Sonntag, 18. Dezember 2016

Standpunkt 1045: Nachrichten-Ticker, 13. & 14.12.2016


Im vergangenen Monat sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate noch Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: Deutschland: Innere Sicherheit - Armut in Deutschland - Bargeldverbot - Europa in der Krise - Europa vs. Türkei - USA-Wahl: Eine unendliche Geschichte?! - China vs. Trump - Indien - Fed

Quelle: truthdig.com

Deutschland: Innere Sicherheit
Das Bundesverfassungsgericht zeigt gerade, wo die Reise hingehen soll. Nachdem der Einsatz der Bundeswehr im Inneren, wenn auch mit Auflagen, erlaubt worden ist, erhält nun die Polizei einen Freibrief zur selektiven Freiheitsberaubung. In Verbindung mit der geplanten militärischen Hochrüstung der Einsatzkräfte nach US-Vorbild fügen sich die Mosaiksteinchen zu einem Gesamtbild zusammen, das nur einen Schluss zulässt: Deutschland ist auf dem Weg in einen waffenstarrenden Polizeistaat (hier). 

"Hamburg rüstet auf" (Quelle: spiegel.de)

Wir geben gerne zu, die Entwicklung befindet sich noch am Anfang. Die politischen Weichen sind jedoch bereits gestellt und Mäßigung nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil, die Sache hat nämlich für die Bundesregierung auch noch eine wirtschaftliche Komponente: Auf Jahre hinaus volle Auftragsbücher der Rüstungsindustrie, eine boomende Branche in schwierigen Zeiten. 

Polizei darf auch unschuldige Demonstranten einkesseln
(zeit.de) Stundenlang festsitzen, während die Polizei Personalien aufnimmt? Das ist rechtens, urteilt das Verfassungsgericht und weist eine Klage zu den EZB-Protesten 2013 ab. Mehr...

Uns überzeugen die Argumente des Bundesverfassungsgerichts nicht. Der staatlichen Willkür wird Tür und Tor geöffnet, ein Freibrief erteilt, statt ihn in die Schranken zu weisen. Es steht zu befürchten: Neben der "4. Gewalt" verlieren die Bürger zukünftig auch die Unterstützung der Judikative. Das macht uns Angst.


Armut in Deutschland
Es gibt sie. Und sie wird in Deutschland, allen medialen Beschönigungen zum Trotz, von Jahr zu Jahr weiter zunehmen. Politik und Medien haben leichtes Spiel, diesen Umstand zu vertuschen; niemand möchte darüber öffentlich diskutieren. Am allerwenigsten die Betroffenen selbst. Regelmäßig einmal im Jahr wird das Thema von den Medien zur Kenntnis genommen und kurz abgehandelt, dann wenn der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband seinen Armutsbericht veröffentlicht (hier). In den Jahren, in denen die Bundesregierung ihren eigenen Armutsbericht vorlegt, muss die Sache ein zweites Mal klein gehalten werden. Jetzt ist es wieder soweit. Obwohl der Bericht der Bundesregierung frisiert ist (hier), sind die Ergebnisse immer noch erschreckend. Änderungen sind nicht in Sicht, die Politik belässt es bei Lippenbekenntnissen und die Medien assistieren ihr beflissen dabei.

Löhne an der Armutsgrenze: Immer mehr Deutsche verschulden sich
(n-tv.de) Obwohl deutsche Arbeitnehmer tendenziell mehr verdienen, können viele ihre Rechnungen nicht bezahlen. Die "Einkommensarmut" steigt, sagt das Arbeitsministerium. Trotz Arbeit leben viele an der Armutsgrenze. Mehr...

Deutschland wird erleben, was beispielsweise in den USA bereits in vollem Gange ist: die Zerstörung seiner Mittelschicht. An dieser Stelle möchten wir unsere LeserInnen auf ein Bonmot von André Kostolany hinweisen, dem 1999 gestorbenen Börsenspekulanten: "Wenn Amerika hustet, bekommt Europa die Grippe". Das ist eine Binsenweisheit. 


Bargeldverbot
Wir werden nicht aufhören, uns über dieses Thema die Finger wundzuschreiben. Die Zeichen sind eindeutig, selbst wenn die deutschsprachigen Medien sich bisher noch sehr bedeckt halten. Das Bargeldverbot kommt, unter Garantie. Lediglich über das Wie und Wann lässt sich noch streiten. Die Befürworter haben den Krieg gegen das Bargeld längst gewonnen, während die Widerständler und Träumer diese Tatsache immer noch ignorieren. Es ist vorbei mit der durch Bargeld gesicherten persönlichen Freiheit der Bürger! Als Rechtfertigung dient den Regierungen primär der Kampf gegen eine Hand voll Terroristen, dafür nehmen sie die gesamte Bevölkerung in Sippenhaft. Eingelullt von der allgegenwärtigen Medien- Propaganda klatscht eine große Mehrheit der Betroffenen noch begeistert Beifall zu diesen Plänen, ohne sich über die weitreichenden Folgen im Klaren zu sein. Die wenigen Aufgeweckten dürfen dieser Entwicklung nicht zu lange zuschauen, sondern müssen frühzeitig handeln und geeignete Vorsorge treffen. Die Ereignisse in Indien haben gezeigt, dass Regierungen solche Maßnahmen ohne jede Vorwarnung in die Tat umsetzen. Wer dann noch seine Barschaft in einem sicheren Versteck wähnt, der wird am Ende die berühmte "A-Karte" ziehen. Ein wichtiger Hinweis für unsere LeserInnen an dieser Stelle: Gold ist auch keine Lösung!

Etliche Länder erhöhen den Druck - "Der Ausstieg aus dem Bargeld hat begonnen"
(finanzen100.de) Etliche Länder verschärfen den Kampf gegen das Bargeld deutlich. Der Journalist Shaun Bradley vom alternativen US-Finanzblog Anti-Media kritisiert diese Entwicklung scharf. Er zeigt unmissverständlich auf, wo das enden wird. Mehr...

Bitcoin als Alternative? Nur unter einer Bedingung: Der Staat und die Banken sind mit im Boot. Der Staat will die absolute Kontrolle über die Vermögen seiner Bürger, immer und überall. Da bleibt die viel gepriesene persönliche Freiheit endgültig auf der Strecke. Zukünftig gilt: "big brother is watching you". 

War On Cash Escalates: Australia Proposes Ban On $100 Bill; No Cash Within 10 Years?
(zerohedge.com) Global financial repression has picked up steam. Australian citizens are likely the next victim. Read more...

Es wäre ein schwerer Fehler, solchen zeitlichen Vorgaben bedenklos zu folgen und sich noch für Jahre in Sicherheit zu glauben; sie sind falsch. Das Tempo solcher Ereignisse wird von der weiteren Entwicklung der Finanzkrise bestimmt. Deren Kollaps dauert keine 10 Jahre mehr. Die Zinserhöhung der US-Notenbank in dieser Woche bedeutet keine Entspannung, vielmehr handelt es sich dabei lediglich um eine "politische" Maßnahme.  

"Bargeld besser unter der Matratze horten"
(diepresse.com) Finanzexperte Marc Friedrich rät Sparern auf Grund der "fatalen Politik der EZB" zu Bargeldreserven. Mehr...

Schade. Der Mann hat in jüngster Zeit bei uns einiges an Boden gutgemacht, nachdem wir seinen Büchern eher kritisch gegenüberstehen (hier). Mit dieser blödsinnigen Empfehlung macht er alles wieder zunichte. Aber es kommt noch schlimmer: Er fällt zurück in alte Denkmuster, empfiehlt "Gold" und "Betongold" (Immobilien), außerdem eine "Bargeldreserve im Schließfach". Sträflicher Leichtsinn, überhaupt darüber nachzudenken. Grundsätzlich nützlich ist sein Vorschlag, in "Wald oder Ackerland" zu investieren. Leider lässt sich diese Idee praktisch kaum umsetzen, will man dabei nicht auf risikoreiche Angebote für Beteiligungen in der 3. Welt hereinfallen

Der Ordnung halber: "Betongold" wird für den Staat durch das Instrument der Zwangshypothek ein gefundenes Fressen. Einen sehr informativen Beitrag zu diesem Thema hat am 21.05.2014 unter der Überschrift "Zwangshypothek - Damoklesschwert Häuslebauer" die linke deutsche Wochenzeitung DER FREITAG veröffentlicht. Ein Auszug:  "Der deutsche Staat kann - zur Tilgung seiner Schulden - im Ernstfall an das hart ersparte Wohneigentum des Bürgers gehen. 1923 wurde es getan und 1948 direkt noch einmal; der deutsche Staat verordnete seinen Mitbürgern eine Zwangshypothek auf deren Immobilien. Auf "gut Deutsch"; der Staat war zu hoch verschuldet und wälzte diese Schulden auf alle Immobilienbesitzer ab, indem Staatsschulden in die jeweiligen Grundbücher eingetragen wurden. Der Eigentümer seines Hauses hatte nun auf einmal wieder oder mehr Schulden und musste diese dann ab 1952 vierteljährlich abstottern." Mehr hier. Dieses Drama endete für viele Betroffenen erst in den 1970er Jahre! 

Die immer wieder gerne zur Aufbewahrung empfohlenen Schließfächer bieten keinerlei Sicherheit vor einem staatlichen Zugriff. Das betrifft garantiert nicht nur die Bank-Schließfächer... 

Friedrich gaukelt eine Sicherheit vor, die von keiner seiner Ideen tatsächlich gewährleistet wird. Das ist Schwindel.  


Europa in der Krise
Die folgenden Beiträge beschäftigen sich mit einigen der Schwierigkeiten, in denen sich Europa gerade befindet. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt, insgesamt ist der Krisenherd sehr viel größer. 

Winning a Battle, Not the War
(jacobinmag.com) After twelve months of campaigning, two rounds of elections, and a repeat ordered by Austria’s Constitutional Court the former head of the Green Party, Alexander Van der Bellen, won the Austrian presidency earlier this month, defeating Norbert Hofer, the candidate of the radical, populist right, 54 percent to 46 percent. The clear-cut victory has a political and symbolic importance that goes beyond Austria. The message is clear: the rise of the radical, populist right can be stopped. Read more...

Der Beitrag beschäftigt sich mit dem enormen Anstieg der Rechtspopulisten in Österreich und den Folgen. Da es sich nicht um eine österreichische Besonderheit handelt und Wähler überall demnächst vor großen Herausforderungen stehen, möchten wir diese Analyse unseren LeserInnen dringend empfehlen.

IWF: So schafft Griechenland kein nachhaltiges Wachstum
(faz.net) Deutschland fordert von Griechenland harte Reformen und eisernes Sparen. Aus Sicht des Internationalen Währungsfonds ist das der falsche Weg. Er legt neue Vorschläge für eine nachhaltige Rettung des Landes vor. Mehr...

Im Augenblick haben wir (noch) keine Lust, zu diesem Schmierentheater irgendetwas zu sagen. Was in Griechenland abläuft - und wie es von den Medien verkauft wird - ist ein frontaler Angriff auf die Intelligenz. Und eine Beleidigung für jeden Beobachter der Ereignisse.

Griechenlands Premier versucht, sich am eigenen Schopf zu retten
(griechenland-blog.gr) Sich an die Macht klammernd nimmt Griechenlands Premier die geprüfte Gesellschaft auf den Arm und hofft auf ein Wunder, das ihn im politischen Spiel bleiben lässt .
Unumwunden und ohne "ja,   aber   …": Dieser Haufen, der Griechenland regiert, ist das Schlimmste, Elendigste, Verlogenste und Gefährlichste, was wir je erlitten haben …
Noch bevor der Nachhall …  "eines   nationalen   Siegs" verklang, der in der Essenz eine verhüllte Vorankündigung neuer harter Maßnahmen wegen der Unnachgiebigkeit der Gläubiger ist, kam Premierminister Alexis Tsipras, um mit einer … Botschaft die Verzweiflung der Gesellschaft angesichts eines noch düsteren morgens zu zerstreuen, indem er Spiegelchen an die Eingeborenen verteilt!
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Die Rolle des Volksverräters Tsipras in diesem infamen Spiel namens "Griechenland-Rettung" werden wir demnächst in einem eigenen Beitrag sehr gründlich bewerten. Die Einschätzung im zweiten Absatz können wir nachvollziehen. 

Deutschlands Rolle in der EU: Planloser Hegemon
(faz.net) Europa wird die Herausforderungen, die von außen kommen, erst bewältigen, wenn die Euro-Krise überwunden ist. Frankreich und Italien haben eine klare Agenda, Deutschland leider nicht. Mehr...

Propagandistisch ist dieser Beitrag des deutschen Ökonomen Clemens Fuest, seit einigen Monaten Nachfolger von Hans-Werner Sinn als Chef des ifo-Instituts in München, eine Meisterleistung. So zu tun, als habe Deutschland für seine Rolle in der EU keinen Plan, ist geradezu genial. In Wahrheit bestimmt Berlin die europäische Politik gegenüber den Krisenstaaten, entscheidet über die Sanktionen der EU gegen Russland, versucht wie selbstverständlich Einfluss auf die französische Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr zu nehmen, drängt auf die Fortsetzung der EU-Beitrittsverhandlungen mit dem türkischen Despoten Erdogan und lässt täglich zahllose Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken. Die Aufzählung ist nicht komplett, sondern nur eine kleine Auswahl. Diese Tatsachen zu ignorieren, zeugt von wenig Objektivität. Die man aber von einem Ökonomen dieser Güte unbedingt erwarten kann.

Die Existenzkrise der EU
(nachdenkseiten.de) Nach der Entscheidung vom 23. Juni verlässt mit Großbritannien erstmals ein Mitgliedsland die EU. Auch Linke sprachen sich in der vorausgegangenen Kampagne für den Austritt aus. Einige sehen im Brexit bereits den Beginn der Auflösung der Union, da weitere Länder diesem Beispiel folgen könnten. Die andauernde Krise um Griechenland offenbart exemplarisch  die  Schwächen  des  Eurosystems:  Statt  zu sozialer und ökonomischer Konvergenz unter den Euroländern beizutragen, führt es zur Auseinanderentwicklung von Löhnen und Produktivität. Neben Griechenland sind auch Portugal, Spanien und selbst Italien hiervon betroffen. In einigen Ländern mehren sich daher bereits die Forderungen, nicht nur die Eurozone, sondern auch die EU zu verlassen. Es sei dringend an der Zeit, offensiv "Gegen eine EU der Banken und Konzerne und für Solidarität und Demokratie" einzutreten, meint auch Winfried Wolf (...). Mehr...

Bitte sorgfältig lesen!


Türkei & ISIS in gemeinsamer Mission (Quelle: globalresearch.ca)


Europa vs. Türkei 
Europas Umgang mit Erdogan ist erbärmlich. Da gibt es nichts zu beschönigen. Statt dem türkischen Präsidenten die "Rute ins Fenster zu stellen" macht man gute Miene zu bösem Spiel.  Was steckt dahinter? Der nicht funktionierende Flüchtlingsdeal? Wirtschaftliche Interessen? Die NATO-Partnerschaft? Wir vemuten nichts von alledem, sondern eine entsprechende Weisung aus Washington. Die Türkei ist für die USA in dieser Region von geopolitischem Interesse. Jedenfalls glauben das die Amerikaner und Erdogan. Die Geschichte wird zeigen, wer von beiden den größten Nutzen aus dieser Situation gezogen hat. Die Europäer bleiben an dieser Stelle außen vor. 




EU-Verhältnis zur Türkei: Der Kurz-Schluss
(spiegel.de) Österreichs Außenminister blockiert einen kri schen EU-Bericht zum Stand der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Schon komisch. Denn auch er wollte dem türkischen Präsidenten Erdogan die Grenzen aufzeigen. Mehr... 

Eine nette Wortspielerei...

In der Sache ist der Beitrag indiskutabel. Ein Machwerk, das die offizielle Berliner Linie stützt, statt kritisch zu hinterfragen. Die F.A.Z. hat wenigstens noch ihr Feuilleton, um kritische Beiträge zu veröffentlichen. Der SPIEGEL hat NICHTS!

Österreich blockiert Türkei-Erklärung der EU
(sueddeutsche.de) 
  • Die Europäische Union zieht Konsequenzen aus den Ereignissen nach dem Putschversuch in der Türkei.
  • Bei einem Ministertreffen wurde erstmals offiziell festgehalten, dass die Beitrittsverhandlungen nicht weiter ausgeweitet werden.
  • Österreich ging die Erklärung allerdings nicht weit genug, das Land blockierte den Beschluss.
  • Außenminister Sebastian Kurz forderte, die Beitrittsverhandlungen mit Ankara komplett einzustellen. 
Mehr...

Die EU nutzt wieder die Gelegenheit, sich vor den Augen der Welt als Papiertiger der Lächerlichkeit preiszugeben. Das ist bitter. Zähneknirschend müssen wir aber zugeben, dass wenigstens die Österreicher ein wenig Rückgrat gezeigt haben. Ausgerechnet die Österreicher, die bei uns wegen ihrer populistischen Flüchtlingspolitik eigentlich jeden Kredit verspielt haben. Eine bittere Erfahrung. 


US-Wahl: Eine unendliche Gechichte?!
Noch halten wir es für denkbar, dass Donald Trump das Electoral College nicht schadlos übersteht. Insofern beschränken wir uns auch heute wieder darauf, einige lesenswerte Beiträge zur aktuellen Entwicklung rund um die Wahl von Donald Trump vorzustellen. 

Gallup Sees "Dramatic Shift"  In Americans' Confidence Post-Trump (To 9 Year Highs)
(zerohedge.com) "Rarely has Gallup found such a dramatic shift  in Americans' economic confidence over the past nine years as it has in the past month..." is how Gallup summarizes the post-election spike in optimism among Americans in their economic outlook survey.
While current conditions dipped modestly, the number of Americans who said they believe economic conditions are 'getting better' soared post-election ...



Donald Trump's election last month spurred significant improvements in Republicans' economic confidence, which pushed the index into positive territory. Now , both  Democrats and Republicans have positive over all views of the U.S. economy, resulting in the record high for the index. Read more...

Henry Kissinger: "Trumps Kompetenz sollten wir nicht weiter diskutieren"
(ipg-journal.de) Mehr... 

Das Interview beschäftigt sich primär mit dem möglicherweise schwierigen Verhältnis zwischen den USA und China unter Donald Trump. H. Kissinger liefert dazu einige bedenkenswerte Einsichten. Man muss den ehemaligen US-Außenminister wegen seiner sehr konservativen Haltung nicht mögen, sein Einfluss auf die US-Außenpolitik ist bis heute nicht wegzudenken. Das Original-Interview "The Lessons of Henry Kissinger" ist bei der US-Zeitschrift THE ATLANTIC erschienen. Dort gibt es auch ein Vorwort: "The legendary and controversial statesman criticizes the Obama Doctrine, talks about the main challenges for the next president, and explains how to avoid war with China." Mehr hier.  

Waldo oder Warum er nicht liefern muss
(neulandrebellen.de) Die Optimisten hatten es nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten geschafft, auch noch eine positive Quintessenz aus dessen Wahlsieg zu filtern. Der Mann würde jetzt nämlich liefern müssen. Und spätestens da fällt er auf die Schnauze und die Amis würden begreifen, dass sie einem Schwindler aufgesessen sind. Diese Hoffnung könnte sich zerschlagen. Trump liefert ja. Nicht stichhaltig, nicht faktisch. Aber er lässt es so aussehen. Er twittert seinem Volk vor, dass er politisch was erreicht, die Sache im Griff hat. Trump hat die Niederungen des "Liefernmüssens" durch Höhenflüge in den Netzwerken ersetzt. Er ist ja auch kein Politiker, sondern ein Avatar. Deshalb fruchtet diese letzte Hoffnung nur bedingt. Mehr...

Eine lohnenswerte Lektüre!

"Die Wahl hat gezeigt: Da ist ein Konsens auseinandergegangen"
(sueddeutsche.de) Was macht man mit Menschen, die politisch verunsichert sind? Der Germanist Manuel Clemens, der an der US-Ostküste unterrichtet, über den richtigen Umgang mit Trump-Wählern. Mehr...
 
Donald Trump - Trojanisches Pferd der kommenden Finanz-Militärdiktatur  
(heise.de/telepolis) Mit Forderungen wie "Dry the swamp!" ("Legt den Sumpf trocken!") präsentierte sich Donald Trump im US-Wahlkampf als entschlossener Gegner des US-Establishments. Millionen am System zweifelnde Amerikaner glaubten ihm und setzten darauf, dass er als Präsident der korrupten Elite des Landes endlich die Stirn bieten werde.
Mittlerweile dürfte den Informierteren unter ihnen klar geworden sein, dass sie nicht nur einem Irrtum aufgesessen, sondern ganz bewusst hinters Licht geführt worden sind: Trump erweist sich seit seiner Wahl als trojanisches Pferd, das den Sumpf nicht etwa trockenlegen, sondern ihm ganz im Gegenteil zu noch größerer Macht verhelfen will.
Und nicht nur das: Wer im Wahlkampf glaubte, mit Hillary Clinton entscheide man sich für die Fortsetzung der US-Kriegspolitik, mit Trump dagegen für ihr Ende, der reibt sich spätestens seit zwei Wochen ungläubig die Augen: Das Kabinett des 45. US-Präsidenten gleicht mit seinen Ex-Generälen und Wirtschaftsbossen eher einer Mischung aus südamerikanischer Militärjunta und der Führungsetage eines Wirtschaftskonzerns als den Kabinetten früherer Präsidenten.
Ein solch offener Betrug am Wähler ist in den USA allerdings nichts Neues, und das hat seinen Grund: Spätestens seit dem Dezember 1913 wird die Richtung der US-Politik nämlich nicht vom Weißen Haus in Washington, sondern von der Wall Street und ihrer wichtigsten Organisation, der US-Zentralbank Federal Reserve, vorgegeben. Beide haben andere Vorstellungen von der Zukunft des Landes als der arbeitende Bürger.
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Wieso "Trojanisches Pferd"? Das ist irreführend! Es war immer klar, dass auch Trump nur eine Marionette der Wall Street sein wird, so wie Barack Obama vor ihm - und alle anderen Präsidenten nach John F. Kennedy auch. Deshalb hatten die Amerikaner durch die Nominierungen von Hillary Clinton für die Demokraten und Donald Trump für die Republikaner nur die Wahl zwischen "Pest und Cholera". Wir haben uns in unserer Standpunkt-Ausgabe 1028, "US-Election 2016: Good luck, Americans!" (hier), erschienen unmittelbar vor der Wahl, ausführlich damit beschäftigt.

Das Kabinett der Angst
(project-syndicate.org) Der designierte US-Präsident  Donald  Trump scheint entschlossen, einem vergessen geglaubten Hollywood-Genre neues Leben einzuhauchen: dem paranoiden Melodram. In dem vielleicht großartigsten Film dieser Gattung,  Botschafter der  Angst, geht es um ein kommunistisches Komplott, im Rahmen dessen man sich des gehirngewaschenen Sohnes einer führenden politisch rechts stehenden Familie bedient, damit dieser das politische System Amerikas umkrempelt. In Anbetracht der Vorliebe, die Trump und so viele seiner von ihm nominierten Kandidaten offenbar für den russischen Präsidenten Wladimir Putin hegen, könnte das wahre Leben die Kunst in diesem Bereich einholen – wenn nicht gar überholen. Mehr...

Die Autorin hat ein klar umrissenes Feindbild; es hört auf den Namen Wladimir Putin. Da wird sie sich weiter schwertun mit Donald Trump. Der setzt scheinbar konsequent fort, was die USA bereits unter Barack Obama begonnen haben: Während die Europäer eisenhart an den Sanktionen gegen Russland festhalten und die USA so tun als ob, machen US-amerikanische Konzerne munter ihre Geschäfte mit dem vermeintlichen weltpolitischen Gegner. Das ist die Realität, die in Europa von Politik und Medien krampfhaft ignoriert wird.

Kontrollfreaks finden den englischsprachigen Originalbeitrag hier.

Europas Angst gegenüber dieser Entwicklung drückt die folgende Karikatur von CICERO treffend aus:

Dem haben wir nichts hinzuzufügen.  


China vs. Trump
Die Kaffeesatzleser unter den Experten melden sich wieder zu Wort. Ihr Thema ist die angebliche Feindschaft von Donald Trump zu China. Sogar unsere Schweizer Nachbarn beschäftigen sich damit: Der TAGES-ANZEIGER und der deutsche FOCUS warnen vor China's Rache - dem Verkauf von US-Treasuries. 

Chinas grösste Waffe gegen Trump
(tagesanzeiger.ch) Die Besitzer von Airbus-Aktien freuts. Seit ein Handelskonflikt zwischen China und den USA unaufhörlich näher gerückt ist, stieg der Kurs des europäischen Luftfahrtkonzerns um rund fünf Prozent.
Denn – so die Logik dahinter – wenn es zu einem richtigen Handelskrieg zwischen den beiden Ländern kommen sollte, könnten die Europäer die lachenden Dritten sein. Chinas Luftverkehrsunternehmen könnten ihre Flugzeuge dann bei Airbus statt bei Boeing bestellen.
Diese Sichtweise ist allerdings kurzsichtig und gefährlich. Denn selbst wenn Europa zunächst wirklich von einem Crash-Kurs der USA gegenüber China profitieren sollte, würde es über kurz oder lang doch mit in den Strudel gerissen, den ein Handelskonflikt auslösen würde.
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China hat eine Finanzwaffe, die Trump sofort zum Schweigen bringt
(focus.de) US-Präsident Donald Trump geht mit China auf Konfrontationskurs. Seit seiner Wahl im November spitzt sich die Lager zu. Doch die Chinesen haben ein Ass im Ärmel, das den ganzen Welthandel durcheinander bringen könnte - und damit auch Deutschland schadet.
Die Situation zwischen den USA und China spitzt sich weiter zu und ein Handelskonflikt rückt näher. Seit Jahren folgten die USA der Ein-China-Politik: Taiwan und China gelten als eine Nation und werden von Peking aus geführt - so wie es die KP-Chefs in Chinas Hauptstadt gerne sähen. Donald Trump stellt das nun in Frage und kritisiert China. das Land werte seit 2014 seine Währung, den Yuan, kontinuierlich ab, schimpft der nächste US-Präsident. tatsächlich hat der Yuian seitdem gegenüber dem Dollar 13 Prozent verloren.
Das hat Konsequenzen für die US-Wirtschaft: Werden die chinesischen Produkte billiger, erschwert das den Verkauf amerikanischer Produkte. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, Einfuhrzölle gegen China verhängen zu wollen.
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Uns überzeugt diese Argumentation nicht. Eher glauben wir, da ist der "Wunsch der Vater des Gedanken". Trump's Kraftmeierei führt sicherlich zu diplomatischen Verwicklungen, aber kaum dazu, dass China sich seinen wichtigsten Markt kaputtmacht.  Nicht alle Politiker sind so unbesonnen wie der neue US-Präsident! China hat hausgemachte Probleme gigantischen Ausmaßes; das alleine sorgt schon für eine gewisse Abgeklärtheit im Umgang mit Donald Trump.


Indien
Augenblicklich macht Indien nur durch seine mißglückte Geldpolitik von sich reden. Da tut es gut, dass wir heute das Augenmerk unserer Leserinnen auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation richten können. 

The Myth of India as an Upcoming Asian Economic Powerhouse. Rising Poverty and Social Inequality
(globalresearch.ca) A common myth around the world is that, India is developing country at a very rapid pace and going to be a powerhouse in Asia soon. Some even argue we should learn from them and some argue independence should have never happened and we would have been a better off with India rather than independent. And even some pessimist especially Pakistani and Bangladeshi people regret the independence in 1947 and common chorus can be heard "look where India has reached today and where we are". Read more...


Fed 
Die US-Notenbank hat in dieser Woche agiert und die Zinsen erhöht. Während in den USA bereits erwartet und eingepreist, wird sie hierzulande als deutliche Warnung an Donald Trump interpretiert. An dieser Diskussion möchten wir uns heute (noch) nicht beteiligen, sondern unseren LeserInnen lieber den folgenden Beitrag vorstellen und als Lektüre empfehlen:

Fed Declares Depression And Recovery On The Same Day
(alhambrapartners.com) Last December, the Federal Reserve confirmed that it thought its monetary task was nearing completion but under conditions that’s its own data showed were nothing like recovery. In simple terms, they declared recovery and recession simultaneously on the exact same day. In orthodox economics, that isn’t actually impossible, though we have to define both terms. The factual basis for each element was first that the FOMC voted to raise the federal funds even though, second, one of the primary economic statistics in the mainstream catalog, industrial production, with a history predating even the 1920 Depression, turned negative for the first time this "cycle". Read more... 
 
So, das war's für heute...