Montag, 30. Januar 2017

Standpunkt 1061: Nachrichten-Ticker, 23. & 24.01.2017


Im vergangenen November sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate noch Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: Europa in der Krise - Trump, Trump und wieder Trump!

Quelle: cicero.de


Europa in der Krise
Während alle Augen auf das Trauerspiel in Washington gerichtet sind, geht anderswo das Leben wie gewohnt weiter. Das betrifft natürlich auch die europäische Krise. Flächendeckend treibt sie ihr Unwesen - stellenweise offensichtlich, meistens aber unsichtbar unter der Oberfläche. 

Normalerweise werden wir nicht müde, die Finger in die vielen - von einem falschen politischen Krisenmanagement verursachten - Wunden zu legen. Heute fehlt uns dazu die Kraft. Wir sind viel zu sehr enttäuscht über das Katzbuckeln und unterwürfige Geschleime der politischen Spitzenkräfte Europas gegenüber dem amerikanischen "Sonnenkönig" Donald Trump. Statt sich endlich auf die eigenen Stärken zu besinnen, zerlegen die politischen Eliten weiter unverdrossen die Europäische Union und machen damit Europa politisch und wirtschaftlich zu einer Randfigur. Sie überlassen ohne Not, Sinn und Verstand, D. T. die Deutungshoheit über das Geschehen in der Weltpolitik und -wirtschaft. Wir sind fest davon überzeugt, das wird sich bitter rächen. Nur ist es dann zu spät, um noch dagegenzuhalten. 

Bitter ist auch, dass von den moderaten politischen Kräften in Europa absolut keine Lehren aus dem Wahldebakel in den USA gezogen werden, an dessen Ende ein großspuriger, populistischer, bis über beide Ohren verschuldeter Kandidat zum Präsidenten gewählt worden ist.

In Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und sehr wahrscheinlich auch Italien, werden 2017 neue Parlamente gewählt. Überall stehen großspurige, populistische und nationalpatriotische Kandidaten bereit, um den etablierten Parteien erhebliche Stimmenverluste zu bescheren, oder gleich die Regierungsgeschäfte zu übernehmen. Ihre Chancen stehen so gut wie noch nie. Eine schreckliche Vorstellung. Die Spitzenkräfte der ehemaligen Volksparteien sind verbraucht oder ohne ernstzunehmendes Programm zur Bewältigung der Krise. Das fehlt auch den (rechts)populistischen Kandidaten, nur interessiert das deren Sympathisanten nicht die Bohne. Denen reichen griffige Slogans - damit kommt die Welt schon irgendwie in Ordnung. 

Aber es geht noch schlimmer. Gerade ist in Großbritannien zu beobachten, wie sich die Regierungschefin Theresa May das großsprechige Gehabe des neuen US-Präsidenten zu eigen macht, um ihre bisher schwache Position gegenüber der EU (London hat praktisch immer noch keinen Plan für den Brexit) wenigstens verbal ein bisschen aufzupäppeln. Statt dieses Theater sofort zu beenden, lassen sich Berlin und Brüssel auf dieses Spiel ein. Da ist es schon ein wenig tröstlich, dass ihr der UK Supreme Court jetzt kräftig auf die Finger gehauen hat. 

Die folgenden Beiträge geben aktuell einen kleinen Einblick in die europäischen Zustände:

Draghi warnt Europas Populisten
(sueddeutsche.de)
  • In einem Brief an italienische Europapolitiker stellt EZB-Präsident Draghi klar: Länder, die die Euro-Zone verlassen wollen, müssen vorher ihre Verbindlichkeiten zahlen.
  • Die Notiz ist eine Warnung an Politiker, die sich einen Austritt ihrer Länder aus dem Euro wünschen.  
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Die Angst geht um. Statt aber mit geeigneten Maßnahmen die Krise zu bekämpfen und damit den Populisten das Wasser abzugraben, bleibt weiterhin offensichtlich Erpressung in Europa das einzig probate Mittel eine Krise zu bekämpfen. Das ist ärmlich.

Mario Draghi uses TARGET2 to cower Italy into staying within the Eurozone
(bilbo.economicoutlook.net) The new US President has now scrapped the TPP and is turning his attention to NAFTA. These are developments that those on the Left should applaud. No so the conservative, neo-liberal government in Australia which is claiming it is pushing ahead with the TPP (sure, with Indonesia) and hinting that China might be part of a new TPP arrangement sans the US. That, in itself, is incredible given that the TPP was designed to counter the growing trade strength of China. But the ground is certainly shifting. Even the IMF is embracing China and added the Renminbi to the Special Drawing Rights basket last September (along with the USD, the euro, Yen and pound), which is recognition that the IMF doesn’t think the Chinese have been manipulating the currency – one of the paranoid claims of the new US President. But in Europe, people are getting anxious after the President of the ECB Mario Draghi decided to put pressure on Italy with threats they would owe the Eurosystem (through the Banca d’Italia) some 358.6 billion euros, which are that nation’s TARGET2 liabilities as at November 2016. The real currency manipulator, German who continues to game its Eurozone partners (via an undervalued euro) is also claiming it is owed cash as a result of its increasing TARGET2 assets. The threat from Draghi is hollow and Italy should just ignore it and get on with leaving the Eurozone and restoring its prosperity as an independent currency-issuing state. Read more...

Selbst am anderen Ende der Welt, im fernen Australien, beschäftigt sich der Ökonom Bill Mitchell mit dieser erpresserischen Drohung. Wie immer bei Mitchell sehr, sehr ausführlich!

Ein "New Deal" zur Rettung Europas
(project-syndicate.org) "Was es kostet, ist mir egal. Wir haben unser Land zurückerobert!" Dies ist die stolze Botschaft, die seit dem Brexit-Referendum des letzten Juni in ganz Großbritannien zu hören ist. Und auf dem gesamten Kontinent wird genau dies gefordert. Bis vor kurzem wurde jeder Vorschlag, Europa zu "retten", wohlwollend aufgenommen, wenn auch mit einer gewissen Skepsis darüber, ob er wirklich funktionieren kann. Heute ist man eher skeptisch, ob Europa es überhaupt wert ist, gerettet zu werden.
Hinter dem Rückzug der europäischen Idee stehen die gemeinsamen Kräfte einer Leugnung, eines Aufstands und einer Täuschung. Die Leugnung des EU-Establishments, dass die wirtschaftliche Architektur der Union nie dazu in der Lage war, die Bankenkrise von 2008 zu bewältigen, hat zu def lationären Kräften geführt, die die Glaubwürdigkeit des europäischen Projekts untergraben. Die vorhersehbare Reaktion auf die De lation war der Aufstand europafeindlicher Parteien auf dem gesamten Kontinent. Und am beunruhigendsten ist, dass das Establishment der Täuschung unterliegt,    die nationalistische Flut könne durch eine "Föderation-Light" besiegt werden.
Dies funktioniert nicht. Nach der Eurokrise zittern die Europäer bei dem Gedanken, der EU mehr Macht über ihr Leben und über ihre Gemeinschaften zu geben. Eine politische Union mit kleinem gemeinsamen Budget und einer halbherzigen Vergemeinschaftung von Gewinnen, Verlusten und Schulden wäre 1999 sinnvoll gewesen, als die gemeinsame Währung geboren wurde. Aber heute, unter dem Gewicht massiver Bankverluste und Altschulden aufgrund der fehlerhaften Architektur der Eurozone, reicht eine "Förderation-Light" (wie sie von Emmanuel Macron, einem der Favoriten bei der französischen Präsidentschaftswahl, vorgeschlagen wurde), nicht aus und kommt zu spät.z Sie würde zu einer dauerhaften Union der Sparmaßnahmen führen, die der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble seit Jahren anstrebt. Einen größeren Gefallen könnte man der heutigen "nationalistischen Internationalen" gar nicht tun.
Alles läuft darauf hinaus, dass sich die Progressiven eine einfache Frage stellen müssen: Warum stirbt die europäische Idee? Die Antworten darauf sind klar: unfreiwillige Arbeitslosigkeit und unfreiwillige Migration innerhalb der EU. Mehr...

Der Verfasser dieses Beitrags, der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis, lässt nicht locker mit seinem Ziel, Europa zu retten. Sicherlich eine sehr löbliche idee, nur was er vorschlägt, ist nicht durchsetzbar. Das sollte er wissen. Das ist es nicht, was uns stört. Vielmehr werfen wir Varoufakis vor, dass er als ausgewiesener Ökonom die Ursachen der von ihm geschilderten Entwicklung falsch benennt. 

Das fängt damit an, dass nicht, wie er behauptet, ganz Großbritannien stolz auf den Brexit ist: Schottland und Nord-Irland denken darüber nach, sich zu separieren.

Er hat recht, dass "die wirtschaftliche Architektur der Union" fehlerhaft ist. Unrecht hat er aber mit der Feststellung, sie sei Schuld an der unbewältigten Bankenkrise. Das ist Nonsens. Diese Architektur spielt bei der Bankenkrise überhaupt keine Rolle. Politischer Wille alleine, eine grundlegende Finanzreform durchzusetzen, hätte genügt, um die Krise der Banken zu lösen. Übrigens ein Versprechen, das die politische Führungsriege der G20-Staaten 2009 abgeben hatte. Die Reform wäre ohne einen Cent an Steuergeldern ausgekommen und ohne dafür die Sparer bluten zu lassen. 

Ebenfalls kritikwürdig ist seine Antwort auf die Frage: "Warum stribt die europäische Idee?". Sein Ansatz greift entschieden zu kurz. Es sind, neben der unbewältigten Finanzkrise, die nutzlosen Spardiktate in den PIGS-Staaten, die offensichtlichen demokratischen Defizite (Lug und Trug als vorrangiges politisches Handwerkszeug) und die bisher krachend gescheiterte Flüchtlingspolitik in der EU. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, jedoch sind die wichtigsten Gründe genannt. 

Die Flüchtlingsströme treffen auf eine Verelendung weiter Teile Europas, während die Vermögen der reichen und mächtigen Eliten weiter kräftig zunehmen. Für diese Entwicklung gibt es aus unserer Sicht nur eine logische Erklärung: Es ist genau so gewollt! Und deshalb scheitert nicht nur Varoufakis mit jeder Idee, die dem heutigen Europa eine allseits aktzeptierte Zukunft gibt. Selbst wenn sie gut und - besonders wichtig - durchführbar ist. 

Wie immer finden Kontrollfreaks den englischen Originalbeitrag hier.

Europarecht, Prärogative und Devolution: Der UK Supreme Court entscheidet über den Brexit
(verfassungsblog.de) Dieses Ergebnis war zu erwarten: Die britische Regierung, so der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs heute, darf den Austritt aus der EU nur erklären, wenn das Parlament sie zuvor in einem Gesetz dazu ermächtigt hat. Auch das Stimmenverhältnis von 8:3 kann nicht gänzlich überraschen. Zwar konnte man spekulieren, ob nicht angesichts der regelrecht hetzerischen Kampagnen, die manche Medien nach der erstinstanzlichen Entscheidung des High Court gefahren waren, die Richter des Supreme Courts ein Zeichen der judikativen Geschlossenheit zeigen würden, aber schließlich hatte es sich doch abgezeichnet, dass es Abweichler geben würde. Dass nun drei abweichende Meinungen geschrieben wurden, ist jedenfalls insofern zu begrüßen, als es zeigt, dass sich der Supreme Court bewusst gewesen sein muss, wie problematisch und kontrovers dieser Fall ist und dass eine Entscheidung deshalb nicht so einfach und eindeutig zu fällen sein kann, wie es der High Court suggeriert hatte. Mehr...

Wir haben es schon früher angedeutet, über den Brexit ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Selbst wenn Theresa May in diesen Tagen dafür kräftig die Propagandatrommel rührt. Deshalb ist es nach wie vor wichtig, sich über die Entwicklung so ausführlich wie möglich zu informieren.


Trump, Trump und wieder Trump!
Unsere Meinungsfindung zu D. T. ist zu einem vorläufigen Ergebnis gekommen: Wir halten ihn für einen ausgebufften Scharlatan! Diese Qualifikation schließt nicht aus, dass er vielleicht doch in Teilen seiner Politik erfolgreich sein wird. Ganz im Gegenteil, die Welt liebt heute scheinbar die Blender und Aufschneider

Die möglichen Teilerfolge sind aber erst einmal nur eine Vermutung. Womit D. T. Erfolg haben könnte, erschließt sich uns nämlich bisher noch nicht. Natürlich gibt es dazu bereits Meinungen, die wir gerne heute und in nächster Zeit an dieser Stelle vorstellen und kommentieren werden. Für heute haben wir reichlich Nachdenkfutter zusammengetragen.

Quelle: truthdig.com


Der Trumpf des kleinen Mannes?
(makroskop.eu) Der neu gewählte amerikanische Präsident hat mit seiner ersten Rede die Welt geschockt. Doch geschockt ist vor allem das neoliberale Establishment, weil es fürchtet, die heile neoliberale Welt werde in Frage gestellt. Mehr...

Offensichtlich glaubt der Autor des Beitrags, Heiner Flassbeck, allen Ernstes daran, Trump sei ein Außenseiter und gehöre nicht zum Wall Street-nahen Establishment. So naiv kann der doch nicht wirklich sein? Wir bleiben ratlos zurück.

Trumps faschistoide Hetzrede: Auf dem Weg zum Dritten Weltkrieg
(wsws.org) Anlässlich seiner Amtseinführung am Freitag hielt der neue US-Präsident Donald Trump eine Rede, die in der amerikanischen Geschichte ohne Beispiel ist. Es war weniger eine Antrittsrede im herkömmlichen Sinn, sondern eine jähzornige, nationalistische Tirade mit eindeutig faschistischen Anklängen. Trump erklärte, sein Programm sei "Amerika zuerst", und drohte dem Rest der Welt mit schwerwiegenden Konsequenzen, wenn sie sich nicht seinen wirtschaftlichen und politischen Forderungen unterwirft.
Normalerweise schildert ein amerikanischer Präsident zu Beginn seiner Amtszeit in seiner Antrittsrede die allgemeinen Ideale seiner Regierung. Er versucht dabei, diesen Wertvorstellungen und Gedanken eine gewisse universelle Bedeutung zu verleihen, auch wenn dies zuweilen recht hohl, plump oder scheinheilig klingen mag.
In einigen Fällen ging die Antrittsrede in die Geschichte ein und geriet zu einer politischen Grundsatzerklärung; das bekannteste Beispiel dafür ist die Antrittsrede von Abraham Lincoln. In der jüngeren Vergangenheit erklärte Franklin D. Roosevelt der amerikanischen Bevölkerung inmitten der Großen Depression: "Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst."
Trumps Botschaft war das genaue Gegenteil: "Wir fürchten die Welt, aber wir werden der ganzen Welt das Fürchten lehren."
Der Tenor von Trumps Äußerungen hat die Vorstellung, er würde nach seiner Amtsübernahme "präsidialer" werden, schnell zerstreut. Er höhnte und wütete. Sein Tonfall war ein einziger zorniger Schrei. Die Rede erschütterte die Welt und machte ihr deutlich, dass der neue Präsident der USA an unkontrollierbarem Größenwahn leidet.
Mehr...

Eine harte, kompromisslose Auseinandersetzung mit Trump's Antrittsrede. Lesenswert.

Willkommen im Sumpf
(wiwo.de) Nirgendwo auf der Erde ist das Geflecht aus Geld, Macht und Medien so eng wie in Washington. Solange sich alle Beteiligten an die Spielregeln hielten, ging das einigermaßen gut. Mit Donald Trump wird sich alles ändern. Und nicht zum Guten. Es droht ein Kollaps. Mehr...

Das Trumpelstilzchen
(cicero.de) Nicht alle Ansätze von Donald Trump sind falsch. Doch sie werden überschattet von seinem Wesen, das offenbar nie der Pubertät entkommen ist. Ein cholerischer Charakter wie er hat im Machtpoker mit Wladimir Putin keine Chance. Mehr...

Was für ein blöder Vergleich. Bei dem es nur wieder darum geht, Putin zu denunzieren. Und das im "Magazin für politische Kultur"

Amerika über alles
(ipg-journal.de) Donald Trumps "America first" darf nicht als Isolationismus verstanden werden. Es ist viel schlimmer. Mehr...

Donald Trump meant everything he said
(ft.com) The New Economy involves phasing out all aspects of the old, including personnel. Read more...

American Carnage 
(jacobinmag.com) Trump’s inauguration speech exemplified everything seductive and dangerous about the far right’s rhetoric. Read more...

Verfasser dieses Beitrags ist der "political terrorist" Richard Seymour. Lesen!

Trumps Handelskriege beginnen
(diepresse.com) Der neue Präsident kündigt Strafsteuern für US-Firmen an, die Arbeitsplätze auslagern, beendet die Arbeit am transpazifischen Handelsabkommen und wirft dem Rest der Welt "unfairen" Handel vor. Mehr...

Donald Trumps Außenpolitik: Darauf war China nicht vorbereitet
(zeit.de) Die chinesische Führung hat Donald Trumps Drohungen lange Zeit nicht ernst genommen. Doch nun dämmert es ihr: Der US-Präsident hat es voll und ganz auf China abgesehen. Mehr...

Wenig glaubhaft, diese Einschätzung. Die chinesische Führung ist weder naiv noch lebt sie hinter dem Mond. Seit der Wahl Trump's am 9. November kommen aus seiner Ecke dauernd grimmige Töne und Affronts gegen Peking. Reichlich Zeit, um sich an die neuen Verhältnisse zu gewöhnen und eine Strategie zu entwerfen. 

Goodbye military intervention, hello economic warfare
(ft.com) Donald Trump won the US election on a promise to ‘make America great again’. Now he is in the Oval Office, he will actually have to make good on those promises. He will need to create new jobs and improve living standards for America’s ‘left-behind’ who turned out en masse to vote him in. Trump appears to believe that the quickest way to achieve this is by revamping and restructuring the US’s global economic relationships, particularly with China.
Inevitably, such an upheaval will cause geopolitical tensions and Britain must be careful not to get sucked into a vortex of trade warfare. However, if we play our cards right, the process could provide a fantastic global opportunity for the UK.
The next four years are going to be about the economy. We know that the US can mount a military operation anywhere in the world but whether it can compete economically across the globe is much less certain. Trump clearly intends to change that and will use an arsenal of trade sanctions, economic tariffs and market access to do so.
All the evidence indicates that he intends to focus on China – the country he blames for taking American jobs and undermining the US economy. That the new head of the White House National Trade Council is the author of a book entitled ‘Death by China’ tells us a great deal. Then there is Trump’s fighting talk, threatening to block China from the islands it has built in the contested South China Sea. Also note the engagement with Taiwan’s leader in the immediate aftermath of Trump’s victory, raising questions over his recognition of the ‘one China’ policy. In his first press conference as president-elect, Trump also effectively accused China of that most heinous crime of the modern day – hacking.
The pattern is clear. Trump has consistently vowed to get tough on China. His big plan for raising US living standards quickly is to weaken China and to force its economy to work more in line with American interests. Read more...

Eine bemerkenswerte Einschätzung aus britischer Sicht. Klar deshalb, dass Großbritannien gut dabei wegkommt. Das muss man einfach ausblenden.

Protectionism Was Costly in the Past, And The Future Won't Be Any Different
(reason.com) Spending $500,000 per year to save a $50,000 per year factory job might make sense politically, but only if the true cost of saving those jobs is hidden. Read more...

Why Canada is the country to watch on Trump's trade policy
(pro.creditwritedowns.com) If you want to know where US President Donald Trump is headed on trade, don’t look at China or Mexico. Don’t even look at the UK. Canada is the country you want to watch for a number of reasons. Read more...

Amerikaner, kauft nicht bei Walmart!
(manager-magazin.de) "Buy American" - das hat Donald Trump den US-Bürgern in seiner Antrittsrede ans Herz gelegt. Wenn Sie dem Rat folgen, hat Walmart ein Problem. Mehr...

Schon Ende der 1980er Jahre war es in den USA ein offenes Geheimnis, dass 80% der Ware in den Regalen des größten US-Einzelhändlers aus Mexiko und China stammen. Schon damals gab es eine Kampagne "buy USA", bei der auch Walmart "begeistert" mitgemacht hat. Präsident war der Republikaner Ronald Reagan. Die Sache ist relativ schnell im Sande verlaufen.
Was von Trump zu erwarten ist
(fuw.ch) Das Wirtschaftsprogramm des neuen amerikanischen Präsidenten  ist  bislang höchst wolkig. Es lässt sich jedoch erahnen, dass manche seiner Ansätze unerwünschte Nebenwirkungen hätten. Ein Kommentar von Charles Wyplosz. Mehr...

Die Kernaussage von Charles Wyplosz: "Vieles von dem, was Donald Trump versprochen hat, ist nicht durchführbar". Das sehen wir genauso. Nur bis Trump das merkt (wenn überhaupt!), ist der Schaden schon angerichtet.

A Globalism of the 1%
(tomdispatch.com) In a sense, the damage is already done and who can doubt that what follows will be a demolition derby -- with an exception almost too obvious to mention.  In the pre-inaugural period, one simple fact of the Trumpian accession stood out boldly: just about every one of his appointees to a non-national-security post was prepared to rip his or her agency (or its mission) to shreds.  Former Texas Governor Rick Perry essentially had to apologize for once claiming that he’d like to abolish the Energy Department, which he is now to head.  Former Oklahoma Attorney General Scott Pruitt, historically in the pay of big energy, is to take over the Environmental Protection Agency, which he sued 14 times in his home state and challenged fiercely about its desire to protect the environment. Betsy DeVos, prospective head of the Department of Education, would like to tear up those “failing government schools” and turn “public” education into a voucher-driven phenomenon. Tom Price, the soon-to-be head of Health and Human Services, not only wants to rip out Obamacare at the roots, but essentially cripple Medicaid and Medicare, too. And though we have no details yet on labor secretary nominee Andrew Puzder’s plans, given his record and his views (he’d like to replace workers with machines that don’t take vacations), it’s easy enough to guess that he will prove another dismantler.
And so it’s likely to go in Donald Trump’s version of America. The first news from his administration’s budget front, for instance, indicates that an axe will soon be taken to the departments of commerce, energy, justice, transportation, and state. In addition, the Hill reports, "The Corporation for Public Broadcasting would be privatized, while the National Endowment for the Arts and National Endowment for the Humanities would be eliminated entirely."
As I mentioned, however, there is a major exception to all of this that fits well with essential Republicanism in these years -- a “small government” philosophy until you reach the oppressive powers of the state and then “big” doesn’t even cover it. So the major exceptions to all this will be the U.S. military and the Department of Homeland Security (that wall!). At the inaugural concert, Donald Trump once again emphasized that money will indeed flow in ever-increasing amounts into reversing the supposed “very sad depletion of our military.” (“We’re going to build up our great military. We’re going to build it up. We’re going to strengthen our borders.”) In other words: for the civilian side of the government, no, but for the Defense Department, it’s thumb’s up all the way.
If you thought Washington had a military-first policy in these last years, just wait.  In essence, there may not be much left but the military to make policy with.  Keep that in mind as TomDispatch regular John Feffer, author of the unforgettable new dystopian novel Splinterlands, the latest Dispatch Book, explores how Donald Trump plans to blow up the present world order, backed by that “great military” and that “big, fat, beautiful wall,” and give birth to a new internationalism led by a global confederacy of oligarchs.  It’s a daunting vision on an increasingly daunting planet. Read more...

Eine absolute Pflichtlektüre!

The markets have second thoughts on Donald Trump
(economist.com) Investors hoped for “Trump lite” but they are getting the dark version as well. Read more...

Die Trump-Euphorie der deutschen Wirtschaft ist brandgefährlich
(sueddeutsche.de) Schon jetzt stellt sich bei manchem Manager ein Reflex ein: Optimismus gepaart mit Unterwürfigkeit. Was es stattdessen bräuchte: Rückgrat. Mehr...

Bill McKibben's New Battle Plan for the Planet's Climate Crisis
(rollingstone.com) Calling the Trump energy and environment squad "climate deniers" is like pointing out that your local crew of meth heads has bad teeth. It's true, and it also confuses symptom with disease. Read more...

EPA (Quelle: truthdig.com)

Geringste Zustimmung seit Eisenhower: Trump setzt neue Maßstäbe
(n-tv.de) Donald Trump ist laut einer Umfrage der erste Präsident, der kurz nach Amtsantritt weniger als 50 Prozent Zustimmung für seinen Job bekommt. Unterm Strich haben die ersten Tage offenbar kaum einen Amerikaner kalt gelassen. Mehr...

Für Trump kein Grund an sich zu zweifeln. Sein Umgang mit solchen Tatsachen bringt die folgende Karikatur auf den Punkt: 



So, das war's für heute!