Unabdingbare Voraussetzung aller geldpolitischen Maßnahmen sind jedoch ein schneller, umfassender Zugriff auf ausnahmslos ALLE Ersparnisse und Vermögen der Bürger. Um das zu erreichen, werden die Regierungen sehr viel Phantasie und Heimtücke an den Tag legen. Ohne jeden Skrupel werden sie sich diesen Zugang verschaffen.


Bargeldverbot
Für uns nach wie vor eines der Top-Themen über die wir unsere LeserInnen unbedingt auf dem Laufenden halten wollen. Weltweit werden vorbereitete Aktionen in die Tat umgesetzt. Der Fall Indien zeigt dabei anschaulich, dass selbst heilloses Chaos in Kauf genommen wird, statt das Vorhaben schleunigst abzublasen und - besser vorbereitet - noch einmal neu zu starten. Die indische Regierung hält eisern an ihrem Plan fest. Obwohl 250 Millionen Inder über kein Bankkonto verfügen. Wir sind davon überzeugt, dass es sich bei dem "war on cash" um eine weltweit abgestimmte Operation der Regierungen wichtiger Wirtschaftsnationen handelt. Dieser Prozess, einmal angestoßen, lässt sich vielleicht hier und da verlangsamen, beendet wird er nicht.

Aussie Media Push Globalists' "Cash Is For Criminals" Narrative
(zerohedge.com) "We are entering a very dark phase in this battle to retain our liberty," warns Armstrong Economics' Martin Armstrong, adding that "this is the most dangerous period we are heading into for governments will respond only to their own self-interest  to survive." The war on cash is in full swing. Read more...

Griechenlands Banken wollen Bargeldsteuer!
(griechenland-blog.gr) Die Banken in Griechenland schlagen die Besteuerung von Barabhebungen vor und argumentieren, dies würde zur Senkung der Steuerhinterziehung beitragen. Mehr...

An kreativen Ideen mangelt es nicht, um an das Geld der Bürger zu kommen. Das kommt sogar hinter dem Großen Teich an:

Greece Is Not India? Hellenic Banks Plan "Tax On Cash Withdrawals" To Combat Black Economy
(zerohedge.com) Greek banks have proposed a series of measures to combat tax evasion, strengthen the electronic transactions and limit the use of cash in the economy, and as KeepTalkingGreece.com reports, one of the measures proposed is a special tax on cash withdrawals.
Bankers reportedly stress that cash money can easily and largely be channeled in the black economy. Therefore, a tax on cash withdrawals will drastically reduce cash transactions and by extension the black economy.
The bankers suggest that also credit and debit cards as wells as new technologies enabling cash-less transactions even for small amounts and mobile phones can be used for the purchase of a transport ticket or a newspaper at the kiosk.
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Für alle, die diesem Treiben nicht tatenlos zusehen wollen, besteht langsam aber sicher Handlungsbedarf! 


Enteignung in kleinen Schritten
Ebenfalls ein Top-Thema, mit dem wir uns wieder intensiver beschäftigen werden. Wir werden auf jede Kleinigkeit achten, die damit in Zusammenhang steht.

Bundesregierung beschließt Enteignungen im Notfall
(welt.de) In Krisenfällen plant die Bundesregierung auch in Zukunft staatliche Eingriffe in die Lebensmittelversorgung. Mehr...

Natürlich ist die Sicherung der Lebensmittelversorgung im Katastrophenfall eine Notwendigkeit. Nur, mit welchen Katastrophen rechnet die Bundesregierung? Krieg, Terroranschläge, bürgerkriegsähnliche Unruhen? 

Wir wollen an Hand dieses Beitrags aber lediglich aufzeigen, wie geschmeidig eine solche Maßnahme beschlossen werden kann und wie wenig die Öffentlichkeit davon Notiz nimmt, wenn andere Nachrichten in den Vordergrund geschoben werden. 


Statistik in Deutschland
Auf die jüngsten offiziellen Arbeitslosenzahlen möchten wir nicht eingehen. Es geht uns vielmehr darum, die trickreichen Schönfärbereien dieser Statistik anzuprangern. Uns erinnert das regelmäßig an den Hype um die schwarze Null, die ebensowenig einer näheren Betrachtung standhält.

6,95 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen
(o-ton-arbeitsmarkt.de) 2,61 Millionen Arbeitslose gab es im September 2016. Doch mit rund 6,95 Millionen lebten mehr als zweieinhalbmal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterstützung benötigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik. Mehr...

In dem Beitrag wird die Schummelei sehr anschaulich in einer kleinen Übersicht dargestellen:




EU-Beitritt der Türkei
Erdogan reagiert bissig auf den Beschluss des EU-Parlaments, die Verhandlungen über einen türkischen EU-Beitritt auszusetzen. Obwohl diese Entscheidung für die EU-Kommission nicht bindend ist. Der türkische Präsident reagiert damit wohl eher auf die Reaktion von Angela Merkel, die sich zuletzt gegen eine Fortsetzung ausgesprochen haben soll.  

Für uns würde damit ein Herzenswunsch in Erfüllung gehen. Wie im Fall Großbritanniens waren wir immer gegen Verhandlungen mit der Türkei über einen Beitritt zur EU. Dazu stehen wir bis heute und sehen unsere Haltung durch die jüngsten Entwicklungen voll und ganz bestätigt. Die EU hat durch die exzessiven Erweiterungen in der Vergangenheit genügend Schwierigkeiten damit, die unterschiedlichen Kulturen und wirtschaftlichen Bedingungen angemessen zu bewältigen. Die Aufnahme der Türkei wäre eine dramatische Verschärfung dieser Probleme. Die riesigen Finanzhilfen an die Türkei, um sich für den Beitritt fit zu machen, wären außerdem innerhalb der EU sehr viel besser zu investieren.

Kanzlerin offenbar gegen EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
(focus.de) Kanzlerin Angela Merkel hat sich gegen die Eröffnung weiterer Kapitel bei den Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei ausgesprochen. Damit wären die Verhandlungen de facto beendet. Mehr...

Erdogan sieht zum EU-Beitritt der Türkei "sehr viele Alternativen"
(focus.de) Im Streit mit der Europäischen Union hat die Türkei nach den Worten ihres Staatschefs Recep Tayyip Erdogan "sehr viele Alternativen" zu einem EU-Beitritt. In einer Rede in Istanbul sagte Erdogan am Dienstag: "Wir haben das Buch der EU noch nicht geschlossen."
Die derzeitige Lage erlaube aber "keine optimistischen Erwartungen". Zu den von ihm erwähnten "Alternativen" machte Erdogan keine näheren Angaben. Vor mehr als einer Woche hatte Erdogan erklärt, die Türkei solle sich nicht auf einen EU-Beitritt "fixieren" und stattdessen über eine stärkere Annäherung an China und Russland nachdenken. Denkbar sei etwa ein Beitritt zur Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Davor hatte er einen Volksentscheid in der Türkei über das EU-Beitrittsverfahren ins Gespräch gebracht.
Das Verhältnis zwischen Brüssel und Ankara ist seit Monaten angespannt. Erdogans islamisch-konservativer Regierung wird vorgeworfen, ohne Rücksicht auf rechtsstaatliche Grundsätze mit aller Härte gegen Regierungskritiker vorzugehen. Allein seit dem gescheiterten Putschversuch Mitte Juli wurden mehr als 100.000 vermeintliche Regierungsgegner festgenommen, entlassen oder vom Dienst suspendiert.
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Deutschland zahlt der Türkei eine Milliarde Euro für EU-Fortschritte
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Türkei hat in den vergangenen Jahren vom deutschen Steuerzahler mehr als eine Milliarde Euro für die Einführung von EU-Standards erhalten. Die Ergebnisse stehen allerdings in keinem Verhältnis zu den Finanzhilfen: Die Türkei hat sich bei Menschenrechten und Meinungsfreiheit trotz der Zahlungen deutlich von der EU entfernt. Mehr...

Der Beitrag ist schon einige Monate alt, er stammt aus dem Juni, also noch vor dem Putsch-Versuch in der Türkei. Er zeigt, um welche Summen es geht und inwieweit die deutschen Steuerzahler davon betroffen sind. Das Geld ist futsch, egal wie die Verhandlungen am Ende ausgehen. Erdogan hat damit seine Macht im Land gefestigt. Die EU-Standards sind ihm völlig egal. Er holt aus der EU raus was geht, anschließend zieht er weiter.


US-Wirtschaft: Spitze 
Jeden Monat das gleiche Spiel: Die deutschsprachigen Medien loben die US-Wirtschaft in den höchsten Tönen, während in den folgenden Tagen die US-Blogs die Dinge sehr viel zurückhaltender beurteilen. 

US-Wirtschaft wächst deutlich – USA vor der Zinserhöhung
(diepresse.com) Die US-Wirtschaft wächst stärker als gedacht und gibt der Notenbank Fed gute Argumente für eine Zinserhöhung an die Hand. Mehr...

Dieser Beitrag eröffnet eine kleine Reihe von Nachrichten, die wir in den kommenden Tagen aus den USA erwarten und nach unserer Erwartung ein sehr viel differenzierteres Bild der US-Wirtschaft zeichnen. Nichts daran ändern wird auch der Trump-Effekt auf das Konsumenten-Vertrauen in den USA. Wir freuen uns darauf. 

Trump Victory Sends Consumer Confidence Soaring To Post-Lehman Highs
(zerohedge.com) Having fallen to a 3-month low in October, Conference Board Consumer Confidence soared to 107.1 in November post-Trump - the highest since July 2007. This confirms Gallup's survey which saw economic confidence at its highest level since before Lehman, swinging positive post-Trump after being almost uniformly negative since Obama's election.
Americans haven't been much more confident than this in decades... (though notably, while plan to buy a home or major appliance gained, plans to buy a car  dropped)




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US-Wahl: Das Nachspiel läuft noch
Es ist schon ein Kreuz mit der Demokratie: Die sogenannten Eliten fühlen sich von ihr gestört und der Rest glaubt fest daran, in ihr zu leben. Für Letztere ein kapitaler Irrtum. Die USA, die sich gerne zur demokratischen Supermacht aufspielen, liefern davon gerade ein bühnenreifes Stück ab. 

Viele US-Präsidentschaftswahlen vorher wurden mit fehlerbehafteten, unzuverlässigen Wahlmaschinen entschieden. Abgesehen von der US-Wahl 2000 zwischen Al Gore und George W. Bush in Florida, hat niemand an der Rechtmäßigkeit der Wahlergebnisse gezweifelt. Florida ist 2007 wieder zu Wahlzetteln zurückgekehrt. Regelmäßig wird während des Wahlkampfes über dieses Manko diskutiert, ernsthaft gestört hat es keinen der Kandidaten, alles ist beim Alten geblieben. Jetzt, im Nachhinein, sollen diese Unzulänglichkeiten dafür genutzt werden, um Donald Trump doch noch das Amt des 45. US-Präsidenten streitig zu machen. Dafür hat sich zwischen den Damen Jill und Hill eine erstaunliche Koalition gebildet. Jill Stein hat im Wahlkampf kein gutes Haar an Hillary Clinton gelassen. Jetzt versucht sie mit allen Mitteln, ihr ins Amt zu verhelfen. Das gefällt nicht allen, die Jill Stein unterstützt haben.

Quelle: ammoland.com


Wir haben einige Beiträge zusammengetragen, die wir in chronologischer Reihenfolge auflisten und unseren LeserInnen als Lektüre empfehlen. Leider bis auf eine Ausnahme nur in Englisch verfügbar.

Jill Stein Confirms "No Evidence" Of Voter Fraud, Compares US Electoral System To Crashing Plane
(zerohedge.com) Confirming what she has said previously, Jill Stein crushed her credibility a little further in 42 seconds of fun with CNN's Anderson Cooper... Read more...

Wisconsin Denies Request For Recount By Hand As Stein Threatens To Sue
(zerohedge.com) Finally, a voice of reason  emerges in  Wisconsin  to combat Jill Stein's useless recount crusade. According to the Milwaukee Journal Sentinel, Wisconsin Elections Commission Chairman, Mark Thomsen, who happens to be Democrat, announced earlier that the committee would follow through with Stein's recount request but denied a request that the recount be conducted by hand. Thomsen cited a 2011 recount that changed the overall vote margin by 300 votes as evidence that the current recount would overturn Trump's 22,177 vote lead in the state. Read more... 

Michigan Certifies Donald Trump Winner Of State's Electoral Votes
(zerohedge.com) Did Michigan just spoil Jill Stein 's party? Read more...

Stein Vows To Launch Recounts In More States To Ensure "Election Integrity"
(zerohedge.com) After drawing criticism from almost everyone for her recount efforts in WI, PA, & MI, Jill Stein is doubling down saying that she "would support efforts elsewhere to uphold election integrity."  Ironically, the only thing actually th reatening our  "election integrity" at the moment is Jill Stein's recount effort. Read more...

Jill Stein's Recount Effort Gets 12 Times More Coverage From ABC, CBS, NBC Than Her Entire Campaign
(zerohedge.com) When Jill Stein was the Green Party’s candidate for U.S. president, the networks only gave her 36 seconds of coverage.
However, as NewsBusters' Mike Ciandella details, as soon as she launched a campaign to contest the presidential election and demand a recount of ballots in several key states, the evening news shows on ABC, CBS and NBC managed to find 7 minutes and 26 seconds of coverage for her in just four days.
That's more than 12 times as much coverage as in the entire campaign.
 




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Green Party Rebels Against Jill Stein: "We Do Not Support The Recount"
(zerohedge.com) In a letter penned by Green Party Senate Candidate Margaret Flowers, and signed by dozens of prominent GPUS members, the Greens have rebelled against the farcical "recount effort" conducted by Jill Stein, saying "while we support electoral reforms, including how the vote is counted, we do not support the current recount being undertaken by Jill Stein." Read more...

Furious Democrats Blast Stein's Recount Effort As Nothing But A "Scam"
(zerohedge.com) With the passing of each new day, it's growing more and more difficult to find anyone that is actually supportive of Jill Stein's recount efforts (aka fundraising scam). The Obama administration has already weighed in saying that the election results "accurately reflected the will of the American people" while Clinton's campaign attorney even confirmed they had not "uncovered any actionable evidence of hacking or outside attempts to alter the voting technology."
Now, even prominent democratic strategists are turning on Stein as Joe Trippi described her efforts as a "waste of time and money." Worse, in an accusation that may have more substantial consequences, some Democrats have gone so far as to echo Trump’s charge that re-tallying votes from  the presidential race is just a "scam"  being advanced by Stein, who has raised more than $6 million to fund potential recounts in Wisconsin, Michigan and Pennsylvania, three states critical to the Republican nominee’s win.
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Grünen-Politikerin will auch in Michigan nachzählen lassen 
(zeit.de) Nach Pennsylvania und Wisconsin hat Jill Stein auch die Neuauszählung der Stimmen in Michigan beantragt. Der Wahlsieg dürfte Donald Trump dennoch nicht zu nehmen sein. Mehr... 


Donald Trump "under fire"
Während in den USA noch die von Jill und Hill inszenierte Nachspielzeit läuft, genießt Trump nach wie vor ungeteilte Aufmerksamkeit. Wir haben für heute drei Beiträge herausgesucht die sich sachlich mit der Person, seinen möglichen Plänen und den Folgen auseinandersetzen. In diesen Tagen kein einfaches Unterfangen.

Ist Donald Trump der Auslöser eines Bebens, das die EU nicht mehr verkraften kann?
(stefanleichnersblog.blogspot.de) Die Europäische Union steckt in der Krise. Das steht außer Frage. Mehr noch hat sich diese aufgrund des Brexit-Votums bedenklich verschärft. Das Referendum der Briten war genau jene Art schweren Treffers, den die EU, die bereits durch die Flüchtlingskrise in Turbulenzen geraten war, in eine ernsthafte Schieflage bringen konnte. Mehr...

Eine interessante Frage, der Stefan Eichner da nachgeht. Der Beitrag liefert reichlich Nachdenkfutter und wir überlassen es unseren LeserInnen sich eine Meinung zu bilden. Nur einige Anmerkungen dazu von uns:

Die Krise der EU ist tiefer und besteht schon länger, als dass die Wahl Donald Trumps dieses fragile Konstrukt zum Einsturz bringen könnte. Das besorgen die Europäer schon selbst. Trump wird es auch kaum anzulasten sein, dass in Italien und Österreich möglicherweise keine Abstimmungsergebnisse erzielt werden, die Berlin und Brüssel in den Kram passen. Das ist selbstverschuldet und für sich genommen noch kein Unglück. Dazu wird es erst, wenn die politischen Führungskräfte in Europa  aus diesen unbequemen Ergebnissen die falschen Schlüsse ziehen, was nicht anders zu erwarten ist. 

Das Brexit-Votum wird ebenfalls nur dann für die EU zu einem Problem, wenn die Gemeinschaft den Engländern in den Hintern kriecht und, wie in den vergangenen vierzig Jahren EU-Mitgliedschaft, London jeden Wunsch von den Augen abliest und erfüllt. England braucht kein Kontinentaleuropäer, den Finanzplatz London sowieso nicht, die Schotten und Nordiren sollten in der EU willkommen sein. Natürlich wird es so nicht kommen. Die Engländer bekommen von Berlin und Brüssel - wie immer - kräftig Traubenzucker in den Hintern geblasen und deshalb wird es keinen echten Brexit geben. Was wir sehr bedauern; gerade auch deshalb, weil die Engländer nach ihrer Brexit-Entscheidung extrem europäerfeindlich geworden sind. England hat in der EU nichts verloren; schon der Beitritt 1973 war für beide Seiten - positiv ausgedrückt - ein großes Missverständnis. 

Die Wahl Trump's wird nur hierzulande als Beben wahrgenommen. Die Amerikaner selbst bleiben gelassen. Sie wissen, wer sie regiert, egal wer als Präsident gerade im Weißen Haus sitzt: Goldman Sachs und die Wall Street. Diese Tatsache wird demnächst auch von denen akzeptiert werden müssen, die bisher noch die Augen fest vor dieser Wahrheit verschließen.  

Natürlich ist Europa nicht auf Trump's Politik eingestellt, die kennt noch keiner, wahrscheinlich Donald Trump selbst nicht. Die wird gerade erst in den Hinterzimmern der Wall Street zusammengeschustert. Sogar sein Personal, soweit es bis heute bekannt ist, lässt noch keine ernsthaften Rückschlüsse zu.       
Den Rest überlassen wir Stefan Eichner und unseren LeserInnen. 

Trump als verlängerter Arm von Goldman Sachs?
(heise.de/telepolis) Der angebliche Außenseiter und Wall-Street-Kritiker zeigt allmählich seine Verflochtenheit in Kapital und Macht, allerdings auf spezifische Weise. Mehr...

JA. Darin unterscheidet sich der Selfmade-Milliardär keinen Deut von Hillary Clinton. Nirgends sonst bewahrheitet sich die Devise "Geld regiert die Welt" so sehr wie in Washington. Nicht, dass es irgendwo auf der Welt anders wäre, aber in den USA wird diese Tatsache ganz offen zur Schau gestellt

Was wir damit meinen beschreibt sehr anschaulich der Ausspruch von Reginald McKenna, ehemaliger Schatzkanzler Englands und Aufsichtsratsvorsitzender der Midland Bank, aus dem Jahr 1924(!): "Ich fürchte, der normale Bürger wird nicht erfreut sein zu hören, daß die Banken Geld schaffen können und es auch tun. Und diejenigen, die den Kredit der Nation kontrollieren, lenken die Politik der Regierung (Staat) und halten das Schicksal des Volkes restlos in der Hand."

Ron Paul Tells Trump: "To Really 'Make America Great Again', End The Fed!"
(zerohedge.com) Former Dallas Federal Reserve Bank President Richard Fisher recently gave a speech identifying the Federal Reserve’s easy money/low interest rate policies as a source of the public anger that propelled Donald Trump into the White House. Mr. Fisher is certainly correct that the Fed’s policies have “skewered” the middle class. However, the problem is not specific Fed policies, but the very system of fiat currency managed by a secretive central bank. Read more...

Eine charmante Idee, für die es im politischen USA keine Mehrheit gibt. Zu groß ist die Angst vor den Folgen. Nicht von ungefähr hält sich bis heute hartnäckig das Gerücht, die Ermordung J. F. Kennedy's gehe auf seinen Plan zurück, das Monopol der US-Notenbank zu beenden (hier). 

An dieser Stelle ein Zitat von Thomas Jefferson, von 1801 bis 1809 der 3. amerikanische Präsident, der das ganze Dilemma so zusammenfasst: "Falls das amerikanische Volk jemals die Kontrolle über die Herausgabe ihrer Währung auf Banken übertragen sollte, werden diese und die Firmen, die sich um sie bilden, unter dem Einsatz von Inflation und Deflation, dem Volk solange ihr Eigentum wegnehmen, bis die Kinder obdachlos auf dem Kontinent, den ihre Väter einst in Besitz nahmen, aufwachen. Die Herausgabe von Geld soll von den Banken weggenommen werden, und zurück auf den Kongress und das Volk übertragen werden. Ich glaube aufrichtig, dass Banken, mit dem Recht Geld herauszugeben, gefährlicher für die individuellen Freiheitsrechte sind als eine stehende Armee." Weihnachten 1913 war es soweit: Eine Hand voll Bankiers hob die von ihr gänzlich kontrollierte US-Notenbank aus der Taufe. Seitdem befinden sich die Amerikaner in einer andauernden Schuldenknechtschaft.

Trump und Nixon - Die "Madmen”" und die Atombombe  
(cicero.de) Donald Trump erinnert in vielem an Richard Nixon. Letzterer spielte oft mit dem Gedanken, Atomwaffen zu zünden. Auch Trump erklärte, sich nicht davor zu scheuen. Könnte ihn jemand im entscheidenden Moment stoppen? Mehr...

Während ein Mit-Herausgeber der F.A.Z. sich schon intensive Gedanken um deutsche Atomwaffen macht (hier, unter "Donald Trump der neue Putin?"), sorgt sich das "Magazin für politische Kultur" in Deutschland, der CICERO, um Trump's Finger "am Abzug". Wäre das auch ein Thema gewesen, wenn die ausgewiesene Kriegstreiberin Hillary Clinton die Präsidentschaftswahl gewonnen hätte? Wohl kaum. 


EU will aufrüsten  
Was für eine wunderbare Gelegenheit für die Militaristen und Kriegstreiber in der EU: Donald Trump wurde zum US-Präsidenten gewählt. Der will, so die Lesart hierzulande, nicht mehr die Sicherheit Europas übernehmen. Ob das so stimmt, weiß keiner. Der Unternehmer Trump hat nämlich auch schon laut darüber nachgedacht, die von der riesigen US-Militärmaschinerie Beschützten dafür zahlen zu lassen. Sie also an den immensen Kosten für den Unterhalt und Ausbau der US-Streitkräfte zu beteiligen. Die EU wartet die weitere Entwicklung nicht ab, sondern bringt flugs einen Plan für die Finanzierung einer EU-Armee auf den Weg.


Quelle: cicero.de


Statt Klein-Klein ein großer Verteidigungsfonds
(manager-magazin.de) Die EU-Kommission will mit einem milliardenschweren Verteidigungsfonds neue gesamteuropäische Rüstungsprojekte anstoßen. "Um unsere kollektive Sicherheit zu garantieren, müssen wir in die gemeinsame Entwicklung von Technologien und Ausrüstung mit strategischer Bedeutung investieren", kommentierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch. Europa brauche im Bereich der Verteidigung strategische Autonomie. Mehr...

Eine üble Sache, die geplante europäische Hochrüstung. Uns macht das als ausgewiesene Kriegsgegner ganz krank.

So, das war's für heute.