Dienstag, 13. März 2012

Standpunkt 188 - Fata Morgana


Fata Morgana Griechenland-Rettung

Seit Wochen, eigentlich schon seit Monaten, wird uns in schönstem Politiker-Sprech die Rettung Griechenlands suggeriert. Wer die Beiträge in diesem Blog verfolgt, weiß es besser. Beispielsweise hier unser Dossier vom 23.02.2012 mit dem Titel “Europa zertrümmert Griechenland”, Standpunkt No. 177.

Land und Leute werden willentlich in eine jahrelange Armut geführt, in eine dauerhafte Abhängigkeit von ihren europäischen Freunden. Griechenland wird planmäßig zu Tode gerettet, schreibt Conrad Schuhler vom Münchner Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung.

Trotz aller Anstrengungen ist es schlicht unmöglich, daß Griechenland die Vorgabe der EU und der anderen Exekutoren von IWF und EZB, seinen Schuldenstand bis 2020 auf die Marke von 120% des BIP zu drücken, erfüllt. Die Gründe dafür zeigt die folgende Grafik, die wir uns heute bei “gazette.de” ausgeliehen haben. Diese Grafik zeigt anschaulich und selbsterklärend, wem mit den 130 Milliarden Euro aus dem jüngsten Hilfspaket für Griechenland wirklich geholfen wird. 



 
Sagenhafte 130 Milliarden Euro dienen nur dazu Banken vor dem notwendigen schnellen Tod zu retten. Selbst die 19% Greek Spending dienen ausschließlich den einheimischen Banken als Ausgleich für die andauernde Kapitalflucht ihrer reichen Kundschaft, die ihr Geld lieber in der Schweiz, Luxemburg oder Deutschland anlegen. Milliarden Euro haben so schon das Land verlassen.

Es ist eine Tatsache, daß der deutsche Anteil an diesem Hilfspaket nur ein Teil dessen ausmacht, was an griechischem Vermögen in den vergangenen Monaten als Festgeld bei deutschen Banken oder gleich in deutsche Staatsanleihen angelegt wurde.

Statt der Wahrheit die Ehre zu geben, schüren Regierung und Medien in Deutschland noch immer die Wut auf das griechische Volk. Die Sparprogramme werden an den Stammtischen hierzulande doch nur als gerechte Strafe für Korruption und Faulheit empfunden.