Freitag, 3. März 2017

Standpunkt 1074: Nachrichten-Ticker, 20. & 21.02.2017


Im vergangenen November sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate noch Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: "War on cash": Bill Gates, der Menschenfreund!? - Banksters Paradies - Aufschwung in Europa? - Griechenland in der Klemme - Donald Trump, the "finetuned machine" President - Europa vs. Russland - Kinder in Not!


"Tage, nach denen die Mehrheit den Präsidenten ablehnt" (Quelle: nachdenkseiten.de)


"War on cash": Bill Gates, der Menschenfreund?!
Es gibt Neuigkeiten vom "Kriegsschauplatz" Indien im weltweiten "Krieg gegen das Bargeld". Der Journalist Norbert Häring hat Hintergründiges zusammengetragen, bei dem Bill Gates und US-amerikanische Sicherheitsinteressen eine tragende Rolle spielen. Sein Beitrag ist eine Pflichtlektüre und belegt unmißverständlich, wie nachdrücklich die weltweite Abschaffung von Bargeld betrieben wird. Das "oberste 1%" will die totale Kontrolle über die finanziellen Resourcen. Bargeld stört bei diesem Plan.

Wie Indien zum Versuchskaninchen von Bill Gates wurde – eine Verschwörung beschrieben von den Hautpakteuren
(norberthaering.de) Auf einer Tagung des US-Finanzministeriums zu "Finanziellen Inklusion" Ende 2015 hat Bill Gates verkündet, dass seine Stiftung bis Ende 2018 den Zahlungsverkehr in Indien, Pakistan und Nigeria komplett auf bargeldlos umgestellt haben will, und dass er daran gemeinsam mit der indischen Zentralbank bereits seit etwa 2012 arbeitet. Dabei geht es laut einer Executive Order des US-Präsidenten von 2012 um vitale Sicherheitsinteressen der USA.
Der CEO von Paypal definierte Finanzielle Inklusion als ein Buzzwort das bedeutet, die Leute in das System zu bringen. Im System können sie dann, wie Bill Gates es ausdrückte "beobachtet und bedient" werden, und zwar nicht nur von den privaten Unternehmen und den nationalen Regierungen, sondern auch von den US-Diensten, die tunlichst verhindern sollten, dass Finanzströme auf ein digitales System gehen, mit dem die USA nicht verbunden sind, weil es dann nämlich viel schwieriger würde, die Transaktionen zu verfolgen, die man kennen oder blockieren will.
Entsprechend diesem Gedankengang hat der US-Präsident bereits 2012 einen Globalen Entwicklungsrat eingesetzt, der ihn dabei beraten sollte, wie man per Entwicklungspolitik und Förderung der Finanziellen Inklusion die "vitalen Sicherheitsinteressen der USA" verteidigen und "die Macht der USA" mehren kann. Eine Vertreterin der Bill & Melinda Gates Stiftung war natürlich dabei. Das war auch das Jahr, in dem USAID, die Entwicklungshilfeorganisation der US-Regierung und die Gates Stiftung die Better Than Cash Alliance gründeten.

Zu dieser Zeit begann die Gates Stiftung nach den Worten von Bill Gates auch, eng mit der indischen Zentralbank zusammenzuarbeiten, mit dem Ziel, den indischen Zahlungsverkehr bis Ende 2018 komplett auf bargeldlos umzustellen. Der Chef des indischen Ablegers der Gates Stiftung ist im Vorstand der indischen Notenbank für Finanzaufsicht zuständig. Mehr... 

Am Ende des Beitrags gibt es einen Link zu der sehr viel umfangreicheren englischen Fassung, die wir unseren Lesern ebenfalls dringend empfehlen. 


Banksters Paradies
Zehn Jahre nach dem Beginn der Finanzkrise in den USA gleicht das weltweite Finanzsystem nach wie vor einem Casinobetrieb. Die unmittelbar im Anschluss an die Pleite von Lehman Brothers 2008 versprochenen Reformen sind ausgeblieben. Alle Versuche schlugen fehl, weil sie mit Hilfe zahlloser Lobbyisten entweder bis zur Wirkungslosigkeit verwässert (Dodd-Frank Act, Volcker Rule in den USA), oder gleich ganz aus dem Verkehr gezogen worden sind (Finanztransaktionssteuer in der EU).

Quelle: miamiherald.com

"Lug und Trug" sind als Geschäftsmodell salonfähig geblieben. Das Interesse der Leitmedien an dieser Entwicklung hält sich in Grenzen, die Öffentlichkeit bleibt uninformiert, die Politik korrumpiert auf der Strecke. Für die Bank(st)er ein wahres Schlaraffenland. Und eine Einladung, die Grenzen des Systems erneut auszuloten. Weltweit. Bis heute. 

Diese "Bewusstseinserweiterer" sitzen vornehmlich in den international tätigen Finanzkonzernen, vielfach beheimatet in den USA, der Schweiz, Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. Wir denken in erster Linie an die "too big to fail"-Banken, die sich wegen ihrer Systemrelevanz für unantastbar halten. Geschützt sind auch die verantwortlichen Groß-Bankster; für sie gilt der Grundsatz "too big to jail"

Quelle: outsiderclub.com

Nur wenige dieser Machenschaften erblicken das Licht der Öffentlichkeit, die meisten bleiben im Dunkel, verborgen hinter einem Vorhang des Schweigens.

Hier und da gibt es jedoch erfreuliche Ausnahmen. Leider viel zu selten. Am Beispiel der  Halifax Bank of Scotland (HBOS), seit Januar 2009 Teil der britischen Großbank Lloyds TSB, heute Lloyds Banking Group, schildert Ian Fraser im folgenden Beitrag die Machenschaften und ihre Folgen. Was er beschreibt ist typisch für das Finanzcasinosystem, seine Protagonisten und deren Helfershelfer.

Ian Fraser: What the HBOS Fraud Tells Us About the State of British Banking
(ianfraser.org) The £1 billion HBOS Reading fraud, my part in exposing it, and what it tells us about the state of British banking. Read more...
   
Wir müssen enttäuscht konstatieren: dieses System ist nicht zu reformieren. Erst ein Kollaps bietet vielleicht die Chance für einen Neuanfang. 

"Der moderne Banker"


Aufschwung in Europa?
Während die Griechenland-Krise wieder Urständ feiert und in Italien immer noch der Versuch scheitert eine Bankenkrise abzuwenden, suggeriert die Statistik einen kleinen Wirtschaftsaufschwung. Gut nur, dass uns die "Welterklärer" von der Schweizer FINANZ UND WIRTSCHAFT mit einem klugen Beitrag schnell wieder in die Wirklichkeit herunterholen. 

Ist die EU über den Berg?
(fuw.ch) Vergangene Woche hat Eurostat, die Statistikbehörde der Europäischen Kommission, bekannt gegeben, dass das BIP der EU erneut deutlich zugenommen habe. Über das gesamte Jahr 2016 betrug das reale Wachstum für die gesamte EU (28 Länder) 1,8 Prozent, für die Eurozone (19 Länder) 1,7 Prozent.
Es kommt nicht überraschend, dass man sofort wieder Stimmen hört, die das Ende der Krise ausrufen. Die EU sei in guter Verfassung, die Währungsunion funktioniere ganz ordentlich.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein paar positive Quartale als Beleg für ein Ende der Krise verwendet werden. Bisher waren jedoch die Entwarnungsrufe immer verfrüht, und vieles deutet darauf hin, dass auch diesmal wieder falsche Schlüsse gezogen werden.
Mehr...



Griechenland in der Klemme
Natürlich gibt es auch in der griechischen Krise keine Entwarnung. Im Gegenteil: Die Gläubiger nehmen das Land erneut in den Schwitzkasten und erpressen Unmögliches. 

"Am Verhandlungstisch..." (Quelle: oliverschopf.com)


Söder verlangt Pfand für weitere Hilfszahlungen
(zeit.de) Bayerns Finanzminister stellt Bedingungen für neue Griechenland-Kredite. Er will Gold oder Immobilien als Pfand. CDU-Politiker bringen einen Euroaustritt ins Gespräch. Mehr...

Wann wird so viel wahltaktische Dummheit endlich einmal bestraft? 


"Der Rettungs-Amboss" (Quelle: toonpool.com)


Opposition kritisiert Tsipras: "Griechenland kann noch mehr sparen"
(faz.net) Alexis Tsipras will seiner Klientel keine weiteren Kürzungen zumuten. Kritiker aus Griechenland sehen allerdings noch Sparpotential im eigenen Land. Wichtiger für die Zukunft des Landes dürfte indes etwas anderes sein. Mehr...

Na also, geht doch. Endlich haben die Krisenmanager aus Berlin, Brüssel und Washington Unterstützer im Land. Merkwürdig, das sind doch genau die Leute, die Griechenland der EU ans Messer geliefert haben. Schon vergessen? 

Das Sparen am eigenen Leib spüren    
(deutschlandfunk.de) Die eigene Bettwäsche ins Krankenhaus mitbringen, bis zu 80 Prozent des Gehalts für Steuern und Sozialabgaben abgeben: Die Sparmaßnahmen, die Griechenland von der EU verordnet wurden, sind in jedem Bereich des öffentlichen Lebens angekommen. Kritiker werfen der Regierung Tsipras vor, die Wirtschaft zu bremsen. Mehr...

First destroying, then expelling Greece. Shaeuble: a "German nationalist" acting in the interest of Goldman Sachs and Trump
(defenddemocracy.press) German Finance Minister Wolfgang Schaeuble on Wednesday brought back the Grexit issue by saying that unless Greece implements reforms it cannot stay in the euro zone.
The German finance minister spoke to the country’s broadcaster ARD in light of the stalled negotiations between Greece and creditors over the bailout program review and the recent International Monetary Fund report that calls for a Greek debt haircut in order to make it sustainable.
"The pressure on Greece to undertake reforms must be maintained so that it becomes competitive, otherwise they can’t remain in the currency area", Schaeuble said, referring to fiscal measures needed such as further pension and wage cuts and the widening of the tax base.
Schaeuble reiterated his position that Greece’s problem is not the amount of the sovereign debt but the lack of competitiveness in Greek economy and the need for structural reforms. Thereby, a debt cut will not solve the country’s problems. Furthermore, a debt haircut is not allowed within the euro zone.
"We can’t undertake a debt haircut for a member of the European single currency, it’s ruled out by the Lisbon Treaty. For that, Greece would have to exit the currency area", he told ARD. Read more...

So kann man die jüngsten Ereignisse und Äußerungen auch interpretieren!

Quelle: toonpool.com


Donald Trump, the "finetuned machine" President
Nach wie vor versucht der 45. US-Präsident Angst und Schrecken zu verbreiten, während er bei wichtigen Themen, wie Obamacare und Wirtschaftswunder, nicht wirklich vom Fleck kommt. Offensichtlich hat D. T. jedoch allergrößte Schwierigkeiten, die selbstgesteckten Ziele in der ihm eigenen Art und Weise zu erreichen. Die Mehrzahl seiner Anhänger ficht das nicht an, die stehen weiter felsenfest zu ihrem Heilsbringer. Alle anderen müssen dabei zusehen, wie Donald Trump das Amt des US-Präsidenten nach seinem Gusto verändert, also mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigt. 


Bedauerlicherweise zwingt Trump der ganzen Welt seinen Politikstil auf. Daran werden auch die diplomatischen Offensiven von Teilen seiner Regierung wenig ändern. Zwanghafte Optimisten suchen verzweifelt nach einem Fünkchen Hoffnung in Trump's Gestik, Mimik und Sprache. Ohne großen Erfolg, wie wir finden. 

"Trump tweeting and peace"


Trump's Präsidentenspiel sorgt nicht nur für reichlich Lesestoff, sondern auch für sehr viel anschauliches Bildmaterial. Wir beschränken deshalb unsere Recherche nicht mehr nur auf Textbeiträge, vielmehr halten wir auch Ausschau nach aussagekräftigen Karikaturen. Durch deren selektive Verwendung ersparen wir uns wortreiche Kommentare und mögliche Wiederholungen. 

"Trump Leaks"

"Keiner wird ihn aufhalten" Trump-Fans halten zu ihrem Idol
(n-tv.de) Wie Trump selbst sind auch seine Anhänger unbeeindruckt von den schlechten Umfragewerten des US-Präsidenten. "Er hat die Bevölkerung hinter sich", sagt ein Wähler. "Er macht eine hervorragende Arbeit." Mehr...
"Lady Liberty" sieht das offensichtlich ganz anders: 

"be right back" (Quelle: truthdig.com)

Friedrich Merz sicher: Trump lenkt nur ab, Europa hat die größeren Probleme
(n-tv.de) Aus der aktiven Politik hat sich der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz zwar zurückgezogen, doch als Vorsitzender des Vereins "Atlantik-Brücke" liegen Merz die deutsch-amerikanischen Beziehungen besonders am Herzen.

Während viele Europäer seit der Amtsübernahme von Donald Trump oft mit besorgtem Kopfschütteln in die USA blicken, sieht Merz keinen Grund für europäische Überheblichkeit, denn: "Ich mache mir, ganz offen gestanden, um den Zustand der Europäischen Union im Augenblick mehr Sorgen als um den Zustand der amerikanischen Regierung", sagte er im "Deutschlandfunk".
Was wir derzeit in den USA erleben, sei in höchstem Maße irritierend, aber in der Substanz haben wir in Europa zurzeit das größere Problem und das müssten die Europäer lösen und zwar "ganz unabhängig davon, wie sich die Dinge in Amerika weiter entwickeln", erklärte Merz. "Die Menschen glauben den Institutionen und ihren Vertretern immer weniger, und das ist der Boden, auf dem Populismus groß wird." Mehr...

Angesichts einer überbordenden Blasenökonomie, Millionen von Obdachlosen, untragbarer (Staats-)Schulden und einer ungelösten Finanzkrise in den USA halten wir die Feststellung von Friedrich Merz für reichlich gewagt. Der Vergleich mit Europa greift nicht. Bis auf die ebenfalls ungelöste Finanzkrise ist Europa davon noch ein gutes Stück entfernt. Das wird sich natürlich noch ändern, nicht zuletzt wegen Trump's "America first"- und "make America great again"-Politik. Darauf wird Europa keine Antwort finden. Unabhängig von den politischen Kräften in Europa. Trump glaubt ohne jeden Zweifel an die wirtschaftliche und militärische Macht der USA und wird sie für seine Ziele rücksichtslos einsetzen, so viel scheint bereits heute sicher. Europa steht, mehr oder weniger freiwillig, unter deutscher Leitung und damit vollkommen unter US-amerikanischem Einfluss. Berlin hat sich in den vergangenen Jahren endgültig zu einer US-Interessenvertretung gewandelt. Nicht nur in Europa. Da liegt das Problem. Als Chef der "Atlantik-Brücke" sollte Merz daran eigentlich viel Freude haben. 

Joseph E. Stiglitz: Überleben in der Ära Trump
(project-syndicate.org) In gerade mal einem Monat hat es US-Präsident Donald Trump geschafft, in schwindelerregendem Tempo Chaos und Unsicherheit – und ein Ausmaß an Furcht, das jeden Terroristen mit Stolz erfüllen würde – zu verbreiten. Es überrascht nicht, dass sich Bürger und Unternehmensführer, Zivilgesellschaft und Staatsapparat schwer tun, angemessen und effektiv zu reagieren. Mehr...

Ein Beitrag voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit des US-Ökonomen Stiglitz

Den englischen Originalbeitrag "How to Survive the Trump Era" finden Kontrollfreaks hier


"Massacres" (Quelle: truthdig.com)

Trumps Mauer steht in Indien
(ipg-journal.de) Und dort funktioniert sie nicht. 
Das Vorhaben des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, an der 3200 Kilometer langen Grenze der Vereinigten Staaten zu Mexiko eine „großartige Mauer“ zu bauen, um, wie er sagt, „Kriminelle, Drogenhändler und Vergewaltiger“ auszusperren, ist keineswegs neu. Es haben bereits einige andere Länder, oft aus Islamophobie, Grenzzäune zu ihren Nachbarn errichtet, um illegale Migranten, Terroristen und Kriminelle aufzuhalten.
Trump wäre gut beraten, die Erfahrungen dieser Länder zu berücksichtigen. Ihre Grenzzäune sind nicht nur nicht besonders effizient, ihre Errichtung und Instandhaltung verursachen auch enorme Kosten, die sich nicht nur in Geld, sondern auch in Menschenleben bemessen. Mehr...

"The Man from Uncle"

Trump's Economic Policies Are No Answer to Our Problems
(globalresearch.ca) President Trump has singled out unfair international trading relationships as a major cause of US worker hardship.  And he has promised to take decisive action to change those relationships by pressuring foreign governments to rework their trade agreements with the US and change their economic policies. Read more...

Sie steht mächtig in der Kritik, Trump's Wirtschaftspolitik. Ergänzend dazu der Hinweis auf einen älteren Beitrag zu diesem Thema, erschienen bereits Ende November 2016: "Trump’s Economic Plan: This Isn’t Going to Work" (hier).

Beide Beiträge sind sehr ausführlich und liefern wichtiges Nachdenkfutter für alle, die sich eine eigene Meinung zu D. T. bilden möchten und dafür nicht nur auf die heimischen Referenzmedien zurückgreifen wollen.

The For-Profit Presidency, Month One
(alternet.org) The Trump administration is off to a roaring start on delivering the goodies to Big Business. Read more...

Eine erste, vielsagende Zwischenbilanz: "One month into the Trump administration, and it’s clear that there has been a wholesale corporate takeover of the government."

"Trumpliar"


Europa vs. Russland
Es ist ruhig geworden im Streit mit Russland wegen der Krim-Annektion und dem Bürgerkrieg in der Ost-Ukraine. Offenbar ist ein Status Quo erreicht, mit dem alle Beteiligten ganz gut leben können. In den Leitmedien findet diese Krise nur noch dann Erwähnung, um die Fortsetzung der Sanktionen gegen Russland zu rechtfertigen. 

US-Präsident Donald Trump tat im Wahlkampf so, als wäre er sich schon mit Vladimir Putin über die Beilegung des Konflikts einig. Heute, bereits wenige Tage nach seiner Amtseinführung, hat D. T. scheinbar seine Meinung geändert. Jedenfalls lässt er die Sache so wie sie ist und hat keine Eile, daran etwas zu ändern. Gewinnen auch an dieser Stelle die "Falken" in Washington die Deutungshoheit?

Deshalb ist es wichtig, dass Europa gegenüber Russland endlich eine ernsthafte Entspannungspolitik betreibt. Statt weiter aufzurüsten. Die muss sich nicht unbedingt mit der US-amerikanischen Interessenlage decken. In diesem Fall kann man sich sogar den Türken Erdogan zum Vorbild nehmen, der, trotz türkischer NATO-Mitgliedschaft, vor der eigenen Haustür sein Süppchen kocht und dabei wenig Rücksicht auf US-Interessen nimmt.  

Dafür gibt es außerdem handfeste wirtschaftliche Interessen. Der Schaden durch die Sanktionen ist für Europa immens, während die US-Unternehmen ihre Geschäfte in der Krisenregion und mit Russland noch ausweiten.

Platzeck: Ohne Entspannung mit Russland keine Sicherheit in Europa
(vorwaerts.de) Russland ist in die europäische Sicherheitsordnung nicht eingebunden. Das führt zu Konflikten. Deshalb ist nun die Stunde für eine pragmatische Realpolitik gegenüber Moskau gekommen. Vorbild dafür könnte die neue Ostpolitik Willy Brandts sein. Mehr...

Platzeck: Brauchen Europa und Russland einander wirklich? 
(sz-online.de) Die am 19. Februar gehaltene Dresdner Rede von Matthias Platzeck im Wortlaut. Mehr...

Mutig, der Herr Platzeck. Natürlich wird er Widerspruch ernten. Wir werden darüber berichten.


Kinder in Not!
"Ein Kind, das heute am Hunger stirbt, wird ermordet. Es gibt keine Fatalität irgendwelcher Art. Es ist die Weltordnung, die tötet." (Jean Ziegler, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter)

UNICEF warnt: 1,4 Millionen Kindern droht Hungertod
(tagesschau.de) UNICEF schlägt Alarm: Millionen Kinder in Nigeria, Sudan, Südsudan und Jemen drohen zu verhungern. Besonders schlimm ist die Lage im Bürgerkriegsland Jemen. Das UN-Kinderhilfswerk appellierte an die Weltgemeinschaft, zu helfen. Mehr...


So, das war's für heute!