Donnerstag, 30. März 2017

Standpunkt 1086: Nachrichten-Ticker, 18. & 19.03.2017


Im vergangenen November sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate noch Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: Europa - Hungersnot - Wahl in den Niederlanden - Putsch in der Türkei - Donald Trump on the way?

"PBS cuts"

Europa
Noch immer wird der 60. Geburtstag der EU gefeiert. Grund genug, dass sich Experten zu Wort melden und ihre Ansichten über die Zukunftsfähigkeit von EU, Eurozone und Europa zum Besten geben. An dieser Stelle versuchen wir, die interessantesten Beiträge vorzustellen. 

Die Zukunft Europas: Fünf Szenarien und doch orientierungslos
(wirtschaftlichefreiheit.de) Die Tatsache, dass die Europäische Kommission ein Weißbuch zur Zukunft Europas – konkret der EU27 – vorgelegt hat, ist zuerst einmal höchst positiv einzuschätzen. Dies gilt auch für die im Vorwort von Jean-Claude Juncker genannten Zielsetzungen, dass "ein vereintes Europa der 27 sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und eine eigene Vorstellung seiner Zukunft entwickeln und umsetzen muss" und erst recht, dass die Inhalte des Weißbuchs eine ehrliche und umfassende Debatte über die Zukunft Europas anstoßen und strukturieren sollen. Wann wäre dies alles nötiger gewesen als jetzt? Doch das Weißbuch setzt nicht am eigentlichen Kern der aktuellen Probleme an und ist daher auch nicht geeignet nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Mehr...

Der Beitrag liest sich wie eine tiefgreifende Kritik am Weißbuch der EU-Kommission. Tatsächlich fehlt es stellenweise erheblich an Substanz. Kein Wort zu den Auswirkungen der Finanzkrise mit ihren erpresserischen Spardiktaten, alle verantwortlich für den mittlerweile desolaten Zustand der EU und Europas. Jedes der fünf Szenarien wäre davon betroffen

Quelle: voxeurop.eu


Hungersnot
Der folgende Beitrag spricht für sich selbst, er handelt von einer humanitären Katastrophe. Während Europa ausgiebig Nabelschau betreibt und in Washington ein wenig begabter Donald Trump sich als Präsident versucht sind Millionen Menschen in Afrika vom Hungertod bedroht. Außerhalb der jährlichen Spendensaison juckt das niemand und für die Qualitätsmedien sind die Probleme natürlich hausgemacht und regional begrenzt. Kein Wort zu den Ursachen und den Verantwortlichen am Tod so vieler Menschen. Es lohnt sich darüber nachzudenken, da diese Entwicklung eine Verschärfung der Flüchtlingskrise in Europa zur Folge haben kann. Wer die Fluchtursachen mit verantwortet, der muss auch die Konsequenzen tragen. Davor wollen sich Europas Politiker drücken. Dazu ist Ihnen jedes Mittel recht. Und nehmen tagtäglich bedenkenlos den Tod von unzähligen Menschen in Kauf. Eine sehr verstörende Haltung bei all denen die vorgeben, mit ihrer Partei christliche Werte zu verkörpern. 

The Global Famine Begins: UN Announces That The Worst Food Crisis Since World War II Is Happening Right Now
(theeconomiccollapseblog.com) We always knew that this would start happening.  Earlier this month, I wrote about the severe economic problems that are plaguing South America, but up to this point I have neglected to discuss the horrific famines that are breaking out all over Africa. Right now there is a desperate need for food in South Sudan, Somalia, northeast Nigeria, Eritrea and Kenya. And Yemen, even though it is not technically part of Africa, is being affected by many of the same factors that are crippling nations all over eastern Africa. The United Nations says that more than 20 million people could die from starvation and disease if nothing is done. When I write about economic collapse, this is the kind of thing that I am talking about, and we are starting to see alarming conditions spread across the globe. Many believe that we could never possibly face this kind of food crisis in the western world, but unfortunately wishful thinking will only get you so far. Read more...

Eine "Festung Europa" ist definitiv keine Lösung! Sie befriedigt nur das BILDungsbürgertum. Probleme löst sie nicht.


Wahl in den Niederlanden
Der rechte Populist Geert Wilders hat es nicht geschafft. Jedenfalls nicht in die Regierung. Das ist die einzige halbwegs brauchbare Nachricht aus Holland. Es muss sich aber erst noch zeigen, wie teuer dieser Erfolg bezahlt werden muss. Wie weit nach Rechts ist der amtierende Regierungschef Mark Rutte gerückt, um Wilders noch entscheidende Stimmen abzujagen? Einen ersten Eindruck der zukünftigen niederländischen Politik wird die neue Koalition vermitteln, die Rutte schmieden muss, nachdem die Sozialdemokraten völlig eingebrochen sind. Es bleibt spannend. 




Holländischer Käse
(ipg-journal.de) Die Erleichterung über die gefühlte Wahlniederlage von Wilders überdeckt eine handfeste Katastrophe. Mehr...

Niederlande: Rechtsruck der etablierten Parteien
(wsws.org) Führende europäische Politiker haben den Wahlausgang in den Niederlanden als Ende der Erfolgsserie rechter, nationalistischer Bewegungen begrüßt, die mit dem Brexit-Votum in Großbritannien begann und sich mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten fortsetzte.
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bezeichnete das Ergebnis als "Inspiration", Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte es "sehr proeuropäisch", und der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron erklärte, der befürchtete Durchmarsch der Rechten könne gestoppt werden.
Andere betonten, wie wichtig es sei, Rechtspopulisten hart anzugehen. "Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, Demagogen wie Wilders müssen wir direkt konfrontieren", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Thomas Oppermann. Und CSU-Chef Horst Seehofer erklärte, es lohne sich, wenn "ein Regierungschef gegen Hetze und Rechtsradikalismus" eintrete.
Tatsächlich wurde in den Niederlanden das Anwachsen von Nationalismus und Ausländerfeindlichkeit nicht gestoppt, es hat sich nur verlagert: Statt vorwiegend in rechtspopulistischen Parteien findet es nun innerhalb der etablierten Parteien statt – und zwar der rechten wie der nominell linken. Mehr...
 
Beide Beiträge liefern reichlich Nachdenkfutter! Sie nähren den Verdacht, dass für die Abwehr von Geert Wilders als neuer Regierungschef ein hoher Preis gezahlt werden muss.



Putsch in der Türkei
Der Bundesnachrichtendienst hat sich zu Wort gemeldet und stellt sich gegen die offizielle türkische Version, dass Erdogans Intimfeind Fethullah Gülen und seine Anhänger für den Putschversuch im vergangenen Sommer verantwortlich ist.

"Keine Anzeichen dafür" BND sieht Gülen nicht hinter Türkei-Putsch
(n-tv.de) Steht der Prediger Fetullah Gülen hinter dem Umsturzversuch im Sommer 2016 in der Türkei? BND-Chef Kahl verneint dies. Für ihn ist die Gülen-Bewegung keine islamisch-extremistische oder gar terroristische Bewegung. Mehr...

Wie zuverlässig solche Aussagen sind lässt sich kaum beurteilen. Gut möglich, dass es sich nur um ein politisches Manöver Deutschlands im Zusammenhang mit den jüngsten Streitereien handelt. Trotzdem möchten wir unsere Leser auf diesen Beitrag hinweisen. 


Donald Trump on the way?
Für seine "Geschäftsfreunde" in der Wall Street sicherlich. Seine "Parteifreunde" sind sich noch nicht einig. Trump reiht immer noch Fehler an Fehler, erfolgreich ist er nur als sein eigener Propagandaminister. Besserung ist nicht in Sicht. Schlimm ist diese Entwicklung für seine Wähler. Für die hat Trump allerhöchstens ein paar Brotkrumen übrig, während die Geldsäcke den reich gedeckten Tisch miteinander teilen. 

Trumps Bilanz im Weißen Haus: Er ist kein Erschaffer, sondern ein Zerstörer
(sueddeutsche.de) In seinen ersten beiden Monaten als Präsident hat Trump keine nennenswerten politischen Fortschritte erzielt. Dafür hat er Millionen Einwanderer in Angst versetzt. Mehr...

Trump’s "Hard Power" Budget
(jacobinmag.com) Donald Trump’s budget would make America even more authoritarian and militaristic than it already is.
Donald Trump’s initial budget proposal is out — a more detailed version will follow in May — and like the man himself, the plan combines Republican Party orthodoxy with crackpot political theater.
Most notably, the budget boosts military funding by 10 percent and Department of Homeland Security funding by 6.8 percent while slashing, with breathtaking aggression, federal spending on housing, environmental protection, public broadcasting, and scientific research. It would eliminate all appropriations for: the Legal Services Corporation, the Corporation for Public Broadcasting, the National Endowment for the Humanities, and the National Endowment for the Arts.
That is pure Reagan-era GOP boilerplate. But other cuts bear the messy fingerprints of Trump’s chief political strategist, the nihilistic Steven Bannon. In the summer of 2016 Bannon described himself as a Leninist, saying, “Lenin wanted to destroy the state, and that’s my goal too. I want to bring everything crashing down, and destroy all of today’s establishment.” Then last month at CPAC, the annual conservative gathering, Bannon described “deconstruction of the administrative state” as one of his top priorities. If it were to pass as proposed, Trump’s budget would be a step in that direction.
In reality, Bannon, like Lenin before, pursues not merely destruction but a version of creative destruction; undermining the old order in the interest of building a new one. Perhaps that imagined new order was best summed up by the man who drafted the budget, Mick Mulvaney, the director of the White House Office of Management and Budget (OMB), when he told MSNBC: “This is a hard power budget, not a soft power budget.” That means an America that is even more authoritarian and militaristic than it already is.
More concretely, the “hard power” budget that seeks to “bring everything crashing down” means deep, across-the-board cuts to most government bureaucracies. When reading the numbers, one can’t help but imagine Bannon smirking as he tallies up all the scientists, bureaucrats, and lawyers who would be fired. Read more...


"GOP kills PBS"


Trump Administration Rolls Back Obama Protections On Student Loans
(zerohedge.com) Just days after reports emerged that student loan defaults are soaring, which is undoubtedly due to some combination of, among other things, poor job prospects for the millions of snowflakes who graduate each year with their $200,000 educations in anthropology and the moral hazard created by liberal politicians constantly calling for student debts to be 'forgiven' (a.k.a. forcefully jammed down the throats of taxpayers), the Trump administration has revoked rules put in place by Obama that barred student debt collectors from charging penalty fees on past-due loans.
Originating from the Department of Justice, the "Dear Colleague" letter (full letter included at end of post) says that Obama's unilateral rules implemented in 2015 could have "benefited from public input"...but what good is being King if you can't unilaterally force new laws on the masses? Read more...

Mike Krieger Asks "Is Trump About To Massively Expand America's Imperial Wars?"
(zerohedge.com) Equal and exact justice to all men, of whatever state or persuasion, religious or political; peace, commerce, and honest friendship with all nations, entangling alliances with none. – Thomas Jefferson’s Inaugural Address, March 4, 1801
Many people voted for Donald Trump based on his pledge of “America First.” The idea behind this partly relates to the very legitimate concern that the U.S. Empire and its military-industrial-contractor benefactors have been squandering an enormous amount of treasure and tax money on foreign adventurism, funds which could be of much greater use at home helping struggling Americans, fixing our broken economy and infrastructure. I’m starting to become increasingly concerned that rather than winding down America’s foreign adventures, Trump and his team are preparing to expand them. Read more...

Mike Krieger zitiert aus einem Beitrag von CONSORTIUM NEWS: "The Kagans Are Back; Wars to Follow". Im Vorspann heißt es: "The neocon royalty Kagans are counting on Democrats and liberals to be the foot soldiers in the new neocon campaign to push Republicans and President Trump into more “regime change” wars, reports Robert Parry." Mehr hier. Unbedingt lesen! Regierungsnaher Kriegstreiber  ist Robert Kagan

Die gestressten Staaten von Amerika
(zeit.de) Nicht schlafen, ständig Nachrichten checken, Angst vor Sie-wissen-schon-wem: Die USA sind psychisch labil. Zu einem Grad, den Therapeuten noch nie gesehen haben. Mehr... 

Senator Hints That Trump May Resign: "I Think He Is Going To Get Himself Out"
(zerohedge.com) It’s no secret that there is a concerted effort underway to do everything possible to remove President Donald Trump from office.
From Russian ties to business conflicts of interests, both Democrats and Republicans are actively working to find chinks in the President’s armor.
But for those with hope of change in their hearts, Democrat Senator Diane Feinstein says there is a possibility that Trump will eventually remove himself from office by filing his own resignation. Read more...


"Realsatire: König Trump und seine Fürsten" (Quelle: heise.de)

So, das war's für heute!


Dienstag, 28. März 2017

Standpunkt 1085: Nachrichten-Ticker, 15. - 17.03.2017


Im vergangenen November sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate noch Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: Erdogan: Rote Karte - 60 Jahre Europäische Union - EU-Bankenkrise - Quo vadis, Fed? - Trumpocalypse 



Erdogan: Rote Karte
Jeder EU-Bürger muss sich für die diplomatischen Verrenkungen schämen, mit denen die Union gegenüber dem türkischen Ministerpräsidenten zu Werke geht. Da machen selbst die Niederlande, Österreich oder Dänemark nicht wirklich eine Ausnahme. Jedoch ziehen sie sich um einiges besser aus der Affäre als Deutschland. Was Merkel, Gabriel, Steinmeier und Konsorten abliefern ist unterirdisch, beschämend, scheinheilig. Kurz, ein Desaster! Die Vorstellung von Schwächlingen. Für dieses Verhalten gibt es keine Rechtfertigung. Nicht der mit 6 Milliarden Euro teuer erkaufte "Flüchtlingsdeal", nicht die türkische Mitgliedschaft in der NATO und keinesfalls die Farce der EU-Beitrittsverhandlungen.


Immer mit der Ruhe, Tayyip!
(heise.de/telepolis) Erdogan ist verzweifelt und provoziert um jeden Preis. Man sollte ihn auflaufen lassen. Mehr...

Ein Kommentar, der uns keineswegs überzeugt. Die Bestandsaufnahme ist ganz ordentlich, nicht aber das Fazit: "Bewahren wir Ruhe. Es wäre ein Fehler, sich von ihm provozieren zu lassen." Das darf aber nicht so weit gehen, nach den zahlreichen Ohrfeigen auf die eine Backe, hocherfreut gleich auch noch die andere hinzuhalten. 
Erdogans heuchlerisches Gerede
(woz.ch) Mit dem Streit um die Wahlkampfauftritte haben die Beziehungen zwischen der EU und Ankara einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Im Land selbst fallen die Reaktionen unterschiedlich aus. Mehr... 


Was Erdogan der EU vor Augen führt und die Wahl in den Niederlanden
(stefanleichnersblog) Hätte man so etwas für möglich gehalten? Die Europäische Union lässt sich von einem Staatschef, der seit Jahren erkennbar nichts anderes im Sinn hat als sein Land autokratisch zu regieren und dennoch die EU-Mitgliedschaft einfordert, nach allen Regeln der Kunst vorführen. 
Seit Tagen dürfen wir staunend und schockiert verfolgen, wie eben dieser Staatschef namens Recep Tayyip Erdogan mit einer Kaltschnäuzigkeit und einer Flut von wüsten Beleidigungen für sich und seine Regierung beansprucht, in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, denen er unter anderem Nazi-Methoden und Staatsterrorismus vorwirft, Wahlkampf für eine Verfassungsänderung in der Türkei machen zu dürfen, die aus der Türkei ein Sultanat machen wird. Nur damit das nicht ganz in Vergessenheit gerät: Die Türkei ist NATO-Mitglied und befindet sich nach wie vor in einem EU-Beitrittsverfahren; sie erhält, abgesehen von den Milliarden für den Flüchtlingsdeal, von der EU auch Milliardenhilfen, um die Voraussetzungen für die Aufnahme zu schaffen. Noch grotesker könnte es eigentlich kaum sein. 
Wen wundert es also, dass in einer Umfrage über 90 Prozent der befragten Deutschen türkische Wahlkampfauftritte in Deutschland ablehnen (1), während sich die Bundesregierung ebenso wie die EU windet, um nichts dagegen unternehmen zu müssen? Das wiederum ist irgendwie auch symptomatisch für die EU und die Krise derselben. 
Wenn diese Episode also irgendetwas ganz klar zeigt, dann dass niemand – außer mithin eben die EU-Bürger selbst – die Europäische Union ernst zu nehmen oder ihre Maßnahmen zu fürchten braucht, nicht einmal die rein verbalen. (2) Das erinnert an das Werfen mit Wattebäuschen oder antiautoritäre Erziehung. Sie ist nicht nur uneinig, sondern orientierungslos und von den Herausforderungen, denen sie sich stellen muss, überfordert. Das hat die Flüchtlingskrise gezeigt und nun hat es ihr der türkische Präsident in aller Deutlichkeit vor Augen geführt – ihr und dem gesamten Rest der Welt. Bravo! Mehr...

Ein hervorragender Beitrag, ohne Schwächen!


60 Jahre Europäische Union
Ein trauriger Geburtstag. Jedenfalls für alle, die sich als Europäer in einem "grenzenlosen" Europa fühlen. Unfähige Politiker, überwiegend demokratische Analphabeten und machtbessene Seelenverkäufer, zerstören schon seit Jahren das Fundament der EU. Egal welcher politischen Richtung sie angehören. Die einen treiben die Zerstörung zielstrebig voran, die anderen schauen einfach nur zu. Wahrhaftige Europäer gibt es unter den Politikern keine mehr. Trotzdem nutzen die politischen Führungskräfte in Europa die Gelegenheit, um mit inhaltsleeren Reden das Ereignis gebührend zu feiern und die unaufhaltsame Zerstörung der EU nach besten Kräften zu kaschieren. 

Quelle: toonpool.com

Javier Solana: EU first!
(ipg-journal.de) Die Europäische Union kann besser für Frieden und Wohlstand sorgen als die Nationalstaaten allein. Mehr...

"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube." (Johann Wolfgang von Goethe, "Faust") Der Spanier Javier Solana war lange Jahre "Außenminister" der EU.


EU-Bankenkrise
Kein Ende in Sicht und ein Kollaps unausweichlich. So lässt sich in einem Satz der Zustand des europäischen Finanzsystems beschreiben. Wir haben an dieser Stelle schon oft darauf hingewiesen. Und wieder sind es unfähige Politiker, denen die Finanzindustrie diktieren kann, was sie zu tun und zu lassen haben. "Geld regiert die Welt", diese uralte Volksweisheit bleibt auch im 21. Jahrhundert uneingeschränkt gültig. 

Die heimischen Führungsmedien ignorieren bewußt die Risiken. Alle anderen werden als Verschwörungstheoretiker denunziert. Die trösten sich mit Arthur Schopenhauer: "Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen." 

Deepening EU Banking Crisis Meets Euro-TARP and Taxpayers
(wolfstreet.com) If the ECB scales back stimulus, banks face even greater risk of collapse. But now there’s a new solution. Read more...
 
Exclusive: EU warns banks may face higher bad loan risk when ECB tightens
(reuters.com) European Union banks may face increasing risks from bad loans totaling 1 trillion euros ($1.1 trillion) when the European Central Bank cuts back its economic stimulus program, internal EU documents seen by Reuters said. Read more...

Quelle. toonpool.com


Quo vadis, Fed?
Die Geldpolitik des Fed hat während der Finanzkrise nur eine Aufgabe: Gut getarnt hinter positiven Wachstumsprognosen und künstlich erzeugten Arbeitsmarktdaten das Finanzsystem so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Im Gegenzug erhöhen sich die Schulden der Amerikaner bei der US-Notenbank dramatisch. Tendenz weiter steigend. Mit fatalen Folgen. In der Eurozone ist bisher gesetzlich geregelt, dass für die Schulden der Zentralbanken nicht die Bürger aufkommen müssen. Die USA kennen eine solche Regelung nicht. Autsch!

Quelle: jugglingdynamite.com

Atlanta Fed vs NY Fed: Whose GDP Forecast Is Right? 
(zerohedge.com) There is a 2/3 chance that both competing Federal Reserve 2017 Q1 GDP nowcasts are wrong! That’s an audacious prediction for the storied NY and Atlanta institutions (one of them led by my former big boss Timothy Geithner), and yet there is no way around the current confusion they are in. 
This is also critically important as one is showing a robust 3.2% growth reading, while the other is at 0.9% (the 2nd lowest reading in nearly 3-years) and essentially indicates that we are descending towards recession. 
[NOTE - NOWCAST just downgraded their forecast dramatically from 3.19% to 2.83%]



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12 Reasons Why The Federal Reserve May Have Just Made The Biggest Economic Mistake Since The Last Financial Crisis
(theeconomiccollapseblog.com)  Has the Federal Reserve gone completely insane? On Wednesday, the Fed raised interest rates for the second time in three months, and it signaled that more rate hikes are coming in the months ahead. When the Federal Reserve lowers interest rates, it becomes less expensive to borrow money and that tends to stimulate more economic activity. But when the Federal Reserve raises rates , that makes it more expensive to borrow money and that tends to slow down economic activity. So why in the world is the Fed raising rates when the U.S. economy is already showing signs of slowing down dramatically? The following are 12 reasons why the Federal Reserve may have just made the biggest economic mistake since the last financial crisis… Read more...

Wir sind fest davon überzeugt, der Fed folgt einem Plan. Ausgedacht von einer Hand voll Privatbank(st)er und in einer "Nacht und Nebel"-Aktion 1913 durch die Gründung der US-Notenbank begonnen. Für den damaligen US-Präsident Woodrow Wilson, Unterstützer des Plans, war es später ein Fehler, den er bitter bereut hat: "I am a most unhappy man. I have unwittingly ruined my country. A great industrial nation is controlled by its system of credit. Our system of credit is concentrated. The growth of the nation, therefore, and all our activities are in the hands of a few men. We have come to be one of the worst ruled, one of the most completely controlled and dominated governments in the civilized world. No longer a government by free opinion, no longer a government by conviction and the vote of the majority, but a government by the opinion and duress of a small group of dominant men." 

Wilson hätte nur die Warnung eines seiner Vorgänger, dem weitsichtigen Thomas Jefferson, aus 1802 beherzigen müssen: "Wenn das amerikanische Volk es den Privatbanken je erlaubt, die Ausgabe ihres Geldes zu kontrollieren, zuerst durch Inflation, dann durch Deflation, dann werden die Banken und Konzerne, die um diese Banken heranwachsen, den Menschen ihren ganzen Besitz wegnehmen, bis ihre Kinder obdachlos aufwachen, auf dem Kontinent den ihre Vorväter erobert haben." (hier)

Americans Will Be The Loser In The Fed's Dangerous Game Of "Chicken" 
(zerohedge.com) The Federal Reserve just raised rates once again, by 0.25%. The move implies that the central bank has confidence in the economy, and markets are riding that confidence to push upward. But analysis of the fundamentals reveals that both markets and the Fed are missing something. How long can they keep egging each other on without facing facts? Read more...

Quelle: commonsenseevaluation.com


Trumpocalypse
Für die Wähler, die Donald Trump zum US-Präsidenten gemacht haben, nimmt die Sache womöglich kein gutes Ende. Viel Show, sehr wenig Substanz, so lässt sich der Verlauf seiner bisherigen Amtszeit beschreiben. Und obwohl erst wenige Wochen vergangen sind, bleiben die Aussichten trübe. Von Tag zu Tag zeichnet sich immer mehr ab, dass D.T. nur das "Wohl und Wehe" der Eliten im Auge hat, keinesfalls die Not von Millionen Amerikanern, von denen ein Großteil ihm im vergangenen November die Stimme gegeben hat. 


Offensichtlich hat Trump kein Problem damit, diese Menschen zum Narren zu halten. Bisher gelingt es ihm vortrefflich, durch eine breit angelegte Propaganda, seine extrem einseitige Politik hinter einem undurchdringlichen Dickicht aus Lügen und Halbwahrheiten zu verstecken. Wie lange kann er das durchhalten? 


The Four Horsemen
(lewrockwell.com) It’s a horse race. Will Donald Trump’s first new war be with Russia, Iran, China, or North Korea? Here are some things to consider as you try to handicap this deadly contest: (...) Read more...

Donald Trump: Was, wenn er zuschlägt?
(zeit.de) Donald Trump will wieder "Kriege gewinnen". Wo er es versuchen könnte – und was er damit auslösen würde. Mehr...

US-Elite bläst zum Angriff auf die Errungenschaften der 1960er Jahre
(wsws.org) Der Angriff der Trump-Regierung auf Obamacare ist der Auftakt zu einer umfassenden sozialen Reaktion. Das Gesetz, das zurzeit im Repräsentantenhaus diskutiert wird, beraubt vierundzwanzig Millionen Menschen ihrer Gesundheitsversorgung.
Das neue Gesetz, das der Republikaner Paul Ryan im Auftrag der Regierung entworfen hat, bedeutet im Wesentlichen die Abschaffung von Medicaid, einer großen Errungenschaft, die unter die Sozialreformen der 1960er Jahre zählt. Durch dieses Programm wurde die medizinische Versorgung von Dutzenden Millionen Armen, Blinden oder anderweitig behinderten Menschen, sowie die Unterbringung in Pflegeheimen für arme Senioren finanziert. Ryan hat angedeutet, dass seine Abschaffung die Grundlagen für ein noch umfassenderes Gesetz schaffen soll, durch das auch Medicare eingeschränkt und letztlich zerstört wird. Medicare ermöglicht seit mehr als fünfzig Jahren die medizinische Versorgung der meisten Senioren.
Die 1960er waren die letzte Phase bedeutender Sozialreformen in der Geschichte Amerikas. Heute stehen ihre großen sozialen Errungenschaften kurz vor der Abschaffung. Diese Situation ist der Höhepunkt eines langwierigen historischen Prozesses, der schon begann, als der Nachkriegsboom gerade zu Ende war. Die amerikanische herrschende Elite beschloss damals, von der Politik relativer Klassenkompromisse zum rücksichtslosen Klassenkampf von oben überzugehen. Bereits die demokratische Regierung von Jimmy Carter (1977–1981) unternahm die ersten Schritte in diesem Prozess, indem sie die Sozialausgaben kürzte und mithilfe des Taft-Hartley-Gesetzes gegen streikende Kohlebergarbeiter vorging. Mehr... 

Ein lesenswerter Beitrag und nach wie vor aktuell. Trotzdem zwischenzeitlich Trumpcare erst einmal zurückgenommen worden ist. An den grundsätzlichen Plänen der Trump-Mannschaft wird sich nichts ändern. 

"Trumpcare Balance"


The Real Parallel Between Hitler and Trump 
(jacobinmag.com) Trump rose to financial and political power thanks to the systemic rot of the country’s political economy. Read more...

Stark!

Mike Krieger: "Forget Russia, Donald Trump Works For Wall Street"
(zerohedge.com) The evidence is overwhelming and indisputable at this point. Donald Trump is a phony, who has given his administration over to Wall Street crooks even more enthusiastically than his predecessors, and his predecessors were very enthusiastic.
I’ve written about this many times, and I warned throughout the campaign that my biggest fear was Trump is far too cozy with the finance industry, fake populist statements aside. His latest hire for the number two position at the Treasury Department once again proves the point. Read more...

Mehr über Michael "Mike" Krieger hier.

Trump’s One Trillion Dollar Infrastructure Boondoggle. Handing Over Public Assets to Private Corporations
(globalresearch.ca) "We are going to fix our inner cities and rebuild our highways, bridges, tunnels, airports, schools, hospitals…. And we will put millions of our people to work as we rebuild it." — President Donald Trump
Donald Trump’s $1 trillion infrastructure plan is not an infrastructure plan and it won’t put $1 trillion of fiscal stimulus into the economy. Read more...


The Debt Ceiling Deadline Has Passed, And Now The Biggest Test Of Donald Trump’s Presidency Begins...
(theeconomiccollapseblog.com) On Wednesday, the temporary suspension of the debt ceiling ended, and so now the federal government is not going to be able to go into any more debt until the debt ceiling is raised.  For the moment, the Trump administration can implement “emergency measures” to stay under the debt limit, but it won’t be too long before we get to a major crisis point because the federal government is quickly running out of cash.  Already, the U.S. Treasury has less cash on hand than Apple or Google, and that cash balance is going to keep on dropping until the debt ceiling is finally lifted. Read more...

Illegale Immigranten: Wehe, wenn sie gehen
(zeit.de) Ohne die Millionen illegaler Arbeitsimmigranten bekämen viele Wirtschaftszweige in den USA massive Probleme. Mehr...

Immigration and Jobs
(notesonliberty.com) A couple of thoughts about immigration. It seems that there is a widespread belief in the US that immigrants take jobs from Americans. It makes superficial sense if you also assume that the number of jobs to be filled is fixed and that just about anyone can do any kind of work. Both assumptions are mostly false. Here is an example that illustrates why. Read more...
  Trumps Haushaltspläne sind radikal, aber ideenlos
(welt.de) Der Präsident will mehr Geld für Verteidigung, Heimatschutz und Kriegsveteranen. Alle anderen Ministerien sollen drastisch kürzen – von Diplomatie und Bildung über Gesundheit und Umwelt bis Wohnen. 

Mehr...



So, das war's für heute! Fast...


"Merkel visits Trump"